Jan Gruber

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Jan Gruber

Carsten Spohr: Lufthansa mit starker Nachfrage im Sommer 2022

In Richtung Nordamerika wäre Lufthansa im Sommer 2022 „sowieso schon ausgebucht“, meint Konzernchef Carsten Spohr und verweist darauf, dass selbst in der First Class, die etwa 22.650 Euro kostet, so ziemlich alles ausverkauft wäre. In Washington erklärte der Manager laut Deutscher Presse Agentur weiters, dass man generell in Richtung USA sehr starke Buchungszahlen sehen würde. Er glaubt, dass man in der laufenden Sommersaison „um ehrlich zu sein sowieso schon ausgebucht ist“. Man spüre bereits seit Ostern 2022 eine deutliche Steigerung der Nachfrage. Ab diesem Zeitpunkt habe es einen deutlichen Umschwung gegeben, so dass die gesamte Branche in vielen Bereichen von „zu viel Personal“ auf „zu wenig Personal“ geschrammt ist. Spohr ist der Ansicht, dass alle Airlines, inklusive der Lufthansa Group, Flughäfen und Dienstleister um neue Mitarbeiter in nahezu allen Bereichen werben müssen. Einfach dürfte das nicht werden, denn Jobs in der Luftfahrt sind derzeit angesichts der Vorgeschichte rund um Corona nicht sonderlich stark gefragt. Auch wurden bei vielen Fluggesellschaften, so auch bei Lufthansa, und Airports viele Mitarbeiter abgebaut. Oftmals zu viele, was sich nun zu rächen scheint.

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Prag: CSA-Streckennetz auf drei Destinationen geschrumpft

Einst war CSA Czech Airlines die stolze Fluggesellschaft der Tschechoslowakei, später der Tschechischen Republik. Seit einigen Jahren schrumpft der Carrier massiv und konnte seit sich seit dem Insolvenzverfahren noch nicht richtig aufrappeln. Im Juni 2022 wird man ab Prag nur noch drei Destinationen bedienen. Dabei handelt es sich um sechs wöchentliche Flüge nach Paris-CDG und Hurghada sowie Keflavik. Auf allen Routen hat man zumindest einen Mitbewerber. Die übrigen Routen wurden schrittweise ausgesetzt. Beispielsweise fliegt man seit Mitte April 2022 nicht mehr nach Brüssel und Kopenhagen. Per 1. Mai 2022 wurden auch Barcelona und Madrid eingestellt. Per 29. Mai 2022 wird man Amsterdam und Rom einstellen. Helsinki und Luqa (Malta) werden nicht mehr reaktiviert. Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat man bereits zuvor die Flüge nach Kiew und Moskau aufgeben müssen. Davon unabhängig hat man nahezu gleichzeitig auch Bukarest und Sofia eingestellt. Die Flotte ist zwischenzeitlich auf einen Airbus A319 und einen A320 geschrumpft. CSA war eine Tochtergesellschaft von Smartwings und ist Mitglied des Skyteams. Im Zuge des Insolvenzverfahrens kam es zu einer Veränderung der Eigentümerschaft. Das Unternehmen ging an die Besitzer von Smartwings über, so dass man nun keine Tochter- sondern eine Schwestergesellschaft ist.

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GlobalX gründet Cargo-Ableger in Kolumbien und Ecuador

Die Fluggesellschaft Global Crossing Airlines hat Ableger in Kolumbien und Ecuador gegründet. In beiden Staaten hat man die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigungen beantragt. Man will mit Airbus-A321-Frachtern Cargoflüge durchführen. In Kolumbien will man als Global X Colombia S.A.S. an den Start gehen. Die Homebase soll auf dem Bogota Airport entstehen. Am 26. Mai 2022 wird die Zivilluftfahrtbehörde des südamerikanischen Staats eine öffentliche Anhörung durchführen. In Ecuador hat man unter dem Namen Latinx Air die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung beantragt. Die Homebase will man in Quito aufbauen. Man will laut AviaciOnline die Zulassung für den Betrieb aller Varianten der Airbus-A320-Reihe erhalten. Gegenüber genanntem Medium bestätigte Global-Crossing-Airlines-Manager Roberto Held, dass man in Ecuador und Kolumbien neue Flugbetriebe aufbauen will. Es handle sich um „zwei sehr wichtige Frachtdrehkreuze“, die auch aufgrund ihrer geografischen Lage aus strategischen Gründen relevant erscheinen. Man will mit Airbus A321F bzw. Umbauversionen an den Start gehen. Zunächst will man im ACMI- und Charterverkehr für andere Airlines fliegen. GlobalX mit Sitz in Miami ist auf ACMI- und Wet-Leasing-Charterdienste für andere Fluggesellschaften und Reiseveranstalter in den Vereinigten Staaten, der Karibik und Lateinamerika spezialisiert. Die Fluggesellschaft betreibt derzeit drei Airbus A320 mit 180 Sitzplätzen und einen Airbus A321 mit 183 Sitzplätzen. Im Oktober 2021 hatte das Unternehmen die Anschaffung von drei weiteren A320-Passagierflugzeugen sowie fünf A321P2F angekündigt, letztere zum Ausbau des Frachtgeschäfts.

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Pfingstferien: Hamburg rechnet mit Passagier-Ansturm

Der Hamburger Flughafen rechnet damit, dass während der unmittelbar bevorstehenden Pfingstferien viele Passagiere reisen werden. Stundenweise erwartet man gar mehr Fluggäste als im Vergleichszeitraum des Jahres 2019. Der Airport erwartet vor allem an den Wochenenden mehr als 45.000 Passagiere pro Tag, das sind erstmals wieder rund 70 Prozent des Vor-Krisen-Niveaus. An den stärksten Reisetagen sind zirka 170 Starts und 170 Landungen geplant. Fluggäste sollten sich gut vorbereiten, mindestens zwei Stunden vorher am Flughafen eintreffen sowie Online- und Automatenservices zum schnellen Einchecken nutzen. In den nächsten Wochen rechnet der Hamburger Flughafen mit mehr als 260.000 an- und abreisenden Passagieren pro Woche – das ist die höchste Passagierzahl seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren. Schon seit Wochen steigt die Nachfrage spürbar, im April reisten im Wochendurchschnitt bereits rund 62 Prozent der Passagiere von 2019 ab Hamburg Airport. In den nächsten Wochen wird der Wert von 70 Prozent im Vergleich zu 2019 voraussichtlich erstmals wieder übertroffen. „Je weiter wir in Richtung Sommer kommen, desto deutlicher spüren wir, dass die Norddeutschen wieder raus wollen – raus aus dem gewohnten Umfeld, ab in den Flieger und in die Sonne. Klassische Urlaubsziele wie Mallorca, Griechenland, die Türkei oder die Kanarischen Inseln sind besonders beliebt. Die Nachfrage ist so groß, dass wir in den Terminals stundenweise mehr Fluggäste als 2019 zählen“, sagt Katja Bromm, Leiterin Kommunikation am Hamburger Flughafen. „Alle Partner am Flughafen haben sich auf diese sprunghaft hohen Auslastungsspitzen gut vorbereitet. Doch wie z.B. in der Gastronomie bleiben die Personalsuche und die Personalplanung

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Bratislava: Air Explore flottet Boeing 737-Frachter ein

Die slowakische Fluggesellschaft Air Explore steigt mit Vollfrachtern ins Cargogeschäft ein. In Kürze wird man die erste Boeing 737BCF übernehmen. Die Maschine trgät die Seriennummer 33719 und wurde im Jahr 2003 an Ryanair ausgeliefert. Der Frachter wird im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2022 auf dem AOC von Air Explore registriert und wird zunächst im Rahmen eines Chartervertrages für den in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Broker RDS Cargo Group fliegen. In der Firmengeschichte des slowakischen Carriers ist es das erste Mal, dass ein reines Cargoflugzeug in die Flotte aufgenommen wird. Air Explore will sich neben Passagierflügen, überwiegend im Charter und ACMI sowie in kleinerem Umfang auf eigene Rechnung, ein weiteres Standbein aufbauen. Gegenüber Cargo Facts bestätigte der slowakische Carrier, dass die 737-800BCF kein Einzelstück bleiben wird, sondern man in diesem Segment weiter expandieren wird. Die Flotte von Air Explore besteht derzeit aus acht Passagierflugzeugen des Typs Boeing 737-800. Das Durchschnittsalter der Maschinen beträgt 17,9 Jahre. Gegründet wurde der slowakische Carrier im Jahr 2010.

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Kreuzfahrten: Auch Aida schafft die Maskenpflicht ab

Die Reederei Aida Cruises schafft mit Wirksamkeit zum 27. Mai 2022 die Maskenpflicht an Bord ihrer Flotte ab. Man empfiehlt den Reisenden weiterhin Mund-Nasen-Schutz zu tragen, jedoch explizit verlangt wird das nicht mehr. Damit schließt man sich der Vorgehensweise anderer Schiffsbetreiber an. Weiterhin will man aber nur vollständig Geimpfte an Bord lassen. Dies gilt für alle Passagiere ab einem Lebensalter von 12 Jahren. Als Nachweise akzeptiert man ausschließlich die EU-Impfzertifikate. Auch müssen alle Reisenden ab drei Jahren im Zuge der Einschiffung einen Antigen-Schnelltest absolvieren. Aida will Passagieren, die ab 14 Tage vor der Abfahrt positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ermöglichen, dass diese einmalig kostenfrei umbuchen können. Sollte es zu einer Ansteckung im Zielgebiet kommen, will man die Kosten für eine Hotelquarantäne und die Rückreise nach Hause übernehmen.

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Venedig: Italien legt Superjet International lahm

Das im italienischen Venedig ansässige Unternehmen Superjet International, an dem auch der lokale Flugzeugbauer Leonardo beteiligt ist, steht einer ungewissen Zukunft bevor. Die Behörden haben Vermögenswerte in der Höhe von 150 Millionen Euro eingefroren. Hintergrund der Maßnahme ist, dass die Regierung der Ansicht ist, dass Superjet International unter die gegen die Russische Föderation ausgesprochenen Sanktionen fällt. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Rostec-Tochter United Aircraft Corporation, deren Marke Sukhoi für den Superjet zuständig ist. Vor vielen Jahren hat man eine Partnerschaft mit Leonardo abgeschlossen. Auf dem Marco-Polo-Flughafen Venedig werden Wartungen für den SSJ-100 durchgeführt. In kleinem Umfang wurden hier auch für den internationalen Markt Superjets endmontiert. Das Joint-Venture, an dem Leonardo nur noch mit zehn Prozent beteiligt ist, war auch für den Vertrieb außerhalb Russlands zuständig. Im Zuge des Einfrierens von Vermögenswerten wurden auch fünf SSJ-100 an die Kette gelegt. Diese hatten keinen Kunden und waren seit einiger Zeit abgestellt. Lokale Medien berichten auch, dass die Zukunft von Superjet International völlig unklar ist. Es wird damit gerechnet, dass aufgrund der Sanktionen die Geschäftstätigkeit nicht fortgeführt werden kann, da keine Teile oder Flugzeuge aus Russland importiert werden können. Möglicherweise könnte in den nächsten Wochen die Insolvenz drohen. Wie viele Arbeitsplätze bei Superjet International auf der Kippe stehen könnten, ist derzeit unklar. Im Bereich Vertrieb war man nie sonderlich erfolgreich, da der SSJ-100 beispielsweise in Europa nie ein Verkaufsschlager war. Cityjet flog mit dem Muster und konnte mit Superjets auch einen ACMI-Auftrag für die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines erfüllen. Allerdings gab man

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Deutschland: Bundesverfassungsgericht bestätigt Bettensteuer

Zahlreiche deutsche Gemeinden erheben seit dem Jahr 2005 für Hotelübernachtungen eine so genannte Bettensteuer. Gegen diese waren vier Verfassungsbeschwerden vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig. Diese wurden als unbegründet abgewiesen. Der Fachverband Dehoga teilte dazu mit, dass man sich über das Urteil der Höchstrichter „maßlos enttäuscht“ zeigt. Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts befasste sich mit der Angelegenheit und kam zum Schluss, dass die Beschwerden der Hotels aus Bremen, Freiburg und Hamburg als unbegründet zurückgewiesen werden. Zuvor zogen sich die Prozesse durch alle Instanzen. Die Höchstrichter urteilten, dass die Bettensteuer nicht gegen das Grundgesetz verstößt und auch den Beherbergungsbetrieb nicht übermäßig belasten würde. Dazu komme, dass der Gesetzgeber die Möglichkeit schaffen kann, dass Übernachtungen von Geschäftsreisenden ausgenommen sind. Beispielsweise ist das in Berlin der Fall. In einer ersten Reaktion teilte die Dehoga mit: „Wir sind maßlos enttäuscht über diese Entscheidung, auf die wir über sechs Jahre gewartet haben. Wir appellieren an die Kommunen, diese Entscheidung nicht als Ermunterung zu verstehen, jetzt Bettensteuern einzuführen“.

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Friedrichshafen: Weiterer Zeppelin NT wird gebaut

Nach längerer Pause wird in Friedrichshafen ein weiterer Zeppelin NT gebaut. Auftraggeber ist die Deutsche Zeppelin Reederei GmbH, die die Bestellung unter anderem damit begründet, dass die Nachfrage im Bereich der Rundfahrten hoch ist. Die Montage erfolgt durch die in Friedrichshafen ansässige Zeppelin Luftschifftechnik GmbH. Die Übergabe soll bis spätestens 2024 erfolgen, denn dann will die Reederei mit drei Zeppelin NT Rundfahrten anbieten. In diesem Segment will man auch expandieren und in anderen Regionen bzw. außerhalb Deutschlands im Charter aktiv werden. Momentan fahren die von der DZR betriebenen Luftschiffe hauptsächlich ab Friedrichshafen, Frankfurt und Köln. Der Zeppelin NT ist kein Starrluftschiff wie jene, die von der immer noch existierenden Luftschiffbau Zeppelin GmbH vor vielen Jahrzehnten hergestellt wurden. In Produktion sind die NTs seit dem Jahr 1997, wobei die Zulassung zur Beförderung von Fahrgästen erst im Jahr 2001 erfolgt ist. Bislang wurden sechs Exemplare hergestellt, wobei drei Stück an den U.S.-Partner Goodyear ausgeliefert wurden. Zuletzt hat im Jahr 2017 ein Neubau den Hangar in Friedrichshafen verlassen.

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Ex-Aeroflot-Lieferslots: Turkish Airlines bestellt sechs Airbus A350-900

Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines hat sich dazu entschlossen sechs weitere Airbus A350-900 zu bestellen. Diese sollen noch dieses Jahr und in 2023 ausgeliefert werden. Es handelt sich um Lieferslots, die ursprünglich für Aeroflot bestimmt waren. Aufgrund der in Folge des kriegerischen Überfalls auf die Ukraine gegen die Russische Föderation erlassenen Sanktionen darf Airbus die Bestellungen von Aeroflot nicht mehr bedienen. Daher ist man auf der Suche nach alternativen Kunden. Mit Turkish Airlines wurde man zumindest für sechs Airbus A350-900 fündig. Die Entscheidung des Carriers ist insofern bemerkenswert, denn erst im Jänner 2022 reduzierte man eine bestehende Order für diesen Maschinentyp. Nur wenige Monate später hat man es sich offensichtlich anders überlegt und schlägt bei den vergleichsweise kurzfristig verfügbaren Aeroflot-Lieferslots zu.

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