Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Nicht kleckern, sondern klotzen: Saudi-Arabien baut Schigebiet für 500 Milliarden U.S.-Dollar

Wintersport verbindet man nicht unbedingt mit dem Wüstenstaat Saudi-Arabien. Das soll sich ändern, denn Kronprinz Mohammed bin Salman will für 500 Milliarden U.S.-Dollar ein Schigebiet bauen lassen. Dieses soll ganzjährig geöffnet sein. Errichtet werden soll das Ressort in Trojena, das sich in etwa 50 Kilometer von der Küste des Golfs von Akaba entfernt befindet. Der höchste Berg ist rund 2.600 Meter hoch. Nicht nur Liftanlagen, sondern auch ein komplettes Hoteldorf soll errichtet werden. Das Schigebiet ist Bestandteil des Projekts Neom, das von Kronprinz Mohammed bin Salman forciert wird. „Sowohl Amateure als auch Profis werden die vielen Pisten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und einer Reihe von kontrastreichen und atemberaubenden Aussichten genießen können. Das blaue Wasser des Roten Meeres, die Schönheit der Neom-Gebirgsketten und die goldenen Sanddünen der Wüste werden den Skifahrern ein einzigartiges Erlebnis bieten, das diese unterschiedlichen Umgebungen mit Spaß und Abenteuer verbindet“, ist in der offiziellen Medienmitteilung zu lesen. In den Wintermonaten fallen die Temperaturen in dieser Gebirgsregion häufig unter null Grad. Im Sommer allerdings so gut wie nie. Man betont aber, dass diese häufig um etwa zehn Grad Celsius niedriger sind als in anderen Teilen des Landes. In der kalten Jahreszeit gibt es zwar Schneefall, jedoch ist die Menge nicht mit jener in den Alpen vergleichbar. Daher will man das künftige Schigebiet überwiegend mit Schneekanonen beschneien. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2026 angekündigt, jedoch soll der Gesamtausbau des Projekts, das auch Wassersportaktivitäten, Mountainbiking-Strecken sowie ein neues Naturschutzgebiet beinhalten soll, frühestens 2030 abgeschlossen sein. Man rechnet mit rund 700.000

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Luftraumsperren: Erhebliche Einschränkungen im Japan-Europa-Verkehr

Die gegenseitigen Luftraumsperren, die im Nachgang des Überfalls der russischen Streitkräfte auf die Ukraine ausgesprochen wurden, wirken sich immer deutlicher auf den Verkehr zwischen Europa und Asien aus. Beispielsweise haben Japan Airlines und All Nippon Airways in den letzten Tagen viele Verbindungen gestrichen. Hintergrund ist, dass der Luftraum der Russischen Föderation nicht mehr genutzt werden kann. Das hat zur Folge, dass die japanischen Carrier im Europa-Verkehr große Umwege fliegen müssen. Diese verlängern nicht nur die Flugzeit, sondern verursachen auch deutlich höhere Kosten. Da die Nachfrage derzeit ohnehin überschaubar ist, können manche Anbieter ihre Verbindungen nicht mehr wirtschaftlich durchführen. Daher streicht man die Flüge. Dazu kommen auch Sicherheitsbedenken, denn auch Fluggesellschaften aus Ländern, die Russland noch nicht gebannt hat, entscheiden sich zur Meidung des Luftraums der Russischen Föderation. Als Begründung geben die meisten Anbieter an, dass man Sicherheitsbedenken wegen dem Krieg in der Ukraine habe und aus Vorsichtsgründen die gesamte Region großräumig meidet. Betroffen sind nicht nur Passagierflüge, sondern auch Cargo-Verbindungen. Beispielsweise sagte ANA in den letzten Tagen wiederholt Frachtflüge nach Europa ab. Bereits jetzt ist absehbar, dass es für einen längeren Zeitraum starke Einschränkungen im Verkehr zwischen Japan und dem europäischen Kontinent geben wird, denn für die meisten Airlines sind die notwendigen Umwege wirtschaftlich nicht darstellbar.

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Noch mehr Wetlease für Eurowings: Avion Express fliegt mit elf A320

Frei nach dem Motto „darf es ein bisschen mehr sein“ erhöht sich die Anzahl der Airbus A320, mit denen Avion Express im Auftrag von Eurowings fliegen wird auf elf Stück. Ursprünglich kommunizierte die Lufthansa-Tochter, dass es zehn Maschinen werden. Nun teilte der Auftragnehmer mit, dass man im Sommerflugplan 2022 mit elf Airbus A320 für Eurowings fliegen wird. Diese werden an den Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf stationiert. „Wir freuen uns, mit einer der weltweit größten und angesehensten Fluggesellschaften zusammenzuarbeiten, die unsere hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie Flexibilität unter Beweis stellen. Dank der engen Zusammenarbeit und dem Einsatz der Eurowings- und Lufthansa-Teams freuen wir uns auf eine erfolgreiche langfristige Zusammenarbeit“, sagt Avion Express Vice President Commercial Dainius Staniulis. Neben Avion Express wird auch Air Baltic für Eurowings fliegen. Der lettische Carrier setzt derzeit zwei Airbus A220 ab Stuttgart ein. Diese werden mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2022 nach Düsseldorf „umgezogen“ und um drei Einheiten ergänzt. Air Baltic wird somit mit fünf A220 für Eurowings fliegen. Zwei weitere Maschinen dieses Typs sind ab Mai 2022 bei der Konzernschwester Eurowings Discover ab München im Wetlease-Einsatz.

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Hamburg: Enter Air erstmals für Tel Aviv Air abgehoben

Im Auftrag von Tel Aviv Air führte die polnische Fluggesellschaft Enter Air am Sonntag den Erstflug von Hamburg nach Tel Aviv durch. Künftig sollen zwei wöchentliche Umläufe durchgeführt werden und zwar an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag. Tel Aviv Air ist anders als es der Name vermuten lassen würde keine Fluggesellschaft, sondern ein Start-Up, das Charterflüge auf eigene Rechnung vermarktet. Die operative Durchführung der Flüge erfolgt mit Boeing 737 durch die polnische Enter Air. „Mit der Strecke von Hamburg nach Tel Aviv wird eine Lücke in Hamburgs Streckennetz wieder geschlossen. Wer Familie und Freunde besuchen oder das Land erkunden möchte, gelangt so schnell und bequem in die israelische Stadt am Mittelmeer. Die Direktverbindung fördert auch den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen den Metropolen. Umso mehr freuen wir uns, dass Tel Aviv wieder nonstop mit Norddeutschland verbunden ist“, sagt Gesa Zaremba, Head of Airline & Traffic Development am Hamburg Airport. Hinter Tel Aviv Air stehen der Hamburger Reisebüro-Inhaber Shlomo Almagor sowie Paul Scodellaro, ehemaliger Verkaufschef der Fluggesellschaft Germania. Paul Scodellaro hatte die Route nach Tel Aviv seinerzeit für Germania schon einmal erfolgreich aufgebaut. „Wir kennen das Land, die Strecke und unsere potentiellen Kunden“, fasst Scodellaro die Erfahrung der Gründer zusammen. „Unsere wichtigsten Zielgruppen sind Geschäftsreisende, Israel-Urlauber, Reise-Gruppen und ethnische Reisende, die aus Hamburg ab heute fünf Stunden Flugzeit sparen“, so Paul Scodellaro, Gründer und Geschäftsführer von Tel Aviv Air.

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Einsparungen: Tuifly will Crews Mitnahme von Ersatzkleidung verbieten

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Tuifly ist offensichtlich auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, die zur Einsparung von Kosten führen sollen. Dabei scheinen auch kuriose Dinge in Betracht gezogen zu werden: Man überlegt, dass man dem fliegenden Personal die Mitnahme von Wechselkleidung untersagen könnte. Dahinter steckt, dass dadurch weniger Gewicht an Bord sein wird und somit der Treibstoffverbrauch sinken soll. Die Einsparungen, die auf einem einzelnen Flug erzielt werden können, sind nicht der Rede wert. Allerdings kann sich eine solche Maßnahme über ein gesamtes Jahr hinweg durchaus rechnen. Gegenüber der FVW erklärte Tuifly-Geschäftsführer Oliver Lackmann unter anderem, dass man derzeit diskutiert, ob die Piloten und Flugbegleiter bei eintägigen Umläufen künftig keine Wechselkleidung mehr an Bord nehmen dürfen. Gemeint sind damit Einsätze, die am Feierabend am gleichen Airport enden, an dem bei Dienstbeginn gestartet wurde. Man wolle das Gewicht, das sich an Bord der Boeing-737-Flotte befindet, senken und stellt jeden nicht zwingend erforderlichen Gegenstand auf den Prüfstand. Angesichts der momentan stark steigenden Treibstoffpreise, eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Lackmann sagte gegenüber der FVW auch, dass er selbst während eintägiger Umläufe keine Zahnbürste benötige.

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Air Baltic zieht sich aus Russland komplett zurück

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic zieht sich vom russischen Markt komplett zurück. Der Carrier teilte mit, dass sämtliche Flüge, die von/nach Russland geplant werden, gestrichen werden. Diese Entscheidung folgt auf die zuvor angekündigte vorübergehende Flugunterbrechung. Lettland und die Europäische Union haben den Luftraum für Carrier aus der Russischen Föderation geschlossen. Als Gegenreaktion bannt Russland Fluggesellschaften aus der EU. Air Baltic ist davon betroffen und sagte temporär alle Flüge ins größte Land der Welt ab. Nun hat man sich entschieden, dass man den russischen Markt komplett verlassen wird. In einer Mitteilung hält man sich aber offen zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzutreten. In der Vergangenheit waren die Flüge zwischen Riga und Russland durchaus stark nachgefragt, was unter anderem historisch bedingt ist, da es aufgrund der gemeinsamen sowjetischen Vergangenheit durchaus einige familiäre Verknüpfungen und damit Nachfrage gibt. Im Sommerflugplan 2022 setzt Air Baltic verstärkt auf das Segment ACMI-Dienstleistungen. Dieses hat in der Vergangenheit eine nur untergeordnete Rolle gespielt. Man wird ab Düsseldorf mit fünf Airbus A220-300 im Auftrag der Lufthansa-Billigtochter Eurowings fliegen. Derzeit sind zwei Maschinen dieses Typs ab Stuttgart für den Carrier im Einsatz. Ein Portrait der Wetlease-Flüge, die von Air Baltic für Eurowings durchgeführt werden, unter diesem Link.

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Emerald Airlines kündigt vier Strecken ab Belfast-City an

Unter der Marke Aer Lingus Regional nimmt die junge Fluggesellschaft Emerald Airlines vier neue Strecken ab dem Flughafen Belfast-City auf. Neu fliegt man nach Birmingham, Leeds Bradford, Glasgow und Exeter. Vor wenigen Tagen hat Emerald Airlines den Erstflug innerhalb Irlands durchgeführt. Der Carrier fliegt sowohl im Rahmen eines Franchiseabkommens auf eigene Rechnung als Aer Lingus Regional als auch im Wetlease für das IAG-Konzernmitglied. Die Flotte besteht derzeit aus zwei Turbopropflugzeugen des Typs ATR72-600. Im Laufe des Jahres soll diese ausgebaut werden. Ab 20. März 2022 will Emerald Airlines 20 Mal pro Woche zwischen Belfast-City und Birmingham fliegen. Eine Woche später sollen die Flüge nach Leeds Bradford aufgenommen werden. Diese Route soll 13 Mal wöchentlich bedient werden. Täglich wird der Carrier ab 8. Mai 2022 nach Glasgow fliegen. Emerald Airlines beabsichtigt am gleichen Tag fünf wöchentliche Umläufe nach Exeter aufzunehmen.

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Ryanair setzt in Frankfurt-Hahn den Rotstift an

Auf den ersten Blick konnte der Flughafen Frankfurt-Hahn von der Schließung der Malta-Air-Basis am größeren Airport Frankfurt am Main profitieren, denn einige Routen werden „umgezogen“. Allerdings setzt Ryanair nun den Rotstift an und streicht einige Routen ab Hahn. Derzeit befindet sich der Regionalflughafen, der vom Strudel der Pleite des chinesischen Mischkonzerns HNA getroffen wurde, in einem Insolvenzverfahren. Es ist momentan nicht absehbar ob und wann dieses verlassen werden kann. Der Flugbetrieb kann bis auf weiteres aufrechterhalten werden. Der Airport wird hauptsächlich von Billigfliegern wie Ryanair und Wizz Air genutzt. Im Sommerflugplan 2022 nimmt der irische Lowcoster, dessen Konzernschwester Malta Air eine Basis in Frankfurt-Hahn unterhält, einige Kürzungen vor. Die Ziele Agadir, Alicante, Banja Luka, Faro, Lamezia Terme, Mykonos, Pescara, Ponta Delgada und Marrakesch wurden aus dem Verkauf genommen und sollen zumindest im Sommerflugplan 2022 nicht bedient werden. Die Folge für den Hahn: Der Hauptkunde Ryanair Group wird weniger Flüge als noch vor ein paar Tagen gedacht durchführen.

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Memmingen: Eurowings nimmt Palma de Mallorca auf

Die Fluggesellschaft Eurowings legt eine Nonstopverbindung zwischen dem bayerischen Memmingen und Palma de Mallorca auf. Diese soll am 2. April 2022 aufgenommen werden und an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag und Samstag bedient werden. Die Durchführung der Flüge erfolgt durch die österreichische Tochtergesellschaft Eurowings Europe von der Basis Palma de Mallorca aus. Man tritt in den direkten Wettbewerb mit Ryanair. Der irische Lowcoster beabsichtigt im Hochsommer täglich zu fliegen. An den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag sind zwei Umläufe vorgesehen. Die österreichische Eurowings Europe soll im Laufe des Jahres geschlossen werden. Als Nachfolger wurde auf Malta die Eurowings Europe Ltd gegründet. Diese wird die bisherige Tätigkeit von Eurowings Europe GmbH im Winterflugplan 2022/23 schrittweise übernehmen. Die Flugzeuge werden dann ins maltesische Register umregistriert.

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Berlin: Zwei Lockheed Martin F-35 mussten notlanden

Am Samstagvormittag mussten gleich zwei Lockheed Martin F-35 der US Air Force auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg notlanden. Die Maschinen waren auf der Airbase Spangdahlem gestartet. Eigentlich sollten die beiden Kampfjets den Luftraum über Polen kontrollieren, mussten jedoch auf während dem Rückflug Luftnotlage erklären. Dem aktuellen Informationsstand nach war nur eine der beiden F-35 betroffen. Die zweite Maschine folgte – ein übliches Vorgehen bei derartigen militärischen Bewegungen. Eine Beschädigung, die einer Konfrontation mit einer russischen Maschine oder einer Rakete geschuldet wäre, kann derzeit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Aus Militärkreisen ist zu hören, dass ein technisches Problem vorgelegen habe und sich daher der Pilot entschlossen habe aus Sicherheitsgründen auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg zu landen. Der Maschinentyp F-35 fällt schon seit längerer Zeit mit wiederkehrenden Problemen verschiedenster Art auf. Es ist daher keine Seltenheit, dass dieses Muster außerplanmäßig landen muss. Allerdings erfährt eine solche militärische Notlandung aufgrund des Kriegs in der Ukraine deutlich mehr Aufmerksamkeit als sonst üblich. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die deutsche Bundespolizei die beiden Kampfjets am BER regelrecht hermetisch abgeriegelt hat. Der zivile Linienverkehr wurde kurz unterbrochen. Konkret bedeutet das, dass der Start von Maschinen verzögert wurde und Flugzeuge, die in der Luft waren, ins Holding gehen mussten. Diese Vorgehensweise ist auch bei Sicherheits- und Notlandungen von Zivilflugzeugen üblich.

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