Jan Gruber

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Jan Gruber

Personalmangel: Lauda Europe muss wegen zu weniger Flugbegleiter in Kroatien ausdünnen

Der irische Billigflieger Ryanair hat wiederholt den Flugplan ab den von der Tochtergesellschaft Lauda Europe betriebenen Bases Zadar und Zagreb ausgedünnt und die Aufnahme neuer Strecken nach hinten verschoben. Manche wurden gar temporär eingestellt. Nicht mangelnde Nachfrage, sondern akuter Personalmangel ist die Ursache für die Vorgehensweise. Viele Fluggesellschaften leiden derzeit darunter, dass man zu wenige Flugbegleiter hat. Die Ursache ist jedoch in den meisten Fällen hausgemacht, denn im Zuge der Coronapandemie trennte man sich von vielen Mitarbeitern. Eine erhebliche Anzahl hat wegen geringer Grundlöhne bzw. niedrigem Kurzarbeiter-Geld selbst gekündigt und sich in anderen Branchen neu orientiert. Nicht nur Wizz Air und die Fluggesellschaften der Ryanair Group sind an vielen Standorten von Personalmangel im Bereich des Kabinenpersonals betroffen, sondern auch Austrian Airlines. Der Lufthansa-Tochter fehlen derzeit rund 150 Flugbegleiter. Bei Lauda Europe ist die Personaldecke an den Bases Wien, London-Stansted und Palma de Mallorca angespannt, jedoch stabil. In Kroatien (Zadar und Zagreb) ist die Situation ein wenig anders, denn hier fehlen viele Flugbegleiter. Zum Teil helfen Mitarbeiter der österreichischen Basis aus, um die Auswirkungen abfangen zu können. Sowohl für Wien als auch für Kroatien befindet sich Lauda Europe auf der dringenden Suche nach Flugbegleitern. Da man momentan in Zagreb und Zadar zu wenig Kabinenpersonal hat, wurde der Flugplan wiederholt gekürzt. Die Aufnahme neuer Ziele hat man mehrfach nach hinten verschoben und auch Strecken, die erst kürzlich erstmals bedient wurden, werden temporär ausgesetzt. Man ist zwar zuversichtlich, dass man bis zur Hauptsaison ausreichend Flugbegleiter haben wird, jedoch wird das kein einfaches Unterfangen.

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Air Baltic und Corendon nehmen Ukraine International bzw. SkyUp unter Vertrag

Die Fluggesellschaften Ukraine International Airlines und SkyUp konnten kurzfristig Wetlease-Aufträge an Land ziehen. Der erstgenannte Carrier wird ab 1. Mai 2022 mit einer Boeing 737-900ER für Air Baltic fliegen. In einer Aussendung schreibt das lettische Luftfahrtunternehmen, dass der Mittelstreckenjet “kurzfristig Flüge im Air-Baltic-Netz durchführen” wird. Die genauen Strecken hat das Unternehmen noch nicht kommuniziert. Firmenchef Martin Gauss: „Ukraine International Airlines ist ein zuverlässiger und langjähriger Partner von Air Baltic. Für die ukrainische Bevölkerung und ihre nationale Fluggesellschaft sind die Zeiten jetzt sehr schwierig. Durch das vorübergehende Wet-Leasing ihrer Flugzeuge bieten wir auch den Mitarbeitern von Ukraine International Airlines kurzfristige Arbeit.“ Air Baltic hat sich eigenen Angaben aufgrund der Auswirkungen der globalen Lieferkettenprobleme für ein kurzfristiges Wet-Leasing zusätzlicher Flugzeuge entschieden. Diese Entscheidung ermöglicht es dem Unternehmen, seinen geplanten Flugplan einzuhalten. so das Unternehmen. Allerdings könnte dahinter auch stecken, dass man selbst mit zahlreichen Flugzeugen im Wetlease für SAS, Eurowings und in Kürze auch Eurowings Discover fliegt. Da Air Baltic den eigenen Flugplan stark ausgebaut hat, ist anzunehmen, dass man diesen ohne Fremdgerät nicht durchführen könnte Für Ukraine International kommentiert Sergey Fomenko, Vice President Commerce wie folgt: „Wir möchten unserem sehr guten Partner und Freund Air Baltic dafür danken, dass er Ukraine International Airlines als Kapazitätsanbieter auf ACMI-Basis für sein Netzwerk ausgewählt hat. Gerade jetzt, wo UIA vorübergehend keine Flüge von und nach der Ukraine durchführen kann, ist ein solcher Akt der internationalen Luftfahrtkooperation sehr symbolisch und wichtig. UIA ist als IOSA-zertifizierte Fluggesellschaft bereit, hochwertige Dienstleistungen auf den Strecken von Air Baltic

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Condor kündigt Langstreckenflüge ab München und Düsseldorf an

Der deutsche Ferienflieger Condor will im Winterflugplan 2022/23 wieder Langstreckenflüge ab Düsseldorf und München anbieten. Vorerst sollen die geplanten Routen ab den beiden deutschen Städten mit Boeing 767 bedient werden. An den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag will Condor von Düsseldorf aus das Ziel Punta Cana ansteuern. An Dienstagen und Sonntagen geht es nach Cancún. Ab München fliegen Reisende donnerstags und samstags nach Punta Cana. Ab Frankfurt am Main, der Homebase von Condor, sollen 21 Langstreckenziele bedient werden. Neu fliegt man unter anderem nach Johannesburg. Auch die Verbindungen nach Mombasa wurden wieder aufgenommen. Außerdem werden die mehrmals wöchentlichen Flüge nach New York, Toronto, Los Angeles und Seattle fortgesetzt. Neben Nordamerika stehen Mexiko, Kuba, Jamaika und die Dominikanische Republik, Grenada und Tobago auf dem Programm sowie Seychellen, Malediven und Mauritius im Indischen Ozean.

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Fluglotsengewerkschaft warnt vor zahlreichen Ausfällen im Sommer 2022

Die Fluglotsengewerkschaft Trade Union Eurocontrol Maastricht warnt davor, dass es im Sommer 2022 besonders in Osteuropa zu vielen Flugausfällen kommen könnte. Ursache dafür soll sein, dass viele Flugsicherungen harte Corona-Sparmaßnahmen gesetzt haben und demnach nicht ausreichend auf die stark gestiegene Nachfrage vorbereitet sein sollen. „Die Verkehrsdichte im europäischen Luftraum wird in den nächsten Monaten nicht nur wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen, sondern sogar deutlich übertreffen“, betonte TUEM-Präsident Stefan Pille. „Die Flugsicherungsanbieter müssen deshalb dringend raus aus dem Corona-Modus und wieder ausreichend Puffer einbauen, um diese Verkehrsmengen zu bewältigen“. Teilweise sollen in Folge der Pandemie bereits erhebliche Spaßmaßnahmen umgesetzt worden sein. Laut Verkehrszahlen von Eurocontrol, das von Maastricht aus den Luftraum über den Benelux-Staaten und Nordwestdeutschland kontrolliert, wird dort bereits der reguläre Verkehr schon im April wieder das Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 erreichen. Hinzu kommen zwei Sondereffekte: So hat der Krieg in der Ukraine mit veränderten Flugrouten und einer deutlichen Zunahme des militärischen Flugverkehrs dazu geführt, dass die Verkehrsdichte in ganz Europa deutlich zugenommen hat. Zum andern müssen 2022 aufgrund einer Systemumstellung im benachbarten französischen Sektor viele Ausweichrouten im Sektor des Maastricht Upper Area Control Center (MUAC) geflogen werden. „Das ist eine massive Verkehrssteigerung im Vergleich zu den Hochzeiten der Corona-Pandemie, die wir bewältigen müssen“, so Pille. Die Gewerkschaft sieht es positiv, dass einzelne nationale Flugsicherungen mittlerweile von ihren Sparkursen abgerückt sind. Besonders in Osteuropa soll das aber noch nicht der Fall sein. Dabei nennen die Arbeitnehmervertreter besonders Polen als abschreckendes Beispiel, denn dort sind die Fronten in

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Polen-Notfallplan: Ryanair bringt Beschwerde in Brüssel ein

Noch wurden die Anzahl der Starts und Landungen an polnischen Flughäfen nicht eingeschränkt, jedoch brachte die Billigfluggesellschaft Ryanair bereits eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein. Man ist der Ansicht, dass der Notfallplan der polnischen Regierung den Staatscarrier Lot bevorzugen würde. Hintergrund ist ein Tarifstreit bei der Flugsicherung Pansa. Die Gehälter sollen um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Das führte dazu, dass allein an den Standorten in Warschau von 208 Lotsen stolze 170 ihren Austritt zum 30. April 2022 erklärt haben. Sofern es bis dahin keine Einigung mit der Gewerkschaft bzw. den Fluglotsen gibt, herrscht ab 1. Mai 2022 akuter Personalmangel. Die polnische Zivilluftfahrtbehörde hat eine Anordnung herausgegeben, die es ermöglicht, dass die Anzahl der Starts und Landungen ab Warschau-Chopin und Modlin auf 180 Movements pro Tag beschränkt werden kann. Der größte Anbieter Polens, Lot, rechnet mit erheblichen Auswirkungen für die Passagiere. Allein im Mai 2022 müssten zahlreiche Flüge ersatzlos gestrichen werden. Auf den anderen polnischen Airports wird mit ähnlichen Auswirkungen gerechnet. Die Regierung hat ein Notfallkonzept erstellt, dass eine Grundversorgung mit 32 Destinationen sicherstellen soll. Ryanair stört daran, dass vorgesehen ist, dass der Löwenanteil von der staatlichen Lot bedient werden soll. Man sieht darin eine unzulässige Bevorzugung dieses Anbieters. „Premierminister Mateusz Morawiecki hat willkürlich 32 Ziele aus Warschau bestimmt, die bei Eintritt des erwarteten Kapazitätsengpasses vorrangig bedient werden. Diese diskriminierende Auswahl bedeutet, dass Ryanair im Mai nur zwei Strecken ab Warschau fliegen kann, während Lot 19 bedienen wird“, so die Billigfluggesellschaft in einer Aussendung. Die Beschwerde in Brüssel soll

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Fünf „Hoppalas“ beim Fliegen, für die es einfache Lösungen gibt

Die ab Österreich tätigen Fluggesellschaften rechnen damit, dass besonders im Hochsommer viele Passagiere unterwegs sein werden. Die Nachfrage ist nach über zwei Jahren coronabedingter „Durststrecke“ wieder stark angezogen. Doch was passiert eigentlich bei Austrian Airlines, wenn kein Platz mehr in den Handgepäckfächern ist? Gerade auf der Kurz- und Mittelstrecke ist bei den meisten Fluggesellschaften in den günstigsten Economy-Class-Tarifen kein Aufgabegepäck mehr inkludiert. Viele Passagiere sind nicht bereit dafür extra zu bezahlen und reizen die erlaubte Handgepäckmenge vollständig aus. Bei vollständig ausgelasteten Flügen kann es schon mal eng werden. Doch was macht Austrian Airlines, wenn an Bord festgestellt wird, dass überhaupt kein Platz mehr für die letzten Trolleys und Handtaschen ist? „Sofern das Handgepäck nicht mehr ordnungsgemäß und sicher in der Kabine verstaut werden kann (in den Overhead Bins oder unter dem Vordersitz), wird das überschüssige Handgepäck kostenlos in den Frachtraum verladen. Da das Verstauen von Handgepäck während des Boardings im Allgemeinen zu Verzögerungen führen kann und vor allem das kurzfristige Verladen des Handgepäcks aus der Kabine sehr zeitintensiv ist, birgt das Handling des Handgepäcks die Gefahr, den Abflug   zu verzögern. Dementsprechend sind verschiedene Maßnahmen platziert worden, um die Handgepäcksmengen an Bord zu reduzieren. Dazu zählen u.a. die Kontrolle des Handgepäcks auf Größe, Gewicht und Anzahl sowie die Möglichkeit, auf ausgewählten Flügen regelkonformes Handgepäck kostenlos am Check-in Schalter einchecken zu können“, erklärt eine AUA-Sprecherin. Kleinkinder dürfen nicht in der Exit-Row sitzen Kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen sind für Fluggesellschaften mittlerweile eine sehr gute Einnahmequelle, denn immer mehr Reisende sind bereit Geld für den Wunschplatz

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Russland subventioniert Airlines mit 1,35 Milliarden U.S.-Dollar

Die russische Regierung will den lokalen Fluggesellschaften im Zeitraum von April bis Oktober 2022 mit umgerechnet 1,35 Milliarden U.S.-Dollar unter die Flügel greifen. Subventioniert werden in erster Linie Inlandsflüge. Die Verordnung 961-r, die am 21. April 2022 auf Anweisung von Präsident Wladimir Putin durch Ministerpräsident Michail Mischustin unterfertigt wurde, sieht vor, dass die Airlines für Inlandsflüge erhebliche Zuschüsse erhalten sollen. Diese berechnen sich nach der Anzahl der durchgeführten Flüge. Auch die Passagierzahlen spielen eine Rolle. Die Auszahlung der Subventionen soll monatlich erfolgen. Das Ziel der Zuschüsse ist es, dass den Airlines, die derzeit fast ausschließlich nur im Inland fliegen können, unter die Arme gegriffen wird. Bei einigen Anbietern ist aufgrund der Sanktionen die finanzielle Lage stark angespannt. Gleich mehrere russische Fluggesellschaften gelten als akute Insolvenzkandidaten.

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Emirates verpasst 15 weiteren Airbus A380 die Premium-Economy-Class

Golfcarrier Emirates Airline setzt noch länger als zuletzt angekündigt auf den Maschinentyp Airbus A380. Das Unternehmen kündigte an, dass 15 weitere Superjumbos die neue Kabine erhalten sollen. Emirates ist der weltweit größte Airbus-A380-Operator. Im November des Vorjahres kommunizierte man, dass die Kabinen von insgesamt 52Exemplaren aufgerüstet werden. Unter anderem baut man eine Premium-Economy-Class ein. Ebenso entschied man sich bei 53 Boeing 777 für diesen Schritt. Nun gab der Carrier bekannt, dass 15 weitere Superjumbos die neue Passagierkabine bekommen werden. Den Schritt begründet man damit, dass die Flugzeuge länger als ursprünglich gedacht im Einsatz bleiben werden. Damit sichert sich Emirates auch hinsichtlich der Lieferverzögerungen beim Maschinentyp Boeing 777X ab.

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Stockholm: Eurowings bietet Piloten bis zu 10.000 Euro für die Vertragsunterschrift

An der Eurowings-Europe-Basis Stockholm-Arlanda feiern so genannte Unterschriften-Prämien ihr Comeback. Erste Offiziere und Kapitäne können davon profitieren. Kommandaten mit gültigem TR für Airbus A320 stehen bis zu 10.000 Euro in Aussicht, wenn sie sich für zwei Jahre verpflichten. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Air Berlin Group waren mehrere Fluggesellschaften, darunter Eurowings, die Luftfahrtgesellschaft Walter, Laudamotion, Wizz Air, Austrian Airlines und Easyjet Europe auf der dringenden Suche nach A320-Piloten. Diese konnten ansehnliche Prämien für ihre Vertragsunterschrift kassieren. Die Corona-Pandemie führte dazu, dass bei vielen Fluggesellschaften zu viele Piloten vorhanden waren. Einige haben gar an der Lohnschraube gedreht oder sogar Stellen abgebaut. Eurowings Europe dürfte sich die Rekrutierung von Piloten in Stockholm einfacher vorgestellt haben. Nun versucht man besonders Kapitäne mit gültigem Airbus-A320-Typerating mit Hilfe von Prämien anzulocken. Vor Ort sind fünf Maschinen dieses Typs stationiert. Derzeit wird ein erheblicher Teil des Personals von der Basis Wien gestellt. Erste Offiziere können übrigens bis zu 5.000 Euro Antrittsprämie bekommen.

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Call-Option: Noch keine Entscheidung über Flughafen Klagenfurt

Die Aufsichtsratssitzung der Kärntner Beteiligungsverwaltung hat am Dienstagabend noch keine Entscheidung über den möglichen Rückkauf der von Lilihill gehaltenen Mehrheit am Flughafen Klagenfurt gebracht. Das Gremium will am Montag erneut tagen. Die Landesregierung ist sich über das weitere Vorgehen uneins. Die ÖVP, allen voran Landesrat Martin Gruber, drängt darauf, dass die Call-Option gezogen werden soll. Damit würde der Airport über die landeseigene KBV wieder ins mehrheitliche Eigentum des Landes Kärnten gebracht werden. Die SPÖ, die den Landeshauptmann stellt, sieht keinen Grund dafür. Unabhängig davon: Allein ein möglicher Beschluss des Aufsichtsrats der KBV ist nicht ausreichend für das Ziehen der Call-Option. In weiterer Folge müsste der Landtag den entsprechenden Beschluss fassen und eine Mehrheit hierfür ist angesichts der Uneinigkeit zwischen SPÖ und ÖVP derzeit fraglich. Die Aufsichtsratssitzung der KBV hat sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bis kurz vor Mitternacht gezogen. Man will bis zum kommenden Montag noch weitere Unterlagen und Dokumente sichten. Dann soll die Sitzung ab 17 Uhr 00 fortgesetzt werden und über das mögliche Ziehen der Call-Option abgestimmt werden.

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