Die Wirtschaftskammer und die Flughäfen Graz und Salzburg haben eine Studie, die von Höffinger Solutions erstellt wurde, präsentiert, die die bisherigen Aussagen von Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) bezüglich der Verlagerung von Inlandsflügen auf die Schiene in Frage stellt. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Reisenden nicht mit der Bahn fahren wollen, sondern mangels Alternativen auf dem Luftweg eher ins eigene Auto umsteigen würden. Gewessler will aus vermeintlichen Klimaschutzgründen Flüge innerhalb Österreichs verbieten. Bereits vor ihrem Amtsantritt wurden die Zubringerflüge Linz-Wien gestrichen und ihm Rahmen einer Kooperation zwischen AUA und ÖBB auf die Schiene verlegt. Später traf es auch Salzburg-Wien, jedoch machen sowohl die Bundesbahnen als auch Austrian Airlines aus den Fahrgastzahlen ein regelrechts Staatsgeheimnis. Alles soll super laufen und die Passagiere wären glücklich damit, so die offizielle Version. Aus Kreisen der Wirtschaftskammern von Salzburg und Oberösterreich war jedoch schon zu Beginn der „AUA-Flüge auf der Schiene“ eine ganz andere Version zu hören. Besonders Geschäftsreisende würden nicht in die Züge einsteigen, sondern mit dem Auto nach München und Wien fahren, um von dort aus zu fliegen. Dies ginge insofern auch zu Lasten der Lufthansa Group, da viele günstigere Alternativen nutzen würden. Auch Privatreisende haben offenbar große Hemmungen gegenüber dem Air-Rail-Produkt, denn die Sorgen, dass man den Flug verpasst, wenn der Zug Verspätung haben sollte, überwiegen. Also dient das eigene Auto als Anreisemöglichkeit, wobei viele Oberösterreicher und Salzburger tendenziell eher nach München als nach Wien fahren. Davon ausgenommen sind Inhaber des Klimatickets. Hier bekommt der Flughafen Graz die Auswirkungen zu spüren,