Jan Gruber

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Jan Gruber

WKO fordert europaweite Strategie für Restart der Reisebranche

Die Wirtschaftskammer Österreich, der europäische Dachverband der Hotellerie Hotrec sowie der Reisebüros ECTAA fordern, dass schnellstmöglich eine europaweite Gesamtstrategie für den Neustart der Reise- und Tourismusbranche abgestimmt und umgesetzt wird. Diese soll Quarantäne weitgehend vermeiden. „Für einen erfolgreichen Re-Start der Reise- und Tourismusbranche braucht es zwingend eine europaweit abgestimmte, effiziente Test- und Impfstrategie, um Quarantänemaßnahmen und Reisebeschränkungen vermeiden zu können“, zeigt sich Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Initiator der Arge „Restart“, mit den Playern der heimischen Reisebranche – Reisebüros, Hotellerie, Flugverkehr, Buchungssystemeanbieter – einig. „Es braucht europaweit eine beschleunigte Durchimpfung, einheitliche Vorgaben zum Nachweis von Tests und Impfungen sowie die Forcierung von schnell durchführbaren Antigentests, damit die sich ständig und kurzfristig ändernden Reisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen so weit wie möglich vermieden werden können und insbesondere Landeverbote der Vergangenheit angehören. Wenn wir es jetzt auf EU-Ebene schaffen, langfristig eine Strategie zu entwickeln, dann wird diese uns auch in möglicherweise kommenden Krisen vor derart horrenden Auswirkungen, wie wir sie jetzt erleben, schützen können“. Auch beim WKÖ-Fachverband Hotellerie ist man der Ansicht, dass eine europaweite Abstimmung und Koordination die Basis für eine erfolgreiche Sommersaison 2021 darstellt. Doch auch innerhalb Österreichs soll es noch einige Aufgaben zu erledigen geben: „Wir brauchen unter anderem genügend Vorlaufzeit, um unsere Betriebe wieder zu öffnen und dabei bedarf es einer guten Wiedereröffnungsstrategie, mit zielführenden und verhältnismäßigen Maßnahmen. Die geplanten Gästetestungen beispielsweise müssen praktisch und einfach umsetzbar sein, wir haben hier schon vor Wochen konkrete Vorschläge an die Politik geliefert“, so Susanne Kraus-Winkler,

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S7 Airlines verchartert A319 per Mausklick

Die russische S7 Airlines ermöglicht seit kurzer Zeit das Chartern von Maschinen des Typs Airbus A319 übers Internet. Mit wenigen Mausklicks kann der Sonderflug konfiguriert werden. Was es kosten wird, zeigt das Menü gleich an. Die Maschinen sind mit 25 Business- und 72 Economy-Class-Sitzen bestuhlt. Im Charterpreis sind unter anderem die Mitnahme von Gepäck, Catering und Sportgepäck inkludiert. Das Produkt nennt sich S7Select und richtet sich ausdrücklich an Privatpersonen und private Reisegruppen. Vorerst werden nur Charteraufträge innerhalb Russlands angenommen. Preisbeispiel: Oneway von Moskau-Domodedovo nach Sotschi kostet etwa 15.000 Euro, also gerundet zirka 155 Euro pro Sitzplatz.

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Chicago: Mann wohnte drei Monate im O’Hare-Sicherheitsbereich

Im Sicherheitsbereich des Flughafens Chicago O’Hare „wohnte“ ein 36-jähriger Mann rund drei Monate lang und das angeblich ohne, dass er dem Personal oder der Polizei aufgefallen wäre. Die Geschichte erinnert stark an den Kinofilm „Terminal“, denn der „Bewohner“ wollte aus Angst sich mit Covid-19 zu infizieren nicht abfliegen. Die zuständige Staatsanwaltschaft stellt den Verlauf der Dinge so dar: Der Mann ist am 19. Oktober 2020 aus Los Angeles kommend auf dem Flughafen Chicago O’Hare gelandet. Anschließend soll er einem Flughafenmitarbeiter einen Ausweis entwendet haben. Dieser hat den Diebstahl jedoch nicht bemerkt und seine Zutrittskarte für den Sicherheitsbereich bei der Ausweisstelle als verloren gemeldet. Diese nahm dann eine Sperrung vor. Angenommen wird, dass der 36-jährige den Sicherheitsbereich zumindest einmal verlassen und anschließend mit dem gestohlenen Dienstausweis wieder betreten hat. Seither „wohnte“ er im Transitbereich. Mit Mahlzeiten und Getränken habe er sich in den Geschäften versorgt, aber auch von Reisenden „Spenden“ erhalten. Insofern erscheint es doch fragwürdig, dass die Belegschaft des Airports drei Monate lang nichts bemerkt haben will. Erst dann sollen United-Airlines-Bedienstete misstrauisch geworden sein und den Mann um ein Ausweisdokument gebeten haben. Dieser zeigte den gestohlenen Mitarbeiterausweis vor, jedoch stimmte das Foto ganz offensichtlich nicht mit der Person überein. Die Exekutive wurde herbeigerufen und diese verhaftete den 36-jährigen. Der Mann muss sich nun vor Gericht verantworten. Laut Chicago Tribune soll die zuständige Richterin den Antrag der Staatsanwaltschaft zunächst für völlig unglaubwürdig gehalten habe. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass drei Monate lang niemand etwas bemerkt haben will und das auch

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Easyjet-Chef Lundgren: „Erholung erst im Jahr 2023“

Vor dem Jahr 2023 wird der Flugverkehr höchstwahrscheinlich nicht das Niveau des Jahres 2019 erreichen, davon geht Easyjet-Konzernchef Johan Lundgren aus. Gleichzeitig kritisiert er gegenüber dem Evening Standard auch hohe Kosten für Coronatests und die Komplexität der Einreise- und Quarantänebestimmungen. Für die Notwendigkeit der im Frühjahr gesetzten Sofortmaßnahmen bringt der Manager zwar noch Verständnis auf, doch danach ist zu wenig auf Europaebene geschehen. „Wir wissen, dass der einzige Faktor, der Kunden von der Buchung und dem Reisen abhält, Einschränkungen wie Quarantäne sind. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass die Regierungen einen Fahrplan haben, um Beschränkungen aufzuheben, wenn mehr Menschen geimpft werden und wenn dies sicher ist“, so Lundgren. Der Manager fordert daher, dass die für die Einreise in viele Länder erforderlichen Coronatests billiger werden. „Für die meisten Menschen und Familien ist das momentan unerschwinglich. Die Tests müssen einfach billiger werden. Wenn man die aktuellen Preise für die Testungen auf den Reisepreis addiert, dann können nur noch wohlhabende Menschen fliegen“. Mancherorts kommen noch Kosten für Quarantänehotels dazu. „Wir wollen keine normalen, hart arbeitenden Familien treffen, für die vor Unternehmen wie Easyjet kein Urlaub möglich war. Das kann nicht das Richtige sein, es schafft nur weitere Spaltungen in der Gesellschaft“. Den momentan in der Politik kursierenden Vorschlag, dass Personen, die bereits geimpft wurden, Reiseerleichterungen erhalten sollen oder gar im Flugverkehr eine Impfpflicht eingeführt werden soll, findet Lundgren nicht attraktiv: „Wichtig ist zu wissen, ob Sie das Virus haben oder nicht, weshalb wir jetzt billig und schnell testen sollten. Ich denke

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UAC kauft ehemalige CityJet-Superjets zurück

Die irische Fluggesellschaft war der erste und bislang einzige Carrier mit Sitz in der Europäischen Union, der Maschinen des Typs Sukhoi Superjet SSJ-100 auf Linienflügen einsetzte. Sogar für die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines flog man mit dem russischen Muster. Nun bahnt sich an, dass die United Aircraft Company die sechs Regionaljets zurückkaufen könnte. Noch unter der Eigentümerschaft des Hans-Rudolf Wöhrl entschied sich Cityjet für den Superjet. Für den russischen Hersteller war es eine langersehnte Bestellung aus der Europäischen Union. Bedingt durch einen späteren Wetlease-Auftrag für Brussels Airlines waren die Maschinen aus russischer Entwicklung sogar für die Lufthansa Group im Einsatz. Doch Brussels und Cityjet waren in Sachen Ersatzteilversorgung äußerst unzufrieden. Diese ist die Achillesferse des Musters, denn die Wartezeiten sind zum Teil unzumutbar lange. So kam es dazu, dass die sieben Superjets ausgeflottet wurden und an das Leasingunternehmen Special Purpose Vehicle RJ Leasing zurückgegeben wurden. Der Lessor ist eine Tochter der italienischen Superjet International. Die Maschinen wurden ins maltesische Register „geparkt“ (9H-SJA, 9H-SJB, 9H-SJC, 9H-SJD, 9H-SJE, 9H-SJF und 9H-SJI). Die Order über 15 Einheiten wurde storniert und seither findet sich kein neuer Leasingnehmer. Russische Medien berichten, dass mit Ausnahme der 9H-SJI alle ehemaligen Cityjet-SSJs von der United Aircraft Company zurückgekauft werden. Derzeit sind die Maschinen in Belgrad und Venedig abgestellt. Finanziert werden soll der Rückkauf übrigens erneut von der staatlichen VEB, die bereits beim Cityjet-Deal das nötige Kleingeld bereitgestellt hat. Anschließend sollen die sechs SSJ-100 an die staatliche PSB-Aviaprofleasing übergeben werden und noch im Laufe des Jahres 2021 an russische Betreiber

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Inlandtourismus in Österreich: Kein Boom, sondern 30 Prozent Rückgang

Der österreichische Tourismus litt im Vorjahr massiv unter den Flogen der Corona-Pandemie, denn die Beherbergungsbetriebe verzeichneten laut Statistik Austria einen Rückgang von 35,9 Prozent auf 97,9 Millionen Nächtigungen. Damit befand man sich auf jenem Niveau, das man Anfang der 1970er Jahre hatte. Die Anzahl der Personen, die in touristischen Unterkünften genächtigt haben, brauch sogar noch stärker kein. Die Betriebe verzeichneten um 45,8 Prozent weniger Gäste und hatten somot nur noch 25 Millionen Urlauber. Vermieter von Ferienwohnungen kamen mit einem Rückgang von 22,6 Prozent (gewerblich) bzw. 23,6 Prozent (Privatvermieter) besser davon als Hotels und Pensionen. Der Aufruf der österreichischen Bundesregierung, dass man doch bitte im Inland Urlaub machen soll, konnte den starken Rückgang der internationalen Touristen nicht einmal ansatzweise kompensieren. Aus dem Ausland kamen etwa 15,1 Millionen Urlauber – Rückgang von 52,7 Prozent – und die restlichen 9,94 Millionen sind auf das Inland entfallen. Der Tourismus innerhalb Österreichs konnte – trotz des Aufrufs der Regierung – keinen „Boom“ verzeichnen, sondern brach gar um 30,5 Prozent ein. Somit hatte die Strategie der Kurz-Staatsführung keinen Erfolg.

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D-ABUL: Condor gibt erste Boeing 767 zurück

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor wird in Kürze die Boeing 767 mit der Registrierung D-ABUL an Leasinggeber Aercap zurückgeben. Das Unternehmen bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass der Vertrag ausläuft und nicht mehr verlängert wird. Der genaue Tag für das Ausfliegen auf den Pinal Airpark steht noch nicht fest. Condor erklärt, dass dies jedenfalls noch im Jänner 2021 erfolgen wird. Zuletzt setzte der Ferienflieger diese Boeing 767 auch als temporäres Frachtflugzeug ein. Die D-ABUL wurde im Jahr 1994 an China Southern Airlines ausgeliefert, wo sie bis 1998 im Einsatz war. Anschließend flog sie bis 2001 für die italienische Eurofly, dann für Alitalia und im März 2012 stieß der Langstreckenjet zu Condor. Ein Ersatz für diese Maschine wird zumindest vorläufig nicht eingeflottet.

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Schweiz: Einreise nur noch mit negativem PCR-Befund

Ab sofort verlangt die Schweiz von allen Passagieren, die auf dem Luftweg einreisen, die Vorlage eines negativen PCR-Befunds. Dieser muss bereits vor dem Boarding dem Bodenpersonal vorgewiesen werden. Andernfalls kann die Beförderung verweigert werden. Personen, die aus so genannten Risikogebieten kommend einreisen wollen, müssen den Befund auch bei der Einreise vorweisen. Anschließend muss eine zehntägige Quarantäne angetreten werden. „Freitesten“ ist frühestens nach sieben Tagen mittels PCR- oder Antigentest möglich. Der für die Einreise benötigte PCR-Befund darf maximal 72 Stunden alt sein.

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Green Airlines stellt den Verkauf von Karlsruhe-Berlin ein

Das Startup Green Airlines verschob bereits mehrfach die Aufnahme der Charterflüge zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin-Brandenburg. Kommende Woche sollte es losgehen, doch nun wurde der Verkauf eingestellt. Ein neuer Termin für den Erstflug ist nicht mehr in Sicht. Zwischenzeitlich entfernte auch der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sämtliche Hinweise auf Green Airlines von der Internetseite. Auch in den Flugplänen ist das Charterunternehmen nicht mehr enthalten. Der Anbieter ist keine Fluggesellschaft, sondern plant Turbopropflugzeuge bei der französischen Chalair zu chartern und die Sitzplätze auf eigene Rechnung zu vermarkten. „Vor einigen Tagen haben uns Green Airlines und die durchführende Chalair die Streichung der Flüge zwischen dem Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) und Berlin für den verbleibenden Winterflugplanzeitraum mitgeteilt. Ob die Flüge im Sommerflugplan aufgelegt werden können, wird von Green Airlines – abhängig von den Entwicklungen im Luftverkehr im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie – entschieden werden“, erklärt FKB-Chef Uwe Kotzan. Stefan Auwetter, Gründer und Geschäftsführer des Startups, bestätigte gegenüber Aviation Direct, dass der Verkauf zwischen Karlsruhe und Berlin-Brandenburg eingestellt wurde. Der Manager führte aus: „Die Buchungsmöglichkeit für die Strecke Karlsruhe/Baden-Baden – Berlin ist derzeit bis auf weiteres ausgesetzt. Grund hierfür sind die anhaltenden Maßnahmen, die im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen wurden und das Reise- und Buchungsverhalten stark beeinflussen“. Angesprochen auf den Einfluss dieser Entscheidung auf den angekündigten Start in Paderborn sagte der Green-Airlines-Chef: „Nach derzeitigem Planungsstand werden unsere Verbindungen Paderborn-Sylt, Paderborn-Zürich und Zürich-Sylt mit Beginn des Sommerflugplans Ende März aufgenommen. Die Strecke FKB-BER ist weiterhin Bestandteil unserer Planungen, einen Starttermin können wir derzeit noch nicht

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Lufthansa: Auf ultrakurzen Flügen besser keinen Durst bekommen

Im Frühjahr wird die Lufthansa Group in der Economy-Class der Kurz- und Mittelstrecke auf Paid-Catering umstellen. Ab einer Flugdauer von einer Stunde sind Speisen und Getränke gegen Bezahlung erhältlich. Doch wie sieht das Catering-Konzept auf besonders kurzen Flügen aus? Unter einer geplanten Flugzeit von 60 Minuten wird Lufthansa keine Waren aus der Speise- und Getränkekarte verkaufen. Ab 35 Minuten erhalten die Economy-Passagiere eine Flasche Wasser und eine kleine Schokolade. Ist die Flugdauer noch kürzer, so sollte man besser keinen Durst bekommen, denn der Eco-Bordservice wird nur noch aus einem Stück Schokolade bestehen. Gegenüber dem momentanen „Kurzflug-Service“ der Konzerntochter Austrian Airlines erscheint die kleine Süßigkeit sogar großzügig. Beispielsweise auf Flügen innerhalb Österreichs werden überhaupt keine Getränke mehr ausgeschenkt. Die Konzernmutter Lufthansa verteilt selbst auf ultrakurzen Flügen wie Stuttgart-Frankfurt kostenlose Wasserflaschen. Unter dem Deckmantel Corona gibt es bei Austrian Airlines ansonsten nur die Wahl zwischen Wasser, Tee und Kaffee. In Zukunft will Austrian Airlines – im Gegensatz zu den Konzernschwestern Swiss und Lufthansa – selbst für Wasser zur Kasse bitten.

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