
Wien-Salzburg: Blablacar fordert ÖBB und Westbahn heraus
Seit Sommer 2025 gibt es wieder eine innerösterreichische Fernbusstrecke und zwar just parallel zur wettbewerbsintensivsten und am stärksten befahrenen Eisenbahn-Route des Landes. Mit Blablacar-Bus können Reisende von Wien nach Salzburg vice versa gelangen. Der Gesetzgeber sieht vor, dass nationale Fernbus-Konzessionen nur dann erteilt werden sollen, wenn für Passagiere ein Mehrwert gegenüber der Eisenbahn vorhanden ist. Ausgerechnet parallel Westbahn- und Railjet-Zügen verkehren nun mehrmals wöchentlich in Kroatien zugelassene Busse eines französischen Anbieters. Während beispielsweise in Deutschland oder Frankreich der Fernbus-Markt vollständig liberalisiert ist und die Anbieter – mit minimalen Einschränkungen – Routen im Inland bedienen dürfen wie es ihnen wirtschaftlich in den Kram passt, ist das in der Alpenrepublik nicht der Fall. Jede innerösterreichische Route bedarf einer komplizierten Konzessionierung, bei der nicht nur die jeweiligen Landesregierungen, das Verkehrsministerium, sondern auch die Österreichischen Bundesbahnen und andere Akteure mitzureden haben. Die Verfahren können sich mitunter jahrelang hinziehen und enden nicht gerade selten mit einem abweisenden Bescheid. Es gibt aber noch einen anderen Umstand, der dazu führt, dass Fernbusse innerhalb Österreichs (abgesehen von Wien-Graz, betrieben von Dr. Richard sowie Klagenfurt-Graz, betrieben von der Österreichischen Postbus AG) eher die Ausnahme sind: Das Klimaticket gilt nicht bei Flixbus und Co. Häufig werden ablehnende Bescheide damit begründet, dass kein Mehrwert gegenüber dem Schienenweg vorhanden ist. Ein solcher könnte beispielsweise dann gegeben sein, wenn aus geografischen Gründen die Reisezeit mit einem Bus geringer ist als auf dem Schienenweg. Auf der Route Wien-Salzburg ist das definitiv nicht der Fall, denn Westbahn und ÖBB geben die Reisezeit ihrer schnellsten Züge








