Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Osijek-München: Croatia Airlines versucht sich als Lufthansa-Zubringer

An der Homebase Zagreb bekommt Croatia Airlines immer stärkeren Druck von Ryanair bzw. der vor Ort stationierten Tochtergesellschaft Lauda Europe zu spüren. Der irische Konzern hat aber noch lange nicht genug und will in der kroatischen Hauptstadt weiter expandieren. Nun sucht sich Croatia Airlines auch alternative Geschäftsfelder. Bereits vor der Corona-Pandemie war der Flughafen Osijek ein eher ruhiger Ort. Zwar bieten Wizz Air und Eurowings Nonstop-Flüge an, jedoch nur in der Theorie, da die Angebote momentan pausieren. Trade Air bietet derzeit mit Let 410 Inlandsflüge nach Dubrovnik, Split, Pula, Zagreb und Rijeka an. Übermäßigen Preiskampf oder gar Verdrängungswettbewerb gibt es in Osijek bislang nicht. Genau das macht sich Croatia Airlines nützlich und hat nun eine Nonstop-Verbindung nach München aufgenommen. Diese wird vorerst zweimal pro Woche bedient. Das Fluggerät ist in Split stationiert und fliegt nach folgendem Muster: Split-München-Osijek-München-Split. In der bayerischen Landehauptstadt sind Umstiege auf Star-Alliance-Partner wie Lufthansa möglich. Croatia Airlines geht es ab Osijek vorsichtig und langsam an. Das lässt sich auch aus dem Umstand ableiten, dass man zunächst nur zweimal wöchentlich im W-Pattern fliegt. Der Carrier beobachtet jedoch die Entwicklung der München-Strecke sehr genau. Sollte diese erfolgreich sein, so soll aufgestockt werden. Gegebenenfalls sind gar die Stationierung eines Flugzeugs sowie weitere Strecken vorstellbar. Zunächst muss Croatia Airlines aber noch unter Beweis stellen, dass sich auf der ersten internationalen Strecke, die man ab Osijek anbietet, auch Geld verdienen lässt. Scheitert das Experiment, so kann man davon ausgehen, dass diese Route schnell wieder aus dem Flugplan verschwinden lässt. Bedingt durch

weiterlesen »

USA: Freight Runners Express stellt Saab 2000 in Dienst

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Freight Runners Express führte kürzlich den ersten Passagierflug mit dem Muster Saab 2000 durch. Das eigentlich auf Cargoflüge spezialisierte Unternehmen bietet seit einiger Zeit auch Charter- und Wetlease-Dienstleistungen an. Bislang setzte der Carrier im Bereich der Passage auf drei Turbopropflugzeuge des Typs Embraer 120. Diese sind mit 30 Sitzplätzen bestuhlt und werden unter der Marke ACE Air Charter Express vermarktet. Die Saab 2000, die auf der Heckflosse das ACE-Logo trägt und ansonsten komplett weiß gehalten ist, wurde als N508FR in das U.S.-amerikanische Luftfahrtregister eingetragen. Dieses Turbopropflugzeug hat eine langjährige Geschichte in Europa hinter sich. Zunächst wurde es – wie viele Saab 2000 – im Jahr 1994 an Crossair ausgeliefert. Nach der Ausflottung bei Swiss ging die HB-IZE als D-AOLA zur mittlerweile nicht mehr existierenden Regionalfluggesellschaft OLT. Zwischen 2007 und 2019 war diese Saab 2000 als G-CERY für Eastern Airways unterwegs. Seit Juli 2019 war das Turbopropflugzeug abgestellt und wurde nun bei Freight Runners Express unter der Marke ACE wieder in den kommerziellen Flugdienst gestellt. Der offizielle Erstflug beim U.S.-amerikanischen Operator wurde ab dem University-Oxford Airport durchgeführt. Der Carrier stellte auch nachstehendes Video online.

weiterlesen »

Europäische Union und Armenien unterschreiben Luftfahrtabkommen

Die Europäische Union und Armenien haben ein Luftverkehrsabkommen unterfertigt. Dieses wird künftig die einzelnen Verträge, die seitens der Mitgliedsstaaten mit der Ex-Sowjet-Republik abgeschlossen wurden, ersetzen. Ziel ist es, dass die Fluggesellschaften auf beiden Seiten verbesserten Zugang zum Markt erhalten. Bereits im Vorfeld des Vertragsabschlusses wurden seitens europäischer Carrier die Verbindungen nach Eriwan stark ausgebaut. Viele Anbieter haben die Destination für sich entdeckt. Es ist daher damit zu rechnen, dass in den nächsten Monaten noch zahlreiche Neuaufnahmen folgen werden. Das neue Abkommen hat auch zur Folge, dass Armenien einige Änderungen vornehmen wird. Man wird die Standards in den Bereichen Sicherheit, Regulierung, Umwelt und Verkehrsmanagement in mehreren Phasen an jene der Europäischen Union angleichen.

weiterlesen »

Belavia: EU will Leasingflugzeuge einziehen

Die EU-Kommission beabsichtigt Leasingfirmen mit Sitz in der Europäischen Union das verleasen von Flugzeugen an die weißrussische Belavia zu untersagen. Damit will man erreichen, dass weniger Flüchtlinge nach Minsk geflogen werden können. Betroffen wären auch künftige Lieferungen, die über EU-Lessoren bezogen werden. Bei Umsetzung des Vorhabens der Europäischen Union könnte Belavia in etwa die Hälfte der Flotte nicht mehr nutzen. Erst kürzlich verlangte ein irischer Leasinggeber das Ausfliegen von drei Embraer 195-E2. Der irische Außenminister Simon Conveny sagte gegenüber der TV-Station RTE unter anderem: „Diese Flugzeuge müssen jetzt entweder zurückgegeben werden, oder ich gehe davon aus, dass es juristische Schritte geben wird“. Belavia least zahlreiche Maschinen in der irischen AerCap. Weiters hat Nordic Aviation Capital einige Flugzeuge an den weißrussischen Staatscarrier verleast.

weiterlesen »

Malta: Challenge Air Cargo sucht um AOC und Betriebsgenehmigung an

Die Challenge Group sucht bei der maltesischen Luftfahrtbehörde um die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung an. Man will eine neue Frachtfluggesellschaft aufbauen. Hierzu sicherte man sich bereits acht Widebodies. Laut Erklärung der Firmengruppe unterzeichnete man ein Memorandum of Agreement mit Israel Aerospace Industries. Dieses sieht den Umbau von vier Boeing 767-300 und vier Boeing 777-300 in Frachter vor. Man rechnet damit, dass man im Laufe des dritten Quartals des Jahres 2022 die erste Maschine übernehmen kann. Dabei wird es sich um eine B767-300BDSF. DerMaschinentyp B777-300ERSF wird in einer zweiten Phase umgerüstet. Im Zeitraum 2025-2026 wird die Flotte der Gruppe auf insgesamt 12 Flugzeuge anwachsen. Die Challenge Group erklärt weiters, dass die neugegründete Airline die dritte in der Firmengruppe ist. Ein Meeting mit Charles Pace, Direktor der Zivilluftfahrtbehörde Maltas, hat bereits stattgefunden. Nun wurde offiziell der Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung eingereicht. Die maltesische Fluggesellschaft wird Teil des bereits bestehenden Unternehmens Challenge Air Cargo Limited, das bisher als virtuelle Fluggesellschaft, Charter-Broker und Fracht-GSA agierte. Diese Erweiterung wird es der Gruppe ermöglichen, ihre kommerziellen Fähigkeiten durch die Erhöhung der Anzahl der Frequenzen nach China und Nordamerika zu erweitern und wird auch als Tor nach Afrika und anderen neuen Zielen dienen. Die neue Fluggesellschaft soll die Flotte umgebauter B767-300BDSF-Flugzeuge erhalten. Challenge Air Cargo Limited hat Kapitän Mauro Porta zum verantwortlichen Manager ernannt, um dieses Projekt zu leiten. Mauro Porta bringt viel Erfahrung als Pilot sowie mehrere Jahre in verschiedenen leitenden und nominierten Positionen bei verschiedenen Carriern mit. Mauro hat auch erfolgreich

weiterlesen »

Brasilien: Azul Cargo setzt dauerhaft auf Embraer-195-Frachter

Die brasilianische Fluggesellschaft Azul baute im Zuge der Corona-Pandemie einige Embraer-195 in temporäre Frachter um. Nun will man im Cargogeschäft dauerhaft auf dieses Muster setzen und kündigt an, dass bis Jahresende insgesamt acht E195-Frachter in der Luft sein sollen. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass sich die Embraer-Regionaljets im Cargobereich bewährt hätten und deren Kapazitäten gefragt sind. Azul Cargo Express wurde im Zuge der Corona-Pandemie auch als eine Art „Notlösung“ geschaffen, um zumindest Güter transportieren zu können. Während sich andere Carrier aus dem „Makeshift“-Business zurückgezogen haben setzt Azul weiterhin darauf. Nun werden acht Embraer 195 dauerhaft in Cargoflugzeuge verwandelt. Dies bestätigte Finanzchef Alex Malfitani gegenüber Aeroin. Es müssen allerdings noch einige Details mit der Luftfahrtbehörde sowie Hersteller Embraer geklärt werden, denn beispielsweise sollen die Boardküchen entfernt werden und Frachttüren eingebaut werden. Hierfür ist eine Zulassung notwendig.

weiterlesen »

DHL beschafft sich neun Boeing 767-300BCF

Der Logistikkonzern Deutsche Post-DHL wird die Frachterflotte um neun Exemplare des Typs Boeing 767-300BCF aufstocken. Dabei handelt es sich um Passagierflugzeuge, die in Cargomaschinen umgebaut werden. Die Flugzeuge werden direkt über Hersteller Boeing bezogen. Dieser konnte den bislang größten Konvertierungsauftrag an Land ziehen. Auf welchem AOC von Deutsche Post-DHL die zusätzlichen Frachter registriert werden, wurde noch nicht final kommuniziert. Erst kürzlich ging mit DHL Air Austria der neue Ableger aus Österreich an den Start. Dieser setzt derzeit auf Boeing 757F, die von der Konzernschwester aus dem Vereinigten Königreich übernommen werden. Die erste Maschine trägt eine Sonderbeklebung mit dem Schriftzug „Servus Austria“.

weiterlesen »

Düsseldorf: Azores kündigt Ponta Delgada an

Die portugiesische Fluggesellschaft Azores Airlines plant ab 27. März 2022 zweimal wöchentlich zwischen Düsseldorf und Ponta Delgada zu fliegen. Die Flüge sollen mit den Maschinentypen Airbus A320 und A321neo bedient werden. Derzeit plant die Sata-Schwestergesellschaft an den Verkehrstragen Donnerstag und Sonntag von Düsseldorf aus auf die Azoren-Insel (Ilha de São Miguel zu fliegen. Die Flotte des Carriers besteht derzeit aus drei Airbus A320, zwei A321neo, drei A321LR und einem A330-200. Sowohl Azores Airlines als auch Sata stehen aufgrund der Corona-Pandemie unter finanziellem Druck. Die Regionalregierung der Azoren will die Firmengruppe mit Hilfe einer Kapitalerhöhung stützen. Sata ist für die Regio-Strecken zuständig und betreibt Turbopropflugzeuge. Azores Airlines ist ein Jet-Operator und auf längeren Routen tätig.

weiterlesen »

Nigeria: Overland Airways ordert drei Embraer 175

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer konnte auf der Dubai Air Show mit Overland Airways einen Neukunden gewinnen. Das in Nigeria ansässige Luftfahrtunternehmen bestellte drei Embraer 175, die ab 2023 ausgeliefert werden sollen. Weiters sicherte sich der Carrier die Option auf drei weitere Exemplare. Die Neuzugänge sollen innerhalb Nigerias und im Verkehr mit den Nachbarstaaten eingesetzt werden. Die Flotte von Overland Airways besteht derzeit aus drei ATR42-300, einer ATR42-300QC, einer ATR72-200 und einem Embraer 145. Homebase ist der Flughafen Lagos.

weiterlesen »

Urlaub im Corona-Winter: Kleingedrucktes genau lesen

In Österreich gilt seit Montag ein so genannter „Lockdown für Ungeimpfte“ und gleichzeitig landen der Alpenstaat und die Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich der Einreisebestimmungen auf immer mehr „roten Listen“. Das macht die Urlaubsplanung nicht gerade einfacher und man sollte einige Dinge beachten. Zunächst sollten Urlaubswillige ihre bestehenden Versicherungen genau prüfen und bei Unklarheiten auch die jeweilige Assekuranz kontaktieren. Besonders wichtig ist dabei herauszufinden, ob – und wenn ja unter welchen Umständen – eine Reiserücktrittsversicherung besteht. Die Bedingungen sind je nach Anbieter unterschiedlich. Es empfiehlt sich ausdrücklich anzufragen, ob Deckungsschutz in folgenden Situationen besteht: 1.) Einreise in das Urlaubsland wegen unerfüllbarer Einreisebestimmungen nicht möglich, 2.) Lockdown am Zielort (z.B. geschlossene Hotels), 3.) Covid-Erkrankung der Reisenden, 4.) offizielle Reisewarnung der Bundesregierung und 5.) Quarantäne als Verdachtsfall oder K1-Kontaktperson. Es ist ausdrücklich zu empfehlen, dass die Anfrage per E-Mail, Brief oder Fax gestellt wird, so dass der Versicherer schriftlich antworten muss. Im Falle des Falles kann es hilfreich sein, wenn man bei späterer Zahlungsverweigerung etwas in der Hand hat, mit dem man die Assekuranz konfrontieren kann. Wichtig ist auch, dass bei Inanspruchnahme von Reiserücktrittsversicherungen die Bedingungen genau eingehalten werden. Hier gibt es beispielsweise Fristen zur Vorlage der Unterlagen, die berücksichtigt werden müssen. Nähere Einzelheiten hierzu finden sich in den jeweiligen Versicherungsbedingungen. Kurzfristige Buchungen sind sinnvoll Hinsichtlich der Buchung von Urlaubsreisen sollte man sich aufgrund der unvorhersehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie eher auf die Kurzfristigkeit verlassen. Je kurzfristiger Tickets oder Reisen gebucht werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass nichts dazwischen kommt. Bei langfristigen Buchungen können

weiterlesen »