Jan Gruber

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Jan Gruber

Kassel-Calden: Weniger Verlust trotz weniger Passagiere

Der deutsche Regionalflughafen Kassel-Calden war bereits vor seiner Errichtung massiv umstritten. Die damals mit Hilfe von Gutachten versprochenen Passagierzahlen konnten auch ganz ohne Corona-Pandemie nicht erreicht werden. Jahr für Jahr schreibt der Airport Verluste. Interessanterweise ist es dem Regionalflughafen während der Krise gelungen das Defizit zu verringern. Gegenüber der DPA erklärte ein Sprecher der Landesregierung, dass sich dieser von 5,6 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 5,47 Millionen Euro im Jahr 2020 reduziert habe. Bei den Passagierzahlen sieht es aber ganz anders aus, denn im Vorjahr hatte man nur 27.500 Reisende. Für das laufende Jahr werden in etwa 37.500 Fluggäste erwartet.

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Unruly PAX drohte Wizz-Air-Crew und -Passagieren mit dem Tod

Die Besatzung von Wizz-Air-Flug W6 4278 (Billund-Tuzla) hatte am 28. Dezember 2021 aufgrund eines außerordentlich aggressiven Passagiers keinen einfachen Job. In Tuzla herrschte dichter Nebel, weshalb der Kapitän entschied nach Belgrad auszuweichen. Einem Fluggast passte das so ganz und gar nicht in den Kram. Der Reisende erklärte zunächst lautstark, dass er nicht in Serbien landen wolle und verlor nach und nach die Kontrolle über sich selbst. Er drohte gar alle Insassen des Flugzeugs zu töten. Die Kabinencrew des Billigfliegers schritt ein und hielt den Mann am Boden fest. Die Art und Weise wie sich der “unruly PAX” verhalten hatte, gab ausreichend Anlass, dass das Verhalten als bedrohlich eingestuft werden konnte. Laut Mitteilung der serbischen Polizei soll der Störenfried dänischer Staatsbürger sein, jedoch bosnische Wurzeln haben. Aufgrund seiner Aussagen und Drohungen, die an Bord des Airbus A320 mit der Registrierung HA-LPK losgelassen wurden, besteht die zumindest nicht unbegründete Vermutung, dass rassistische Motive der Auslöser für seine totale Entgleisung gewesen sein könnte. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass er serbisches Staatsgebiet betreten muss. In der Balkan-Region bestehen zum Teil noch immer erhebliche Spannungen unter den einzelnen Nationalitäten. Die Wizz-Air-Crew, die den Vorfall in den Griff bekommen konnte, melde den Zwischenfall in der Kabine der serbischen Exekutive. Diese betrat kurz nach der Landung den Airbus A320 und führte den Randalierer ab. Gegen diesen wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen verschiedener strafbarer Delikte geführt. Einige Fluggäste hielten das Treiben an Bord mit ihren Handykameras fest. Exemplarisch wird ein kurzes Video, das auf YouTube veröffentlicht

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Deutschland erklärt Italien, Malta und Kanada zu Hochrisikogebieten

Die deutsche Bundesregierung stuft nun auch Italien, Malta, San Marino und Kanada als sogenannte Corona-Hochrisikogebiete ein. Von dieser “schwarzen Liste” gestrichen wurde Mauritius. Die Umstufungen treten mit 1. Januar 2022 in Kraft. Während sich für Genesene und Geimpfte kaum Änderungen ergeben, müssen ungeimpfte Personen aus sogenannten Hochrisikogebieten kommend einen negativen Coronatest vorlegen und sich anschließen zehn Tage in Quarantäne begeben. Die Möglichkeit des Freitestens nach fünf Tagen besteht. Von den Veränderungen sind auch Personen umfasst, die sich momentan in jenen Ländern, die es neu auf die schwarze Liste geschafft haben, aufhalten. In Österreich ist die Nachfrage nach Kanada-Flügen bereits eingebrochen, so dass Austrian Airlines die Route von Wien nach Montreal temporär aussetzt. Der Star-Alliance-Partner Air Canada wird die Toronto-Route temporär einstellen.

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Wien: Wizz Air nimmt Abu Dhabi und Dubai auf

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air beabsichtigt künftig ab Wien-Schwechat auch Dubai und Abu Dhabi anzubieten. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate soll ab dem 28. März 2022 vorerst zweimal pro Woche angesteuert werden. Die operative Durchführung der Flüge soll durch Wizz Air Hungary, die in Wien eine Basis unterhält, erfolgten. Der Verkauf der Flugscheine wurde bereits aufgenommen. Abu Dhabi wird derzeit auch von Etihad Airways angeboten. In der Vergangenheit flog kurzzeitig die nicht mehr existierende NIki auf dieser Route. Noch vor der Aufnahme der Abu-Dhabi-Flüge geht es nach Dubai. DIese Route soll temporär in der Zeit vom 11. Feber 2022 bis zum 25. März 2022 angeboten werden. Geplant sind bis zu drei Umläufe pro Woche. Eine Fortführung ist derzeit nicht nicht vorgesehen, da man sich in den VAE auf Abu Dhabi fokussiert, wo man auch einen regionalen Ableger unterhält. Paulina Gosk, Sprecherin von Wizz Air, sagte: „Wir freuen uns immer, neue Destinationen für unsere Kunden anzukündigen und unser Netzwerk kontinuierlich zu erweitern. Mit einer Verbindung in die Vereinigten Arabischen Emirate können wir ein außergewöhnliches Reiseziel anbieten und so die Wien-Basis nicht nur weiter ausbauen, sondern allen voran Flugreisen für alle erschwinglich machen.“

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Klagenfurt startet Incentive-Programm für Fluggesellschaften

Der Klagenfurter Flughafen will im kommenden Jahr mit Hilfe von Incentives neue Airlines anlocken. Rund drei Millionen Euro sollen aufgebracht werden, um Airlines einen Anreiz zu geben den Kärntner Airport anzufliegen. Mehrheitseigentümer Lilihill sagte im Zuge des Kaufs der Mehrheit des Flughafens Klagenfurt unter anderem zu, dass man bis 2026 die Nutzung auf rund 500.000 Passagiere pro Jahr anheben will. Die Corona-Pandemie führte dazu, dass dieses Ziel etwas heruntergeschraubt wurde. Laut einem Bericht des Magazins Monat geht man momentan von rund 350.000 Reisenden, die mit Billigfliegern von/nach Klagenfurt fliegen sollen. Dies würde dann in etwa 70 Prozent des Gesamtaufkommens entsprechen. Derzeit hat man außer der Verbindungen nach Köln/Bonn (Eurowings) und Wien (Austrian Airlines) keine anderen Linienverbindungen. Das Incentive-Programm, das ab 1. Jänner 2022 greifen soll, soll diese Situation ändern. Noch gibt man sich aber hinsichtlich möglicher Lowcoster, die Klagenfurt (wieder) ins Streckennetz aufnehmen, bedeckt. In der Vergangenheit lockte der damals noch von der öffentlichen Hand geführte Kärnten-Airport unter anderem Hapag-Llyod Express (später Air Berlin) und Ryanair mit Zuschüssen an. Zeitweise charterte man auch eine Boeing 757 von Condor für Flüge nach Deutschland. “Das ist eine übliche Vorgehensweise auf allen Flughäfen, um Wachstum zu generieren und Strecken gemeinsam mit den Airline-Partnern langfristig erfolgreich zu etablieren. it der Einführung eines attraktiven Incentive-Programms ab 1. Jänner 2022 werden vor allem neue Destinationen gefördert, aber auch Passagierwachstum auf den aktuell bedienten Routen incentiviert”, erklärt Lilihill-Sprecher Gerhard Seifried gegenüber “Monat”.

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Merillair beantragt AOC und Betriebsgenehmigung in Malta

Unter dem Namen Merillair entsteht auf Malta eine weitere Fluggesellschaft. Das Unternehmen befindet sich derzeit im behördlichen Zulassungsverfahren und geht davon aus, dass man den kommerziellen Flugbetrieb im zweiten Quartal des kommenden Jahres aufnehmen kann. Gegenüber CH-Aviation.com bestätigte Eigentümer John Seth-Watkins, dass man bei der maltesischen Zivilluftfahrtbehörde AOC und Betriebsgenehmigung beantragt hat. Die entsprechenden Anträge wurden übermittelt und in Kürze beginnt man mit dem Schreiben der Operations Manuals. Die maltesische CAD bestätigte die Angaben. Dem Medienbericht nach plant Merillair als Charter Broker und Aircraft Manager an den Start zu gehen. Eigene Flugzeuge will man vorerst nicht anschaffen. Mit zwei nicht näher bezeichneten Kunden habe man bereits Verträge für das Management von Boeing 757 unterzeichnet.  “Es wird ein mittelgroßer Airbus oder eine Boeing sein, die Entscheidung liegt beim Kunden, aber wir wollen in den nächsten drei Jahren fünf mittelgroße Jets hinzufügen. Für die Vermittlung verbinden wir Menschen, die ein Flugzeug von A nach B bringen möchten, mit Menschen, die ein Flugzeug zur Verfügung haben. Für das AOC sind wir nicht bereit, das finanzielle Risiko des Leasings oder Kaufs von Flugzeugen zu übernehmen. Wir suchen also nach Kunden, die über genügend Mittel verfügen, um selbst ein Flugzeug zu leasen oder zu besitzen, die jedoch nicht die Komplexität oder Details des tatsächlichen Betriebs eines AOC haben möchten. Daher werden wir ein AOC einrichten, um die Flugzeuge dieser Kunden zu betreuen und Charter- und ACMI-Dienste für die breitere Industrie bereitzustellen”, so der Firmengründer gegenüber CH-Aviation.com. Das Büro der Neugründung wird in der maltesischen Hauptstadt

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Türkei: Onur Air droht endgültiges Aus

Die türkische Fluggesellschaft Onur Air befindet sich neuerlich in schweren Turbulenzen, denn die Zivilluftfahrtbehörde kündigte dem Carrier an, dass das AOC nicht mehr verlängert wird. Leasinggeber haben weitere Maschinen abgezogen. Offenbar sind intensive Rettungs- und Verkaufsversuche gescheitert. Onur Air steht momentan vor den schwersten Tagen in der Unternehmensgeschichte, denn man kann derzeit die Kriterien, die für die Verlängerung von AOC und Betriebsgenehmigung erforderlich sind, nicht mehr erfüllen. Die Corona-Pandemie hat den Carrier, der schon lange auf dem Markt ist und bislang auch zahlreiche Turbulenzen meistern konnte, finanziell regelrecht ausgeblutet. Das einst umfangreiche Streckennetz ist seit März 2020 auf die Inlandsstrecke Istanbul-Antalya zusammengeschrumpft und selbst diese wurde noch noch sporadisch bedient. Der Verkauf von Flugscheinen über die eigene Homepage ist derzeit ausgesetzt. Die Eigentümer und die Geschäftsführung haben sich seit März 2020 darum bemüht einen Käufer für Onur Air zu finden. Scheinbar war das Vorhaben (noch) nicht erfolgreich, denn die Zivilluftfahrtbehörde der Türkei verliert nun die Geduld. Der Carrier hat ein Ansuchen um Fristverlängerung gestellt, jedoch ist es fraglich, ob dieses ohne weiteren Nachweis der verbesserten finanziellen Leistungsfähigkeit bewilligt wird. Flugzeuge wurden gepändet, Leasinggeber holten ihr Eigentum zurück Im Sommer 2021 sorgte Onur Air für Aufsehen, denn der Flughafen Antalya hat aufgrund unbezahlter Rechnungen acht Maschinen an die Kette legen lassen. Rund um diesen Vorfall zogen Lessoren ihre Maschinen ab. Offiziell wollte sich kein Leasinggeber dazu äußern, doch unter vorgehaltener Hand hieß es, dass Zahlungsanstände die Ursache hierfür waren. Dies setzte sich in den letzten Tagen fort, denn AerCap hat am

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Köln: European Air Charter fliegt im Wetlease für Condor

Im Auftrag der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor wird die bulgarische European Air Charter ab Köln/Bonn zwei Sommerziele bedienen. Es handelt sich um Palma de Mallorca, das ab 14. Mai 2022 täglich angesteuert werden soll sowie um Heraklion. Die griechische Destination soll an den Verkehrstagen Mittwoch, Freitag und Sonntag bedient werden. Der Erstflug ist für den 15. Mai 2022 angekündigt. Geflogen wird zwar unter Condor-Flugnummern, jedoch erfolgt die operative Durchführung im Rahmen eines Wetlease-Vertrags durch European Air Charter. Das bulgarische Luftfahrtunternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und änderte heuer den Markennamen von Bulgarian Air Charter in European Air Charter. Die Flotte besteht derzeit aus sieben Airbus A320 und neun McDonnell Douglas MD-82. Das durchschnittliche Alter beträgt 29,9 Jahre. Ein Kurzportrait mit Fotos von Videos über European Air Charter hat Aviation.Direct unter diesem Link bereitgestellt.

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Bamboo Airways wartet auf grünes Licht für Frankfurt und München

Die vietnamesische Fluggesellschaft Bamboo Airways plant am 1. April 2022 eine Nonstop-Verbindung zwischen Ho Chi Minh City und Melbourne aufzunehmen. Es handelt sich um das internationale Debüt des Carriers. Die Route soll zweimal pro Woche mit Boeing 787-9 bedient werden. Während die Aufnahme der Flüge nach Australien offiziell bestätigt ist, hängen die für Januar 2022 angekündigten Destinationen in Deutschland noch in der Schwebe. Das Unternehmen beabsichtigt ab 16. Januar 2022 ab Ho Chi Minh City bzw. Hanoi nach Frankfurt und München zu fliegen. Auch London-Heathrow will man ins Streckennetz aufnehmen. Für alle drei Ziele hat man die notwendigen Bewilligungen noch nicht erteilt bekommen. Ebenso wartet man auf die DOT-Genehmigung seitens der Vereinigten Staaten von Amerika, denn Bamboo Airways will auch unter anderem Los Angeles und San Francisco anfliegen. Wann diese aufgenommen werden dürfen ist derzeit ebenfalls unklar.

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Frankfurt: Asiana Airlines kehrt mit Airbus A380 zurück

Die südkoreanische Asiana Airlines plant den größten Flughafen Deutschlands, Frankfurt am Main, ab dem Beginn der Sommerflugplanperiode 2021/22 wieder mit Airbus A380 anzufliegen. Damit kehrt ein weiterer Anbieter mit diesem Maschinentyp nach Deutschland zurück. Derzeit besteht diese Teilflotte von Asiana Airlines aus sechs Einheiten. Aufgrund der Corona-Pandemie werden diese derzeit nicht eingesetzt. Asiana Airlines, die sich mitten in der Fusion mit Korean Air befindet, möchte den Airbus A380 zunächst in Richtung Los Angeles und Frankfurt am Main reaktivieren. Im Buchungssystem des Carriers sind die entsprechenden Flüge bereits mit dem genannten Muster hinterlegt. Auf Anfrage bestätigte das Unternehmen, dass man Ende März 2022 mehrere Airbus A380 in den Linienbetrieb zurückbringen wird. Eine genaue Anzahl wurde allerdings nicht genannt. Das Portal Simpleflying.com, das zuerst über diese Thematik berichtete, spekuliert, dass bis zu vier Einheiten reaktiviert werden könnten.

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