Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Beziehungsprobleme im Urlaub: Warum gemeinsame Reisen zur Belastungsprobe werden können

Für viele Paare ist der erste gemeinsame Urlaub eine aufregende Erfahrung – doch nicht selten wird die erhoffte Erholung zur Belastungsprobe. Laut Beziehungsexperten treten im Urlaub vermehrt sogenannte „Icks“ auf – kleine Verhaltensweisen, die Unbehagen oder Abneigung beim Partner auslösen können. Besonders in der intensiven Zeit des gemeinsamen Reisens kommen Unterschiede bei Hygiene, Geld oder Gewohnheiten ans Licht, die im Alltag weniger auffallen. Georgina Vass, Beziehungsexpertin, erklärt, warum Urlaube für Paare so herausfordernd sein können: „Während einer Reise verbringt man ununterbrochen Zeit miteinander, ohne die Möglichkeit, Konflikten auszuweichen. Der Urlaub fungiert dabei wie ein emotionaler Schnellkochtopf und bringt Verhaltensweisen zutage, die im normalen Alltag verborgen bleiben.“ Zu den häufigsten Reibungspunkten gehören laut Vass unterschiedliche Vorstellungen über Hygiene oder den Umgang mit Geld. Besonders die Toilettensituation sorgt bei frisch zusammengekommenen Paaren oft für Unbehagen. Eine Analyse von über 70 TikTok-Videos durch die Fluggesellschaft Icelandair zeigt die am häufigsten genannten Icks während gemeinsamer Reisen. Dazu zählen unter anderem die Weigerung, lokales Essen zu probieren, übermäßiger Alkoholkonsum, das Zurücklehnen des Sitzes im Flugzeug oder kindisches Verhalten im Wasser. Interessanterweise unterscheiden sich die Wahrnehmungen zwischen den Geschlechtern: Während Frauen vor allem mangelnde Ernsthaftigkeit und kindliche Verhaltensweisen kritisieren, bemängeln Männer vor allem übermäßige Social-Media-Nutzung und mangelnde Körperhygiene. Social Media spielt laut Vass eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Icks, da dort oft idealisierte Urlaubsbilder gezeigt werden, die unrealistische Erwartungen wecken. Während manche Icks harmlose Marotten sind, können wiederkehrende Verhaltensmuster jedoch auf ernsthafte Beziehungsprobleme – sogenannte „Red Flags“ – hinweisen. Beziehungsexperten raten deshalb, bereits vor

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Australien und die Niederlande reichen endgültige Argumente gegen Russland im Fall MH17 ein

Im Fall des Abschusses des Malaysia-Airlines-Flugs MH17, der 298 Menschen das Leben kostete, haben Australien und die Niederlande am 7. März 2025 angekündigt, ihre endgültigen Argumente vor dem Rat der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) einzureichen. Der Schritt markiert einen bedeutenden Meilenstein im langjährigen Streben nach Gerechtigkeit für die Opfer dieses tragischen Vorfalls, der sich mehr als zehn Jahre nach dem Absturz des Flugzeugs nun erneut vor Gericht bewegt. Die ICAO wird nun mit den Beratungen über die Verantwortlichkeit Russlands für den Abschuss des Fluges beginnen. Der Abschuss von MH17: Eine Tragödie, die die Welt erschütterte Am 17. Juli 2014 wurde der Flug MH17, ein Boeing 777-200ER, auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgeschossen. Alle 298 Insassen, darunter 38 Australier, verloren ihr Leben. Die niederländische und australische Regierung haben in den Jahren nach dem Vorfall wiederholt versucht, die Verantwortlichen für den Abschuss zur Rechenschaft zu ziehen und die Ursachen dieses schrecklichen Verbrechens zu ermitteln. Untersuchungen der niederländischen Sicherheitsbehörde (OVV) und der internationalen Ermittlungsgruppe (JIT) ergaben, dass der Flugzeugabsturz durch eine Buk-Rakete verursacht wurde, die aus Russland geliefert und von prorussischen Separatisten in der Ostukraine abgefeuert wurde. Trotz dieser klaren Erkenntnisse und der umfangreichen Beweise lehnte es Russland ab, sich zu den Vorwürfen zu äußern und zog sich 2020 von den Verhandlungen zurück. In der Folge haben Australien und die Niederlande ihre rechtlichen Schritte gegen Russland fortgesetzt. Der aktuelle rechtliche Schritt: Die Einreichung der endgültigen Argumente Mit der Einreichung ihrer endgültigen Argumente vor dem ICAO-Rat setzen Australien und

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ARBÖ verlängert Kooperation mit BMW – Neue Ersatzfahrzeuge im Einsatz

Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) setzt seine langjährige Zusammenarbeit mit BMW Österreich und der AutoFrey Gruppe fort. Im Rahmen der erneuerten Partnerschaft wurden 27 BMW X1 durch neue BMW 2er Active Tourer ersetzt. Die Fahrzeuge stehen ARBÖ-Mitgliedern in der Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg bei Pannen oder Reparaturen für 24 Stunden kostenlos als Ersatzfahrzeug zur Verfügung. Die Übergabe der neuen Flotte erfolgte in Salzburg bei AutoFrey an der Alpenstraße im Beisein von ARBÖ-Generalsekretär KommR Mag. Gerald Kumnig und dem Geschäftsführer von BMW Austria, Alexander Bamberger. Kumnig betonte die Bedeutung der Kooperation für die Mitglieder: Die Bereitstellung moderner und komfortabler Ersatzfahrzeuge unterstreiche den Anspruch des ARBÖ auf einen hochwertigen Service. Auch Mag. Josef Roider, Geschäftsführer der AutoFrey Gruppe, hob die langjährige Partnerschaft und die Bedeutung zuverlässiger Mobilität hervor. Die neuen BMW 2er Active Tourer sind mit Automatikgetriebe und einem 3-Zylinder-Benzinmotor ausgestattet, der 122 PS leistet. Laut ARBÖ zeichnen sich die Fahrzeuge durch hohen Fahrkomfort, moderne Technik und umfangreiche Fahrassistenzsysteme aus. Die Ausstattung soll den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitglieder gerecht werden und ein sicheres Fahrerlebnis gewährleisten. Die Kooperation zwischen dem ARBÖ, BMW Österreich und AutoFrey besteht seit über neun Jahren. Die Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen ist Teil des umfassenden Serviceangebots des ARBÖ für seine Mitglieder und wird durch die neue Flotte weitergeführt.

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Flughafen Zagreb verzeichnet Passagierwachstum im Februar 2025

Der Flughafen Zagreb hat im Februar 2025 insgesamt 261.119 Passagiere begrüßt, was im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres einem Anstieg von 6,1 % entspricht. Trotz des steigenden Passagieraufkommens fiel die Zunahme der Flugbewegungen mit nur 0,4 % auf insgesamt 3.295 Bewegungen eher moderat aus. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 wurden insgesamt 541.643 Reisende abgefertigt, was einen Anstieg von 9,5 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet. Dies entspricht einer zusätzlichen Passagierzahl von 46.807. Der Flughafen erwartet, dass sich das Wachstum auch im März fortsetzen wird. Die derzeit geplante Kapazität für Flüge liegt um 6,6 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was auf eine weiterhin steigende Nachfrage hinweist. Zagreb Airport bleibt damit ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region und profitiert von einer positiven Entwicklung im internationalen Luftverkehr.

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Junger Mann mit Schrotflinte an Bord eines Jetstar-Flugzeugs überwältigt

Am Donnerstag, den 6. März 2025, kam es am Flughafen Avalon in Australien zu einem dramatischen Vorfall, als ein 17-Jähriger mit einer geladenen Schrotflinte in ein Flugzeug der australischen Airline Jetstar einstieg. Der Jugendliche hatte sich als Flughafenmitarbeiter verkleidet und war über ein Loch im Zaun auf das Gelände gelangt. Auf der Treppe zum Flugzeug, das 160 Passagiere an Bord hatte, zog er die Waffe. Zeugen berichteten, dass der Teenager während des Vorfalls auch behauptete, Bomben in seiner Tasche zu haben. Doch bevor es zu einer Eskalation kommen konnte, griffen Passagiere und die Crew ein. Ein Passagier warf die Schrotflinte die Treppe hinunter und hielt den Jugendlichen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Polizei im Bundesstaat Victoria nahm den 17-Jährigen fest und brachte ihn vor Gericht, wo ihm mehrere Straftaten zur Last gelegt wurden, darunter die Gefährdung der Sicherheit eines Flugzeugs, der Besitz einer Schusswaffe und eine falsche Bombendrohung. Der junge Mann bleibt in Untersuchungshaft. Als Reaktion auf den Vorfall wurden die Sicherheitsvorkehrungen am Avalon Airport erhöht. Der Passagier, der den Angreifer überwältigte, soll lebenslange Freiflüge erhalten.

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Lufthansa sieht Chancen und Herausforderungen im Asiengeschäft

Die Lufthansa-Gruppe setzt verstärkt auf Verbindungen zwischen Europa und Asien, sieht sich jedoch mit geopolitischen Herausforderungen und steigenden Betriebskosten konfrontiert. In einem Interview mit der „Bangkok Post“ vom 6. März betonte Lufthansa-Chef Carsten Spohr die strategische Bedeutung Thailands für den Luftverkehr, sowohl im Passagier- als auch im Frachtgeschäft. Gleichzeitig stellen die anhaltenden Sperrungen des russischen Luftraums und die damit verbundenen Umwege eine erhebliche Belastung für die Fluggesellschaft dar. Thailand ist für Lufthansa nicht nur eine wichtige Destination für den Tourismus, sondern gewinnt auch im wirtschaftlichen Kontext an Bedeutung. Spohr hob hervor, daß insbesondere die Frachtkapazitäten stark nachgefragt seien. Neben dem Passagiergeschäft betreibt Lufthansa Technik in Thailand ein Wartungszentrum für die thailändische Luftwaffe und andere asiatische Kunden. Aktuell bietet die Lufthansa-Gruppe wöchentlich über 10.000 Sitzplätze zwischen Europa und Thailand an. Etwa ein Drittel der Passagiere nutzt diese Verbindungen für Weiterreisen in andere asiatische Länder. Ein wichtiger Faktor für die Effizienz dieser Langstreckenflüge ist der Einsatz moderner Großraumflugzeuge wie des Airbus A380. Trotz der Umwege, die durch das gesperrte russische Luftraumgebiet erforderlich sind, kann dieses Flugzeug durch seine hohe Reichweite den europäischen und thailändischen Markt effizient verbinden. Umwege und Kosten durch Sperrung des russischen Luftraums Vor dem Beginn des Ukraine-Krieges nutzten viele Langstreckenflüge von Europa nach Asien die sogenannte Großkreisroute – die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf einer Kugel. Diese Route führte zahlreiche Flüge über russisches Gebiet. Seit der Schließung des russischen Luftraums für westliche Fluggesellschaften müssen europäische Airlines, darunter Lufthansa, erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Dies bedeutet nicht nur verlängerte

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Boeing verlängert Servicevertrag mit Lufthansa Technik für Triebwerkswäsche der C-17-Transportflugzeuge

Boeing hat den Vertrag mit Lufthansa Technik zur regelmäßigen Reinigung der Triebwerke seiner C-17-Transportflugzeuge bis Ende 2027 verlängert. Seit drei Jahren werden jährlich rund 2.000 Hochdruck-Wasserwäschen der Pratt & Whitney PW2000-Triebwerke durchgeführt, die bei den C-17 Globemaster III im Einsatz sind. Die Triebwerkswäschen haben laut Angaben der Lufthansa Technik messbare Vorteile gebracht, darunter eine um bis zu ein Prozent verbesserte Treibstoffeffizienz und eine längere Einsatzzeit der Triebwerke. Die sogenannte Cyclean-Triebwerkswäsche wird von zugelassenen Dienstleistern weltweit durchgeführt. Die Koordination übernimmt Lufthansa Technik von Frankfurt am Main aus. Zu den Hauptpartnern zählt unter anderem Certified Aviation Services LLC, das 17 Standorte der United States Air Force in Nordamerika betreut. Weitere acht internationale Standorte werden von anderen Vertragspartnern bedient. Die C-17, die weltweit von verschiedenen Luftstreitkräften genutzt wird, operiert oft unter rauen Bedingungen und startet auch von unbefestigten Pisten. Durch die regelmäßige Reinigung wird verhindert, dass sich zu viele Schmutzpartikel in den Triebwerken ansammeln und deren Leistung beeinträchtigen. Die Boeing C-17 Globemaster III ist ein militärisches Transportflugzeug, das für den taktischen und strategischen Lufttransport von Truppen und Fracht eingesetzt wird. Neben der United States Air Force zählen auch die NATO, sowie Luftstreitkräfte aus Großbritannien, Australien, Indien, Kanada und mehreren Golfstaaten zu den Betreibern. Lufthansa Technik sieht in der Verlängerung des Vertrages eine Bestätigung für den Erfolg und die Effizienz der Cyclean-Wartung, die nicht nur bei militärischen, sondern auch bei über 80 kommerziellen Fluggesellschaften weltweit genutzt wird.

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CMA CGM baut neues Luftfracht-Drehkreuz in Chicago auf – Milliardeninvestition in den US-Markt

Der französische Logistikriese CMA CGM Group verstärkt seine Präsenz auf dem US-amerikanischen Markt und plant eine umfassende Expansion seiner Luftfrachtkapazitäten. Im Zuge einer groß angelegten Investitionsstrategie in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar wird das Unternehmen ein neues Luftfracht-Drehkreuz am Chicago O’Hare International Airport (ORD) errichten. Die geplante Expansion, die bis 2030 umgesetzt werden soll, unterstreicht die Bedeutung des US-Marktes für das französische Unternehmen, das bereits seit 35 Jahren in den Vereinigten Staaten tätig ist. Im Mittelpunkt der Expansion steht die Verstärkung der Flotte von CMA CGM Air Cargo mit neuen Boeing 777F-Frachtflugzeugen, die am Flughafen Chicago O’Hare stationiert werden. Das Unternehmen erwartet die Lieferung von zwei weiteren Maschinen dieses Typs im Jahr 2025, wodurch sich die Gesamtzahl der 777F in seiner Flotte auf fünf erhöht. Die Stationierung dieser Maschinen in Chicago soll die Handelsverbindungen zwischen den USA, Asien und Europa weiter stärken. CMA CGM setzt auf Luftfracht als Wachstumstreiber CMA CGM Air Cargo wurde im März 2021 gegründet, um der steigenden Nachfrage nach globalen Logistiklösungen gerecht zu werden. Das Unternehmen betreibt derzeit eine Mischung aus Airbus A330-200F- und Boeing 777F-Frachtflugzeugen und unterhält regelmäßige Frachtflüge von seiner Hauptbasis am Flughafen Paris-Charles de Gaulle (CDG) nach Asien und Nordamerika. Ursprünglich begann das Unternehmen mit zwei ehemaligen Airbus A330-200F von Qatar Airways, bevor es seine Flotte mit den leistungsfähigeren Boeing 777F erweiterte. Neben den zwei erwarteten 777F-Auslieferungen im Jahr 2025 hat CMA CGM im Dezember 2021 zudem als Erstkunde vier Airbus A350F bestellt, eine Bestellung, die im April 2024 auf insgesamt acht Maschinen

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Flughafen Memmingen wächst weiter: Bayern stärkt die Grenzpolizei

Der Flughafen Memmingen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Süddeutschland entwickelt. Was einst als Militärflugplatz diente, ist heute ein dynamisch wachsender internationaler Airport. Die stetig steigenden Passagierzahlen stellen nicht nur die Betreiber des Flughafens, sondern auch die Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen. Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Flughafens für den internationalen Luftverkehr hat das bayerische Innenministerium nun beschlossen, die Grenzpolizei vor Ort erheblich zu verstärken. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab bekannt, daß die bisherige Grenzpolizeigruppe am Flughafen Memmingen in eine eigenständige Grenzpolizeiinspektion umgewandelt wurde. Dies sei ein notwendiger Schritt, um die umfangreichen Aufgaben im Bereich der Einreisekontrollen effizient bewältigen zu können. Die Zahl der eingesetzten Grenzpolizistinnen und Grenzpolizisten ist bereits von 50 auf 85 gestiegen und soll bis 2030 auf rund 130 erhöht werden. Vom Militärflugplatz zum internationalen Airport Der Flughafen Memmingen hat eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Ursprünglich als Fliegerhorst für die Luftwaffe errichtet, diente er lange Zeit militärischen Zwecken, bevor er nach dem Ende des Kalten Krieges für den zivilen Luftverkehr umgebaut wurde. Seit der offiziellen Eröffnung als Regionalflughafen im Jahr 2004 verzeichnet der Airport kontinuierlich steigende Passagierzahlen. Heute gilt Memmingen als der drittgrößte Verkehrsflughafen Bayerns nach München und Nürnberg. Die strategisch günstige Lage im Allgäu, nahe der Grenze zu Baden-Württemberg, macht ihn besonders attraktiv für Reisende aus dem süddeutschen Raum sowie für Passagiere aus Österreich und der Schweiz. Dank zahlreicher Verbindungen zu Zielen in ganz Europa, insbesondere nach Spanien, Italien, Osteuropa und in den Mittelmeerraum, ist der Flughafen für viele Reisende eine

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ÖBB verzeichnen Fahrgastrekord – Herausforderungen bleiben

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben im Jahr 2024 mit über 500 Millionen Fahrgästen einen neuen Rekord aufgestellt. Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft Vida, wertet die gestiegenen Fahrgastzahlen als Beleg für die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Gleichzeitig verweist er auf strukturelle Probleme im System, die das Wachstum gefährden könnten. Obwohl sich immer mehr Menschen für die Bahn entscheiden, sieht Hebenstreit Engpässe, die den Betrieb belasten. Lieferverzögerungen bei neuen Fahrzeugen, zahlreiche Baustellen im In- und Ausland sowie Personalmangel in zentralen Bereichen führten zu Schwierigkeiten. Der Gewerkschafter betont, dass eine zuverlässige Infrastruktur entscheidend sei, um die wachsende Nachfrage zu bewältigen. Als Lösung fordert Hebenstreit eine Aufwertung der Lehrlingsausbildung bei den ÖBB. Nur mit ausreichend ausgebildeten Fachkräften könne der Betrieb langfristig gesichert werden. Insbesondere die für Dezember 2025 geplante Eröffnung der Koralmbahn werde zusätzlichen Bedarf an qualifiziertem Personal mit sich bringen. Auch künftige Investitionen in den Bahnausbau hält die Gewerkschaft für essenziell. Die österreichische Bundesregierung hat sich in ihrem aktuellen Regierungsprogramm zur Stärkung der Schieneninfrastruktur bekannt. Hebenstreit sieht darin eine Chance, nicht nur den Bahnverkehr weiterzuentwickeln, sondern auch Impulse für die Wirtschaft zu setzen.

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