Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanair-Streik soll auf Frankreich, Italien und Belgien ausgeweitet werden

Der ursprünglich nur in Spanien von Gewerkschaften angekündigte Streik bei der Billigfluggesellschaft Ryanair weitet sich auf immer mehr Länder aus. Nach portugiesischen Arbeitnehmervertretern rufen nun auch zwei italienische Gewerkschaften für den 25. Juni 2022 zur Arbeitsniederlegung auf. In Spanien, Portugal, Frankreich und Belgien sind vergleichbare Maßnahmen angekündigt. Damit könnte es ab dem 24. Juni 2022 zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr der Ryanair Group kommen. Derzeit ist nicht absehbar wie viele Mitarbeiter sich tatsächlich beteiligen werden. Konzernchef Michael O’Leary gab sich in einem Interview wenig besorgt und sprach gar von „Mickey-Mouse-Gewerkschaften“. Die Arbeitnehmervertreter fordern unter anderem höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Da unklar ist wie viele Flugbegleiter bzw. Piloten in den einzelnen Ländern gewerkschaftlich organisiert sind, ist nicht abschätzbar wie viele Flüge ausfallen werden. Es ist aber damit zu rechnen, dass es zu massiven Unregelmäßigkeiten kommen könnte.

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Fahrkartenverkauf: Deutsche Bahn will Reisebüros keine Provisionen bezahlen

In der Luftfahrt erhalten Reisebüros nur noch von sehr wenigen Airlines Provisionen für den Verkauf von Flugtickets. Nun will auch die Deutsche Bahn AG nachziehen und die Vermittlung von Fahrscheinen nicht mehr vergüten. Das stößt naturgemäß auf Kritik. Mittlerweile hat es sich eingebürgert, dass Reisebüros für die Buchung von Flugtickets Servicegebühren verlangen. Der Grund dafür ist, dass beispielsweise Lufthansa schon lange keine Provisionen mehr bezahlt und die Agenturen andernfalls überhaupt keinen Verdienst hätten. Die Höhe der Reservierungsgebühr variiert je nach Reisebüro. Von etwa fünf Euro bis zu 100 Euro ist so ziemlich alles dabei. Die Deutsche Bahn AG zahlt jenen Agenturen, mit denen man Vermittlungsverträge hat, bis zu sechs Prozent des Fahrkartenpreises als Vergütung. Das soll sich nun ändern, denn künftig soll es überhaupt keine Provision mehr geben. Zunächst sollen ICE-Fahrkarten betroffen sein. Reisebüros mit DB-Lizenz sollen ab Jänner 2023 nichts mehr bekommen. Der Deutsche Reiseverband hält das auch mit Blick auf den Klimaschutz für „eine strategisch komplett falsche Entscheidung“. Man fordert, dass die Politik einschreitet und das Vorhaben unterbindet. Mit der Maßnahme will die DB den Direktvertrieb, insbesondere über das Internet und die App, stärken. An vielen kleineren Bahnhöfen befinden sich aber Reisebüros, die aufgrund schon lange abgeschaffter Personenkassen dort den Verkauf von Fahrkarten übernommen haben. Bei Null-Provision und möglicher Servicegebühren der Agenturen ist damit zu rechnen, dass viele Reisebüros aus dem Vertrieb von Bahn-Fahrkarten aussteigen werden. Dieser gilt als personalintensiv, weil nicht nur lukrative Fernverkehrstickets verkauft werden, sondern der meiste Ansturm Kurzstreckenfahrscheine haben will, an denen die Agenturen

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Lissabon: Easyjet bekommt 18 Tap-Slotpaare – Ryanair geht leer aus

Dem Billigflieger Ryanair dürfte der Umstand, dass man in Lissabon im Ringen um zusätzliche Start- und Landerechte ausgerechnet gegen den Erzrivalen Easyjet den Kürzeren gezogen hat, wohl nicht in den Kram passen. Aufgrund von Staatshilfen musste Platzhirsch Tap Air Portugal 18 Slotpaare abgeben. Der irische Lowcoster war sich bereits ziemlich sicher, dass man den Zuschlag bekommen wird. Man verkaufte zahlreiche Tickets und vor einigen Wochen gab es den ersten Rückschlag: Die für die Expansion notwendigen Start- und Landerechte hat man mal vorerst nicht bekommen. Ryanair spekulierte darauf, dass Tap Air Portugal aufgrund der Corona-Pandemie nicht genutzte Slots abgeben muss, jedoch war das nicht der Fall. Die Folge daraus: Der Billigflieger musste das für Lissabon geplante Sommerprogramm kürzen und wird die Basis nicht wie ursprünglich angekündigt ausbauen. Nun gab es den zweiten Rückschlag: Jene Start- und Landerechte, die Tap Air Portugal als Auflage aufgrund des 2,55 Milliarden Euro schweren Rettungspakets abgeben muss, bekommt man auch nicht. Der Regulator hat diese nicht an Ryanair, sondern an Easyjet vergeben. Beide Carrier wollten die begehrten Slots vollständig haben. Den Zuschlag hat aber nur der orangefarbene Lowcoster erhalten. Das dürfte Ryanair so ganz und gar nicht passen, so dass damit zu rechnen ist, dass dieser ein Rechtsmittel einlegen wird. In den nächsten Tagen ist das portugiesische Ryanair-Personal seitens der zuständigen Gewerkschaften zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Fast zeitgleich soll auch in Italien, Belgien, Frankreich und Spanien gestreikt werden. Gefordert werden unter anderem höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Mit Einschränkungen im Flugverkehr ist zu rechnen, jedoch ist derzeit

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Mit Boeing 737 Max 10: Qatar Airways bringt Tochtergesellschaft an den Start

Golfcarrier Qatar Airways beabsichtigt eine Tochtergesellschaft, die den Maschinentyp Boeing 737 Max 10 betreiben soll, an den Start zu bringen. Welche Ausrichtung diese haben wird ist noch völlig offen. Nachdem der europäische Flugzeugbauer Airbus eine Großbestellung für A321neo gestrichen hat, unterschrieb Qatar Airways vorsorglich eine Absichtserklärung über den Erwerb von 25 Boeing 737 Max 10. Bislang wurde diese noch nicht in eine Festbestellung umgewandelt. Firmenchef Akbar Al Baker erklärte nun gegenüber Gulf News, dass dieser Maschinentyp nicht auf dem AOC von Qatar Airways registriert wird. Er sagte, dass diese bei einer Tochtergesellschaft zum Einsatz kommen wird. Nähere Einzelheiten nannte der Manager nicht, so dass die Spekulation im Raum steht, dass man eine Billigfluggesellschaft an den Start bringen könnte. Das Unternehmen will dies aber weder bestätigen noch dementieren.

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20 neue Bäume am Flughafen Graz gepflanzt

Auf Flächen des Grazer Flughafens wurden vom Airport, der Gemeinde Feldkirchen, verschiedenen Unternehmern und dem Ökofit-Team des Umweltamts insgesamt 20 Bäume gepflanzt. Es soll sich um großkronige Exemplare handeln. „Bäume sind Rückzugsort für viele verschiedene Tierarten und beeinflussen unser (Mikro)Klima positiv“, erklärt Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Flughafen Graz. „Daher haben wir uns sehr gerne an der Aktion des Umweltamt Graz beteiligt, in dem wir für insgesamt 20 Bäume Grund zur Verfügung stellen bzw. gemeinsam mit ÖKOPROFIT auch selbst ungarische Eichen pflanzen.“ „Der Flughafen Graz ist Eigentümer der größten extensiv bewirtschafteten Wiesenfläche in der näheren und weiteren Umgebung“, informiert Jürgen Löschnig, Geschäftsführer des Flughafen Graz. „Die Aufwertung dieses Grünareals, z. B. durch Neophytenverdrängung oder die heutige Baumpflanzaktion, ist uns ein großes Anliegen“. Insgesamt 20 fünf Meter hohe großkronige Bäume wurden von 17 Unternehmen, der Gemeinde Feldkirchen sowie dem Ökprofit-Team des Grazer Umweltamtes gepflanzt. Die Bäume lieferte die Baumschule Ledolter, die sich auch mit zwei Gleditschien an der Aktion beteiligt hat. Auf einer Tafel im Einfahrtsbereich des Flughafens sind alle Baumpatinnen und Baumpaten sichtbar gemacht. Ein großkroniger Baum bindet in seiner Lebenszeit ca. 10 kg Kohlenstoffdioxid pro Jahr.

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EU-Kommission will Schengen-Kontrollen neu regeln

Der der dem Deckmantel „Flüchtlinge“ führt Deutschland seit einigen Jahren auf dem Landweg Grenzkontrollen durch. Diese beschränken sich primär auf Österreich. Eigentlich sollte es derartige Ausnahmen vom Schengen-Vertrag nur maximal sechs Monate geben, doch die Maßnahme wird laufend verlängert. Eine ähnliche Situation zeichnet sich in Österreich an den Grenzen mit Slowenien und Ungarn. Auch dort wird seit einigen Jahren, wenn auch nur stichprobenartig, kontrolliert. Nun will die EU-Kommission diese Thematik neu regeln und die Vorgehensweise verschiedener Staaten defacto legalisieren. Künftig sollen die Mitgliedsstaaten der EU-Kommission mitteilen, wenn sie längerfristige Grenzkontrollen vornehmen wollen und dies genau begründen. Brüssel kann dann Empfehlungen abgeben, aber verhindern kann man die Kontrollen innerhalb des Schengenraums auch weiterhin nicht. Damit reagiert man auf eine Entscheidung des EuGH, die die von Österreich an der Grenze zu Slowenien eingeführten Binnenkontrollen als illegal eingestuft hat.

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Corendon-Notlandung in Basel für Passagiere dramatischer als bisher bekannt

An Bord des am Sonntag in Basel notgelandeten Corendon-Europe-Fluges XR2271 sollen sich wesentlich dramatischere Szenen abgespielten haben als bislang nicht bekannt. Betroffene berichten davon, dass die Sauerstoffmasken nach nur sehr kurzer Zeit nicht mehr funktioniert haben sollen. Einigen Reisenden soll gar Blut aus den Ohren gelaufen sein, so dass diese unmittelbar nach der Landung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Gegenüber der Lokalzeitung „In Franken“ schildert ein Passagier, dass er Brandgeruch wahrgenommen haben will. Weil seine Sauerstoffmaske nicht funktioniert habe, hätte er sich stattdessen eine FFP2-Maske aufgesetzt. Er und seine Frau hätten sich wegen einer Rauchgasvergiftung Sorgen gemacht. Ansonsten wäre es an Bord ruhig gewesen, denn die Reisenden hätten sich eher in einer Art Schockstarre befinden. Weiters soll wegen dem extrem schnell durchgeführten Sinkflug einigen Passagieren Blut aus den Ohren gelaufen sein. Medizinische Untersuchungen hätten ergeben, dass diesen die Trommelfelle geplatzt sind. Die Reisenden wurden in Krankenhäusern in Frankreich und der Schweiz notversorgt. Unmittelbar nach der Landung wären die Türen geöffnet worden. Dabei habe es einen sehr lauten Knall gegeben. Vorwurf „nichtfunktionierende Sauerstoffmasken“ wird nicht kommentiert Die Fluggesellschaft Corendon Europe bezeichnet den zwischen Fall als sehr selten, aber nicht ungewöhnlich. Die Besatzung wäre für derartige Vorfälle geschult und trainiert. Aus der Sicht von Corendon-Europe hat es sich so zugetragen: „Nach Erreichen der Flughöhe hatte die Cockpit-Besatzung festgestellt, dass der Druck in der Kabine langsam nachlässt. Sie haben im ersten Schritt aber nichts gefunden, worauf streng nach Vorschrift beschlossen wurde, den nächsten Flughafen im Sinkflug anzusteuern. Die Crew hat sich zusätzlich

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ÖBB-Sommerticket: Kostenpflichtige Reservierungspflicht für Jugendliche

Die Österreichischen Bundesbahnen legen auch heuer wieder die Netzkarte für Jugendliche auf. Es gibt aber eine signifikante Verschlechterung für die jungen Menschen, denn dieses kann teilweise nur dann genutzt werden, wenn kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen zum Preis von drei Euro pro Fahrt und Person dazu gekauft werden. Der Regionalverkehr kann auch ohne Platzkarte genutzt werden, weil in derartigen Zügen gar keine Möglichkeit zur Reservierung besteht. Im Fernverkehr (zum Beispiel Railjet, Intercity, Eurocity oder D-Züge) müssen die jungen Menschen an den Verkehrstagen Freitag bis Sonntag kostenpflichtig reservieren. Andernfalls gilt das Sommerticket nicht. In den Intercity-Bussen zwischen Graz und Klagenfurt besteht immer, auch unter der Woche, Reservierungspflicht. Die Vorgehensweise der ÖBB kommt durchaus überraschend, denn noch vor wenigen Wochen hat man Reservierungspflicht ausgeschlossen. Dass man nun versucht zusätzliche Einnahmen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu generieren, ist durchaus befremdlich. Die Bundesbahnen sehen darin aber kein Problem und verweisen unter anderem darauf, dass man überfüllte Züge verhindern möchte. Weiters: kauft man das Sommerticket online mit dem Kundenkonto, so soll es fünf Sitzplatzreservierungen dazu geben. Das Nachsehen haben aber Jugendliche und junge Erwachsene, die klassisch am Schalter oder Automaten kaufen, denn hier gibt es diese „Zugabe“ nicht. Das ÖBB-Sommerticket kann von Menschen unter 20 Jahren zum Preis von 34 Euro gekauft werden. Personen bis 26 Jahre bezahlen 59 Euro. Im Gegensatz zur Vergangenheit gilt es schon seit ein paar Jahren nicht mehr während der gesamten Sommerferien, sondern nur noch 30 Tage. Die Züge von Regiojet, Westbahn, City Airport Train und einiger anderer Privatbahnen sind nicht inkludiert.

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Ryanair zieht umstrittenen Afrikaans-Test per sofort aus dem Verkehr

Erst vor wenigen Tagen sorgte der Billigflieger Ryanair mit einem fragwürdigen Afrikaans-Test, den südafrikanische Staatsbürger auf Flügen nach Irland und ins Vereinigte Königreich zu absolvieren hatten, für Aufsehen. Selbst die Behörden stellten klar, dass dieser für die Einreise nicht erforderlich ist. Nach heftiger, internationaler Kritik lenkt der Lowcoster ein. Ryanair war der Ansicht, dass man mit Hilfe eines Fragebogens auf Afrikaans feststellen kann, ob Pässe von Südafrikanern echt sind oder nicht. Der Umstand, dass Afrikaans nur eine von vielen offiziellen Amtssprachen Südafrikas ist, ließ den Konzern kalt. Die Behörden Irlands und des Vereinigten Königreichs wiesen öffentlich darauf hin, dass es sich um keinen behördlichen Test handelt und dieser nicht absolviert werden muss. Das interessierte aber den Billigflieger nicht, denn falsche Antworten oder die Verweigerung führten zum Ausschluss der Beförderung. Der öffentliche Druck sowie das Einschreiten der Behörden von Irland und des Vereinigten Königreichs war nun stark. Ryanair stellt die umstrittene Praxis mit sofortiger Wirkung ein. Regelrecht unwissend gab sich Konzernchef Michael O’Leary, denn gegenüber der BBC sagte er unter anderem, dass er den vom Unternehmen entwickelten „Südafrikaner-Test“ „auch für nicht angemessen“ hält. Warum er es aber zugelassen hat, dass der von ihm geleitete Konzern trotz öffentlicher und behördlicher Kritik einige Tage an diesem festgehalten hat bzw. diesen überhaupt eingeführt hat, sagte der Manager nicht.

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Italien: Maskenpflicht in Flugzeugen abgeschafft

Italien passt sich laut Erklärung der Regierung dem allgemeinen europäischen Weg an und hat die Maskenpflicht an Bord von Verkehrsflugzeugen abgeschafft. Mittlerweile verlangen nur noch wenige EU-Staaten, darunter Deutschland, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in Flugzeugkabinen. Allerdings geht Italien insofern einen Sonderweg, weil die Maskenpflicht nur im Flugverkehr entfällt. In anderen öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt diese laut Erklärung der Regierung weiterhin aufrecht. Konkret bedeutet das, dass man beispielsweise auf einem Flug von Rom nach Mailand Mund und Nase nicht mehr bedecken muss. Nutzt man aber die Bahn oder den Fernbus besteht weiterhin Maskenpflicht. Ebenso muss man in Italien Mund und Nase beispielsweise in Kinos, Theatern und bei Indoor-Sportveranstaltungen nicht mehr bedecken. Die Impfpflicht für Personen über 50 Jahren sowie das Militär wird ebenfalls nicht fort fortgeführt.

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