Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Verschleppte Rückzahlungen: LBA verhängt Bußgelder

Noch immer halten sich zahlreiche Fluggesellschaften nicht an das Gesetz: Werden Buchungen von den Airlines storniert, so muss unabhängig davon, ob zusätzlich ein Entschädigungsanspruch nach EU-VO 261/2004 vorliegt, der Ticketpreis binnen einer Woche erstattet werden. Das funktioniert noch immer nicht, weshalb das deutsche Luftfahrtbundesamt in 124 Fällen Bußgelder verhängt hat. Im Vorjahr spekulierten viele Fluggesellschaften darauf, dass die Europäische Kommission eine Gutscheinlösung durchwinken wird. Deswegen verschleppte man absichtlich die Rückzahlungen der Ticketgelder. Anschließend war man beim Finden von Ausreden äußerst kreativ und manche Anbieter versuchten es weiterhin mit Zwangsgutscheinen, so dass Konsumentenschützer vor Gericht ziehen mussten. In Deutschland waren enorm viele Passagiere betroffen, aber das Luftfahrtbundesamt als zuständige Aufsichtsbehörde zeigte sich besonders gnädig und verhängte nur in 51 Fällen ein Bußgeld, wobei die betroffenen Carrier dagegen Rechtsmittel eingelegt haben. Angesichts zehntausender betroffener Reisender, die aufgrund der Coronasituation nicht fliegen konnten und obendrein deren Flüge auch gar nicht stattgefunden haben, eine ziemlich geringe Anzahl. Heuer verhängte das LBA bis inklusive 30. November 2021 in 124 Einzelfällen Bußgelder gegen verschiedene Fluggesellschaften. Der Grund dafür ist: Verschleppte Rückzahlungen der Ticketgelder aufgrund abgesagter Flüge. Dennoch kritisieren einige Politiker die Behörde, denn man würde die Fluggesellschaften wegen Verstöße gegen Gesetze nur sehr zögerlich abstrafen. Passagiere haben Recht auf Erstattung bzw. Ersatzbeförderung Entschädigungsansprüche aufgrund der EU-VO 261/2004 können dann entstehen, wenn die Fluggesellschaft den Flug weniger als 14 Tage vor dem Abflug absagt oder um mehr als drei Stunden (Ankunft) verspätet. Erfolgt die Annullierung früher dann haben Passagiere in jedem Fall das Recht auf die Erstattung

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November 2021: Boeing lieferte 34 Flugzeuge aus

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing konnte im November 2021 insgesamt 34 Verkehrsflugzeuge an Kunden ausliefern. Gleichzeitig zog man 109 Neubestellungen für die Boeing-737-Max-Reihe an Land. Man kassierte aber auch 18 Stornos für diesen Maschinentyp. Im November 2021 übergab Boeing insgesamt 28 Boeing 737 Max an Fluggesellschaften bzw. Leasinggeber. Davon gingen zehn B737-Max-200 an die Ryanair Group. Sämtliche Neubestellungen, die man im November 2021 an Land ziehen konnte, betreffen die Max-Reihe. Andere Maschinentypen konnte man nicht verkaufen. Boeing hat sich heuer zum Ziel gesetzt, dass man mindestens 700 Orders an Land zieht. Davon ist man nicht mehr weit entfernt, denn mit Stand 30. November 2021 war man bei 692 Neubestellungen. Zum Vergleich: Airbus konnte im November 2021 insgesamt 58 Verkehrsflugzeuge ausliefern.

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Hongkong: Cathay leidet schwer unter Einreisebestimmungen

Die harten Einreise- und Quarantänebestimmungen der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong schlagen sich auch in den Passierzahlen des größten lokalen Anbieters, Cathay Pacific, nieder. Der Carrier hatte im November 2021 nur noch 70.047 Fluggäste. Hongkong praktiziert dermaßen harte Quarantäneregeln, von denen auch fliegendes Airline-Personal erfasst ist, so dass immer mehr Fluggesellschaften ihre Verbindungen in die chinesische Sonderverwaltungszone einstellen. Cathay Pacific leidet darunter, dass viele Mitarbeiter kündigen, da sie wochenlange Hotelquarantänen nach fliegerischen Diensten ins Ausland absitzen müssen. Die Nachfrage ist im Keller, denn für Nicht-Staatsbürger ist die Einreise kompliziert und Einwohner Hongkongs müssen auch vollständig geimpft bei ihrer Rückkehr eine lange Absonderung antreten. Damit will die Leitung der Sonderverwaltungszone die Ausbreitung von Corona bzw. der Omikron-Variante eindämmen. Die Regierung der Volksrepublik China verfolgt weiterhin die so genannte No-Covid-Strategie, die beispielsweise in Australien grandios gescheitert ist. Die geringe Nachfrage spiegelt sich auch in der Auslastung von Cathay Pacific wider. Im November 2021 waren lediglich 26,8 Prozent der Sitze besetzt. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat eine Verschlechterung um 8,2 Prozent. Im Frachtbereich ist es besser gelaufen, denn der Carrier konnte sich um 15,8 Prozent auf 135.350 Tonnen verbessern. Es ist allerdings nur die „halbe Wahrheit“, denn die Cargoleistung lag im November 2021 um 23,9 Prozent unter jener von November 2019.

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Italien führt Quarantäne für Ungeimpfte ein

Italien verlangt seit 16. Dezember 2021 auch von Personen, die aus EU-Mitgliedsstaaten einreisen wollen, die Vorlage eines negativen Coronatests. Das gilt auch dann, wenn man geimpft oder genesen ist. Die EU-Kommission kritisiert die Entscheidung der italienischen Regierung. Die Testung muss bereits vor dem Abflug vorgenommen werden und auf Verlangen bei einer Einreisekontrolle vorgelegt werden. Andernfalls kann auch Geimpften und Genesenen die Einreise nach Italien verweigert werden. Ungeimpfte müssen zusätzlich eine fünftägige Quarantäne antreten. Die italienische Regierung legt damit jenes Modell, das bereits praktiziert wird, wenn man aus Nicht-EU-Staaten kommt, auch auf die Unions-Länder um. Die Regelung ist bis zum 31. Jänner 2022 befristet und soll bei Bedarf verlängert werden. Kritik hagelt es aus Brüssel, denn Kommissions-Vizepräsidentin Vera Jourova sagte, dass dieser Alleingang das Vertrauen der Bevölkerung beschädigen würde, denn man habe sich auf einheitliche Reisebedingungen geeinigt. Doch Italien ist gar nicht der erste EU-Staat, der von den Absprachen der Regierungschefs abweicht. Malta führte bereits im Sommer 2021 die 1G-Regel für die Einreise ein und Bulgarien verlangt auch von Geimpften und Genesenen einen zusätzlichen PCR-Test.

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Delta fliegt München-Atlanta wieder viermal wöchentlich

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines fliegt nun wieder viermal wöchentlich zwischen Atlanta und München. Zum Einsatz kommen Langstreckenjets des Typs Boeing 767-400. Damit ist die bayerische Landeshauptstadt wie vor Beginn der Pandemie jetzt wieder mit elf US-Zielen  nonstop verbunden. Die Flugzeuge von Delta Air Lines kommen in München jeweils dienstags, mittwochs, freitags und samstags planmäßig um 9:00 Uhr an und heben um 11:00 Uhr wieder Richtung USA ab.

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Africa Union Aviation brachte VIP-MD-87 in die Luft

Die Bedarfsfluggesellschaft Africa Union Aviation hat heuer mit der P4-AUA eine McDonnell Douglas MD-87 in die Luft gebracht. Die im Jahr 1992 gebaute Maschine wurde im Juli 2021 übernommen und in Dienst gestellt. Ursprünglich wurde diese MD-87 an Japan Air System ausgeliefert. Im Jahr 2008 erfolgte dann der Umbau in ein VIP-Flugzeug durch die Aircraft and Engine Support LLC. Anschließend flog der heckgetriebene Mittelstreckenjet als M-SFAM für Montavachi Limited. Seit Juli 2021 ist die nunmehrige P4-AUA für Africa Union Aviation in der Luft. Zuletzt flog die Maschine zwischen Halmstad und Palma de Mallorca sowie Palma, Göteborg und Halmstad. Durchgeführt wurden Executive Charter Flüge.

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Erfurt: Albastar nimmt Erfurt-Palma de Mallorca auf

Im Auftrag des Tour Operators Schauinsland-Reisen wird die spanische Fluggesellschaft Albastar im Sommer 2022 zwischen Erfurt und Palma de Mallorca fliegen. Die Charterflüge sollen mit Maschinen des Typs Boeing 737-800 bedient werden. Derzeit plant Schauinsland-Reisen drei wöchentliche Palma-Flüge ab Erfurt. Die eingesetzten Flugzeuge sind mit 189 Sitzplätzen bestuhlt. Konkret wird die Urlaubsinsel Mallorca im Zeitraum 17.06.-30.10.22 an den Wochentagen Dienstag, Freitag und Sonntag angeflogen. Flugtickets sind sowohl im Rahmen von Pauschalreisen als auch als Nur-Flug-Angebote beim Tour Operator und über Reisebüros erhältlich. Weitere Reiseveranstalter werden die Flüge ebenfalls in ihr Angebot aufnehmen, so der Flughafen Erfurt-Weimar in einer Aussendung. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Fluggästen auch im Sommer 2022 flexible Reisemöglichkeiten durch diese Mallorca-Verbindungen mit zuverlässigen Partnern anbieten können“, erklärt Gerd Stöwer. Weitere Ziele des Sommerflugplanes 2022 sind Antalya, Burgas, Hurghada, Kreta und Rhodos. Hinzu kommen Sonderreisen nach Italien, Kroatien, Ungarn, Albanien und Montenegro.

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Wien: Ryanair will AUA-Bologna-Passagiere „retten“

Der Billigflieger Ryanair reagiert auf die temporäre Einstellung der Austrian-Airlines-Strecke Wien-Bologna und wirbt mit speziellen „Rettungstarifen“ um Passagiere. Italien verlangt ab 16. Dezember 2021 auch von Geimpften und Genesenen die Vorlage eines negativen Coronatests. Ungeimpfte müssen fünf Tage in Quarantäne. Die Fluggesellschaften Austrian Airlines und Wizz Air haben in den letzten Tagen weitere Kürzungen der Verbindungen ab Wien-Schwechat in ihre Reservierungssystem eingepflegt. Bei der Lufthansa-Tochter werden unter anderem die Strecken Leipzig/Nürnberg, Bologna und Saporischschja temporär pausiert. Beim pinkfarbenen Billigflieger ist das Ausmaß der Streichungen erheblich größer, denn netzwerkweit pausiert man im ersten Quartal 2022 über 200 weitere Routen zusätzlich zu jenen, die bereits temporär ausgesetzt sind. Ryanair spart in einer Medienmitteilung nicht mit Kritik am Mitbewerber Austrian Airlines und rühmt sich abermals damit, dass man in dieser Winterflugplanperiode 57 Strecken ab Wien-Schwechat bedient. Die überwiegende Mehrheit der Routen wird mit Airbus A320 von der maltesischen Tochtergesellschaft Lauda Europe geflogen. Die polnische Konzernschwester Buzz unterhält in Wien ebenfalls eine Basis und befindet sich derzeit auf der Suche nach fliegendem Personal. Andreas Gruber, Ryanair, erklärt: „AUA-Kunden, die aufgrund der Streichung der AUA-Strecke von Wien nach Bologna gestrandet sind, können auf Ryanair umsteigen und jetzt die günstigsten Tarife und den zuverlässigsten Service genießen. Wir haben Rettungstarife zum Preis von 19,99 € eingeführt, um Kunden zu unterstützen, die von der Einstellung dieser Strecke durch AUA betroffen sind. Während die Lufthansa Group und ihre Tochtergesellschaften AUA und Eurowings weiterhin Strecken streichen, Kapazitäten abbauen, Flugverkehr reduzieren und Arbeitsplätze abbauen, bietet Ryanair in den Wintermonaten den vollen

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Kreuzfahrtschiffe in immer mehr Häfen unerwünscht

Die Regierung der Kapverden untersagte einem Kreuzfahrtschiff von Tui Cruises das Anlegen im Hafen sowie einen Landgang. Hintergrund ist, dass an Bord drei Coronatests positiv ausgefallen sind. Die Reederei zeigt sich überrascht. Demnach wäre nicht abgesprochen gewesen, dass negativ Getestete, die noch dazu vollständig geimpft sind, nicht an Land gehen dürfen. Die Regierung Kapverdens zeigte sich angesichts der Sorge, dass es sich rein theoretisch um die Omikron-Variante handeln könnte, hart und hat das Schiff nicht einlaufen lassen. Laut Tui werden vor Landgängen Coronatests durchgeführt. Bei drei Personen sind diese positiv ausgefallen. Diese wurden in Las Palmas ausgeschifft und befinden sich dort an Land in Quarantäne. Bei allen anderen Reisenden sollen die Testungen negativ ausgefallen sein. Dennoch wurde „Mein Schiff 3“ das Einlaufen seitens der Kapverden verweigert. Somit änderte man den Fahrplan und steuert nun Gran Canaria und Lanzarote an. An Bord sollen sich insgesamt 1.725 Fahrgäste sowie 829 Besatzungsmitglieder befinden. Zumindest die volljährigen Personen und die Crew mussten vor dem Ablegen nachweisen, dass sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Weiters wurden vor dem Ablegen und regelmäßig während der Reise verpflichtende Covid-Testungen vorgenommen. Kreuzfahrtschiffe geraten angesichts der Omikron-Variante wieder verstärkt in den Fokus von Behörden. Der Umstand, dass „Mein Schiff 3“ nicht einlaufen durfte, ist kein Einzelfall. Der Mitbewerber MSC darf derzeit im Vereinigten Königreich keine Landgänge machen. Aida Cruises ist ebenfalls betroffen, steuert daher Southampton temporär nicht mehr an. Südafrika hat MSC und anderen Reedereien vorübergehend die Durchführung von Kreuzfahrten untersagt.

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Condor: A330-Erstflug verschiebt sich

Die Ferienfluggesellschaft Condor wird den kommerziellen Erstflug mit dem Maschinentyp Airbus A330-200 später als ursprünglich gedacht durchführen. Während dem C-Check wurden Mängel gefunden, die noch behoben werden müssen, bestätigte eine Sprecherin gegenüber Airliners.de. Condor flottet zunächst vier Airbus A330-200 ein, die auch als Vorbereitung auf das Nachfolgemodell A330neo genutzt werden. Laut einer Sprecherin müssen vor der Übernahme so genannte C-Checks durchgeführt werden. Die Techniker wurden bei zumindest einer Maschine fündig und müssen einen nicht näher bezeichneten Mangel beheben. Derzeit geht man bei Condor davon aus, dass der erste Airbus A330-200 Anfang Feber 2022 in den Liniendienst gestellt werden kann. Die Leasingverträge der vier Flugzeuge, die vormals für Etihad Airways geflogen sind, laufen vorerst zwei Jahre. Ab Herbst 2022 soll Condor die ersten A330neo erhalten.

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