Jan Gruber

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Jan Gruber

Kommentar: Mal wieder Lockdown wegen Ineffizienz

Der neuerliche Lockdown, in den die österreichische Regierung das Land schickt, wirkt sich wenig überraschend auch in der Luftfahrt nachteilig aus. Seit Donnerstag verzeichnen die ab der Alpenrepublik tätigen Airlines stark rückläufige Neubuchungszahlen. Der Billigflieger Wizz Air dünnte kurzfristig das Flugangebot ab Wien aus. Der Mitbewerber Eurowings entschied sich zur kurzfristigen Streichung der Nonstop-Verbindungen ab Graz und Linz nach Stuttgart bzw. Düsseldorf. Die Routen pausieren jedoch nicht „nur“ bis zum 12. Dezember 2021, sondern mindestens bis 10. Jänner 2022. Ob dieser Termin halten wird? Abwarten, denn in der Vergangenheit wurden Wiederaufnahmen schon öfters verschoben. Während einige Lockdown-Anhänger diesen nun regelrecht feiern, geht es in vielen Branchen, darunter auch Luftfahrt und Touristik, wieder ums Überleben. Einige Politiker trällerten Ende der vergangenen Woche, dass der Lockdown auch notwendig sein soll, um die Schisaison retten zu können. Das Gegenteil dürfte der Fall sein, denn das Vertrauen der Incoming-Touristen wurde erneut schwer beschädigt, denn viele Hoteliers berichten, dass sie übers Wochenende mit einer regelrechten Stornowelle konfrontiert waren. Vielen – auch Geimpften – dürfte es zu „heiß“ sein einen Winterurlaub in Österreich zu verbringen, denn man weiß ja nicht wie lange der Lockdown wirklich dauert und ob nicht unmittelbar vor der Anreise dann die Regierung die Hotels schließen lässt und man womöglich noch auf Stornokosten sitzen bleibt. Incoming-Schicharter wackeln Südtirol hingegen kann sich schon als „Gewinner“ des österreichischen Lockdowns sehen, denn in den letzten Tagen sind in den dortigen Schiregionen die Neubuchungszahlen nach oben geschossen. Dem Vernehmen nach sollen einige ihre Urlaube in Tirol, Salzburg

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Wegen Lockdown: Eurowings setzt Graz- und Linz-Flüge aus

Die Flughäfen Graz und Linz bekommen die Auswirkungen des neuerlichen Lockdowns in Österreich unmittelbar zu spüren: Eurowings setzt die Flugverbindungen nach Stuttgart (Graz) und Düsseldorf (Linz) ab Dienstag aus. Der vorläufig letzte Umlauf zwischen Linz und Düsseldorf wird am Montag durchgeführt. Selbiges gilt ab Graz für die Stuttgart-Strecke. Die Flugpausen sind deutlich länger geplant als die derzeit angekündigte Dauer des Lockdowns. Seitens Eurowings ist geplant, dass die beiden Routen am 10. Jänner 2022 reaktiviert werden sollen. Die tatsächliche Umsetzung dürfte aber in erster Linie von der Entwicklung der Nachfrage abhängen. Diese wird stark durch die Corona-Pandemie beeinflusst.

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Erwischt: 73-Jährige wollte vier Kilogramm Kokain schmuggeln

Eine Polizeikontrolle wurde einer aus Deutschland stammenden Dame auf dem Flughafen Zürich zum Verhängnis. Die wurde mit vier Kilogramm Kokain im Handgepäck erwischt. Ungewöhnlich: Die Frau ist laut Kantonspolizei 73 Jahre alt. Die ältere Dame flog von São Paulo nach Zürich-Kloten. Hier wollte sie nach Düsseldorf und dann nach Amsterdam umsteigen. In der Schweiz wurden sie und ihr Gepäck von der Polizei kontrolliert. Dabei wurden bei der Rentnerin, die deutsche Staatsbürgerin sein soll, stolze vier Kilogramm Kokain gefunden. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ordnete die vorläufige Festnahme an.

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Berliner CDU will neuen BER-Betreiber finden

Die Berliner CDU hat einen Vorschlag vorgestellt, der das Chaos rund um den Flughafen BER beenden soll. Der Betrieb des Airports soll ausgeschrieben und an einen externen Betreiber übergeben werden. Die heutige Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH soll sich dann nur noch um die Pachteinnahmen kümmern. Auch will die Berliner Oppositionspartei, dass Betrieb und weitere Ausbauten getrennt ausgeschrieben werden sollen. In der Theorie würde das bedeuteten, dass sich beispielsweise Fraport um den Betrieb des BER bewerben könnte. In der Praxis ist das aber äußerst unwahrscheinlich, denn die Berliner Stadtregierung hat in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg so gut wie nie Vorschläge der Opposition umgesetzt.

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Aegean flottet drei gebrauchte ATR72-600 ein

Die griechische Aegean Airlines wird im ersten Quartal des Jahres 2022 drei zusätzliche ATR72-600 einflotten. Es handelt sich um gebrauchte Flugzeuge, die man von einem Leasinggeber aus Singapur erwirbt. Laut CH-Aviation.com soll es sich um Maschinen handeln, die zuvor bei Virgin Australia Regional im Einsatz waren. Diese wurden im Zuge der Corona-Pandemie an den Leasinggeber zurückgegeben. Näher bezeichnet wurden die drei Maschinen noch nicht. Das Fachmedium berichtet, dass der Leasinggeber aus Singapur insgesamt fünf ATR72-600 besitzt, die vormals bei Virgin im Einsatz waren. Die drei Turbopropflugzeuge sollen in den nächsten Monaten an Aegean Airlines übergeben werden. Es ist damit zu rechnen, dass diese an die Tochtergesellschaft Olympic Air zum Betrieb übergeben werden. Flugplandaten deuten darauf hin, dass man im Gegenzug die DHC Dash 8-400-Flotte aufgeben könnte. Offiziell bestätigt wurde dies aber noch nicht.

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Nürnberg kündigt A330-Condor-Flüge nach Palma an

Zuletzt steuerte die Ferienfluggesellschaft Condor den Flughafen Nürnberg im Jahr 2018 an. Es waren aber keine regulären Linienflüge, sondern man war im Charter für FTI unterwegs. Der Airport ist daher erfreut, dass der Carrier ab 9. April 2022 regelmäßiger Gast auf diesem Flughafen sein wird. Condor wird saisonal eine Strecke nach Palma de Mallorca bedienen. Laut Erklärung des Flughafens Nürnberg soll auch der Maschinentyp Airbus A330-200, der mit 262 Sitzplätzen bestuhlt ist, zum Einsatz kommen. Das Langstreckenflugzeug verfügt auch über 22 Business-Class Sitze. Zunächst soll Nürnberg-Palma viermal wöchentlich bedient werden. Ab Ende Mai bis Mitte Oktober 2022 sind tägliche Umläufe geplant. „Der Nachholbedarf nach Urlaubsreisen wird im kommenden Sommer riesig sein. Mit der deutlich erhöhten Flugfrequenz reagieren wir auf die starke Nachfrage von Reiseveranstaltern, Reisebüros sowie Individualreisenden und bieten mehr Verbindungen nach Mallorca an als je zuvor“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. „Wir freuen uns, zu unseren bereits bestehenden Abflügen nun auch Nürnberg ergänzen zu können und unseren Gästen von dort ideale Verbindungen zum Lieblingsziel der Deutschen anbieten zu können.“ Ab Nürnberg wächst das Mallorca-Angebot damit deutlich, denn auch bei Corendon Airlines, Eurowings und Ryanair können sich Frühbucher bereits jetzt ihren Direktflug auf die Baleareninsel sichern. Im Hochsommer stehen am Albrecht Dürer Airport somit vier Fluggesellschaften und über 40 Abflügen pro Woche nach Palma de Mallorca zur Auswahl. Außerdem mit Corendon Airlines ab Mai wieder im Flugplan: Die Schwesterinsel Ibiza.

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Planänderung: FlyPop will Fracht statt Passagiere befördern

Vorläufig wird aus den angekündigten FlyPop-Passagierflügen zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien mal nichts. Stattdessen wird Hifly Malta den Airbus A330 mit der Registrierung 9H-POP für den Transport von Fracht einsetzen. FlyPop teilte am Donnerstag mit, dass man derzeit den Einsatz des gecharterten Fluggeräts als Preighter für sinnvoll erachtet, denn die Anzahl der Frequenzen zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien ist bei Passagierflügen aufgrund der Corona-Pandemie beschränkt. Daher versucht man nun auf dem Cargomarkt Geld zu verdienen. Allerdings steckt auch eine andere Logik dahinter: Es ist damit zu rechnen, dass es in der laufenden Winterflugplanperiode aufgrund der Corona-Pandemie äußerst eng werden könnte. Dem Vernehmen nach prüfen diverse Regierungen bereits verschärfte Einreise- und Quarantänebestimmungen. Das wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nachteilig auf die Nachfrage auswirken. Betriebswirtschaftlich wäre es äußerst riskant als Startup in mögliche Lockdown-Zeiten hineinzufliegen. Auf der anderen Seite hat man einen gültigen Vertrag mit Hifly Malta und der Auftragnehmer kann auf die Bezahlung der vereinbarten Charterraten pochen. FlyPop ist keine Fluggesellschaft, sondern ein Unternehmen, das Flugzeuge chartert und die Sitze auf eigene Rechnung vermarkten will. Man trägt das wirtschaftliche Risiko während die operative Hifly Malta unabhängig von der Auslastung einen Fixbetrag pro Flugstunde erhält. Wird nicht geflogen, so kann das maltesische Luftfahrtunternehmen auf eine Kompensation pochen. Also muss eine Lösung her, die für beide Seiten tragfähig ist. Diese fand man mit der Durchführung von Frachtflügen. Hifly Malta hat damit bestehe Erfahrungen und der Umstand, dass es sich formell um Charterflüge handelt, macht auch das Anfliegen des Vereinigten Königreichs einfacher.

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Wizz Air hat Streckenrechte für Indien beantragt

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air Abu Dhabi beabsichtigt im kommenden Jahr Nonstop-Flüge zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien aufzunehmen. Welche Städte man auf dem Subkontinent ansteuern will, lässt der Carrier wohl auch aus Wettbewerbsgründen noch offen. In den letzten Jahren entwickelte sich im Verkehr zwischen den VAE und Indien ein immer schärfer werdender Wettbewerb. Mit Wizz Air Abu Dhabi wird sich dieser vermutlich nicht entspannen, sondern eher verschärfen. Der Carrier machte nie einen Hehl daraus, dass man in dieses Geschäftsfeld eintreten will. Die Corona-Pandemie führte nicht nur dazu, dass der Abu-Dhabi-Ableger von Wizz Air später als angekündigt den Erstflug durchführe, sondern verzögerte auch den Zeitplan der Expansion. Indien will man jedenfalls im kommenden Jahr „anpacken“. Laut einem Medienbericht der „Khaljeej Times“ hat man bereits entsprechende Streckenrechte beantragt. Der Zeitungsbericht zitiert Wizz-Air-Abu-Dhabi-Chef Kees Van Schaick mit folgenden Worten: „Wir haben alle Genehmigungen von der Seite der VAE und jetzt sind wir mitten im Prozess der behördlichen Genehmigungen der Subkontinentländer. Es liegt an den Zielmärkten, dies zu genehmigen. Alle bilateralen Dienstleistungsabkommen sind in Kraft. Es geht darum, die dokumentarischen und behördlichen Genehmigungen abzuschließen, und dann können wir auch dorthin gehen. Wir werden sehen, dass das irgendwann im Jahr 2022 passieren wird“.

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Do&Co spürt Erholung in der Luftfahrt-Branche

Das österreichische Catering-Unternehmen Do&Co konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 den Umsatz wieder steigern. Die Vorperiode war von einem fast vollständigen Erliegen des internationalen Flugverkehrs geprägt. Dies wirkte sich auch auf den Lieferanten aus. Seit Ende März 2021 beliefert Do&Co auch die Fluggesellschaft Delta mit Produkten in der Economy-Class. Bereits ein Quartal nach Beginn der Zusammenarbeit wurden auf allen Langstrecken die Economy Class Menüs aus Detroit von gefrorenen Zukaufsprodukten auf frische Menüs umgestellt. Wie in allen Do&Co Küchen werden alle Menüs – ohne Zusatzstoffe – täglich frisch produziert. Die Menüs sind Seit Juni 2021 kocht man auch für All Nippon Airways. Dabei werden die Flüge ab Frankfurt am Main und München beliefert. An diesen beiden Airports wird Do&Co ab November 2021 auch für Etihad Airways das Catering liefern. Nach der Übernahme aller Cateringleistungen für sämtliche Iberia und Iberia Express Abflüge aus Madrid-Barajas im Februar 2020 kümmert sich Do & Co seit 16. Juni 2021 auch um das  Buy-on-board Catering für alle Iberia Express Flüge. Die Division Airline Catering weist trotz des eingetrübten Marktumfeldes einen massiven Umsatzanstieg von 164,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/2022 beträgt 208,46 Millionen Euro (VJ: 78,81 Millionen Euro) Das EBITDA liegt mit 38,40 Millionen Euro um 31,75 Millionen Euro über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das EBIT beläuft sich auf 19,59 Millionen Euro (VJ: -15,05 Millionen Euro).

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Genf: Erster A320neo bei Easyjet Switzerland gelandet

Die Billigfluggesellschaft Easyjet Switzerland hat mit der HB-AYE den ersten Airbus A320neo übernommen. Der Mittelstreckenjet ist in Genf stationiert und absolvierte seinen kommerziellen Erstflug nach Santiago de Compostela. Ursprünglich kündigte das Management des Schweiz-Ablegers des orangefarbenen Billigfliegers an, dass man bis Ende 2021 insgesamt fünf Airbus A320neo haben wird. Das geht sich nicht mehr aus, denn nun ist die Rede vom „ersten Quartal 2022“. Die Flugzeuge sollen in Genf und Basel stationiert werden, wobei noch nicht entschieden ist wie viele A320neo ab welchem der beiden Airports eingesetzt werden sollen. Mit der Einflottung von Airbus A320neo sollen ältere Maschinen der Typen A319 und A320 ersetzt werden. Derzeit verfügt Easyjet Switzerland über 22 A320, fünf A319 und neu auch einen A320neo.

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