Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanair macht Basis Frankfurt am Main dicht

Ryanair macht die erst vor einigen Jahren eröffnete Basis Frankfurt am Main zum 31. März 2022 wieder dicht. Die fünf vor Ort stationierten Flugzeuge werden abgezogen. Der Billigflieger wirft Airportbetreiber Fraport vor, dass dieser die Gebühren erhöhen würde. Ryanair und Wizz Air wurden vor einiger Zeit mit Incentives nach Frankfurt am Main gelockt. Das passte Platzhirsch Lufthansa so ganz und gar nicht in den Kram, den man machte nicht nur öffentlich Stimmung gegen die Mitbewerber, sondern versuchte das Incentive-Programm auch juristisch zu bekämpfen. Letztlich stellten sich beide Billigflieger als wenig nachhaltig heraus, denn beide haben sich nach recht kurzer Zeit wieder verabschiedet. Mit dem Terminal 3 errichtet die Fraport AG eine Abfertigungshalle, die explizit für Billigflieger gedacht war. Es bleibt daher abzuwarten, ob es beispielsweise bei Ryanair und/oder Wizz Air zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Umdenken kommen wird. Kurzfristig werden die Iren jedenfalls die Station Frankfurt am Main aufgeben. In einer Aussendung schreibt Ryanair unter anderem, dass die Flughafengebühren an Deutschlands größtem AIrport “nicht mehr wettbewerbsfähig” sein sollen. Man unterstellt der deutschen Bundesregierung, dass diese beispielsweise Lufthansa protegieren würden, “anstatt diskriminierungsfreie Verkehrsrückgewinnungsprogramme einzuführen, die allen Fluggesellschaften offenstehen”. Die in Frankfurt vorgehaltenen Flugzeuge sollen künftig ab anderen Airports eingesetzt werden. Das Personal, das bei der Tochtergesellschaft Malta Air beschäftigt ist, steht nun vor der Wahl an eine andere Basis zu wechseln. Wenn man das nicht möchte oder kann, droht die Kündigung. Bereits verkaufte Flugtickets sollen in den nächsten Tagen rückerstattet werden, so Ryanair in einer Aussendung. “Wir sind enttäuscht, dass

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Münster/Osnabrück war 2021 um 62 Prozent besser als im Coronajahr I

Der deutsche Flughafen Münster/Osnabrück zählte im kürzlich abgelaufenen Jahr 2021 insgesamt 362.106 Passagiere. Im direkten Vergleich mit Corona Jahr I (2020) konnte sich der Airport um 62 Prozent verbessern. Allerdings liegt man weiterhin stark unter dem Vorkrisenniveau. Die meisten Fluggäste verzeichnete der Flughafen Münster/Osnabrück in Richtung dem türkischen Antalya. Auf dieser Route waren 89.000 Passagiere unterwegs. Palma de Mallorca befindet sich mit 78.000 Reisenden auf Platz Zwei. München, das überwiegend von Umsteigern genutzt wurde, brachte es mit 60.000 Fluggästen auf den dritten Stockerlplatz. Gegenüber dem Coronajahr I verzeichnete der FMO einen neunprozentigen Zuwachs im Bereich der Flugbewegungen. Gezählt wurden im Jahr 2021 insgesamt 32.844 Starts und Landungen. Das Frachtaufkommen stieg um 22 Prozent auf 13.340 Tonnen.

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Panne am HAM: Smartwings konnte 177 Kreuzfahrer nicht nach Teneriffa fliegen

Eigentlich wollten 177 Passagiere aus Köln und Hamburg am über Weihnachten und Neujahr eine Kreuzfahrt mit der von Tui betriebenen Mein Schiff 3 ab Teneriffa antreten. Doch dazu kam es nie, denn die Charterfluggesellschaft Smartwings brachte die Urlauber nicht rechtzeitig auf die spanische Insel. Geplant war, dass von Köln/Bonn aus über Hamburg nach Teneriffa geflogen werden sollte. Allerdings funktionierte bei Flug QS 3598  nicht alles wie geplant, so dass die 177 Kreuzfahrer nicht an Bord gehen konnten. Die Mein Schiff 3 war schon längst in See gestochen und auch ein späteres Zusteigen auf einer anderen Insel brachte man sprichwörtlich nicht auf die Kette. Gegenüber dem Portal “Schiffe und Kreuzfahrten” erklärte die Reederei Tui Cruises unter anderem: “Aufgrund operativer Herausforderungen konnte der Smartwings-Flug QS 3598 von Köln über Hamburg nach Teneriffa Süd am 23.12. nicht in Hamburg abfliegen. Wir haben alles versucht, um für die 177 TUI Cruises Gäste eine alternative Anreisemöglichkeit zu organisieren, damit diese ihre geplante Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 3 ab Santa Cruz / Teneriffa antreten können. Dies war trotz aller Bemühungen leider nicht möglich. Daher mussten wir den Gästen schweren Herzens ihre Reise absagen. Sofern notwendig, wurde für Gäste eine Hotelübernachtung in Hamburg organisiert. Für alle Gäste aus Köln wurde ein Rücktransport von der Fluggesellschaft organisiert.” Die Fluggesellschaft Smartwings sieht die Problematik nicht bei sich selbst, sondern im Bereich der Abfertigung. Gegenüber “Schiffe und Kreuzfahrten” erklärte Petr Čeněk,Director Ground Operations bei Smartwings unter anderem:  “Wir müssen die Behauptung, dass hinter dem Problem dieses Fluges und dem

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USA: Atlas Air bestellt vier weitere B777F

Die Frachtfluggesellschaft Atlas Air flottet vier weitere Boeing 777 Cargoflugzeuge ein und erweitert damit die Teilflotte auf 18 Exemplare. Man ortet einen erhöhten Bedarf im BEreich Online-Handel und stockt daher die Kapazität auf. Das U.S.-amerikanische Luftfahrtunternehmen ist einer der weltgrößten Boeing 747F-Operators. Zur Flotte zählen 45 B747-400 und vier B747-8F. Man wird auch das vermutlich letzte Exemplar, das jemals gebaut werden soll, erhalten. Unabhängig davon hat man sich zur Aufstockung der 777F-Flotte entschieden und vier weitere Exemplare bestellt. “Wir freuen uns, unsere Flotte und unser Serviceangebot für unsere bestehenden und zukünftigen Kunden mit diesen vier neuen 777 zu erweitern. Mit dem besten Team der Branche sowie unserem Fokus auf Innovation und umsichtigem Flottenmanagement bedient Atlas die sich entwickelnden Anforderungen der globalen Lieferkette und bietet unseren Kunden einen Mehrwert”, erklärt Atlas-Air-CEO John W. Dietrich.

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Lufthansa kassiert Landeverbot in Hongkong

In China und Hongkong traf es schon viele Fluggesellschaften und nun auch Lufthansa: Der Kranich darf die chinesische Sonderverwaltungszone rund zwei Wochen lang nicht anfliegen. Hintergrund ist, dass Hongkong behauptet, dass man zu viele Coronafälle “eingeflogen” habe. Der Bann trat am 5. Jänner 2022 in Kraft und soll voraussichtlich bis zum 18. Jänner 2022 gelten. Davon ausgenommen sind Fracht- und Ferryflüge. Die Operation war bereits zuvor kompliziert, denn die Sonderverwaltungszone steckt auch Flugbesatzungen in Quarantäne. Deshalb wurde auf den Hongkong-Flügen ein Zwischenstopp eingelegt und Piloten und Flugbegleiter der örtlichen Crewbase haben übernommen. Sowohl China als auch Hongkong strafen Fluggesellschaften, die aus ihrer sicht zu viele Coronafälle “importieren” ab. In der Vergangenheit kassierten schon viele Carrier, darunter auch Austrian Airlines, derartige Flugverbote für Passagierverbindungen.

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Zadar: Ryanair verschiebt 12 Lauda-Strecken in den Juni 2022

Insgesamt 12 Ryanair-Strecken, die von Lauda Europe ab Zadar angeboten werden, werden deutlich später aufgenommen als ursprünglich angekündigt. Statt im März bzw. April 2022 soll es erst ab Anfang Juni 2022 losgehen. Die maltesische Ryanair-Tochter Lauda Europe unterhält mit Zagreb und Zadar zwei Bases in Kroatien. In der Hauptstadt ist man ganzjährig tätig während ab der zuletzt genannten Stadt nur saisonal im Sommer geflogen wird. Beide Stützpunkte wurden erst im Jahr 2021 eröffnet. Weitere Lauda-Europe-Bases sind Wien, London-Stansted und Palma de Mallorca. Die Flüge von Zadar nach Aarhus, Nürnberg, Bari, Bologna, Bergamo, Turin, Maastricht, Danzig, Vaxjo, Bournemouth, Liverpool und Manchester sollen nun erst schrittweise ab dem 1. Juni 2022 aufgenommen werden. Hintergrund ist unter anderem, dass die Nachfrage im Frühjahr aufgrund der Corona-Omikron-Pandemie deutlich niedriger ist als ursprünglich angenommen. Die Entwicklungen in Zadar deuten darauf hin, dass Ryanair punktuell weniger optimistisch vorgeht als im Vorjahr. Man rechnet offensichtlich damit, dass es bis ungefähr Juni 2022 Reiserestriktionen bzw. andere sich negativ auf die Nachfrage einwirkende Faktoren geben könnte. Im Frühjahr des Jahres 2021 musste Ryanair wiederholt die (Wieder-)Aufnahme von Strecken nach hinten verschieben.

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Air Asia Group benennt sich in Capital A um

Die Air Asia Group will sich im Zuge einer außerordentlichen Generalversammlung, die am 27. Jänner 2022 durchgeführt werden soll, einen neuen Namen zulegen. Künftig soll die Holdinggesellschaft als Capital A auftreten. In einer Mitteilung erklärte der Konzern, dass die bevorstehende Änderung das Kerngeschäft besser repräsentieren würde. Man ist nicht nur in der Luftfahrt tätig, sondern habe sich über die Jahre zu einem Lifestyle-Mischkonzern weiterentwickelt. Von der Änderung des Namens der Holding sollen die Fluggesellschaften des Konzerns nicht betroffen sein. Diese sollen weiterhin als Air Asia auftreten. Allerdings will man in Zukunft den Non-Aviation-Bereich deutlich stärken, um neben der Luftfahrt ein noch stärkeres Standbein zu haben.

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Hongkong bannt Passagierflüge aus acht Staaten

Die chinesische Sonderverwaltungszone verschärft erneut die Einreise- und Quarantänebestimmungen und bannt Passagierflüge aus acht Staaten. Darunter befinden sich auch Frankreich, das Vereinigte Königreich und die USA. Mit Wirksamkeit zum 8. Jänner 2022 ist es Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in Australien, Kanada, Frankreich, Indien, Pakistan, den Philippinen, im Vereinigten Königreich oder den Vereinigten Staaten von Amerika aufgehalten haben untersagt in Hongkong einzureisen. Den Fluggesellschaften ist es untersagt Passagierflüge von diesen Ländern aus in die chinesische Sonderverwaltungszone durchzuführen. Der Bann soll bis mindestens 21. Jänner 2022 gelten und wird seitens der Hongkong-Administration mit dem verstärkten Auftreten der Omikron-Variante begründet. Vor Ort werden weitere Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise müssen Fitnessstudios und die Nachtgastronomie schließen, weil man einige wenige Fälle gefunden hat. Carrie Lam, Chief Executive von Hong Kong, sagte unter anderem: “Wir müssen diesen sehr kritischen Moment begreifen. Wir müssen die Pandemie eindämmen, damit es nicht wieder zu einem größeren Ausbruch in der Gemeinde kommt. In gewisser Weise fahren wir mit Omikron Rennen”.

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Good Bye in Downunder: Cobham hat letzten Jumbolino ausgeflottet

Mittlerweile ist der auch als Jumbolino bezeichnete Regionaljet des Typs BAe 146 nur noch selten anzutreffen. Letzter Operator in Deutschland war WDL, die mittlerweile als German Airways auftritt und ein Embraer-190-Operator geworden ist. In Australien führte Cobham Aviation Services Australia den letzten kommerziellen Flug mit diesem Muster durch. Dieses Luftfahrtunternehmen war einst einer der weltgrößten BAe-146-Operators. Seit 1990 hatte man über 33 Exemplare – inklusive des Nachfolgemodells Avro RJ – in Betrieb. Mit der VH-NJY legte man gegen Ende des Vorjahres das letzte Exemplar still. Der Regionaljet mit dieser Registrierung war ein Avro RJ100, der 1998 von Cityflyer Express für eine British-Airways-Operation übernommen wurde. Im Jahr 2021 wechselte der Vierstrahler nach Downunder. Der letzte BAe-146-Flug von Cobham wurde als so genannter “Fly In – Fly Out”-Charter zwischen Murrin Murrin und Perth durchgeführt. Dieser Maschinentyp war seit 1985 in Westaustralien im Einsatz. Ursprünglich brachten die mittlerweile nicht mehr existierende Ansett und National Jet Systems, aus der Cobham hervorgegangen ist, den britischen Vierstrahler nach Downunder. Die Nachfolgemodelle Avro RJ85/RJ100 waren seit 1998 bei Cobham im Einsatz. Der Betrieb der 20 Boeing 717, fünf de Havilland Dash 8-400 und vier Embraer 190 soll fortgesetzt werden. Mit dem zuerst genannten Flugzeugtyp ist man auch unter der Marke Qantas Link im Inlandsverkehr für Qantas tätig. Einen direkten Nachfolger für die ausgeflotteten BAe 146 gibt es nicht.

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Air-Italy-Liquidatoren haben komplette Belegschaft gekündigt

Für die ehemalige Fluggesellschaft Air Italy gibt es offensichtlich keine Zukunft mehr, denn die Liquidatoren haben sämtlichen Mitarbeitern die Kündigung zugestellt. Die Dienstverhältnisse wurden per 1. Jänner 2022 mit sofortiger Wirkung beendet. Es wurden Abfindungen ausbezahlt. Im Jahr 2016 kaufte sich Qatar Airways bei der damaligen Meridiana ein und hatte große Wachstumspläne. So wurde rund ein Jahr später verkündet, dass 20 Boeing 737 Max 8 und 30 B787-9 eingeflottet werden sollen. Die Marke Air Italy wurde im Jahr 2018 eingeführt. Die Wachstumspläne zerschlugen sich bereits im Feber 2020, denn unter den Gesellschaftern herrschte Uneinigkeit darüber wer wie viel Kapital einschießen muss. Am 11. Feber 2020 wurde dann bekanntgegeben, dass Air Italy den Flugbetrieb einstellen wird und in die freiwillige Liquidation gehen wird. In einer kurzen Übergangsphase wurden einige Verbindungen mit Hilfe von Wetlease-Gerät aufrecht erhalten. Der Carrier wurde im Jahr 1963 als Alisarda gegründet. Der Name spielt auf den Firmensitz auf der italienischen Insel Sardinien an. Im Jahr 1990 fusionierte man mit einem spanischen Unternehmen und trat fortan als Meridiana auf ehe man sich in 2018 in Air Italy umbenannte. Zuletzt gehörte der Carrier einer Holdinggesellschaft, die zu 51 Prozent von Alisarda und zu 49 Prozent von Qatar Airways gehalten wurde. Der Finanzbedarf für Sanierung und Expansion war groß. Der Golfcarrier teilte rund um die Bekanntgabe der Liquidation mit, dass man weiterhin an das Konzept glaube, jedoch Finanzmittel von allen Gesellschaftern eingeschossen werden müssten. Das wollten oder konnten die italienischen Mehrheitseigentümer aber nicht mehr. Zuletzt versuchten die Liquidatoren noch einen

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