Jan Gruber

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Jan Gruber

Ab November 2022: Uganda Airlines nimmt Kurs auf London

Voraussichtlich ab November 2022 wird Uganda Airlines Nonstopflüge zwischen Entebbe und London-Heathrow bedienen. Als Fluggerät sollen Langstreckenmaschinen des typs Airbus A330-800 zum Einsatz kommen. Der nunmehrigen Ankündigung gehen lange Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Uganda voraus. Diese waren nicht unbedingt von Harmonie geprägt, denn die Regierung des ostafrikanischen Staats warf jener des Vereinigten Königreichs gar vor, dass die Bewilligung der Streckenrechte absichtlich verzögert werde. Man drohte dar, dass man gegen British Airways vorgehen werde.  So ganz in trockenen Tüchern ist die Genehmigung noch nicht, jedoch wurde in Uganda die Angelegenheit zur Chefsache gemacht. Präsident Museveni interveniert persönlich bei der UK-Regierung und deren Zivilluftfahrtbehörde. Man ist guter Dinge, dass das Problem “Nonstopflüge” rasch gelöst wird und Uganda Airlines ab November 2022 dreimal wöchentlich zwischen den beiden Staaten fliegen kann. Uganda hat die Einreisebestimmungen gelockert Touristen können seit 27. April 2022 wieder einfacher in das ostafrikanische Land einreisen. Personen, die nachweisen können, dass sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, müssen sich künftig vor der Ein- bzw. Ausreise nicht mehr mittels PCR testen lassen. Ist man nicht geimpft oder hat erst eine Dosis erhalten, so benötigt man weiterhin einen negativen PCR-Befund, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ausnahmen bestehen unter anderem für Kinder unter fünf Jahren. Zeitweise führte Uganda auch PCR-Abstriche unmittelbar nach der Landung durch. Die Teilnahme war verpflichtend und zusätzlich zur Vorlagepflicht der negativen Befunde. Diese Praxis wurde jedoch bereits im Feber 2022 ersatzlos gestrichen. Vollständig Geimpfte können seit 27. April 2022 ohne Vorlagepflicht eines PCR-Befunds nach Uganda

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Vergleich: AUA-Business-Lounge vs. SkyLounge vs. Vienna Lounge

Ende März 2022 ging am Flughafen Wien-Schwechat das Terminal 2 mit den Gatebereichen B, C und D wieder in Betrieb. Gleichzeitig öffnete die Vienna Lounge, das neue Flaggschiff der exklusiven Aufenthaltsbereich, ihre Pforten. Doch was bietet die neue Lounge im direkten Vergleich zu ihren “Mitbewerbern” im Terminal 3? Zunächst ist festzuhalten, dass die Vienna Lounge die derzeit einzige ihrer Art im Terminalkomplex 1/2 ist. Es gibt momentan keine Alternative in diesem Gebäude, so dass Reisende auch damit leben müssen, dass derzeit mangels Verträgen Priority Pass, Lounge Key und Dragon Pass noch nicht akzeptiert werden. Auch sind noch nicht alle üblichen Kreditkarten, die Loungezutritte ermöglichen, implementiert. Im Zweifelsfall sollte man sich daher vorab über die Homepage des Airports informieren. In absehbarer Zeit sollen aber alle gängigen Karten zum Zutritt berechtigen. In diesem Artikel werden die Business-Lounge (Terminal 3 Schengen) von Austrian Airlines, die Sky-Lounge der Flughafen Wien AG (Terminal 3 Schengen) und die neue Vienna Lounge (Terminal 2 Schengen) des Airports miteinander verglichen. Die Auswahl erfolgte mit gutem Grund genau so, denn diese exklusiven Wartebereiche sind für alle Passagiere – gegen Bezahlung – zugänglich und nicht an bestimmte Statuskarten oder Buchungsklassen geknüpft. Der Allrounder: AUA-Business-Lounge im Terminal 3 (Schengen) Die Schengen-Business-Lounge von Austrian Airlines und die SkyLounge des Wiener Flughafens befinden sich direkt nebeneinander im Terminal 3. Diese können mit einem Aufzug bzw. einer Rolltreppe erreicht werden. Man begibt sich nicht durch die Passkontrolle (Bereich G), sondern erreicht die exklusiven Wartebereiche nach einigen Schritten genau in die andere Richtung. Die AUA-Lounge

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Deutsche liebäugeln: Mit dem Neun-Euro-Fahrschein in den Urlaub?

Die deutsche Bundesregierung plant in den Monaten Juni, Juli und August 2022 Monatstickets zum Preis von je neun Euro anzubieten, die bundesweit gelten sollen. Dem aktuellen Informationsstand nach sind Fernverkehrszüge wie Eurocity, Intercity, IntercityExpress und IntercityExpress Sprinter ausgenommen. Dennoch spielen offenbar viele Deutsche mit dem Gedanken den Fahrschein für die Anreise in den Urlaub zu nutzen. Als Reaktion auf die stark gestiegenen Treibstoffpreise hat die deutsche Bundesregierung vergünstigte Netzkarten zum Preis von neun Euro pro Monat angekündigt. Diese sollen bundesweit im öffentlichen Nahverkehr, jedoch nicht in den Fernzügen der DB, gelten. Vorerst ist geplant, dass diese Fahrscheine nur in den Kalendermonaten Juni, Juli und August 2022 erhältlich sind. Vieles ist noch nicht fertig ausverhandelt, so dass es bis dahin noch zu Änderungen kommen kann. Ein Umfrageinstitut ermittelte im Auftrag der Zeitung “Tagesspiegel”, dass sich 29 Prozent der Deutschen vorstellen können, dass das Neun-Euro-Ticket zur Anreise in den innerdeutschen Urlaub genutzt werden könnte. Dem gegenüber stehen 64 Prozent der Befragten, die dies explizit ausschließen. Die übrigen Teilnehmer gaben unter anderem an, dass sie noch unentschlossen sind. ÖPNV-Experten befürchten, dass es ab 1. Juni 2022 zu einem Ansturm auf die öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland kommen könnte. Aus den Verkehrsverbünden ist zu hören, dass man sich außer Stande sieht so kurzfristig zusätzliche Kapazitäten auf die Straßen bzw. Schienen zu bringen. Auch ist noch unklar wo der Neun-Euro-Fahrschein, abgesehen vom Internet, erhältlich sein wird. Es wird unter anderem noch darum gerungen, ob Agenturen und Reisebüros mit DB-Verkaufslizenz Provisionen erhalten werden oder nicht.

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Allein am 1. Mai 2022: Bundesheer setzt 1.200 Soldaten für Corona-Kontrollen ein

Das österreichische Bundesheer ist am heutigen Staatsfeiertag (1. Mai 2022) mit etwa 2.800 Soldaten und Zivilbediensten im In- und Ausland im Einsatz. Etwa 1.200 “Bundesheerler” versehen ihren Dienst im Bereich von Corona-Personenkontrollen an den Staatsgrenzen. Auch sollen so unerlaubte Grenzübertritte verhindert werden. Im Ausland unterhält das Bundesheer derzeit vier größere Kontingente. Diese befinden sich in Mali, Bosnien-Herzegowina, im Libanon sowie im Kosovo. Weiters hat man zehn Kleinmissionen in anderen Staaten. Im Inland sind am 1. Mai 2022 rund 1.600 Soldaten im Einsatz, davon mit 1.200 Bundesheerlern die überwiegende Mehrheit an den Grenzen und überwiegend mit Corona-Kontrollen beschäftigt. Vor allem die Assistenzleistungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und dem Objektschutz in Wien fordern die Einsatzkräfte des Bundesheeres nun schon seit zwei Jahren. Ob bei der Kontaktnachverfolgung, der gesundheitsbehördlichen Einreisekontrolle oder auch zur Entlastung der Polizei bei der Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien. Von den 105 militärischen Liegenschaften in Österreich werden durch eigenes Personal bewacht bzw. überwacht. Das sind Wachen, Sicherheitsdienste und Bereitschaften. Die restlichen 17 weniger sensiblen Liegenschaften werden technisch gesichert bzw. durch Fremdfirmen überwacht. Zur Aufrechterhaltung des sogenannten „diensthabenden Systems“ (Zentralstelle, Direktionen und Militärkommanden) versehen an Sonn- und Feiertagen etwa 40 Personen ihren Dienst.

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Ost-Österreich: Tagesausflüge mit Bus und Bahn

An Wochenenden oder Feiertagen Tagesausflüge im näheren Umfeld zu unternehmen war schon immer beliebt. Zumeist wird für die Anreise das eigene Auto genutzt, jedoch kann besonders für Inhaber des österreichischen Klimatickets der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel interessant werden. Laut Verkehrsverbund Ostregion sind viele beliebte Ausflugsziele auch mit Bus und Bahn erreichbar. Im Regelfall ist die Anreise im Klimaticket inkludiert. Doch Vorsicht: Fast alle touristischen Züge, beispielsweise Schneebergbahn, sind nicht “mit drin”, sondern es muss ein eigener Fahrschein gekauft werden. Dies müsste man aber auch, wenn man mit dem eigenen Auto anreisen würde. Nachstehend werden einige Tipps für Tagesausflüge, die in Ostösterreich laut Verkehrsverbund Ostregion besonders einfach mit Bus und Bahn erreichbar sein sollen, vorgestellt. Besonders die touristischen Züge nehmen nach und nach wieder ihren Betrieb auf. Beispielsweise gilt die Schneebergbahn schon seit ihrer Errichtung als besonders beliebtes Ausflugsziel. Wer kein Klimaticket hat, kann auch das Vor-Freizeitticket, das an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gilt, ausweichen. Mit der Puchberger Bahn zum Schneeberg Am 30. April 2022 startet die Ausflugssaison auf der Schneebergbahn, die mit der Puchberger Bahn im Stundentakt erreichbar ist. Anschlüsse bestehen in Wiener Neustadt zu den Zügen aus Wien, Payerbach-Reichenau, Semmering, Aspang und Deutschkreutz. Somit ist Puchberg am Schneeberg oder die Hohe Wand stündlich in rund einer Stunde und 15 Minuten etwa von Wien Meidling aus per Bahn erreichbar. Am Wochenende und an Feiertagen gibt es auch eine direkte Verbindung von Wien Hauptbahnhof (ab 8:39 Uhr) nach Puchberg am Schneeberg sowie in die Gegenrichtung

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Personalmangel: Lauda Europe muss wegen zu weniger Flugbegleiter in Kroatien ausdünnen

Der irische Billigflieger Ryanair hat wiederholt den Flugplan ab den von der Tochtergesellschaft Lauda Europe betriebenen Bases Zadar und Zagreb ausgedünnt und die Aufnahme neuer Strecken nach hinten verschoben. Manche wurden gar temporär eingestellt. Nicht mangelnde Nachfrage, sondern akuter Personalmangel ist die Ursache für die Vorgehensweise. Viele Fluggesellschaften leiden derzeit darunter, dass man zu wenige Flugbegleiter hat. Die Ursache ist jedoch in den meisten Fällen hausgemacht, denn im Zuge der Coronapandemie trennte man sich von vielen Mitarbeitern. Eine erhebliche Anzahl hat wegen geringer Grundlöhne bzw. niedrigem Kurzarbeiter-Geld selbst gekündigt und sich in anderen Branchen neu orientiert. Nicht nur Wizz Air und die Fluggesellschaften der Ryanair Group sind an vielen Standorten von Personalmangel im Bereich des Kabinenpersonals betroffen, sondern auch Austrian Airlines. Der Lufthansa-Tochter fehlen derzeit rund 150 Flugbegleiter. Bei Lauda Europe ist die Personaldecke an den Bases Wien, London-Stansted und Palma de Mallorca angespannt, jedoch stabil. In Kroatien (Zadar und Zagreb) ist die Situation ein wenig anders, denn hier fehlen viele Flugbegleiter. Zum Teil helfen Mitarbeiter der österreichischen Basis aus, um die Auswirkungen abfangen zu können. Sowohl für Wien als auch für Kroatien befindet sich Lauda Europe auf der dringenden Suche nach Flugbegleitern. Da man momentan in Zagreb und Zadar zu wenig Kabinenpersonal hat, wurde der Flugplan wiederholt gekürzt. Die Aufnahme neuer Ziele hat man mehrfach nach hinten verschoben und auch Strecken, die erst kürzlich erstmals bedient wurden, werden temporär ausgesetzt. Man ist zwar zuversichtlich, dass man bis zur Hauptsaison ausreichend Flugbegleiter haben wird, jedoch wird das kein einfaches Unterfangen.

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Air Baltic und Corendon nehmen Ukraine International bzw. SkyUp unter Vertrag

Die Fluggesellschaften Ukraine International Airlines und SkyUp konnten kurzfristig Wetlease-Aufträge an Land ziehen. Der erstgenannte Carrier wird ab 1. Mai 2022 mit einer Boeing 737-900ER für Air Baltic fliegen. In einer Aussendung schreibt das lettische Luftfahrtunternehmen, dass der Mittelstreckenjet “kurzfristig Flüge im Air-Baltic-Netz durchführen” wird. Die genauen Strecken hat das Unternehmen noch nicht kommuniziert. Firmenchef Martin Gauss: „Ukraine International Airlines ist ein zuverlässiger und langjähriger Partner von Air Baltic. Für die ukrainische Bevölkerung und ihre nationale Fluggesellschaft sind die Zeiten jetzt sehr schwierig. Durch das vorübergehende Wet-Leasing ihrer Flugzeuge bieten wir auch den Mitarbeitern von Ukraine International Airlines kurzfristige Arbeit.“ Air Baltic hat sich eigenen Angaben aufgrund der Auswirkungen der globalen Lieferkettenprobleme für ein kurzfristiges Wet-Leasing zusätzlicher Flugzeuge entschieden. Diese Entscheidung ermöglicht es dem Unternehmen, seinen geplanten Flugplan einzuhalten. so das Unternehmen. Allerdings könnte dahinter auch stecken, dass man selbst mit zahlreichen Flugzeugen im Wetlease für SAS, Eurowings und in Kürze auch Eurowings Discover fliegt. Da Air Baltic den eigenen Flugplan stark ausgebaut hat, ist anzunehmen, dass man diesen ohne Fremdgerät nicht durchführen könnte Für Ukraine International kommentiert Sergey Fomenko, Vice President Commerce wie folgt: „Wir möchten unserem sehr guten Partner und Freund Air Baltic dafür danken, dass er Ukraine International Airlines als Kapazitätsanbieter auf ACMI-Basis für sein Netzwerk ausgewählt hat. Gerade jetzt, wo UIA vorübergehend keine Flüge von und nach der Ukraine durchführen kann, ist ein solcher Akt der internationalen Luftfahrtkooperation sehr symbolisch und wichtig. UIA ist als IOSA-zertifizierte Fluggesellschaft bereit, hochwertige Dienstleistungen auf den Strecken von Air Baltic

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Condor kündigt Langstreckenflüge ab München und Düsseldorf an

Der deutsche Ferienflieger Condor will im Winterflugplan 2022/23 wieder Langstreckenflüge ab Düsseldorf und München anbieten. Vorerst sollen die geplanten Routen ab den beiden deutschen Städten mit Boeing 767 bedient werden. An den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag will Condor von Düsseldorf aus das Ziel Punta Cana ansteuern. An Dienstagen und Sonntagen geht es nach Cancún. Ab München fliegen Reisende donnerstags und samstags nach Punta Cana. Ab Frankfurt am Main, der Homebase von Condor, sollen 21 Langstreckenziele bedient werden. Neu fliegt man unter anderem nach Johannesburg. Auch die Verbindungen nach Mombasa wurden wieder aufgenommen. Außerdem werden die mehrmals wöchentlichen Flüge nach New York, Toronto, Los Angeles und Seattle fortgesetzt. Neben Nordamerika stehen Mexiko, Kuba, Jamaika und die Dominikanische Republik, Grenada und Tobago auf dem Programm sowie Seychellen, Malediven und Mauritius im Indischen Ozean.

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Fluglotsengewerkschaft warnt vor zahlreichen Ausfällen im Sommer 2022

Die Fluglotsengewerkschaft Trade Union Eurocontrol Maastricht warnt davor, dass es im Sommer 2022 besonders in Osteuropa zu vielen Flugausfällen kommen könnte. Ursache dafür soll sein, dass viele Flugsicherungen harte Corona-Sparmaßnahmen gesetzt haben und demnach nicht ausreichend auf die stark gestiegene Nachfrage vorbereitet sein sollen. „Die Verkehrsdichte im europäischen Luftraum wird in den nächsten Monaten nicht nur wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen, sondern sogar deutlich übertreffen“, betonte TUEM-Präsident Stefan Pille. „Die Flugsicherungsanbieter müssen deshalb dringend raus aus dem Corona-Modus und wieder ausreichend Puffer einbauen, um diese Verkehrsmengen zu bewältigen“. Teilweise sollen in Folge der Pandemie bereits erhebliche Spaßmaßnahmen umgesetzt worden sein. Laut Verkehrszahlen von Eurocontrol, das von Maastricht aus den Luftraum über den Benelux-Staaten und Nordwestdeutschland kontrolliert, wird dort bereits der reguläre Verkehr schon im April wieder das Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 erreichen. Hinzu kommen zwei Sondereffekte: So hat der Krieg in der Ukraine mit veränderten Flugrouten und einer deutlichen Zunahme des militärischen Flugverkehrs dazu geführt, dass die Verkehrsdichte in ganz Europa deutlich zugenommen hat. Zum andern müssen 2022 aufgrund einer Systemumstellung im benachbarten französischen Sektor viele Ausweichrouten im Sektor des Maastricht Upper Area Control Center (MUAC) geflogen werden. „Das ist eine massive Verkehrssteigerung im Vergleich zu den Hochzeiten der Corona-Pandemie, die wir bewältigen müssen“, so Pille. Die Gewerkschaft sieht es positiv, dass einzelne nationale Flugsicherungen mittlerweile von ihren Sparkursen abgerückt sind. Besonders in Osteuropa soll das aber noch nicht der Fall sein. Dabei nennen die Arbeitnehmervertreter besonders Polen als abschreckendes Beispiel, denn dort sind die Fronten in

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Polen-Notfallplan: Ryanair bringt Beschwerde in Brüssel ein

Noch wurden die Anzahl der Starts und Landungen an polnischen Flughäfen nicht eingeschränkt, jedoch brachte die Billigfluggesellschaft Ryanair bereits eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Man ist der Ansicht, dass der Notfallplan der polnischen Regierung den Staatscarrier Lot bevorzugen würde. Hintergrund ist ein Tarifstreit bei der Flugsicherung Pansa. Die Gehälter sollen um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Das führte dazu, dass allein an den Standorten in Warschau von 208 Lotsen stolze 170 ihren Austritt zum 30. April 2022 erklärt haben. Sofern es bis dahin keine Einigung mit der Gewerkschaft bzw. den Fluglotsen gibt, herrscht ab 1. Mai 2022 akuter Personalmangel. Die polnische Zivilluftfahrtbehörde hat eine Anordnung herausgegeben, die es ermöglicht, dass die Anzahl der Starts und Landungen ab Warschau-Chopin und Modlin auf 180 Movements pro Tag beschränkt werden kann. Der größte Anbieter Polens, Lot, rechnet mit erheblichen Auswirkungen für die Passagiere. Allein im Mai 2022 müssten zahlreiche Flüge ersatzlos gestrichen werden. Auf den anderen polnischen Airports wird mit ähnlichen Auswirkungen gerechnet. Die Regierung hat ein Notfallkonzept erstellt, dass eine Grundversorgung mit 32 Destinationen sicherstellen soll. Ryanair stört daran, dass vorgesehen ist, dass der Löwenanteil von der staatlichen Lot bedient werden soll. Man sieht darin eine unzulässige Bevorzugung dieses Anbieters. „Premierminister Mateusz Morawiecki hat willkürlich 32 Ziele aus Warschau bestimmt, die bei Eintritt des erwarteten Kapazitätsengpasses vorrangig bedient werden. Diese diskriminierende Auswahl bedeutet, dass Ryanair im Mai nur zwei Strecken ab Warschau fliegen kann, während Lot 19 bedienen wird“, so die Billigfluggesellschaft in einer Aussendung. Die Beschwerde in Brüssel soll

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