
Mexiko: Gewaltwelle nach Tod von Kartellchef Nemesio Oseguera Cervantes erschüttert das Land
Nach der Tötung des berüchtigten Anführers des Kartells Jalisco Nueva Generación, Nemesio Oseguera Cervantes, besser bekannt als El Mencho, ist Mexiko in eine tiefe Sicherheitskrise gestürzt. Der 59-jährige Drogenboss erlag am vergangenen Sonntag seinen Verletzungen, nachdem er bei einem großangelegten Zugriff des mexikanischen Militärs im Bundesstaat Jalisco unter Beteiligung von US-Geheimdienstinformationen gestellt worden war. Unmittelbar nach Bekanntwerden seines Todes brachen in weiten Teilen des Landes koordinierte Unruhen aus. Bewaffnete Bandenmitglieder setzten Fahrzeuge, Bankfilialen und Tankstellen in Brand, blockierten strategische Verkehrsrouten und griffen Stützpunkte der Nationalgarde an. Die Gewaltwelle hat mittlerweile auch wichtige touristische Zentren und Infrastruktureinrichtungen wie den Flughafen von Guadalajara erreicht. Angesichts der eskalierenden Lage rief Präsidentin Claudia Sheinbaum die Bevölkerung zur Besonnenheit auf, während ausländische Botschaften dringende Sicherheitswarnungen für ihre Staatsbürger herausgaben. Die Instabilität wirft zudem einen Schatten auf die Vorbereitungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026, bei der Mexiko als einer der Gastgeber fungiert. Das Ende einer Ära und der Beginn des Chaos Nemesio Oseguera Cervantes galt jahrelang als der meistgesuchte Mann Mexikos und einer der gefährlichsten Drogenhändler weltweit. Das von ihm geführte Kartell Jalisco Nueva Generación zeichnete sich durch eine militärische Struktur und eine beispiellose Gewaltbereitschaft aus. Der Zugriff am Sonntag, bei dem auch sechs weitere Bandenmitglieder getötet wurden, markiert einen bedeutenden Schlag der Sicherheitsbehörden gegen die organisierte Kriminalität. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurde El Mencho schwer verletzt gefangen genommen, verstarb jedoch noch während des Transports in die Hauptstadt Mexiko-Stadt. Drei Soldaten erlitten bei dem Gefecht Verletzungen. Die Reaktion des Kartells erfolgte prompt und mit erschreckender Effizienz. In den








