Jan Gruber

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Jan Gruber

USA: Billigflieger Frontier und Spirit wollen fusionieren

In den Vereinigten Staaten von Amerika steht unter den Billigfluggesellschaften eine große Fusion bevor, denn Frontier und Spirit wollen sich zum fünfgrößten Carrier der USA zusammenschließen. Über das Wochenende haben die Gremien der beiden Airlines bereits grünes Licht gegeben. Der Wert der Fusion wird mit über 6,6 Milliarden U.S.-Dollar bewertet. Am künftigen Gemeinschaftsunternehmen soll Frontier Airlines mit 51,5 Prozent die Mehrheit halten. Spirit wird die verbleibenden 48,5 Prozent besitzen. Die beiden Billigfluggesellschaften galten bislang als scharfe Konkurrenten, jedoch will man vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbshörde künftig gemeinsame Wege gehen. „Diese Transaktion konzentriert sich darauf, einen aggressiven Ultra-Low-Fare-Konkurrenten zu schaffen, um unsere Gäste noch besser zu bedienen, die Karrieremöglichkeiten für unsere Teammitglieder zu erweitern und den Wettbewerbsdruck zu erhöhen, was zu verbraucherfreundlicheren Tarifen für die Passagiere führt“, so Spirit-Chef Ted Christie. Künftiger Markenauftritt steht noch nicht fest Die Aktionäre von Spirit sollen mit 1.9126 Frontier-Aktien ausbezahlt bekommen. Weiters soll für jeden Anteilsschein eine Barabfindung in der Höhe von 2,13 U.S.-Dollar bezahlt werden. Somit wird Spirit mit 25,83 U.S.-Dollar je Aktie bewertet. Laut der gemeinsamen Erklärung soll dieser Wert um 19 Prozent über dem Börsenwert der vergangenen Woche liegen. Da Frontier die Kontrolle über das neue Gemeinschaftsunternehmen haben wird, ist es wenig überraschend, dass Frontier-Chef Bill Franke die Leitung übernehmen wird. Er spricht davon, dass die beiden Carrier die „wettbewerbsfähigste Ultra-Low-Fare-Airline der Vereinigten Staaten wird“. Unter welcher Marke man künftig fliegen wird, ist noch offen. Darüber will man erst nach dem formellen Closing entscheiden. Zunächst müssen die Spirit-Aktionäre das Angebot annehmen. Die

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Vor 25 Jahren: Eurowings taufte D-AKNE auf „Albrecht Dürer“

Am Samstag blickte der Flughafen Nürnberg auf den 5. Feber 1997 zurück. An diesem Tag wurde der Airbus A319 mit der Registrierung D-AKNE auf den Namen „Albrecht Dürer“ getauft. Ursprünglich wurde die Maschine von der damaligen Regionalfluggesellschaft Eurowings für Charterdienste eingesetzt. Mit der Gründung von Germanwings, die aus der EW-Tochter Eurowings Flug GmbH hervorgegangen ist, wechselte der Mittelstreckenjet zu dieser. Stationiert war dieser A319 unter anderem in Salzburg, Stuttgart, Nürnberg und später Köln/Bonn. Im elften Jahr kam die Maschine zur Lufthansa und wurde für drei Jahre an die neue Italienische Tochter Lufthansa Italia vermietet, bevor sie mit 15 Jahren wieder bei der Germanwings unterkam. Mit 22 wurde die frühere „Albrecht Dürer“ im spanischen Teruel abgestellt und anschließend mit 24 Jahren abgewrackt.

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Flughafenfreunde Wien haben neuen Vorstand gewählt

Im Rahmen der am Freitag abgehaltenen Generalversammlung haben die Mitglieder des Vereins der Flughafenfreunde Wien einen neuen Vorstand gewählt. Obmann Gernot Kastner und seine Stellvertreterin Claudia Winkler wurden dabei im Amt bestätigt. Die übrigen Positionen in der Vereinsführung wurden mit neuen Gesichtern, die einstimmig gewählt wurden, besetzt: Neue Kassierin ist Priska Glatzer, die das Amt bereits seit 1.1.2022 übernommen hat. Ihr Stellvertreter ist Christian Martinek, der ebenfalls einschlägige Branchenerfahrung und -kontakte mitbringt. Neue Schriftführerin ist Claudia Burghart. Damit besteht der Vorstand zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte aus gleich vielen Frauen wie Männern. Ihr Stellvertreter ist Thomas Preis. Beide sind erst kurz im Verein. „Es freut mich, dass wir immer neue und engagierte Mitglieder für den Verein gewinnen können und diese auch teilweise gleich Verantwortung übernehmen,“ erklärt Obmann Gernot Kastner. Auf den neuen Vorstand wartet im kommenden Jahr, neben dem jährlichen Sammer- und Reiseinfo-Tag am 14.5.2022, auch ein zusätzliches ein Großevent. Der Verein feiert am 15.9.2022 sein 30-jähriges Bestehen mit einer großen Feier am Flughafen Wien. Das Jahr steht auch Motto „back to normal“ in der Hoffnung wieder zu einem Vereinsleben zurückzukehren, wie vor COVID mit Vereinsabenden am Flughafen Wien.

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EU-Kommission will Covid-Zertifikate verlängern

Die EU-Kommission plant die Anwendung der digitalen Corona-Zertifikate bis zumindest 30. Juni 2023 zu verlängern. Die ursprüngliche Einigung sieht vor, dass diese bis Ende Juni 2022 angewandt werden sollen. Die Zustimmung durch die Mitglieder der Europäischen Union gilt als wahrscheinlich. Im Vorjahr nahm man offenbar an, dass die EU-Zertifikate maximal ein Jahr lang benötigt werden. Daher einigte man sich auf eine vorläufige Laufzeit bis Ende Juni 2022. Die EU-Kommission ist nun der Ansicht, dass dies nicht ausreichend ist und verweist unter anderem darauf, dass der weitere Verlauf der Pandemie nicht vorhersehbar ist. Daher schlägt man den Mitgliedsstaaten die Verlängerung bis zum 30. Juni 2023 vor. Für Privatpersonen hätte dieser Vorgang nur dann Auswirkungen, wenn die Zertifikate nicht fortgeführt würden. Dies gilt als äußerst unwahrscheinlich, da viele EU-Staaten, darunter Österreich und Deutschland, im Alltag stark auf die QR-Codes setzen. Daher gilt die formelle Zustimmung der Regierungen als reine Formsache.

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Lufthansa und Swiss sammeln Klima-Spenden an Bord

Der “Ablasshandel” mit so genannten Kohlenstoffdioxid-Kompensationszahlungen läuft bei den meisten Fluggesellschaften nicht gerade gut. Extrem wenige Passagiere spenden im Zuge der Buchung oder im Nachgang über eine unabhängige Plattform. Lufthansa versucht nun einen neuen Weg zu gehen. Der Kranich bietet neuerdings den Fluggästen an, dass diese an Bord über das Inflight-Entertainment-System ihre Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Form einer Spende kompensieren können. Bei Lufthansa steht das Angebot ab München auf Kurz- und Mittelstreckenflügen, die über eine WLAN-Internetverbindung verfügungen, zur Verfügung. Auf der Langstrecke testet man sowohl bei der Mainline als auch bei Swiss auf ausgewählten Verbindungen. Das Feature wird Gästen im Onboard-Entertainmentsystem angezeigt. Dort können sie mittels Schiebregler selbst entscheiden, wie sie die CO2-Emissionen ihrer Flugreise ausgleichen möchten: Entweder über nachhaltigen Flugkraftstoff aus biogenen Reststoffen, über hochwertige Klimaschutzprojekte der Non-Profit-Organisation myclimate, oder über eine Kombination beider Optionen. Die Fluggäste können das Angebot kostenfrei über das Internet an Bord auf ihren mobilen Endgeräten nutzen. In der neuen Anwendung können die Passagiere direkt sehen, wie viele Fluggäste bereits die CO2-Emissionen ihrer individuellen Flugreise an diesem Tag ausgeglichen haben und so Teil einer wachsenden Community werden. Ob sich der “digitale Klima-Klingelbeutel” an Bord bewährt, wird sich zeigen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte dies dann auch das entscheidende Kriterium sein, ob das Feature konzernweit ausgerollt wird oder nicht.

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Salzburg: Wizz Air verschiebt Comeback schon wieder

Das Comeback der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air am Flughafen Salzburg bleibt weiterhin eine regelrechte „Never Ending Story“, denn die letzte für Ende März 2022 angekündigte Route wurde nach hinten verschoben. Im Sommer 2020 überraschte Wizz Air mit der kurzfristigen Aufnahme von Salzburg ins Streckennetz. Eine ganze Reihe von Destinationen, darunter auch St. Petersburg und Kiew-Schuljany, wurden angekündigt. Die Flüge in die beiden genannten Städte sollten seit September 2020 bedient werden. So schnell wie Wizz Air in die Mozartstadt gekommen ist, war man auch wieder weg. Die Aufnahme der Routen wird in regelmäßigen Abständen nach hinten verschoben. Von den ursprünglichen Strecken ist nichts mehr übrig, denn diese wurden bereits dauerhaft gestrichen. Das Ziel Varna sollte im Juni des Vorjahres aufgenommen werden, jedoch verschob man unmittelbar vor dem Erstflug um ein ganzes Jahr nach hinten. Zwischenzeitlich hat man die Flüge ans Schwarze Meer komplett aufgegeben und aus dem Reservierungssystem gestrichen. Die einzigen Ziele, die momentan ab Salzburg im Verkauf sind: St. Petersburg und Kiew-Schuljany. Beide Destinationen werden seit September 2020 in regelmäßigen Abständen verschoben. Zuletzt verlegte man den Erstflugtermin für die Russland-Flüge in den Juni 2022. Nun traf es auch Kiew-Schuljany. Die Verbindung in die Hauptstadt der Ukraine will man nun am 4. Juli 2022 aufnehmen. Geplant sind zwei Umläufe pro Woche. Angesichts der Vorgeschichte bleibt es abzuwarten, ob die Termine halten oder ob Wizz Air erneut verschieben wird.

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Ab Köln und Berlin: Easyjet legt zwei neue Strecken auf

Der Billigflieger Easyjet hat für den Sommerflugplan 2022 zwei neue Strecken ab Deutschland aufgelegt. Diese werden ab Köln/Bonn bzw. Berlin angeboten und sind vorerst saisonal befristet. Zunächst will man von Porto aus zweimal wöchentlich nach Köln/Bonn fliegen. Diese Route soll am 14. April 2022 aufgenommen werden und dem aktuellen Planungsstand nach an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedient werden. Vom Flughafen Berlin-Brandenburg aus will Easyjet im Zeitraum von 28. Juni 2022 bis vorerst 3. September 2022 zweimal pro Woche das italienische Pisa ansteuern. Derzeit ist vorgesehen, dass die Flüge an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag durchgeführt werden sollen.

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Sören Stark wird neuer Lufthansa-Technik-Chef

Bei Lufthansa Technik AG kommt es zu einem Führungswechsel, denn Johannes Bußmann wird das Unternehmen zum 1. Juli 2022 auf eigenen Wunsch verlassen. Im Chefsessel folgt Sören Stark nach. Der Manager sitzt bereits als COO im Vorstand von Lufthansa Technik. Bußmann war rund sieben Jahre an der Spitze der Kranich-Wartungstochter. Mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2022 wird er das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen und Sören Stark rückt in die Position des CEO auf. „Ich sehe sehr dankbar auf die vergangenen Jahre als Vorstandsvorsitzender und meine insgesamt 23 Jahre bei Lufthansa Technik zurück. Wir haben in dieser Zeit Großartiges erreicht, und es erfüllt mich auch mit Stolz, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein und dieses Unternehmen über die vergangenen sieben Jahre habe führen zu dürfen. Jetzt ist es an der Zeit, mich anderen Aufgaben außerhalb der Luftfahrt zu stellen, worauf ich mich schon sehr freue“, erklärt der scheidende Firmenchef.

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Übernahmeangebot: El Al legt Angebot an Arkia-Aktionäre

Die Fluggesellschaft El Al will ihren lokalen Mitbewerber Arkia übernehmen. Gerüchte gab es bereits seit einiger Zeit, jedoch wurde am Donnerstag eine Absichtserklärung zum vollständigen Kauf übermittelt. Konkret bedeutet das, dass sich El Al nun mehr als nur mit ein paar Worten zur geplanten Übernahme von Arkia bekannt hat. Gezahlt werden soll der Deal mit Aktien, denn man bietet den Teilhabern an, dass diese bis zu 10 Prozent des Aktienkapitals von El Al erhalten sollen. Derzeit halten die Beschäftigten von Arkia rund 30 Prozent am Unternehmen. Deren Zustimmung oder Ablehnung gilt als nicht sicher. Unabhängig davon muss der Deal noch bei der Wettbewerbsbehörde angemeldet und bewilligt werden. El Al betont, dass man Arkia als Tochtergesellschaft unter eigenem Markenauftritt fortführen will.

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Ryanair-Tochter Malta Air eröffnet Basis in Wien

Am Flughafen Wien-Schwechat werden ab Sommerflugplan 2022 drei Bases von Ryanair-Tochtergesellschaften unterhalten, denn nach Lauda Europe und Buzz stationiert auch Malta Air Flugzeuge auf dem größten Airport Österreichs. Derzeit setzt Lauda Europe den Maschinentyp Airbus A320 im Auftrag von Ryanair ab Wien-Schwechat ein. Daneben sind auch drei Boeing 737-800 der polnischen Konzernschwester Buzz stationiert. Diese fliegen ebenfalls im Auftrag von Ryanair. Mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2022 kommen weitere Boeing 737-800 dazu. Diese werden von Malta Air für Ryanair betrieben werden. Somit werden drei konzerneigene Flugbetriebe mit in Wien stationierten Flugzeugen für den irischen Lowcoster fliegen. In der Vergangenheit hatte dieser selbst Boeing 737-800 vor Ort, jedoch wurden diese abgezogen und die polnische Buzz übernahm. Gegenüber Aviation.Direct bestätigte Malta Air, dass man ab Sommerflugplan 2022 eine Basis in Wien unterhalten wird. Insgesamt werden sechs bis sieben Boeing 737-800 ab Wien zum Einsatz kommen, wobei ein Teil davon weiterhin von Buzz betrieben wird und die „Neuzugänge“ von Malta Air. Die exakte Aufteilung steht Unternehmensangaben nach noch nicht fest. Für Ryanair werden ab Wien dem aktuellen Planungsstand nach 19 Flugzeuge im Einsatz sein. Möglicherweise könnte es auch auf 20 Maschinen hochgehen, wobei noch nicht entschieden ist, ob das zusätzliche Flugzeug dann ein Lauda-A320 oder eine Malta-Air-B737-800 werden könnte. Derzeit ist vorgesehen, dass Lauda Europe 12 Airbus A320 ab Wien betreiben soll. Auf Buzz und Malta Air werden sich sechs bis sieben Boeing 737-800 verteilen. Die Stationierung von Boeing 737 Max 200 ist dem aktuellen Stand der Dinge nach nicht vorgesehen. Wohl aber kommt

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