Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa: Der ewige Konkurrenzkampf zwischen Frankfurt und München

Der Flughafen München und ihr größter Kunde, Lufthansa, haben sich einen öffentlichen Streit darüber geliefert, ob denn der Airport hinsichtlich Innovationen und Gewinnung neuer Mitarbeiter hinterherhinkt oder nicht. Der Kranich wirft dem Betreiber von Deutschlands zweitgrößtem Airport vor, dass man angeblich nicht ausreichende Bemühungen unternehmen würde, um Personalengpässe zu beseitigen. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter ginge nur langsam voran. Als Gegenbeispiel verweist Lufthansa-Manager Karl Brandes auf den von Fraport betriebenen Airport in Frankfurt am Main. Auch habe der Flughafen München aus der Sicht von Lufthansa so einiges an Modernisierungsbedarf. Es würde in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Abfertigung von Verkehrsflugzeugen mangeln. Brandes sagte gegenüber der DPA auch, dass dies dazu führen würde, dass der Kranich-Konzern in München nicht so rasch wachsen könne wie man es sich wünsche. Flughafen München zeigt sich verwundert Die Vorwürfe will der zweitgrößte Airport Deutschlands nicht unkommentiert auf sich sitzen lassen. Besonders scharf wirft man in einer Aussendung den Vorwurf, dass man in den Bereichen Innovation und Einstellung neuer Mitarbeiter hinterherhinken würde, zurück. Man verweist auch darauf, dass man in beiden Bereichen eng und partnerschaftlich mit Lufthansa zusammenarbeiten würde. Allein im Jahr 2023 habe man direkt beim Airport und bei der Tochter Aeroground, die für die Abfertigung zuständig ist, rund 1.000 neue Mitarbeiter eingestellt. Damit liege man über den ursprünglichen Planungen, so der Flughafen München. Auch erklärt der Airport, dass man mit Lufthansa schon vor einem Jahr eine Absichtserklärung unterschrieben habe, die Deutschlands zweitgrößten Flughafen in ein intermodales Verkehrsdrehkreuz verwandeln soll. Dies

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Defekter Reifen: Airbus A330-900 von Sunclass in Varna gestrandet

Am 22. Jänner 2024 sollte der von Sunclass Airlines betriebene Airbus A330-900 mit der Registrierung OY-VKP im bulgarischen Varna lediglich einen Tankstopp einlegen. Allerdings bleib es dabei nicht, denn die Piloten stellten einen Defekt am Fahrwerk fest. Die Maschine befand sich unter der Flugnummer DK2577 auf dem Weg von Phuket nach Stockholm-Arlanda. In Varna ist planmäßig ein Tankstopp vorgesehen. Vor dem Weiterflug haben die Piloten einen Rundgang gemacht und festgestellt, dass eines der Räder defekt ist. Aus Kopenhagen musste ein Ersatzteil eingeflogen werden. Für die 384 Passagiere hatte dies unangenehme Konsequenzen, denn der Weiterflug verzögerte sich. Erst am Abend des 23. Jänner 2024 konnte der Langstreckenjet ab Varna in Richtung Stockholm-Arlanda abheben. Die betroffenen Fluggäste wurden in umliegenden Hotels untergebracht.

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Ehemaliger Qatar-Chairman zu 20 Jahren Haft verurteilt

Ein ehemaliger Finanzminister von Katar und vormaliger Chairman von Qatar Airways wurde zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Dem Politiker wird Geldwäsche im Ausmaß von umgerechnet etwa 5,6 Milliarden U.S.-Dollar vorgeworfen. Ali Sharif Al-Emadi wurde im Jahr 2013 zum Finanzminister des Wüstenstaats bestellt und fungierte gleichzeitig als Chairman von Qatar Airways. Dem einstigen Regierungsmitglied wird vorgeworfen, dass dieser dubiose Geschäfte vorgenommen habe. Bestechung, Amtsmissbrauch, zweckwidrige Verwendung öffentlicher Gelder und Geldwäsche lauten laut Reuters die Vorwürfe. Nebst der Haftstrafe fasste er auch eine Geldstrafe in der Höhe von 16,8 Milliarden U.S.-Dollar aus. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, denn lokalen Medienbericht nach soll der ehemalige Politiker das Rechtsmittel der Berufung eingelegt haben. Er soll sich angeblich weiterhin in Untersuchungshaft befinden.

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Insolvenzverfahren: Gericht gewährt Air Belgium viermonatigen Aufschub

Die Fluggesellschaft Air Belgium hat seitens des zuständigen Gerichts einen Aufschub von vier Monaten bekommen, um mit den Gläubigern eine Einigung zu erzielen. Dies berichten belgische Medien unter Berufung auf ein internes Mitarbeiter-Rundschreiben. Eigentlich wäre die Frist am 22. Jänner 2024 abgelaufen. Das Unternehmen befindet sich in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren. Die Passagierflüge auf eigene Rechnung hat man bereits vor einiger Zeit aufgegeben. Rund 11.000 Fluggäste, die Ansprüche auf Rückerstattung ihrer bereits bezahlten Tickets haben, sind betroffen. Air Belgium wurde seitens des Gerichts eine verlängerte Frist bis inklusive 13. Mai 2024 eingeräumt. Bis dahin muss das Unternehmen einen mit den Gläubigern abgestimmten Sanierungsplan vorlegen. Im internen Rundschreiben, aus dem belgische Medien zitieren, ist unter anderem zu lesen, dass die Verhandlungen angeblich gut voranschreiten sollen. Einige Vereinbarungen hätten dazu geführt, dass der Schuldenstand um etwa drei Millionen Euro gesunken wäre.

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Gimpo: Asiana Airlines muss Passagiere auf die Waage bitten

Aufgrund regulatorischer Vorgaben muss die Fluggesellschaft Asiana Airlines derzeit Passagiere, die den südkoreanischen Flughafen Gimpo nutzen, auf die Waage bitten. Die Zivilluftfahrtbehörde verlangt von den Carriern, dass die Durchschnittsgewichtige, die von Piloten für Berechnungen herangezogen werden, regelmäßig auf Praxistauglichkeit überprüft werden. Derzeit ist Asiana Airlines an der Reihe, denn noch bis zum 31. Jänner 2024 müssen abfliegende Personen ab Gimpo samt ihrem Handgepäck auf die Waage. Das Unternehmen betont, dass die Werte anonym aufgezeichnet werden.

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Avia Solutions Group übernimmt australische Skytrans

Künftig wird die Avia Solutions Group auch auf dem australischen Kontinent über einen Flugbetrieb verfügen, denn man hat die Übernahme des Luftfahrtunternehmens Skytrans bekanntgegeben. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen soll die Transaktion bereits im März 2024 abgeschlossen werden. Die Firmengruppe erhofft sich durch die Akquisition einen verbesserten Zugang zum australischen Markt. Skytrans ist auf Fracht- und Passagierflüge, die zumeist im Auftrag anderer Carrier durchgeführt werden, spezialisiert.

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Stadt Klagenfurt will einen Teil der Tuifly-Rückzahlung einfordern

Unter den Gesellschaftern des Klagenfurter Flughafens scheint in Sachen Rückzahlung von Marketingzuschüssen, die einst an Tuifly und Ryanair gewährt wurden, noch so einiges an Gesprächsbedarf zu bestehen. Die Stadt Klagenfurt will ihr Stück vom Kuchen abhaben. In der jüngsten Sitzung des Stadtsenats hatte auch Maximilian Wildt, Geschäftsführer des Airports, Fragen zu beantworten. Der Manager gab den Politikern darüber Auskunft wie das Geschäftsjahr 2023 verlaufen ist und welche Prognosen er für das laufende Jahr 2024 hat. Zuletzt konnte der Klagenfurter Flughafen etwa 153.000 Passagiere verzeichnen. Wildt erklärte gegenüber dem Stadtsenat auch welche Investitionen kurz-, mittel- und langfristig notwendig sind. Im Zuge der Aussprache wurde dann auch über die Rückzahlung der in der Vergangenheit an Tuifly und Ryanair gewährten Marketingzuschüsse gesprochen. Diese wurden von der EU-Kommission für illegal erklärt. Die Rückzahlung wurde angeordnet. Nachdem beide Fluggesellschaften über Jahre hinweg juristische Mittel eingelegt hatten, die letztlich erfolglos waren, da der Europäische Gerichtshof die Sichtweise der EU-Kommission bestätigt hat, muss das Geld zurückfließen. Lediglich im Fall Air Berlin, die Tuifly in Klagenfurt nachgefolgt ist, dürfte es wegen dem Insolvenzverfahren doch sehr unwahrscheinlich sein, dass jemals auch nur ein Cent nach Kärnten zurückfließt. Wem aber die rund 12,4 Millionen Euro tatsächlich zustehen, scheint den Verantwortlichen nicht so ganz klar zu sein. Das Land Kärnten pocht darauf, dass es sich um Landesmittel handeln würde und daher nur und ausschließlich das Land Kärnten Anspruch darauf hätte. Die Flughafengesellschaft sieht das anders, denn man will zumindest einen Teil der Millionen Euro haben. Auch die Stadt Klagenfurt erhebt Anspruch

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London-Southend: Investor stellt millionenschweren Kredit fällig

Der Flughafen London-Southend ist damit konfrontiert, dass die U.S.-amerikanische Carlyle Group die Rückzahlung eines Darlehens in der Höhe von rund 247 Millionen U.S.-Dollar einfordert. Bereits im September 2023 wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet und nun soll bis zum 16. Feber 2024 bezahlt werden. Es geht um ein Wandeldarlehen, das im Jahr 2021 an den Southend-Eigentümer Esken gewährt wurde. Die kreditgewährende Private-Equity-Firma aus den USA wirft vor, dass gegen Klauseln des Darlehensvertrages verstoßen wurde. Aus diesem Grund hat man bereits im September 2023 rechtliche Schritte eingeleitet und fordert die Rückzahlung des Kredits. Eigentlich wäre das Darlehen erst im August 2024 zur Rückzahlung fällig gewesen. Allerdings fordert man nun, dass das Geld zuzüglich Zinsen bereits am 16. Feber 2024 auf einem Konto der Carlyle Group einlangt. Das stellt für Esken, dem Betreiber des Flughafens London-Southend, ein erhebliches Problem dar. Die Investoren wurden in einer Pflichtmitteilung vor erheblich negativen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb gewarnt. Dies hatte zur Folge, dass der Aktienkurs kurzfristig stark nachgegeben hat. Der Konzern erklärte, dass man sich mit juristischen Mitteln gegen die Rückforderung wehrt und dass es bezüglich diesem Darlehen, das vertraglich vereinbart auch in eine Kapitalbeteiligung umgewandelt werden kann, keinen Zahlungsverzug gegeben habe. Auch würde der Cashflow des Flughafens London-Southend den Erwartungen der Geschäftsleitung entsprechen. Von der Pandemie besonders hart getroffen Der Airport, der sich nahe der britischen Stadt Southend-on-Sea befindet, wurde von der Corona-Pandemie wesentlich härter getroffen als die anderen Airports, die der Hauptstadt London zugeordnet sind. Der Flugverkehr erholt sich nur sehr schleppend, denn viele Verbindungen, die

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Air India: Erster A350 ist im kommerziellen Flugdienst

Am Montag, den 22. Jänner 2024 hat Air India ihren ersten Airbus A350 in den kommerziellen Liniendienst gestellt. Das Langstreckenflugzeug führte zunächst einen Inlandsflug durch. Unter der Flugnummer AI589 war der Airbus A350 mit der Registrierung VT-JRA zunächst zwischen Bengaluru und Mumbai unterwegs. Es handelt sich um den ersten kommerziellen A350-Flug, der von Air India durchgeführt wurde. Zunächst will man mit dem Muster im Inland fliege, um möglichst viele Piloten schulen zu können. Schon bald soll das Flugzeug auf internationale Langstrecken geschickt werden.

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Schulungen: Austrian Airlines reduziert den Langstrecken-Flugplan

Im Sommerflugplan 2024 wird Austrian Airlines einige Langstrecken zumindest temporär seltener bedienen. Unternehmensangaben nach ist die Ursache dafür, dass wegen der geplanten Flottenerweiterung Schulungen der Crews vorgenommen werden. Auf der Strecke zwischen Wien und Chicago (O’Hare) kommt es per 3. Juli 2024 zur Reduktion auf sechs wöchentliche Flüge. Los Angeles wird zwischen 1. Mai und 13. Juni 2024 viermal pro Woche bedient und zwischen 15. Juni und 13. Oktober 2024 sechsmal wöchentlich. Montreal wird ab 4. Juli 2024 auf sechs Umläufe pro Woche gekürzt. Auf der Newark-Strecke kommt zwischen 31. März 2024 und 30. Juni 2024 der kleinere Maschinentyp Boeing 767-300ER anstatt der sonst üblichen Boeing 777-200 zum Einsatz. Auf der New-York-JFK-Route fliegt man mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2024 bis zunächst 14. Juni 2024 mit Boeing 777. Per 15. Juni 2024 wird wieder auf B767-300ER gewechselt und auf sechs Rotationen pro Woche reduziert. Nach Shanghai geht es zwischen 31. März und 1. Mai 2024 zunächst zweimal wöchentlich. Bis 15. Juni 2024 soll dann viermal wöchentlich geflogen werden. Ab 14. Juni 2024 sind sechs Umläufe pro Woche geplant. Tokio Narita wird zwischen 30. April und 30 Mai 2024 auf drei Rotationen wöchentlich zurückgefahren. Ab 1. Juni bis 14. Juni 2024 werden vier Umläufe pro Woche angeboten. Über die Flugplanänderungen auf der Austrian-Airlines-Langstrecke berichtete zunächst das Portal Aeroroutes.com. Die Fluggesellschaft bestätigte die Richtigkeit der Daten gegenüber Aviation.Direct und erklärte ergänzend: „Aufgrund von Schulungen für unsere Crew im Zuge der diesjährigen Flottenerweiterung kommt es gelegentlich zu Programmanpassungen“.

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