Jan Gruber

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Jan Gruber

Corsair soll doch noch an die Air-Caraibes-Eigentümer gehen

Schon im Jahr 2015 wollte Tui die damalige Tochtergesellschaft Corsair International an die Eigentümer des Mitbewerbers Air Caraibes verkaufen. Das Vorhaben scheiterte allerdings, denn die Gewerkschaften leisteten Widerstand und letztlich zog sich der Interessent zurück. Nun könnte es aber bald soweit ein, denn Intro Aviation will aussteigen. Auch Corsair International ist stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen und leidet besonders stark unter den zum Teil komplizierten Einreise- und Quarantänebestimmungen, da man auf Langstreckenverbindungen ab Paris-Orly spezialisiert ist. Das Unternehmen befindet sich derzeit im Eigentum von Intro Aviation und Tui. Der französische Staat stellte dem Carrier ein Darlehen in der Höhe von zumindest 100 Millionen Euro in Aussicht, berichten lokale Medien. Noch vor Jahresende könnte nun der Verkauf an ein Konsortium, das den Gründern von Air Caraibes zugeordnet wird, erfolgen. Diese sollen Corsair International vollständig übernehmen. Über den möglichen Kaufpreis werden noch keine Angaben gemacht. Mit der Veräußerung wäre dann Tui endgültig aus der einstigen 100-Prozent-Tochter draußen. Ein Vorhaben, das man eigentlich schon vor fünf Jahren umsetzen wollte.

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Aegean bekommt 120 Millionen Euro vom Staat

Griechenland greift Aegean Airlines und damit indirekt auch der Regionaltochter Olympic Air mit einer Beihilfe in der Höhe von 120 Millionen Euro unter die Flügel. Weitere 60 Millionen Euro sollen von den Aktionären aufgebracht werden. Das Paket wurde bei der EU-Kommission zur Genehmigung eingereicht. Sobald die Wettbewerbshüter grünes Licht erteilt haben, will Griechenland dem größten Carrier des Landes 120 Millionen Euro überweisen. Dem Unternehmen verzeichnet aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger Einnahmen, gilt jedoch als für die Wirtschaft besonders wichtig. Die Höhe der Beihilfe liegt deutlich unter jener, die seitens der EU-Kommission als maximale Unterstützung pro Airline zugelassen wird. Derzeit deckeln die Wettbewerbshüter die Höchstsumme mit 32 Milliarden Euro. Aegean schrieb eigenen Angaben nach seit dem Beginn der Corona-Pandemie einen Verlust in der Höhe von 160 Millionen Euro. Davon entfallen 65 Millionen Euro allein auf das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Der Inlandsverkehr ging im ersten Halbjahr um 55,7 Prozent auf 1,22 Millionen Fluggäste zurück.

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Griechenland: Fluglotsen sind zum Streik aufgerufen

In Griechenland ist am Mittwoch und Donnerstag mit starken Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen, denn zwei Gewerkschaften rufen die Bediensteten der Flugsicherung zum Streik auf. Am 25. November 2020 sind die Mitglieder der Greek Air Traffic Controllers Association in der Zeit von 6 Uhr 00 bis 12 Uhr 00 zur Arbeitsniederlegung aufgefordert. Danach folgen die Gewerkschaftsmitglieder der Union of Electronic Engineers for Air Traffic Safety in der Zeit von 12 Uhr 00 bis 18 Uhr 00. Für den 26. November 2020 haben beide Arbeitnehmervertretungen einen 24-stündigen, gemeinsamen Streik angekündigt. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen Pläne der Regierung, die vorsehen, dass die Flugsicherung in eine eigenständige Behörde ausgelagert werden soll. Es wird mit Gehaltseinbußen und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen gerechnet.

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Für einen guten Zweck: Zürich stellt „herzliche“ Spendenboxen auf

Der Flughafen Zürich bietet seit langer Zeit Reisenden die Möglichkeit, dass diese ihr Kleingeld für soziale Projekte spenden können. Eingeworfen werden können Währungen aus der ganzen Welt, wobei manche Passagiere gar Jetons aus Casinos spenden. Der Airport erklärte, dass jährlich etwa eine Viertelmillion Schweizer Franken „reinkommen“. Das Geld wird an verschiedene gemeinnützige Organisationen und an soziale Projekte weitergeleitet und zwar ungeschmälert. Da die Spendenboxen mittlerweile in die Jahre gekommen sind, hat sich der Flughafen Zürich eine herzliche neue Lösung einfallen lassen. Die neuen Spendenkugeln sind in Herzform und sollen so zusätzlich für Aufsehen sorgen. Auf den „Herzen“ ist angeben welcher Organisation das eingeworfene Geld gespendet wird. Dieses wird vom Flughafen ohne Abschläge oder Kosten weitergeleitet. Angenommen werden alle Währungen und die Spender bleiben anonym. Seit Mitte November sind die neuen Spendenherze an insgesamt elf Standorten am Flughafen Zürich zu finden: im Check-in 1 und 2 sowie in allen Abflugbereichen der Docks A, B, D und E Ein Team von neun freiwilligen Helferinnen und Helfer leert die Spendenbehälter und sortiert die Noten und Münzen aus. In den letzten 13 Jahren kamen Noten aus insgesamt 239 Ländern zusammen. Darunter sind auch Währungen von Ländern, die es heute nicht mehr gibt, unter anderem Jugoslawische Dinar, Biafra-Pfund oder Mark aus der DDR. Auch Münzen aus Gold oder Silber wurden bereits eingeworfen. Immer wieder finden die freiwilligen Helferinnen und Helfer in den Spendenkugeln auch Jetons aus Casinos und andere kuriose Spenden, wie beispielsweise Eheringe.

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Wenig attraktiv: Lufthansa Group startet Discount Pässe

Die Lufthansa Gruppe experimentiert mit einem kostenpflichtigen Kundenbindungsprogramm, allerdings ist dieses im Gegensatz zu bestehenden Angeboten der Mitbewerber Wizzair und Volotea weit weniger attraktiv. Über das Vielfliegerprogramm Miles & More werden so genannte „Discount Pässe“ angeboten. Für 149 Euro erhält man ein Jahr lang zehn Prozent Rabatt auf Flüge der Lufthansa Group. 20 Prozent Nachlass gibt es für 299 Euro. Alternativ kann die Bezahlung auch mit 30.000 bzw. 60.000 Meilen erfolgen. Im Kleingedruckten finden sich allerdings einige Haken. Beispielsweise wird die Vergünstigung nicht bei Buchungen im „Light Tarif“ gewährt. Flüge innerhalb von Österreich und der Schweiz sind ausgenommen. Bei Edelweiss kann der „Discount Pass“ nur auf Flugnummern, ab LX 8000 genutzt werden. Obendrein besteht ein Mindestaufenthalt von drei Tagen oder aber der Nacht auf den Sonntag. Die Vergünstigung bezieht sich auf den Brutto-Endpreis, also auch die Taxen werden rabattiert. Für Geschäftsreisende dürfte der Discount-Pass aufgrund der Restriktionen wenig attraktiv sein. Lufthansa richtet das Angebot primär an Privatpersonen. Fliegt man jedoch wenig, so hält sich die Ersparnis in sehr eng gesteckten Grenzen, da zumindest der Economy-Classic-Tarif gebucht werden muss. Der Mitbewerber Wizzair gewährt für etwa 30 Euro pro Jahr ab einem Flugpreis von 19,99 Euro zehn Euro Rabatt pro Oneway-Ticket. Liegt der Flugpreis darunter, so reduziert sich der Flugscheinpreis auf 9,99 Euro. Das Ersparnispotential ist bei Wizzair wesentlich höher, da die jährliche „Mitgliedschaftsgebühr“ günstiger ist.

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Air Astana fliegt mit A321LR von Almaty nach Male

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana nimmt am 5. Dezember 2020 eine mit Airbus A321LR bediente Nonstop-Verbindung zwischen Amalty und Male auf. Diese wird zunächst an den Verkehrstagen Mittwoch und Sonntag bedient. Ab 21. Dezember 2020 will der Carrier zusätzlich auch montags fliegen. Durchgeführt werden die Flüge mit Airbus A321LR, die mit 150 Economy- und 16 Business-Class-Sitzen ausgestattet sind. Da der Carrier während der Weihnachts- und Neujahreszeit mit einer erhöhten Nachfrage rechnet, plant man zwischen 16. Dezember 2020 und 16. Jänner 2021 Großraumflugzeuge des Typs Boeing 767-300ER einzusetzen. Air Astana weist in einer Aussendung darauf hin, dass die Einreisebestimmungen der Malediven zu beachten sind. Weiters müssen auch die Vorschriften von Kasachstan erfüllt werden, wenn ein weiterer Umstieg notwendig ist. Beispielsweise könnte das der Fall sein, wenn zunächst nach Nur-Sultan geflogen wird, anschließend nach Amlaty, um von dort aus den Male-Flug anzutreten.

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Reisebranche rätselt: Ist die Impfkarte künftig der zweite Reisepass?

Mit der Frage wie das Reisen nach der flächendeckenden Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen ablaufen wird, beschäftigt derzeit sowohl die Reisebranche als auch die Politik. Möglicherweise wird man künftig vor dem Abflug oder bei Grenzkontrollen die Impfkarte vorweisen müssen, um so Einreiseschikanen vermeiden zu können. China machte beim G20-Gipfel einen anderen Vorschlag: Impfbescheinigungen, Gesundheitszeugnisse und gegebenenfalls auch Corona-Testergebnisse sollen in einer weltweiten Datenbank gespeichert werden und über QR-Codes bei Kontrollen vorgewiesen werden. Dem kommunistischen Land schwebt vor, dass dadurch Fastlanes bei der Einreise geschaffen werden können. Dass der chinesische Vorschlag international umgesetzt wird, ist aufgrund des hohen Misstrauens gegenüber dem Datenschutz des Regimes äußerst unwahrscheinlich. Dennoch zeigt der Vorstoß der Chinesen, dass eine Lösung gefunden werden muss. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass die Impfkarte und/oder eine Bescheinigung, dass man gegen Cov-Sars-2 geimpft ist, künftig eine entscheidende Rolle spielen könnte. So sagte beispielsweise Alan Joyce, CEO der Fluggesellschaft Qantas, dass man im internationalen Verkehr nur noch Passagiere befördern wird, die eine Corona-Impfung nachweisen können. Ob diese Aussage mit australischem Recht oder jenem des jeweiligen Ziel- oder Abflugsstaats in Einklang zu bringen ist, wird sich noch zeigen. Momentan wäre dies nicht möglich, da es ansonsten Diskriminierung wäre. Doch was Diskriminierung ist und was nicht, bestimmt in erster Linie mal die Politik und später entscheiden gegebenenfalls Gerichte darüber. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass nun auf politischer Ebene festgelegt werden muss, ob Personen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen, Erleichterungen im Reiseverkehr erhalten werden oder aber gar der Nachweis einer Impfung verbindlich sein könnte.

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Castellón: Ehemalige BA-747 fing Feuer

Auf dem Flughafen Castellón (Spanien) fing die Boeing 747-400 mit der Registrierung G-CVID Feuer. Die Maschine wurde vormals von British Airways betrieben und ist auf diesem Airport zum Zweck der Verschrottung abgestellt. Der Carrier erklärte in einer ersten Reaktion, dass man davon ausgeht, dass während der Zerlegung der Maschine durch einen Funkenflug der Brand entstanden ist. Der Flughafen Castellón schrieb, dass die Feuerwehr rasch eingegriffen hat und das Feuer schnell löschen konnte. Verletzt wurde niemand. Der Vierstrahler wurde im August 2020 nach Spanien überstellt und wartet seither auf seine Verschrottung. British Airways veräußerte den Jumbojet an ein Verwertungsunternehmen und war zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr Eigentümerin. Solllte das nachstehende Video vom Brand nicht angezeigt werden, so kann es auch unter diesem Link abgerufen werden.

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Willie Walsh wird neuer IATA-Präsident

Der ehemalige Generaldirektor der International Airlines Group, Willie Walsh, wird an die Spitze des Weltluftfahrtverbands IATA treten. Er folgt auf den ehemaligen Air-France-Chef Alexandre de Juniac, der zurücktreten wird. Dies kündigte der Amtsinhaber bereits vor einigen Wochen an. Die IATA teilte mit, dass Walsh am Dienstag während der virtuellen Jahreshauptversammlung gewählt werden soll. „Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht Die Bausteine für eine Erholung der Industrie liegen bereit. Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die IATA-Führung für die lange Phase der Erholung zu übergeben“, so der De Juniac, der dem Weltluftfahrtverband seit 2016 vorsteht. Willie Walsh leitete viele Jahre lang die International Airlines Group. Eigentlich wollte der den Posten im Frühjahr zurücklegen, jedoch verlängerte er aufgrund der Corona-Pandemie. Vor zwei Monaten beendete er seine Tätigkeit bei der IAG und wollte sich eigentlich in den Ruhestand zurückziehen. Offenbar wurde es ihm bereits langweilig, so dass ihn die Herausforderung an der Spitze der IATA reizte…

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China riegelt Flughafen Shanghai ab und löst Massenpanik aus

Auf dem Flughafen Shanghai-Pudong haben sich am Montag Szenen abgespielt, die an einen Katastrophenfilm erinnern: Nachdem mehrere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, riegelten die Behörden das Terminal und das Areal einfach ab. Es wurden Massentests angeordnet und da tausende Menschen betroffen waren, kam es zu äußerst chaotischen Momenten. Wie viele Mitarbeiter positiv getestet wurden, ist völlig unklar. Die Behörden entschieden sich jedoch, dass alle Passagiere und alle Beschäftigten getestet werden und damit dem niemand entkommen kann, wurden das Terminal und das Areal abgeriegelt. Mit dieser drastischen Maßnahme wollten die Entscheidungsträger verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreiten kann. Der Flugbetrieb wurde eingestellt und in sozialen Medien kursieren Videos, in dem Menschen panikartig versuchen das Terminal zu verlassen. Offiziellen Angaben nach sollen sich bis zu 100.000 Personen (Mitarbeiter und Passagiere) auf dem Areal befunden haben. Wie viele Fluggäste es tatsächlich waren, lässt sich aufgrund der schwierigen Informationspolitik der Volksrepublik China nicht feststellen. Diese verteilte Videos, in denen Menschen in einem Parkhaus anstehen und auf ihre Testung warten. Ein genauerer Blick verrät aber schnell, dass es sich bei den Personen offensichtlich um Mitarbeiter handelt. Die in sozialen Medien kursierenden Mitschnitte zeigen ein ganz anderes Bild und zwar Passagiere, die in Panik geraten sind und versuchen das Terminal zu verlassen. Auch ist zu sehen wie Sicherheitspersonal, das Schutzanzüge trägt, versucht diese aufzuhalten. Zum Teil jedoch ohne Erfolg, da die Masse der Fluggäste deutlich in der Überzahl ist. Offiziell teilte die Volksrepublik China mit, dass die Polizei die Lage in den Griff

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