
IAG prüft Beteiligung am Verkaufsprozess der staatlichen Fluggesellschaft TAP Air Portugal
Die International Airlines Group (IAG), zu der unter anderem British Airways und Iberia gehören, hält sich im laufenden Bieterverfahren um die portugiesische Nationalairline TAP weiterhin alle Optionen offen. Entgegen anderslautender Medienberichte über ein mögliches Ausscheiden aus dem Prozess hat der Konzern laut der Nachrichtenagentur Lusa noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Frist für die Abgabe eines verbindlichen Angebots läuft noch bis zum 2. April 2026. Branchenkenner beobachten die Zurückhaltung der Holding genau, da die strategische Ausrichtung des Verkaufs durch die portugiesische Regierung eine wesentliche Hürde darstellt. Lissabon plant derzeit, lediglich einen Anteil von maximal 44,9 Prozent zu veräußern, was für die IAG, die üblicherweise eine Mehrheitskontrolle anstrebt, weniger attraktiv sein könnte. Neben der IAG haben auch die beiden anderen großen europäischen Airline-Gruppen, Lufthansa und Air France-KLM, deutliches Interesse an einer Beteiligung signalisiert. Der portugiesische Staat knüpft den Verkauf jedoch an strenge Bedingungen, die über rein finanzielle Aspekte hinausgehen. Gefordert werden detaillierte strategische Konzepte, die eine langfristige Entwicklung der Fluglinie sowie eine Stärkung der portugiesischen Flughäfen, insbesondere des Drehkreuzes Lissabon, garantieren. Für die Bieter ist vor allem die starke Position der TAP auf den Routen nach Brasilien und in das südliche Afrika von hohem strategischem Wert, da diese Märkte als hochprofitabel gelten und eine ideale Ergänzung zu den bestehenden Netzwerken in Europa darstellen. Zusätzliche Recherchen im Finanzsektor verdeutlichen, dass die portugiesische Regierung unter Ministerpräsident Luís Montenegro den Verkaufsprozess beschleunigen möchte, um die Airline nach Jahren staatlicher Stützungsmaßnahmen wieder vollständig zu privatisieren. Analysten weisen darauf hin, dass die Begrenzung auf eine Minderheitsbeteiligung








