Jan Gruber

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Jan Gruber

UK: Doncaster Sheffield schließt am 31. Oktober 2022

Am britischen Flughafen Doncaster Sheffield werden am 31. Oktober 2022 die Lichter ausgehen. Der Airport wird schließen und soll in ein Warenlager und Logistikzentrum umgewandelt werden. Die Eigentümer sind nach jahrelangen Verlusten nicht mehr bereit die jährlichen Fehlbeträge auszugleichen. Die Peel Airports Group bemühte sich zuvor einen Investor zu finden, der den Regionalflughafen übernimmt. Man fand aber niemanden und seitens der öffentlichen Hand will man auch keine Zuschüsse gewähren. Daher tritt der vor einigen Monaten verkündete Plan in Kraft: Der Flugbetrieb wird Ende Oktober 2022 vermutlich für immer eingestellt. Die bestehenden Gebäude sollen künftig als Lagerhäuser sowie als Logistikzentrum fungieren. Fliegerisch soll das Areal nicht mehr genutzt werden. Seit der Eröffnung als Zivilflughafen hat Doncaster Sheffield jährlich hohe Verluste geschrieben. Es ist nie gelungen diesen Airport zumindest kostendeckend zu führen. Man konnte nur wenige Airlines für die Nutzung begeistern. Hoffnung gab es nach der Eröffnung einer Basis von Wizz Air UK, jedoch wurde diese nach sehr kurzer Zeit wieder dichtgemacht. Momentan wird der DSA nur von BH Air, Wizz Air und Tui Airways angesteuert. In der Vergangenheit haben sich zahlreiche andere Carrier, darunter auch Ryanair, Easyjet, Aer Lingus, Lynx Air und Flybe, mit wenig Erfolg versucht. Nach 17 Jahren Zivilflughafen gilt das Vorhaben als gescheitert und der Airport wird daher am 31. Oktober 2022 geschlossen.

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Air Arabia Abu Dhabi nimmt Moskau-Flüge auf

Die Billigfluggesellschaft Air Arabia Abu Dhabi plant ab 18. November 2022 Nonstopflüge zwischen Abu Dhabi und Moskau-Domodedowo anzubieten. Diese sollen mit dem Maschinentyp Airbus A320 durchgeführt werden. Erst vor wenigen Wochen kündigte der unmittelbare Konkurrent Wizz Air Abu Dhabi an, dass man die seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ruhende Moskau-Verbindung ab der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate reaktivieren wird. Nach einem regelrechten Shitstorm in sozialen Medien nahm man ohne weitere Erklärung von diesem Vorhaben Abstand. Air Arabia Abu Dhabi plant ab 18. November 2022 fünfmal wöchentlich zwischen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und jener Russlands zu fliegen. In Moskau wird man den Flughafen Domodedowo ansteuern. Die Flüge sollen an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag mit Airbus A320 durchgeführt werden.

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Österreichs neue Luftfahrtstrategie: Ein dickes Buch mit vielen Fragezeichen

Das österreichische Verkehrsministerium (BMK) hat vor wenigen Tagen die so genannte „Luftfahrtstrategie 2040+“ veröffentlicht. Das äußert umfangreiche Dokument soll der heimischen Branche die Richtung weisen. Allerdings weist es in einigen Bereichen äußerst ideologische Gedanken zu Gunsten des Eisenbahnverkehrs auf. Ebenso bemerkenswert ist, dass Austrian Airlines in vielen Bereichen der behördlichen Unterlage nicht nur äußerst prominent erwähnt wird, sondern sich auch Formulierungen finden, mit denen der Carrier in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv ist. Beispielsweise wird die AUA wiederholt vom BMK als „Home Carrier“ bezeichnet. Diese Wortwahl verwendet die Fluggesellschaft auch selbst in Werbespots und Medienmitteilungen. In diesem Artikel werden einige Passagen aus der weit über 100 Seiten starken „Luftfahrtstrategie 2040+“ gleichermaßen wie Erklärungen des Verkehrsministeriums und gegebenenfalls auch Austrian Airlines zitiert. So manche Formulierung ist ohne weitere Erklärung nur schwer verständlich einzuordnen. Keine Antwort darauf wie viel das Dokument gekostet hat Im Vorwort der Strategie schreibt Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) unter anderem: „Das Mobilitätssystem der Zukunft muss bequem, leistbar und klimafreundlich sein. Es ist klar, dass die Luftfahrt auch in Zukunft ein wesentlicher Teil des internationalen Verkehrs sein wird (…) ‚Vermeiden, Verlagern, Verbessern‘“. Auf die Frage wie sich dies mit dem Leuchtturmprojekt „Mindestpreise für Flugtickets“ unter einen Hut bringen lässt, antwortete das Verkehrsministerium: „Vorgesehen ist eine Regelung, durch die Ticketpreise zumindest die passagierbezogenen Steuern und Gebühren abdecken müssen, also zumindest nicht mehr unter diesem Teil der anfallenden Kosten liegen. Dies macht derzeit je nach Flughafen ungefähr 40 Euro aus.“ Das Motto „Vermeiden, Verlagern Verbessern“ ist laut Ministerium wie folgt zu verstehen: „Unter

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Transavia France leitet Umflottung auf A320neo ein

Die Billigfluggesellschaft Transavia France wird im April 2023 die Flotte von derzeit 61 Boeing 737 auf 71 Flugzeuge aufstocken. Das Wachstum wird auch mit der Einflottung von Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320neo bewerkstelligt. Bislang ist Transavia-France ein reiner Boeing-Operator. Vor einiger Zeit wurde entschieden, dass man künftig mit den Maschinentypen Airbus A320neo und A321neo fliegen wird. Im kommenden Jahr beginnt die Umflottung. Auch die Konzernschwester KLM, die auf der Kurz- und Mittelstrecke auf Boeing 737 setzt, wird künftig mit Modellen von Airbus fliegen. „Transavia France befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entwicklung hin zu neuen Märkten und der Möglichkeit, immer günstigere Reiseoptionen bei gleicher Servicequalität anzubieten. Im Jahr 2023 setzen wir auf die Türkei, einen Markt, der sich je nach Destination für Freizeit-, Geschäfts- und Affinity-Kunden eignet“, so Nicolas Hénin, stellvertretender Generaldirektor für Vertrieb und Marketing bei Transavia France. Den genauen Zeitpunkt für die EInflottung des ersten Airbus A320neo teilte die Air-France-KLM-Tochter noch nicht mit. Das Unternehmen spricht derzeit lediglich davon, dass die erste Einheit im Jahr 2023 kommen wird. Wie viele Maschinen dieses Typs man im kommenden Jahr einflotten wird, beantwortete man nicht.

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Eurowings Europe nimmt Stockholm-Innsbruck auf

Im Winterflugplan 2022/23 bietet Eurowings erstmals eine Nonstopverbindung zwischen Stockholm-Arlanda und Innsbruck an. Die Flüge sollen einmal wöchentlich durchgeführt werden. Zwischen 14. Jänner und 25. März 2023 will Eurowings Europe jeweils am Verkehrstag Samstag ab Stockholm das Ziel Innsbruck ansteuern. Es handelt sich um eine saisonale Verbindung, die sich in erster Linie an schwedische Schifahrer richtet. In Stockholm-Arlanda unterhält Eurowings Europe eine Basis. Ab dieser bietet man im Winter 2022/23 zwölf Destinationen an. Neu im Angebot ist Innsbruck. Der Carrier wird im Laufe der bevorstehenden Winterperiode 2022/23 vom maltesischen Nachfolger Eurowings Europe Ltd. abgelöst. Die Flugzeuge der bestehenden österreichischen Airline werden schrittweise ins 9H-Register überführt. Die heutige Eurowings Europe GmbH wird im Sommer 2023 nicht mehr als Fluggesellschaft tätig sein.

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Selbst Spohr hat es erwischt: QR-Codes von Bordkarten als Türöffner für Datenleaks

Früher enthielten Bordkarten auf der Rückseite einen Magnetstreifen, auf dem relevante Daten für das Boarding gespeichert waren. Die Vordrucke waren nicht nur teuer, sondern Web-Check-In war damit völlig unmöglich. Nach und nach setzten sich Barcodes und QR-Cordes als Nachfolger durch. Doch die „Strichcodes“ haben auch Tücken, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am eigenen Leib erfahren musste. In Zeiten, in denen man mit Mobiltelefonen SMS schreiben, telefonieren und allenfalls Snake spielen konnte, war die Gefahr von „Datenleaks über die Bordkarte“ eher von untergeordneter Bedeutung. Mittlerweile kann man selbst mit kostenlosen Apps die QR-Codes problemlos auslesen und kommt im Bruchteil einer Sekunde an die enthaltenen Daten. Im Regelfall sind Ticketnummer und/oder Buchungscode enthalten. Das ist auch schon der „Schlüssel“, um bei vielen Airlines an die persönlichen Daten des Passagiers zu kommen. Beispielsweise genügen bei Lufthansa die Eingabe von Buchungscode oder Ticketnummer sowie Name des Passagiers. Letzteres ist logischerweise auch im QR-Code enthalten, denn dieser dient ja primär dem Boarding. Verbraucherschutzverbände, aber auch Airlines selbst, warnen seit vielen Jahren davor, dass man auf Bordkarten gut aufpassen soll. Besonders sollte man diese nicht einfach nach dem Flug einfach wegwerfen, denn die QR-Codes sind der Schlüssel zum Zugriff auf sensible Daten. Lufthansa-Chef Carsten Spohr scheint die Hinweise, die der von ihm geleitete Konzern ausspricht, selbst nicht ganz ernst genommen zu haben. Mit wenig Aufwand rasch an viele Daten So kam es wie es kommen musste: Wie zunächst das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete, soll eine unbekannte Person eine von Spohr in einem Mülleimer geworfene Bordkarte herausgefischt haben.

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Reederei MSC bringt Frachtfluggesellschaft MSC Air Cargo an den Start

Unter dem Markennamen MSC Air Cargo steigt die MSC Mediterranean Shipping Company SA in das Frachtfluggeschäft ein. Anfang des kommenden Jahres will man mit vier von Atlas Air betriebenen Boeing 777-200F loslegen. Eigenen Angaben nach befindet sich das Projekt bereits seit einigen Monaten in der Entwicklungsphase. Sobald das erste Frachtflugzeug, das unter der Marke MSC betrieben werden soll, ausgeliefert wird, soll es losgehen. Operating Carrier wird die Frachtfluggesellschaft Atlas Air. Die Reederei hat Jannie Davel, der zuvor bei Delta Cargo, Emirates SkyCargo und DHL tätig war, mit der Entwicklung des Luftfrachtgeschäfts und dem Aufbau des entsprechenden Teams beauftragt. „Wir freuen uns, die Entwicklung von MSC Air Cargo ankündigen zu können und Jannie Davel an der Spitze dieses aufregenden neuen Angebots für MSC-Kunden zu begrüßen. Dies ist unser erster Schritt in diesen Markt, und wir planen, weiterhin verschiedene Möglichkeiten zu prüfen, um die Luftfracht in einer Weise zu entwickeln, die unser Kerngeschäft der Containerschifffahrt ergänzt“, so MSC-Chef Soren Toft. Die Mediterranean Shipping Company ist die dritte Reederei, die in das Luftfrachtgeschäft einsteigt. Der Mitbewerber CMA-CGM ist bereits seit einiger Zeit in der Luft und Maersk zog kurz darauf nach. Damit sind drei große Containerschiffgesellschaften binnen kurzer Zeit in das Segment Air Cargo eingestiegen.

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Fußball-WM: Katar lässt viele Kreuzfahrtschiffe nicht einlaufen

Während der Fußballweltmeisterschaft dürfen zahlreiche Kreuzfahrtschiffe nicht in den Hafen von Doha einlaufen. Katar begrenzt während diesem Zeitraum die Anzahl der Schiffe und sperrt viele komplett aus. Auch generell gelten während der WM besondere Einreisebestimmungen. Betroffen ist beispielsweise die Aidacosma. Dieser wird im Zeitraum von 19. November bis 17. Dezember 2022 das Einlaufen in den Hafen von Doha verweigert. Nebst der deutschen Reederei sind auch zahlreiche andere Anbieter betroffen. Diese müssen ihre Ausfahrten umplanen und ihren Fahrgästen Alternativen anbieten. Hintergrund ist auch, dass Katar auf dem Seeweg nur Personen mit gültigem WM-Ticket einreisen lassen will. „Aufgrund von sehr kurzfristig bekannt gegebenen behördlichen Vorgaben, auf die wir leider keinen Einfluss haben, kann Aidacosma den Hafen von Doha im Zeitraum der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nicht anlaufen“, ist in einem Anschreiben der Reederei Aida Cruises zu lesen. Betroffenen Fahrgästen sollen Alternativen angeboten werden. Katar sieht sich während der Fußball-WM nicht in der Lage zusätzliche Gäste von Kreuzfahrtschiffen, die kein WM-Ticket haben, beherbergen zu können. Man rechnet mit einem sehr hohen Aufkommen aufgrund des Sport-Events. Diesen Touristen will man ein optimales Erlebnis bieten und schließt daher „Kreuzfahrer ohne WM-Eintrittskarte“ aus.

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Lufthansa nimmt zwei A320 von Austrian Airlines ins Wetlease

Ab November 2022 wird Lufthansa zwei Airbus A320 von Austrian Airlines ins Wetlease nehmen. Die beiden Mittelstreckenjets werden ab Frankfurt am Main nach Graz, Wien, Helsinki, Amsterdam und Paris-Charles de Gaulle eingesetzt. Wie bei Wetlease-Einsätzen üblich wird unter Flugnummern der Lufthansa geflogen. Auf der Graz-Strecke wird Austrian Airlines jene beiden Umläufe übernehmen, die bislang mit Kranich-Fluggerät durchgeführt wurden. Die Air-Dolomiti-Rotation ist vom AUA-Wetlease nicht betroffen. Laut einer Sprecherin der Austrian Airlines ist die Vereinbarung bis vorerst Ende Dezember 2022 befristet. Dazu erklärte die Medienreferentin gegenüber Aviation.Direct: „Um Kapazitäten auszugleichen, wird Austrian Airlines von November bis Ende Dezember 2022 im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung Flugverkehr von der Lufthansa übernehmen. Dabei werden mit zwei Austrian A320-Maschinen Flüge zwischen Frankfurt und Wien, Helsiniki, Amsterdam, Paris und Graz durchgeführt“. Das Fluggerät kommt dabei von Wien und Frankfurt am Main aus zum Einsatz. In der Steiermark stationiert man kein Flugzeug. Laut Austrian Airlines wird Graz im Rahmen der regulären Umläufe bedient.

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Air Arabia baut neuen Ableger im Sudan auf

Die Air Arabia Group wird in Kooperation mit Partnern einen neuen Ableger im Sudan aufbauen. Der künftige Carrier soll als Billigfluggesellschaft positioniert werden und unter dem Namen Air Arabia Sudan auftreten. Kooperationspartner ist die sudanesische Dal Group, die auch Mehrheitsgesellschafter des neuen Ablegers sein wird. Zunächst will man mit Airbus A320 abheben. Dieses Muster ist das Rückgrat von Air Arabia und aller Beteiligungen. Zuletzt hat man mit Fly Arna und Air Arabia Abu Dhabi vergleichbare Neugründungen durchgeführt. An Bord des neuen Lowcosters soll ein mit den bestehenden Fluggesellschaften des Konzerns vergleichbares Produkt geboten werden. Im Bereich des Vertriebs will man von der hohen Bekanntheit der Marke Air Arabia profitieren. Derzeit will man noch ausstehende Unterlagen bei der Zivilluftfahrtbehörde einreichen und den Erstflug zeitnah nach Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung durchführen. „Wir von der Air Arabia-Gruppe freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der DAL-Gruppe bei diesem Joint Venture zur Gründung der neuen sudanesischen Low-Cost-Fluggesellschaft. Wir sind zuversichtlich, dass Air Arabia Sudan dem sudanesischen Luftverkehrssektor einen erheblichen Mehrwert verleihen und direkt zum Wachstum der lokalen Wirtschaft und zur Entwicklung des Reise- und Tourismussektors beitragen wird. Wir danken der DAL-Gruppe und der sudanesischen Zivilluftfahrtbehörde für ihr Vertrauen und freuen uns darauf, Hand in Hand an der Entwicklung der neuen Fluggesellschaft zu arbeiten, die für das Land eine neue preiswerte Flugreiseoption darstellen wird“, so Air-Arabia-Chef Scheich Abdullah Bin Mohamed Al Thani.

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