Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Wizz Air investiert in U.S.-amerikanisches SAF-Startup

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air ist gemeinsam mit Großaktionär Indigo Partners, den Schwestern Volaris und Frontier Airlines sowie Genzero und Cleanhill beim U.S.-amerikansichen SAF-Startup CleanJoule eingestiegen. Im Rahmen der Investition des Konsortiums haben Frontier Airlines, Wizz Air und Volaris verbindliche Vereinbarungen über den Kauf von bis zu 90 Millionen Gallonen SAF unterzeichnet.  Die Direktoren von Indigo Partners erhalten zudem einen Sitz im Verwaltungsrat von CleanJoule. Bei GenZero handelt es sich um eine auf Dekarbonisierung fokussierte Investmentplattform von Temasek mit Sitz in Singapur. Auch Cleanhill Partners, eine US-basierte Private-Equity-Gesellschaft, konzentriert sich auf die Dekarbonisierung. Die aus der Runde eingeworbenen Mittel werden die Weiterentwicklung der CleanJoule-Technologie unterstützen, um Hochleistungs-SAF aus landwirtschaftlichen Reststoffen und anderer Abfallbiomasse kostengünstiger herzustellen. Die Finanzierungsrunde markiert ein wichtiges Kapitel in den globalen Bemühungen, die Kohlenstoffemissionen zu verringern und sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. SAF, ein Biokraftstoff, der für den Antrieb von Verkehrsflugzeugen verwendet wird, aber einen geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck hat, könnte potenziell bis zu 65 Prozent zur Reduzierung der Emissionen beitragen, die der Luftfahrtsektor benötigt, um bis zum Jahr 2050 Netto-Null zu erreichen.

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Teilverkauf: Drei Interessenten für Lufthansa Technik

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Lufthansa ihre Wartungstochter teilweise verkaufen möchte. Nach anfänglich vielen Interessenten sind nur noch drei übrig geblieben. Es handelt sich ausschließlich um Kapitalmarktunternehmen. So sollen Bain Capital, CVC Capital Partners und Advent International noch im Boot sein. Mitte Juni 2023 will Lufthansa den verbliebenen Interessenten Zugang zum Datenraum gewähren und anschließend verbindliche Angebote einfordern. Der Kranich-Konzern will bis zu 20 Prozent an Lufthansa-Technik verkaufen und hierfür zumindest 1,5 Milliarden Euro einnehmen.

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Teuerungen: Airlines haben kräftig an der Preisschraube gedreht

Eine Auswertung des Vergleichsportals Check24 hat ergeben, dass Flugtickets zu den 30 beliebtesten Sommerferien-Zielen im Schnitt um 17 Prozent teurer geworden sind. Verglichen wurde mit dem Preisniveau des Vorjahres. Besonders heftig sind die Teuerungen zwischen Deutschland und Bangkok ausgefallen. Laut der Auswertung, die für die Funke Mediengruppe vorgenommen wurden, sind die Preise um rund 52,6 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt werden für den Return in der Economy-Class 1.000 Euro fällig. In Richtung USA soll es lediglich um 6,1 Prozent teurer geworden sein. Innerhalb Europas fallen die Preiserhöhungen zum Teil ebenfalls zweistellig aus. So sind für Flüge nach Rom um 44,2 Prozent mehr zu bezahlen, nach Barcelona um 38,7 Prozent. In Richtung Griechenland um 24,2 Prozent mehr, nach Lissabon 27,2 Prozent mehr und nach Faro wurde es um 10,4 Prozent teurer. Bemerkenswerterweise sind Istanbul-Tickets lediglich um 10,1 Prozent im Preis gestiegen.

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Lithium-Akkus: Korean Air erhält IATA-Zertifizierung

Das Skyteam-Mitglied Korean Air hat kürzlich seitens der IATA das Zertifikat „Center of Excellence for Independent Validators (CEIV) Lithium Batteries“ verliehen bekommen. Aus diesem Anlass kamen am 25. Mai 2023 Vertreter der Airline, der Incheon International Airport Corporation und der IATA im Grand Hyatt Incheon zusammen. Die im Jahr 2021 eingeführte CEIV-Zertifizierung für Lithiumbatterien legt grundlegende Standards fest und validiert diese, um das Niveau der Kompetenz und des Qualitätsmanagements bei der Handhabung und dem Transport von Lithiumbatteriesendungen in der gesamten Lieferkette zu verbessern. Im Rahmen der Zertifizierung führen Experten eine eingehende Bewertung aller Aspekte des Transportprozesses und der Verfahren auf der Grundlage von standardisierten Prüfkriterien durch, zu denen 240 Punkte zählen. Damit wird sichergestellt, dass der jeweilige Akteur die Standards des Programms erfüllt. Der Transport von Lithiumbatterien macht mehr als 10 Prozent des gesamten Luftfrachtvolumens der Fluggesellschaft aus. Die Airline erwartet, dass diese Zahl mit der Verbrauchernachfrage nach Smartphones, tragbaren elektronischen Geräten und Elektrofahrzeugen noch steigen wird.

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Beschädigter A330neo: Air Greenland auf Wetleases angewiesen

Am 23. Mai 2023 wurde der einzige Airbus A330neo der Fluggesellschaft Air Greenland auf dem Flughafen Kopenhagen-Kastrup beschädigt. Mit der Tragfläche gab es eine unliebsame Berührung mit einer Maschine von SAS. Wegen dem temporären Ausfall der OY-GKN musste Air Greenland auf Wetlease-Dienstleistungen anderer Carrier zurückgreifen. Erst im Dezember 2022 hat Air Greenland ihren ersten und einzigen Airbus A330-800 übernommen und in den Liniendienst gestellt. Nach einer kurzen Übergangsphase wurde der Vorgänger, ein A330-200, ausgeflottet. Da die Flotte ansonsten aus Turbopropflugzeugen der Typen de Havilland Dash 8-200 und Beech Super King Air sowie aus einigen Helikoptern besteht, musste man zur Aufrechterhaltung des Liniendienstes zwischen Kangerlussuaq und Kopenhagen auf die ACMI-Dienstleistungen anderer Anbieter zurückgreifen. Beispielsweise half Privelige Stile mit einer Boeing 777-200ER aus. Auch kamen Maschinen von Jettime und Hifly zum Einsatz. Air Greenland teilte mit, dass man übergangsweise zwei Boeing 737 der dänischen Airline anmieten wird. Für den Sommer 2023 setzt man ohnehin eine B737-800 des genannten Anbieters ein. Mit diesem Flugzeug will man einige Spitzen abdecken, so dass man den eigenen Widebody anderweitig einsetzen kann. In den letzten Monaten haben sich auf dem Flughafen Kopenhagen-Kastrup auffällig viele Zusammenstöße auf dem Vorfeld ereignet. Abgesehen von Sachschaden ist zum Glück nichts passiert. Eine nennenswerte „Begegnung“ ist auch die Beschädigung einer von Tuifly Nordic betriebenen Boeing 787-9 gepaart mit einem Sunclass-A330-900.

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Indien: Go First muss Luftfahrtbehörde Rechenschaft ablegen

Die indische Zivilluftfahrtbehörde hat der insolventen Billigfluggesellschaft Go First eine 30-tägige Frist zur Vorlage eines Plans zur Wiederaufnahme des Flugbetriebs gesetzt. Die Aufforderung ist äußerst umfangreich, da man im Detail informiert werden möchte. Hintergrund ist auch, dass viele Lessoren ihr Fluggerät bereits eingezogen haben. Die Behörde will auch, dass nachgewiesen wird, dass sämtliche offenen Gehälter bezahlt sind und Go First einen Finanzplan vorlegt. Auch muss die Herkunft der Gelder nachgewiesen werden. Zusätzlich verlangt man Informationen darüber wer künftig die Flotte warten soll und welche Mitarbeiter überhaupt noch für Go First arbeiten. Sollte der insolvente Carrier dieser Aufforderung nicht nachkommen, so würde die DGCA das AOC und die Betriebsgenehmigung einziehen. Ob es gelingen wird Go First wieder in die Luft zu bringen, ist derzeit völlig unklar. Die Vorzeichen sind jedenfalls nicht sonderlich rosig, denn im Streit mit dem Triebwerkshersteller Pratt & Whitney gibt es keine Anzeichen der Versöhnung.

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Markenrechte: Norwegian wird von ehemaliger Bank-Tochter verklagt

Mit ihrer ehemaligen Banktochter streitet sich die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle um die Markenrechte. Konkret geht es darum, dass man verhindern möchte, dass die Nordax Group das Brand „Bank Norwegian“ weiterhin nutzt. Im Jahr 2007 wurde das Finanzunternehmen gegründet. Der Carrier trennte sich schrittweise ehe man im Jahr 2019 vollständig ausgestiegen ist. Damals ging die Bank Norwegian an die Cidron Xingu Ltd., die jedoch später an die Nordax Group weitergereicht hat. Nach der Fusion tritt das Kreditkartengeschäft als „Bank Norwegian, en filial av Nordax Bank AB (publ)“ auf. Genau das stört die Fluggesellschaft aber. Nun brachte das Kreditinstitut eine Klage gegen ihren einstigen Eigentümer ein, denn man will feststellen lassen, dass man den geschützten Namen „Norwegian“ rechtmäßig nutzen darf. Auch droht man der Fluggesellschaft mit der Einstellung des Co-Branding-Kreditkartengeschäfts.

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Argentinien: Flugbegleiterin nach Bombendrohung gegen ihren Arbeitgeber verhaftet

Immer wieder meinen schlechte Scherzbolde Bombendrohungen gegen Passagierflugzeuge tätigen zu müssen. Im jüngsten Fall, der Aerolíneas Argentinas betrifft, entpuppte sich der Urheber ausgerechnet als eigener Angestellter der Fluggesellschaft. Eine Flugbegleiterin wollte dem Arbeitgeber sprichwörtlich eines auswischen. Am 21. Mai 2023 sollte der Airbus A330 mit der Registrierung LV-FVH von Buenos Aires nach Miami fliegen. Eine telefonische Bombendrohung führte aber dazu, dass der Widebody, der mit 270 Passagieren plus Crew besetzt war, evakuiert werden musste. Die Maschine wurde anschließend umfangreich von der Exekutive untersucht. Glücklicherweise wurde nichts gefunden, so dass der Airbus A330 nach über sieben Stunden wieder abheben konnte. Ermittlungen der argentinischen Polizei konnten den Urheber des Drohanrufes ausfindig machen. Es handelte sich ausgerechnet um eine Flugbegleiterin, die für Aerolíneas Argentinas arbeitet. Am 28. Mai 2023 wurde er verhaftet. Laut Informationen der Agentur Telam soll die Staatsanwaltschaft aufgrund erdrückender Beweislage einen Haftbefehl ausgestellt haben. Dennoch ist aus rechtlichen Gründen darauf aufmerksam zu machen, dass bis zu einer etwaigen strafrechtlichen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt. Die betroffene Airline will sich noch nicht tiefgehend äußern, kündigt aber an, dass man eine Schadenersatzklage gegen die Mitarbeiterin in Betracht zieht, falls sich die Vorwürfe als wahr herausstellen sollten bzw. eine strafrechtliche Verurteilung erfolgen sollte. Im Raum stehen etwa eine Million U.S.-Dollar. Die Ermittlungsbehörden ziehen laut der Nachrichtenagentur auch eine ganz andere Variante in Betracht: Möglicherweise war gar nicht der Arbeitgeber das Ziel des „eines auswischen“, sondern es wird noch ermittelt, ob es eventuell eine Beziehung zwischen der Flugbegleiterin und einem der beiden Piloten gab, die

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Frankreich: Chalair übernimmt zwei Inlandsstrecken von Air France

Der französische Flughafen Castres verfügt auf der Linie lediglich über eine Anbindung nach Paris-Orly. Diese stand einige Zeit auf der Kippe, denn Air France hat die Einstellung bekanntgegeben. Nun wurde mit Chalair Aviation ein neuer Operator, der nahtlos übernehmen wird, gefunden. Für die Passagiere bedeutet das, dass ab 1. Juni 2023 in Turbopropflugzeugen des Typs ATR42-500 Platz genommen werden kann. Diese sollen bis zu elfmal pro Woche zwischen den beiden Städten verkehren. Bislang kamen von Amelia International betriebene Embraer 145 im Auftrag von Air France zum Einsatz. Chalair konnte im Rahmen einer Ausschreibung dem wesentlich größeren Mitbewerber auch die PSO-subventionierte Route Aurillac-Paris (Orly) abluchsen. Auch diese wird man per 1. Juni 2023 von Air France übernehmen.

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Comino: Aus Bruchbude soll Six-Senses-Luxushotel werden

Auf der maltesischen Insel Comino leben nur noch drei ältere Menschen. In den Sommermonaten wird die kleine Insel aber regelrecht von Touristen, zu zumeist mit Ausflugsschiffen in die Blue Lagoone gebracht werden, überrant. Einst gab es ein Hotel, das jedoch massiv in die Jahre gekommen ist und daher schon vor der Corona-Pandemie geschlossen wurde. Der Hotelkonzern Six Senses will das ehemalige Comino-Hotel samt der angeschlossenen Bungalows in eine Luxusanlage verwandeln. Das Projekt ist auf Malta enorm umstritten, denn Umweltschützer befürchten, dass es weit über das Maß, das bereits besteht, hinausgehen wird. Per Gesetz darf man auf Comino nur dann dauerhaft leben, wenn der Wohnsitz bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes bestand. Administrativ ist die Insel der Nachbarinsel Gozo zugeordnet. Das geplante neue Hotel, das im Jahr 2027 eröffnet werden soll, soll unter anderem 71 Suiten und 19 Residenzen anbieten. Gerade um letztere gibt es massiven Ärger, denn Kritiker befürchten, dass so Wohnsitze für Reiche über die Hintertür entstehen könnten. Das allerletzte Wort ist noch nicht gesprochen, so dass es abzuwarten gilt, ob das Six Senses Comino tatsächlich im Jahr 2027 eröffnen wird.

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