Jan Gruber

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Jan Gruber

Etihad: Aus der Traum von der „weltumspannenden Airline“

Mit Hilfe einer von Swissair kopierten Hunter-Strategie wollte Etihad Airways eine weltumspannende Airline-Gruppe schaffen. Genau wie bei den Schweizern ging das Konzept sich bei kriselnden Airlines einzukaufen nicht auf. Nach vielen verbrannten Milliarden U.S.-Dollar will sich der Golfcarrier nun massiv verkleinern. Die Parallelen zur gescheiterten Hunter-Strategie der ehemaligen Swissair sind deutlich: Beide Airlines kauften sich im großen Stil bei Fluggesellschaften ein, die finanziell am Abgrund standen. Geschaffen wurde jeweils ein Vielfliegerprogramm und die Carrier sollten an der “kurzen Leine” gehalten werden. In beiden Fällen ging das Konzept aber nicht auf, denn der Kapitalbedarf der kriselnden Beteiligungen war jeweils ein Faß ohne Boden. Swissair brachte sich damit in den Konkurs und viele Airlines, bei denen man sich eingekauft hatte, existieren heute nicht. Etihad Airways drehte den “Töchtern” den Geldhahn ab und diese gingen reihenweise pleite. Übrig geblieben sind nur noch Air Serbia und Air Seychelles, wobei beide bereits vor der Corona-Pandemie stark angeschlagen waren. Die Serben können allerdings froh sein, dass der Mehrheitseigentümer – der Staat – sich klar zum Carrier bekennt und diesen in der Luft halten kann. Alitalia wurde vom italienischen Staat vor dem Grounding bewahrt und soll mal wieder neu aufgesetzt werden. Etihad Airways vernichtete mit der gescheiterten Strategie viele Milliarden U.S.-Dollar und hatte auch im eigenen Flugbetrieb wenig davon. Dieser war von Anfang an defizitär und die Hoffnung, dass über die Beteiligungen mehr Reisende in Abu Dhabi umsteigen werden, erfüllte sich nicht. Dennoch baute man die Flotte massiv aus und flottete auch den Maschinentyp Airbus A380 ein.

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Einigung mit Verdi: Kein Weihnachts- und Urlaubsgeld für Lufthansa-Bodenpersonal

Die Gewerkschaft Verdi und der Vorstand der Lufthansa Gruppe gaben am Mittwochabend die Einigung auf ein Krisenpaket bekannt. Dieses sieht unter anderem vor, dass Weihnachts- und Urlaubsgelder wegfallen. Auch soll die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes gekürzt werden. Im Gegenzug gibt es einen Kündigungsschutz. Die Verhandlungen zwischen den Arbeitnehmervertretern und Lufthansa zogen sich lange hin. Nicht verwunderlich, denn für beide Seiten steht sehr viel auf dem Spiel. Nun einigten sich die beiden Seiten auf ein Krisenpaket, das Einsparungen in der Höhe von 200 Millionen Euro sicherstellen soll. Die Maßnahmen gelten im Wesentlichen für die tariflichen Bodenbeschäftigten der Deutschen Lufthansa AG, Lufthansa Technik AG und Lufthansa Cargo AG. Damit leisten nun auch die 24.000 Bodentarifmitarbeiter neben der Kurzarbeit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der gravierenden Folgen der Coronapandemie. Einsparungen werden bereits unmittelbar durch den Entfall des Weihnachtsgeldes für 2020 wirksam. Auch für 2021 wurde vereinbart, dass das Urlaubs- und Weihnachtsgeld inklusive Zuschläge entfällt. Darüber hinaus wird die Kurzarbeit konsequent fortgeführt und die Aufstockung zum Kurzarbeitergeld für das Jahr 2021 von 90 auf 87 Prozent reduziert. Insgesamt können damit im Jahr 2021 für die Beschäftigtengruppe je nach Grad des Arbeitsentfalls Personalkosteneinsparungen in Höhe von bis zu 50 Prozent erreicht werden. Im Gegenzug hat Lufthansa angekündigt, einen Kündigungsschutz für das Jahr 2021 (der vor Entlassungen bis Ende März 2022 schützt) auszusprechen und Altersteilzeit sowie betriebliche Freiwilligenprogramme anzubieten. Gespräche zu langfristigen Personalkostenreduzierungen für die Phase ab dem 1. Januar 2022, wenn das Kurzarbeitergeld entfällt, werden frühzeitig wieder aufgenommen. Die Verhandlungen über einen Interessenausgleich werden mit dem

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Friedrichshafen: Sun Air verschiebt Comeback in den August 2021

Eigentlich wollte der British-Airways-Franchisenehmer Sun Air of Scandinavia kurz vor Weihnachten 2020 ab Friedrichshafen zumindest die Düsseldorf-Strecke reaktivieren. Ab Billund wollte man schon ab Anfang November 2020 wieder fliegen. Wollte, denn daraus wird nun nichts, denn das Comeback wurde gar in den August 2021 verschoben. Auf eigene Rechnung ist Sun Air derzeit gar nicht unterwegs. Lediglich im Auftrag von Astra Zeneca, ein Pharmakonzern, auf dem Hoffnungen hinsichtlich eines Corona-Impfstoffs lasten, führt man Werksverkehrsflüge zwischen Göteborg, Cambringe und Manchester durch. Die Strecken, die man vor der Pandemie eigenwirtschaftlich bedient hatte, ruhen weiterhin. Die zuletzt angekündigten Wiederaufnahmen wurden abgesagt. Friedrichshafen war für Sun Air ein gemischter Erfolg, denn die Flüge nach Hamburg erwiesen sich als finanzieller Flop. Maßgeblich dürften sowohl die Nachfrage als auch das im Betrieb sündhaft teure Fluggerät des Typs Dornier 328-Jet beigetragen haben. Auch bediente man kurzzeitig eine Flugverbindung ins französische Toulouse, die insbesondere für Airbus und MTU interessant gewesen sein dürfte. Weder Twinjet, noch Sun Air schafften es die Strecke dauerhaft erfolgreich zu betreiben. Die Folge daraus ist, dass der BA-Franchisenehmer momentan nur noch die Wiederaufnahme der Düsseldorf-Route ins Auge fasst. Die Wiederaufnahme der Linienflüge ist allerdings um stolze neun Monate in den August 2021 verschoben worden, wie aus einer Medienmitteilung von Sun Air of Scandinavia hervorgeht. Für Friedrichshafen ist die Entscheidung der Dänen ein herber Rückschlag, denn momentan hat man gar keine regelmäßigen Linienflüge. Lufthansa stellte die Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt am Main erneut ein. Andere Fluggesellschaften zogen sich aufgrund der Krise zumindest temporär zurück. Mit

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American Airlines führt weitere Kapitalerhöhung durch

Das Oneworld-Mitglied American Airlines beabsichtigt sich über eine weitere Kapitalerhöhung zusätzliche Liquidität auf dem Kapitalmarkt zu beschaffen. Der Konzern teilte mit, dass dazu bis zu 38,5 Millionen neue Aktien ausgegeben werden sollen. Diese sollen um etwa 13 U.S.-Dollar pro Stück zum Kauf angeboten werden. Der Carrier beabsichtigt über die Kapitalerhöhung rund 500 Millionen U.S.-Dollar in die aufgrund der Coronakrise klammen Kassen zu bekommen. Die Bank of America fungiert als Partner dieser Kapitalmarkttransaktion und will selbst 5,8 Millionen Anteilsscheine zeichnen. American Airlines gab bereits im Juni 2020 sowohl eine Wandelanleihe als auch neue Aktion aus. Dadurch wurden rund 1,5 Milliarden U.S.-Dollar eingenommen. Der Verlust ist jedoch erdrückend: Das Defizit lag allein im dritten Quartal des Jahres 2020 bei etwa 2,4 Milliarden U.S.-Dollar. Aufgrund der Beendigung eines Programms der Trump-Regierung droht nun vielen Mitarbeitern die Arbeitslosigkeit.

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Condor klagt Lot-Mutter PGL auf Schadenersatz

Die im Frühjahr geplatzte Übernahme der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor durch die Lot-Konzernmutter PGL hat nun ein juristisches Nachspiel: Eine Schadenersatzklage wurde gegen die polnische Staatsholding eingebracht. Dies geht aus dem Jahresabschlussbericht der PGL hervor. Condor hat demnach im September 2020 gerichtlich 56 Millionen Euro gefordert. Im Bericht ist unter anderem zu lesen, dass die Beklagte gegen die Verpflichtungen, die sich aus dem Kaufvertrag ergeben, verstoßen habe und sich weiters auch weigere diesen nachzukommen. PGL weist den Vorwurf scharf zurück und behauptet, dass Condor ungerechtfertigt versuche unzulässige finanzielle Leistungen zu erhalten. Der Ferienflieger machte auf Anfrage keine Angaben zu gegenständlicher Klage und verweist darauf, dass man prinzipiell laufende Gerichtsverfahren nicht kommentiere. Anfang des Jahres ging überraschend der Zuschlag für die Ferienfluggesellschaft, die aufgrund der Pleite des Mutterkonzerns Thomas Cook in ein Schutzschirmverfahren rutschte, an PGL, der offiziellen Eigentümerin des Star-Alliance-Mitglieds Lot. Lufthansa reagierte darauf zunächst wenig erfreut und evaluierte sogar die Aufkündigung der Zubringerflüge. Dazu kam es aber nie, denn kurz nach Beginn der Coronakrise in Europa platzte der Deal mit der polnischen Staatsholding. Es war eigentlich schon alles vorbereitet und Condor hatte den Schutzschirm bereits verlassen. Die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen halfen dem Ferienflieger, der einst zum Lufthansa-Konzern gehört hat, erneut aus der Patsche und gewährten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein weiteres Darlehen. Diesmal wurden 550 Millionen Euro locker gemacht. Im Herbst 2019 bekam Condor bereits einen staatlich garantierten Kredit in der Höhe von 380 Millionen Euro. Der Carrier musste im Frühjahr erneut ein Schutzschirmverfahren beantragen. Die

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EU-Generalanwalt: Reiseveranstalter haften für Vergewaltigungen durch Hotelpersonal

Der EU-Generalanwalt vertritt die Ansicht, dass Reiseveranstalter für Vergewaltigungen, die durch das Personal von Hotels begangen werden, zur Haftung herangezogen werden können. Unter der Geschäftszahl C‑578/19 wird derzeit vor dem EuGH ein entsprechender Fall verhandelt. Klägerin ist eine Britin, die sich auf einer Pauschalreise in Sri Lanka befand. Dort wurde sie vom Elektriker des Hotels vergewaltigt. Zurück in UK reichte sie Klage gegen den Tour Operator ein. Das britische Höchstgericht legte den Fall dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vor. Generalanwalt Maciej Szpunar gab am Dienstagnachmittag sein Schlussstatement ab und vertritt die Rechtsansicht, dass Reiseveranstalter für Vergewaltigungen, die von Hotelpersonal begangen werden, haften. Hierbei verweist der Jurist auch darauf, dass davon auszugehen ist, dass wenn ein Hotelangestellter im Dienst ist und sogar Uniform trägt, dass davon auszugehen ist, dass die Verpflichtungen aus dem Pauschalreisevertrag erfüllt werden. Bezüglich der Vergewaltigung: Der Generalanwalt sagte dazu, dass es sich nicht um ein Ereignis handelt, das “trotz aller gebotenen Sorgfalt nicht vorhersehbar oder abwendbar war”. Anders ausgedrückt: Der Reiseveranstalter soll für den sexuellen Übergriff haften und schadenersatzpflichtig werden. Häufig folgen die Richter des EuGH dem Antrag des Generalanwalts, sind jedoch in ihrem Urteil völlig frei und unabhängig. Das europäische Höchstgericht teilte noch keinen Termin für die Verkündung des Urteils mit.

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Emirates setzt A380 als Hilfsfrachter ein

Ursprünglich plante Airbus eine Frachtversion des A380 auf den Markt zu bringen. Die Pläne verschwanden aber mangels Nachfrage schnell wieder in der Schublade. Nun setzt Golfcarrier Emirates Airline mehrere Superjumbos für reine Cargo-Flüge ein. Die Sitze baute das Unternehmen allerdings nicht aus. Emirates Sky Cargo bezeichnet die als “Hilfsfrachter” eingesetzten A380 als “Mini-Freighter”. Die Nutzlast ist allerdings beachtlich, denn ohne Passagiere passen allein in die Cargozone stolze 50 Tonnen Fracht. Die Sitze will Emirates allerdings nicht ausbauen. Stattdessen will man Pakete in den Gepäckfächern und auf den Sesseln transportieren, um den möglichen Stauraum optimal ausnutzen zu können. Der Mitbewerber Hi Fly Malta machte mit dem Ausbau der Bestuhlung keine guten Erfahrungen. Den einzigen A380 des Unternehmens verwandelte man in einen Frachter, jedoch hielt sich die Nachfrage in sehr eng gesteckten Grenzen. Das Muster erwies sich bei Hi Fly generell als Flop, weshalb es bis Jahresende die Flotte verlassen soll. Die ursprünglich angekündigte Aufnahme weiterer A380 ist abgesagt. Emirates beabsichtigt – wie erwähnt – nicht, dass die Superjumbos in “Preighter” verwandelt werden. Die Nutzlast des Frachtraums ist ohnehin beachtlich und auf den Sitzen und in den Overhead-Bins sollen weitere Räume genutzt werden. Der Golfcarrier beabsichtigt mit den Maschinen auch medizinische Güter zu transportieren und will bei der globalen Verteilung der Impfstoffe eine tragende Rolle spielen. Derzeit sind unter anderem die A6-EOT, A6-EOU und die A6-EOV als Hilfsfrachter auf diversen Strecken unterwegs. In Europa war übrigens die EOV zu Gast und zwar in Amsterdam.

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Deutsche Reisebüros kassieren mehr Stornos und weniger Neuaufträge

Im Oktober 2020 konnten die deutschen Reisebüros um 94 Prozent weniger Flugscheine vermitteln. Auch im Bereich der Kreuzfahrten sah es kaum besser aus, denn es wurde ein Rückgang um 81 Prozent verzeichnet. In der Touristik wurden 82 Prozent weniger Pauschalreisen verkauft, geht aus dem Tats-Reisebürospiegel hervor. Bedingt durch zahlreiche Stornierungen ist es sogar so, dass die Agenturen unter dem Strich sogar im Minus waren. Im Bereich der Pauschalreisen führt dies zu einem Rückgang von 114 Prozent. Bei den Kreuzfahrten waren es sogar Minus 133 Prozent. Kumuliert wurde in der Touristik ein Auftragsbestand von minus 66 Prozent verzeichnet. Das bedeutet, dass wesentlich mehr Reisen storniert als neu gebucht wurden. Bei der Online-Konkurrenz läuft es kaum besser, denn beispielsweise Holidaycheck erwirtschaftete in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Minus von 31 Millionen Euro. Der Umsatz reduzierte sich von 103,7 Millionen Euro auf 11,2 Millionen Euro. Der Internet-Reisevermittler baute bereits kräftig Personal ab und trennte sich auch von einer in Amsterdam ansässigen Tochtergesellschaft. Die Auswirkungen der Krise sind dennoch heftig, denn die liquiden Mittel wurden durch die Ziehung von Kreditlinien und durch spezielle Covid-Kredite aufgestockt. Der Verkauf der niederländischen Tochter brachte 14,4 Millionen Euro. Zu bedenken gilt es, dass die Verbesserung der Liquidität auf 44,6 Millionen Euro über Kredite erfolgt ist. Diese müssen irgendwann zurückbezahlt werden.

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Gericht: Airlines müssen Umrechnungsgebühren ausweisen

Viele Fluggesellschaften bieten bei der Buchung von Flugtickets, die in Fremdwährung bezahlt werden müssen, die Umrechnung und Bezahlung in Euro an. Bei manchen Anbietern ist der Wechselkurs nicht nur grottenschlecht, sondern ein nettes “Körberlgeld” für die Airlines. Dem schiebt nun das Landgericht Berlin einen Riegel vor. Der Bundesverband Verbraucherzentrale hatte geklagt, weil eine Fluggesellschaft die zusätzlichen Kosten, die für die Umrechnung von Britischem Pfund in Euro entstehen, nicht explizit ausgewiesen hatte. Die Konsumentenschützer vertreten die Ansicht, dass der Endpreis bereits zu Beginn der Buchung angegeben werden muss. Dabei beruft man sich auf die entsprechende Richtlinie der Europäischen Union. Das Landgericht Berlin schloss sich der Ansicht an. Erschwerend kommt dazu, dass die Zusatzkosten, die mittels schlechtem Wechselkurs generiert wurden, überhaupt nicht ausgewiesen wurden. Es wurde nicht darauf hingewiesen, dass bei Bezahlung in Euro ein zusätzliches Entgelt entsteht. Erst kürzlich verdonnerte das Kammergericht Berlin die Billigfluggesellschaft Easyjet dazu, dass bereits zu Beginn der Buchung der Preis für das Ticket genau aufgeschlüsselt werden muss. Das schließt auch das Ausweisen von Steuern und Gebühren ein, denn genau das machen auch Ryanair und Easyjet nicht. Im Erstattungsfall argumentiert der Kundenservice dann gerne damit, dass man ja gar keine Taxen bezahlt hätte. Auch in diesem Zusammenhang gibt es schon Urteile und zwar gegen Ryanair und Laudamotion.

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Kanaren: FTI bietet Schnelltests für 16 Euro an

Nach Tui hat sich auch der Reiseveranstalter FTI eine Lösung für das “Testproblem”, das Urlaubern ab 14. November 2020 auf den Kanaren blüht, gefunden. Die Passagiere sollen während ihrem Transfer vom Airport zum Hotel einen Zwischenstopp bei einer Teststation einlegen. Dort kann zum Preis von 16 Euro ein Antigen-Test vorgenommen werden. Das Ergebnis soll laut FTI innerhalb von maximal einer halben Stunde feststehen. Tui stellte eine Lösung im “Do-it-yourself-Verfahren” unter Online-Aufsicht medizinischen Personals fest. Im Tui-Artikel wurde fälschlicherweise erwähnt, dass für die Einreise auf die Kanaren lediglich PCR-Tests anerkannt sind. Die Regionalregierung änderte zuvor die Praxis und lässt auch Antigen-Tests zu. Damit ist die spanische Region ein regelrechter Pionier, denn andere Staaten, beispielsweise Deutschland, stemmen sich sprichwörtlich mit Händen und Füßen gegen den Einsatz von Schnelltests im Reiseverkehr. Allerdings ist anzunehmen, dass man die Erfahrungen der Kanaren von vielen Ländern Europas aus beobachten wird, denn die Branche steckt mit Antigentests vor jedem Abflug in den Startlöchern. Damit will man der Politik eine “schlüsselfertige” Lösung liefern, die als Ersatz für den Flickenteppich an Einreise- und Quarantänebestimmungen dienen soll. Auf europäischer Ebene gibt es dafür Unterstützung von der EU-Kommission, die für genau diesen Zweck eine große Anzahl Antigen-Testkits bestellt hat.

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