Jan Gruber

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Jan Gruber

Bahnanreise inkludiert: Reiseveranstalter haften für verspätete Züge

Was passiert, wenn man zu einer Pauschalreise eine Zugfahrt dazu bucht und die Bahn dann so stark verspätet ist, dass man den Flug verpasst? Mit genau dieser Frage hatte sich ein österreichisches Gericht zu befassen, denn der Reiseveranstalter wimmelte ab und fühlte sich nicht zuständig. Ein Ehepaar wollte in die Flitterwochen reisen und buchte dazu eine Pauschalreise nach Hanoi. Für die Anreise vom Mühlviertel zum Flughafen Wien-Schwechat buchten sie über den Tour Operator spezielle Fahrscheine der ÖBB, die nur über Tour Operator erhältlich sind. Dabei wird ein bestimmtes Zeitfenster, in dem die Züge auf der in Frage kommenden Strecke genutzt werden dürfen, vorgegeben. Das Paar setzte sich in den Zug, aber pünktlich angekommen sind sie nicht. Laut Arbeiterkammer Oberösterreich soll es zunächst einen längeren Aufenthalt in Amstetten gegeben haben. Dann endete die Verbindung außerplanmäßig am Wiener Hauptbahnhof und nicht wie eigentlich vorgesehen am Flughafen Wien-Schwechat. Die beiden nahmen sich in der Hauptstadt ein Taxi, jedoch waren am Airport die Check-in-Schalter schon geschlossen. Im Gegensatz zu Individualreisenden, die für solche unvorhersehbaren Dinge allenfalls eine private Reiseversicherung abschließen können, sind Pauschalreisende abgesichert. Der Reiseveranstalter muss für entsprechenden Ersatz sorgen bzw. haftet für die ordnungsgemäße Vertragserfüllung, also Durchführung der gebuchten Reise. Genau das sah der Tour Operator aber komplett anders, denn dieser versuchte das Paar abzuwimmeln und vertrat die Ansicht, dass die Reise am Flughafen Wien begonnen hätte und nicht schon im Mühlviertel. Eine Haftung für die ÖBB-Verspätung wollte man nicht übernehmen. Man behielt 85 Prozent des Reisepreises als Stornokosten ein. Auch eine

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Wintereinbruch: Alle Linienflüge in Friedrichshafen ausgefallen

Der Flughafen Friedrichshafen hatte am Mittwoch, den 17. Jänner 2024 überhaupt keine Linienflüge, denn Lufthansa hat sämtliche Verbindungen nach Frankfurt am Main gestrichen. Andere linienmäßige Verbindungen waren nicht geplant. Der Wintereinbruch, der Deutschland am Mittwoch getroffen hat, wirkte sich erheblich auf die Luftfahrt aus. Lufthansa strich bereits im Vorfeld zahlreiche Verbindungen, die am Frankfurt am Main und München geplant waren. Davon waren auch alle Friedrichshafen-Flüge betroffen, so dass es an diesem Tag überhaupt keine Linienflüge am Bodensee-Airport gab. Auch am 18. Jänner 2024 hat der Kranich-Konzern das Friedrichshafen-Angebot großteils gestrichen.

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Hub-Anbindungen weg: Wie geht es weiter in Friedrichshafen, Linz und Innsbruck?

In den vergangenen beiden Tagen wurde bekannt, dass die Lufthansa Group die österreichischen Bundesländerflughäfen Linz und Innsbruck sowie das deutsche Friedrichshafen – zumindest vorläufig – nicht mehr an ihr Hauptdrehkreuz Frankfurt am Main anbinden wird. Die drei Airports hoffen nun, dass Skyalps in die Bresche springt, aber die Südtiroler haben noch keinen Vertrag mit Lufthansa. Die drei Routen werden hauptsächlich von Umsteigern genutzt, denn das reine Point-to-Point-Aufkommen ist überschaubar. Der Anteil Geschäftsreisender ist recht hoch, denn sowohl in Linz als auch in Friedrichshafen ist es die derzeit einzige Anbindung an ein Luftverkehrsdrehkreuz mit zahlreichen Umsteigemöglichkeiten. In Innsbruck gibt es Wien und Amsterdam als Alternative. Der KLM-Hub wird jedoch vergleichsweise niederfrequent bedient. Linz wurde schon vor einigen Jahren vom Austrian-Airlines-Drehkreuz Wien abgehängt. Es handelte sich um die erste Route, die „auf die Schiene verlagert wurde“. Damit sind viele Reisende, insbesondere Geschäftsreisende, aber unzufrieden und weichen auf Flüge ab Wien, Salzburg und München aus. Die Anreise erfolgt zumeist mit dem Auto. Personen, die privat unterwegs sind, nutzen durchaus auch Züge, jedoch unabhängig vom Flugticket und nicht gerade selten wird dann bei Billigfliegern, die preiswerter als Austrian Airlines und/oder Lufthansa sind, gebucht. Linz und Friedrichshafen ohne Hub-Anbindungen Mit dem zumindest vorläufigen Abzug von Air Dolomiti ist der oberösterreichische Flughafen aus aktueller Sicht nicht mehr an das Streckennetz der Lufthansa Group angeschlossen. Abgehängt ist man auch von den Netzwerken anderer Carrier, denn Frankfurt am Main war die letzte verbliebene Hub-Anbindung in Oberösterreich. Hoffnungen ruhen nun darauf, dass die bereits auf der Düsseldorf tätige Skyalps

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Corendon mit Warmwasser-Ticketaktion

Von Shopping-Touren in den Basaren von Antalya bis zum Schnorcheln im Roten Meer: Es gibt viele Möglichkeiten, dem trüb-grauen Winterwetter in Mitteleuropa zu entkommen und neu aufzutanken. Corendon Airlines bietet jetzt den perfekten Anlass für einen Abstecher in die Sonne. Die Sonderaktion gilt nur vom 17. bis 21. Januar 2024. Der Reisezeitraum ist vom 22. Januar bis zum 30. April 2024. Zu den Destinationen, die von dieser Aktion umfasst sind, zählen unter anderem Antalya, Palma de Mallorca, Lanzarote und Heraklion.

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Lufthansa stellt ein: Skyalps prüft Basis in Friedrichshafen

Nach Linz und Innsbruck hat Lufthansa auch für Friedrichshafen eine Hiobsbotschaft, denn auch am Bodensee-Airport wird man im Sommerflugplan 2024 die Hub-Anbindung nach Frankfurt am Main nicht mehr bedienen. Als offizielle Ursache gibt der Kranich-Konzern an, dass man aufgrund der Triebwerksprobleme der A320neo-Flotte die Maschinen des Typs Bombardier CRJ-900, die im Regelfall auf der Friedrichshafen-Strecke zum Einsatz kommen, andernorts benötigt. Ähnlich argumentierte auch die Konzernschwester Air Dolomiti im Zuge der Bekanntgabe der Einsteillungen der Hub-Zubringer ab Linz und Innsbruck. Laut Flughafen Friedrichshafen befindet man sich mit der Regionalfluggesellschaft Skyalps in Verhandlungen über die Stationierung von zumindest einer de Havilland Dash 8-400. Der Airport hofft, dass Lufthansa sich zumindest auf ein Interline-Abkommen einlässt, so dass durchgehende Tickets gebucht werden können. Offenbar ist der Abschluss des genannten Vertrags die Bedingung dafür, dass Skyalps eine Basis in Friedrichshafen eröffnet. Man würde dann die Frankfurt-Strecke übernehmen. Für Umsteiger wäre eine reine Point-to-Point-Verbindung ohne Interlining recht nutzlos, da dann eventuelles Gepäck neu aufgegeben werden muss. Ein solches Abkommen ermöglicht die Kombination von Tickets. Ob auch ein Special-Pro-Rate-Vertrag im Gespräch ist, ist derzeit nicht bekannt. Ohne dieses würden lediglich die Standard-Tarife ab Friedrichshafen und dann ab Frankfurt „zusammengestoppelt“ werden. Dies könnte zur Folge haben, dass Tickets deutlich teurer wären als bisher. Dem Vernehmen nach ist derzeit von Codesharing oder gar Wetlease keine Rede mehr. Skyalps-Chef Josef Gostner hatte eine solche Zusammenarbeit mit Austrian Airlines und Lufthansa angekündigt, jedoch wurde dies von den beiden Fluggesellschaften bislang nicht bestätigt. „Die kurzfristige Entscheidung der Lufthansa ist keine gute Nachricht

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Regiojet nimmt Prag-Split auf

Im Sommer 2024 wird das tschechische Fernbus- und Eisenbahnunternehmen Regiojet eine Buslinie zwischen Prag und Split betreiben. Diese wird an den Verkehrstagen Dienstag, Freitag und Sonntag in Richtung Kroatien bedient. Zurück geht es jeweils an Montagen, Mittwochs und Samstags. Vorerst wird diese Strecke zwischen Juni und September 2024 angeboten. Laut Regiojet wird die Route mit Setra-Doppelstockbussen, die im Oberdeck über eine 2-1-Bestuhlung verfügen, bedient. Außerdem können sie kostenlosen Premium-Kaffee aus einer professionellen Kaffeemaschine genießen. Angeboten werden Espresso, Lungo, Cappuccino, Latte Macchiato und deren eisgekühlte Varianten. Zu den kostenlosen Getränken gehören Tees, Schokolade für Kinder sowie gekühltes und nicht gekühltes Wasser. Weitere Erfrischungen wie süße und herzhafte Snacks und gekühlte Getränke wie Coca Cola, Fanta sowie alkoholische und alkoholfreie Biere werden gegen Bezahlung angeboten. Mit Wirksamkeit zum 1. Feber 2024 wird Regiojet häufiger zwischen Prag und Berlin verkehren. Es wird ein tägliches zusätzliches Kurspaar, das Prag um 18 Uhr 00 verlässt, eingeführt.

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Air Dolomiti stellt auch Frankfurt-Innsbruck ein

Die Lufthansa-Tochter Air Dolomiti wird im Sommerflugplan 2024 die Strecke Frankfurt am Main-Innsbruck nicht mehr bedienen. Als Grund dafür gibt der Tiroler Airport an, dass der Kranich-Konzern Kapazitätsengpässe hat. Ein Ersatz ist, zumindest im Sommerfluglan 2024, nicht vorgesehen. Der Flughafen Innsbruck verweist in einer Aussendung darauf, dass Reisenden alternative Umsteigeverbindungen, beispielsweise über Wien oder Amsterdam, zur Verfügung stehen sollen. Im Mai 2022 wurde die Strecke nach vorübergehender Streichung zu Pandemiezeiten mit dem damals für Innsbruck neuen Airline-Partner Air Dolomiti wiederaufgenommen und im Auftrag von Lufthansa bedient. Die Strecke hat sich gut etabliert, obgleich es immer wieder zu operationellen Schwierigkeiten auf Grund des Personalmangels in Frankfurt und den damit verbundenen Flugunregelmäßigkeiten gekommen ist. Lufthansa würde – so der Flughafen Innsbruck – die Kapazitäten von Air Dolomiti auf anderen Routen benötigen, um die Ausfälle von Maschinen der A320neo-Reihe kompensieren zu können. Auch der Flughafen Innsbruck ist von diesen temporären Streckenstreichungen betroffen – mit April 2024 wird die Strecke von / nach Frankfurt bis auf Weiteres aus dem Flugprogramm genommen. „Wir bedauern die überraschende Streichung der Strecke und damit den Wegfall der Anbindung an das so wichtige Drehkreuz Frankfurt sehr“, reagiert Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta auf die Ankündigung der Lufthansa. „Darüber hinaus werden wir sowohl mit bestehenden als auch mit potenziellen neuen Airline-Partnern Gespräche führen, um zu versuchen, Frequenzerhöhungen von bestehenden Zubringerflügen zu erzielen bzw. einen neuen Partner für die Frankfurt-Strecke zu finden“, kündigt Pernetta an. Zukünftig denkbar wäre beispielsweise eine Übernahme der Frankfurt-Strecke durch die Südtiroler Fluglinie Skyalps, die im kommenden Sommer 2024

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Lufthansa sucht 13.000 neue Mitarbeiter

Der Lufthansa-Konzern befindet sich derzeit auf der Suche nach rund 13.000 neuen Mitarbeitern. Laut Mitteilung besteht besonders hoher Bedarf in den Bereichen Cockpit, Kabine, Technik und IT. Aber auch in anderen Bereichen werden Stellen ausgeschrieben – zum Beispiel für das Bodenpersonal an den Lufthansa Drehkreuzen in Frankfurt und München. Über 3.500 Menschen sollen in der Kabine und rund 1.000 im Cockpit eingestellt werden. Außerdem sollen ca. 2.000 Techniker, etwa 800 Trainees und rund 900 IT-Experten die Lufthansa Group verstärken. „In einer Branche wie unserer steht und fällt der Erfolg mit denjenigen, die täglich ihr Bestes geben, um unsere Kundinnen und Kunden zu begeistern. Wir fokussieren uns deshalb weiterhin darauf, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns zu gewinnen und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Denn es sind unsere Kolleginnen und Kollegen in der Luft und am Boden, die jeden Tag für unsere Fluggäste da sind und unseren Marken und Gesellschaften ein Gesicht geben.“, so Personalvorstand Michael Niggemann.

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Nächster Etappensieg für Al Jaber in Rechtsstreit gegen Austrian Airlines

Seit vielen Jahren befinden sich Austrian Airlines und Mohamed Bin Issa Al Jaber in einem Rechtsstreit. Ursprünglich wolle der Unternehmer beim Carrier, den der damalige AUA-Chef Alfred Ötsch öffentlich als „saniert“ bezeichnet hatte, einsteigen. Kurz nach der Aussage des einstigen Generaldirektors kam aber ans Licht, dass die AUA kurz vor der Pleite stand. Zunächst sollte es um rund 80 Millionen Euro gehen, die Al Jaber in Austrian Airlines investieren wollte. Öffentlich wurde er bereits als Retter der AUA gefeiert, jedoch zog er, nachdem er eigenen Angaben nach erkannte wie dramatisch der finanzielle Zustand der Austrian Airlines tatsächlich ist, sein Angebot wieder zurück. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit in Form gegenseitiger Klagen und Vorwürfe. Die Angelegenheit könnte für Austrian Airlines und indirekt für den Lufthansa-Konzern durchaus teuer werden, denn im Vorjahr unterlag die AUA vor Gericht. In der vergangenen Woche hat das Oberlandesgericht Wien die Berufung der Fluggesellschaft abgewiesen. Auf Anfrage erklärte Austrian Airlines lediglich, dass das Urteil noch nicht rechtkräftig wäre und man daher aufgrund des laufenden Verfahrens keine Stellungnahme abgeben könne. Bis zu eine Milliarde Euro an Schadenersatz will Al Jaber einfordern. Die Summe soll sich aus direkten und indirekten Verlusten, die er während des 15-jährigen Rechtsstreits erlitten hat, zusammensetzen. Ein erheblicher Teil davon dürften Anwalts- und Gerichtskosten sein, denn diese sind angesichts des hohen Streitwerts enorm. Langjähriger Rechtsstreit ist noch nicht beendet „Die Gerichte haben mir einmal mehr Recht gegeben, dass sich der Vorstand der Austrian Airlines rechtswidrig und zum Nachteil aller Aktionäre – und letztlich auch der

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Wintereinbruch: Lufthansa streicht proaktiv Flüge

Aufgrund des Umstands, dass für Mittwoch, den 17. Jänner 2024 in Teilen Deutschlands starker Schneefall und Eisregen prognostiziert sind, kommt es an einigen Airports zu Betriebseinschränkungen. Lufthansa hat bereits damit begonnen den Flugplan drastisch zu kürzen. Die Fraport AG, Betreiber des Flughafens Frankfurt am Main, ersucht die Reisenden vor der Abfahrt zum Airport sich bei der Airline über den aktuellen Stand ihrer Buchung zu informieren. Hintergrund ist, dass Lufthansa und zahlreiche andere Fluggesellschaften aufgrund der Wetterprognose viele Flüge bereits im Vorfeld abgesagt haben. Betreiberangaben nach sind für Mittwoch, den 17. Jänner 2024, insgesamt 1.030 Flüge angemeldet gewesen. Wie viele davon tatsächlich durchgeführt werden können, ist derzeit noch völlig offen. Deutschlands zweitgrößter Airport, München, rechnet ebenfalls damit, dass es am Mittwoch zumindest bis zur Mittagszeit zu wetterbedingten Einschränkungen kommen könnte. Der bayerische Flughafen hat proaktiv die zur Verfügung stehende Kapazität reduziert. Dies hat zur Folge, dass insbesondere Platzhirsch Lufthansa viele Flüge absagen muss. Lufthansa erklärte unter anderem, dass man Passagiere, die von Streichungen betroffen sind, nach Möglichkeit proaktiv kontaktiert und diesen alternative Reisemöglichkeiten anbieten wird. Derzeit geht man davon aus, dass es auch am Donnerstag und möglicherweise auch noch am Freitag zu wetterbedingten Einschränkungen im Flugbetrieb kommen könnte. Der aktuellen Prognose nach geht der Kranich-Konzern davon aus, dass sich der Betrieb am Freitag dieser Woche stabilisieren wird. Fluggäste, deren Verbindungen abgesagt wurden, ersucht Lufthansa nicht zum Airport anzureisen, sondern bei Bedarf mit der Hotline oder anderen Kontaktmöglichkeiten mit der Airline in Kontakt zu treten. Sicherheit geht vor, aber Passagiere haben auch

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