Jan Gruber

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Jan Gruber

Air France-KLM braucht weitere sechs Milliarden Euro

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM benötigt offenbar weitere Unterstützung seitens der Heimatsstaaten. Konkret geht es diesmal um bis zu sechs Milliarden Euro, die in Form von Beihilfen und Krediten gewährt werden könnten. Laut der französischen La Monde sollen bereits Verhandlungen mit den Regierungen von Frankreich und der Niederlande laufen. Demnach soll Frankreich drei Milliarden Euro gewähren und die Niederlande sollen eine Milliarde Euro überweisen. Die restlichen zwei Milliarden Euro könnten in Form von Krediten aufgenommen werden, wobei es hierfür eine Staatshaftung geben soll. Wie die beiden Staaten diese aufteilen, ist noch unklar. Während Frankreich bereits große Teile der ursprünglich bewilligten Beihilfen ausbezahlt hat, stockte es in den Niederlanden. Endgültig grünes Licht gab es erst nachdem sich die Geschäftsleitung und die Pilotengewerkschaft auf ein Sparpaket geeinigt hatten. Generell ist die niederländische Regierung wesentlich zurückhaltender als jene in Frankreich. Unterm Strich wurden Air France-KLM bereits 10,4 Milliarden Euro bewilligt, wobei diese Summe sowohl Kredite als auch Beihilfen inkludiert. Sollten die nunmehr zusätzlich angeforderten Finanzmittel von den beiden Ländern bewilligt werden, so hätte der französisch-niederländische Konzern seit Beginn der Coronakrise die stolze Summe von 16,4 Milliarden Euro verschlungen. Eine weitere Klage von Ryanair würde daher nicht lange auf sich warten lassen. In verschiedenen lokalen Medienberichten äußerten sich Mitglieder der französischen Regierung wohlwollend bezüglich weiterer Staatshilfe für Air France. Man werde das Unternehmen auch weiterhin unterstützen. In den Niederlanden verhält man sich noch zurückhaltend und brachte zuletzt auch das Szenario der Herauslösung von KLM ins Spiel. Zwischen den beiden Aktionären wird es also noch

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VIE-Tochter in Luqa rechnet mit schwierigstem Winter in der Flughafengeschichte

Die maltesische Tochter der Flughafen Wien AG, der Luqa Airport, zählte im Oktober 2020 nur noch 110.346 Fluggäste – ein Rückgang von 73,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zwischenzeitlich landete Österreich auf der so genannten „Amber List“, was zur Folge hat, dass die Einreise nur gegen Vorlage eines negativen PCR-Tests möglich ist. Auch hinsichtlich der Konnektivität zwischen Österreich und Malta gab es Veränderungen: Wizzair und Ryanair haben ihre Angebote ausgesetzt, so dass nur noch Air Malta zwischen Luqa und Wien fliegt. Doch auch der Staatscarrier reduzierte die Frequenzen. Während der Malta International Airport im Jahr 2019 ein Allzeithoch verzeichnen konnte, rechnet die Geschäftsleitung nun mit äußerst schwierigen Wintermonaten. Die VIE-Tochter teilte mit, dass die Betriebseinnahmen zwischen Jänner und Ende September 2020 um 67,7 Prozent zurückgegangen sind und 24,9 Millionen Euro ausmachen. Die Personalkosten wurden seit April 2020 um 24,1 Prozent gesenkt. Dies wurde auch mittels Lohnkürzungen beim Management und bei einfachen Angestellten umgesetzt. Auch betont der einzige Verkehrsflughafen der Republik Malta, dass das Kurzarbeitsprogramm der Regierung eine große Hilfe ist. Die Betriebskosten konnten um 38,4 Prozent gesenkt werden, da man sich auf die allernotwendigsten Dinge beschränkt hat. Die laufende Winterflugplanperiode 2020/21 soll laut Geschäftsleitung die schwierigste seit der Eröffnung des Flughafens Luqa werden. Die Finanzlage soll nicht angespannt sein, jedoch rechnet man mit einem neuerlich stark sinkenden Verkehrsaufkommen, was niedrigere Einnahmen zur Folge haben wird. In diesem Zusammenhang forderte Luqa-Chef Alan Borg auch einheitliche Reiserichtlinien, um die Nachfrage ankurbeln zu können. Er rechnet jedoch nicht damit, dass sich die Situation kurzfristig

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Flug von Luqa nach Rom endete für Teenager im Knast

Ein Flug von Luqa (Malta) nach Rom endete für einen Teenager nicht nur mit einer Zurückweisung, sondern auch mit einer viermonatigen Haftstrafe. Beim Boarding am Flughafen Malta ist dem Personal nicht aufgefallen, dass der Pass des 17-jährigen gefälscht war. Am „Zielflughafen“ führte jedoch die italienische Finanzpolizei (Guardia di Finanza) eine routinemäßige Kontrolle durch und wurde stutzig. Das Reisedokument, das der Teenager aus Marokko vorleget hatte, wurde überprüft und stellte sich als Fälschung heraus. Nach Rücksprache mit den maltesischen Behörden wurde klar, dass der Teenager aus einer Flüchtlingsunterkunft in Hal Far stammt und mittels eines gefälschten Reisepasses nach Italien gelangen wollte. Die italienischen Behörden verweigerten die Einreise und wiesen den jungen Mann mit dem nächsten Luqa-Flug zurück nach Malta. Dort blühte ihm eine „Begrüßung“ durch die Exekutive, denn der Teenager wurde unmittelbar nach dem Aussteigen verhaftet. Mittlerweile gab es auch eine Gerichtsverhandlung und der 17-jährige wurde zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt. Die Dauer der Untersuchungshaft wird allerdings angerechnet und abgezogen. Das Gericht ahndete die Verwendung eines gefälschten Ausweisdokuments. Möglich wäre auch eine längere Gefängnisstrafe gewesen, jedoch legte die Richterin das junge Alter und den Umstand, dass der Teenager von Anfang an geständig war, mildernd aus. „Flughafen-Seriendieb“ zu fast fünf Jahren Haft verurteilt Die maltesische Justiz hatte sich auch mit einem anderen „Flughafen-Kriminalfall“ zu befassen, denn über einen längeren Zeitraum suchte ein Dieb die Geschäfte am Flughafen Luqa heim. Laut Mitteilung des Gerichts soll sich ein nicht näher bezeichneter Mann in unregelmäßigen Abständen in Shops im öffentlichen Bereich „bedient“ haben. Smartphones, I-Pads,

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737-Max: China wartet Ergebnisse der Unfallermittlungen ab

Während die U.S.-amerikanische Luftfahrtbehörde bereits die Wiederzulassung erteilt hat und EASA-Chef Patrick Ky zuletzt erklärte, dass es auch in Europa soweit sein wird, ist China in Sachen Boeing 737-Max zurückhalten. Vorläufig denkt man gar nicht daran dieses Muster wieder abheben zu lassen. Die CAAC erklärte, dass zunächst die beiden fatalen Unfälle vollständig aufgeklärt werden müssen und die Untersuchungen abgeschlossen werden müssen. Auch verlangen die Chinesen, dass sämtliche Piloten neu und insbesondere vollständig auf dieses Muster geschult werden müssen. Einen „politischen Hintergrund“ soll es laut CAAC nicht geben. Die chinesische Luftfahrtbehörde deutete auch an, dass man die seitens der FAA erteilte Wiederzulassung für „zu früh“ hält, da die Untersuchungen der beiden Abstürze noch nicht abgeschlossen sind. Die tatsächliche Ursache der beiden Totalverluste wäre noch nicht ermittelt und daher habe man sich aus Sicherheitsgründen dazu entschieden die Ergebnisse abzuwarten. Daraus lässt sich ableiten, dass es noch einige Zeit dauern wird bis Operator aus dem Reich der Mitte die Maschinen des Typs Boeing 737-Max einsetzen dürfen bzw. ausländische Betreiber dieses Muster von/nach China einsetzen können.

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FACC gewinnt Innovationspreis des Landes OÖ in Gold

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC AG erhielt seitens des Landes Oberösterreich den Innovationspreis in Gold verliehen. Gewonnen hat das Unternehmen mit dem gemeinsam mit Ehang entwickelten Flugtaxi. In der Kategorie Großunternehmen konnte die FACC AG mit dem Ehang 216 punkten. „Wir verfolgen mit unserem autonomen Fluggerät eine Vision: die persönliche Mobilität in städtischen Ballungszentren noch flexibler, schneller, effizienter und sicherer zu machen. Autonomes Fliegen ist eine zusätzliche und völlig neue Antwort auf überlastete Straßen, Luftverschmutzung und Lärmbelastung in den Megacities dieser Welt“, ist Robert Machtlinger, CEO der FACC AG, überzeugt und ergänzt: „Wir nützen in unserer Kooperation mit EHang innovative Materialien, hocheffiziente Leichtbaustrukturen, einen umweltfreundlichen Elektroantrieb, einen Highspeed-Computer und Big Data. Die eingesetzte Technologie ist revolutionär. FACC und EHang ergänzen einander in ihren Kompetenzen perfekt.“ Nun wurde FACC für das revolutionäre autonome Flugtaxi vom Land Oberösterreich mit dem Innovationspreis in Gold ausgezeichnet. „Innovationskraft ist der Treibstoff für Wettbewerbsfähigkeit. FACC nimmt hier seit mehr als 30 Jahren als Innovations- und Produktionsunternehmen eine führende Rolle in Oberösterreich ein. Die Fertigung des autonomen Flugtaxis EHang 216 ist ein Paradebeispiel für oberösterreichische Hochtechnologie, die unsere Zukunft verändern kann und wird – hier konkret die individuelle Mobilität in Ballungszentren“, begründet Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner die Auszeichnung von FACC mit dem 1. Platz beim Innovationspreis des Landes Oberösterreich. „Diese Auszeichnung mit dem oberösterreichischen Innovationspreis macht uns sehr stolz und zeigt uns, dass wir auch in diesen herausfordernden Zeiten richtig unterwegs sind. Vielen Dank an die gesamte Belegschaft, die diesen Erfolg gemeinsam erarbeitet hat“, betont Robert Machtlinger.

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Austro Control und Vida erzielen „Kompromiss-KV“

Die Geschäftsleitung der Austro Control und die Gewerkschaft Vida erzielten in den Kollektivvertragsverhandlungen einen Kompromiss, der den Fortbestand des Unternehmens sichern soll. Nach neun Verhandlungsrunden steht nun ein Ergebnis, das auch ein Sparpaket beinhaltet. Die Austro Control ist eine von sehr wenigen österreichischen Firmen, die Kollektivverträge selbst ausverhandeln und abschließen darf. Ansonsten ist dies den Sozialpartnern vorbehalten. Da auch die ACG aufgrund des stark gesunkenen Luftverkehrs weniger Einnahmen verzeichnet, drängte die Geschäftsleitung auf ein hartes Sparpaket. „Wir haben uns mit der Geschäftsführung zu einem Sparpaket durchgerungen, das die Austro Control absichert und weiterhin einen sicheren Flugverkehr in Österreich garantiert. Die Einzigen, die Verantwortung für das Unternehmen übernehmen und einen Beitrag leisten, sind somit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Vida-Fachbereichsvorsitzender Daniel Liebhart, der auch kritisiert, dass Austro Control von der Republik Österreich als Eigentümer „im Stich gelassen“ wird. „Wird nichts unternommen, rutscht das Eigenkapital des Unternehmens ins Negative. Damit hängt nicht nur das ganze Unternehmen in der Luft, sondern auch die gesamte Flugsicherung in Österreich. Ohne Austro Control gäbe es keinen sicheren Flugverkehr“, so Liebhart, der selbst Fluglotse ist. „Aktuell befinden wir uns in der schwersten Krise der Luftfahrt. Alle großen Unternehmen sind in Kurzarbeit und haben die Arbeitszeit auf unter 30 Prozent reduziert. Die engen Personalkapazitäten der Austro Control lassen jedoch selbst bei dieser Auslastung keine Kurzarbeit im Unternehmen zu. Die Krise hat lediglich dazu geführt, dass das Unternehmen erstmals seit Jahrzehnten wieder vertragskonforme Dienstpläne erstellen kann.“ Die Lage ist jedoch laut Gewerkschaft schon lange bekannt und wurde bereits im

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Statistik: Umsatz und Nächtigungszahlen in Wien regelrecht am Boden

Wie stark der Impact der Einreise- und Quarantänebestimmungen, die aufgrund der Corona-Pandemie erlassen wurden, auf Wiens Beherbergungsbetriebe ist, zeigen die jüngsten Zahlen, die das Statistische Amt der Bundeshauptstadt veröffentlicht hat: Zwischen Jänner und Oktober 2020 gab es um 69,6 Prozent weniger Nächtigungen und das allein in Wien. Im Oktober 2020 war der Rückgang sogar noch stärker: Gezählt wurden lediglich 242.000 Übernachtungen – um 84,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres erwirtschafteten die Hotels, Pensionen und Hostels lediglich 208,7 Millionen Euro und damit um 71,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Nächtigungen wurden aus dem Inland verzeichnet (123.000, -59 Prozent). Die Ergebnisse aus den weiteren im bisherigen Verlauf 2020 aufkommensstärksten Herkunftsmärkten sind für Deutschland 30.000 Nächtigungen (-91 Prozent), gefolgt von Italien (9.000, -83 Prozent), Großbritannien (5.000, -92 Prozent), Frankreich (6.000, -85 Prozent), den USA (4.000, -96 Prozent), Spanien (3.000, -95 Prozent), der Schweiz (4.000, -92 Prozent), Polen (8.000, -48 Prozent) und Russland (2.000, -95 Prozent). Die Ankünfte gingen um 85,3 Prozent auf 105.000 zurück. Die durchschnittliche Auslastung der Hotelbetten sank auf 11,8 Prozent (10/2019: 64,7 Prozent), jene der Zimmer auf rund 15 Prozent (10/2019: rund 84 Prozent). Insgesamt waren im Oktober rund 55.000 Hotelbetten in Wien verfügbar, das waren rund 11.000 Betten (-17 Prozent) weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Im Zeitraum Jänner bis Oktober wurden 4.417.000 Nächtigungen gezählt, um 69,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Die Hotelbetten waren in dieser Zeit zu 25,1 Prozent (1-10/2019: 61,3 Prozent) ausgelastet, die Zimmerauslastung betrug

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Geld reicht nicht: AUA-Mitarbeiter nehmen Zweitjobs an

Bei der österreichischen Lufthansa-Tochter Austrian Airlines machen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie zunehmend in der Geldbörse der Mitarbeiter bemerkbar. Bei vielen sollen die Verdiensteinbußen so heftig sein, dass diese Zweitjobs annehmen müssen, um finanziell über die Runden kommen zu können. Betroffen sind jedoch nicht Spitzenmanager, sondern Wenigverdiener, beispielsweise Flugbegleiter, berichtet das Nachrichtenmagazin News in der jüngsten Printausgabe. Dem Medienartikel nach sind die jüngsten Mitarbeiter der Austrian Airlines besonders stark von den Lohneinbußen, die sich aufgrund der Kurzarbeit, aber auch deutlich weniger Flugstunden ergeben. Deren Normalgehalt beträgt brutto knapp über 1.700 Euro und inkludiert bereits viele Flugstunden. Um in den Genuss der variablen Gehaltsbestandteile zu kommen, müsste das Kabinenpersonal mehr fliegen. Das ist aufgrund der geringen Nachfrage derzeit fast unmöglich, so dass der persönliche Verdient fehlt. Auch Provisionen aus dem Duty-Free-Verkauf entfallen, da dieser aufgrund der Pandemie eingestellt wurde. Dazu kommt noch, dass sich in der Kurzarbeit der tatsächliche Netto-Verdienst nochmals mindert. Laut News ist das reale Einkommen der jungen AUA-Flugbegleiter um rund 20 Prozent, zum Teil sogar noch stärker, gesunken. Die rund 2.500 Kabinenmitarbeiter zählen ohnehin nicht zu den Besserverdienern, so dass viele mit dem stark verminderten „Monatsbudget“ nur noch schwer über die Runden kommen sollen. Doch Not macht erfinderisch: Viele sollen Zweitjobs angenommen haben, um die Krise aus eigener Kraft möglichst schadlos überstehen zu können und so trat gleich das nächste Problem auf: Zahlreiche Flugbegleiter sollen ihren niedrigen Verdienst in der Gastronomie und Hotellerie als Servicepersonal aufgebessert haben und waren dort auch sehr gern gesehen, aber diese Branche wurde

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Mit Haken: Ryanair verzichtet weiter auf Umbuchungsgebühren

Der irische Billigflieger Ryanair teilte mit, dass bei Buchungen die im Dezember und Jänner 2021 getätigt werden, auf die sonst übliche Umbuchungsgebühr verzichtet wird. Allerdings ist das „Kleingedruckte“ angesichts der dynamischen Pandemieentwicklung in vielen Fällen wenig hilfreich. Eine mögliche Tarifdifferenz muss bei Umbuchung aufbezahlt werden. Der Carrier verzichtet nur auf die Bearbeitungsgebühr und zwar nur dann, wenn die Änderung bis spätestens sieben Tage vor dem geplanten Abflug online vorgenommen wird. Der Reisezeitraum kann sich dann bis zum 30. September 2021 erstrecken. „Pläne können sich ändern – um unseren Kunden daher so viel Flexibilität wie möglich zu bieten, haben wir den Erlass unserer Umbuchungsgebühr auf alle Buchungen im Dezember und Januar ausgeweitet. Kunden können Reisen für Weihnachten, Ostern und den Sommer buchen, mit der Gewissheit, dass sie, falls sie ihre Reisepläne verschieben müssen, ohne Gebühr umbuchen können. Kunden können planen ihre Familien zu Weihnachten zu besuchen oder ihren Oster-/Sommerurlaub buchen, mit der Gewissheit, dass sie Flüge ohne zusätzliche Umbuchungsgebühren verschieben können, falls sich ihre Pläne ändern“, erklärt Dara Brady, Director of Marketing & Digital bei Ryanair.

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Deutschland: Deutlich weniger Passagiere im Oktober 2020

Im Oktober 2020 zählten die deutschen Flughäfen gemeinsam 3.943.010 Passagiere. Das waren um 83,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das Frachtaufkommen legte um 0,6 Prozent zu und wird seitens des ADV mit 422.395 Tonnen angegeben. Die Anzahl der gewerblichen Flugbewegungen lag um 62,1 Prozent unter dem Wert des Oktobers 2019. Gezählt wurden 76.060 Starts und Landungen. In manchen deutschen Bundesländern gab es Herbstferien. Diese konnten jedoch keinen nennenswerten Schub generieren. Das Passagieraufkommen ist weiter rückläufig und hat zur Folge, dass viele Fluggesellschaften ihre Angebote zurückgefahren haben. Viele Wiederaufnahmen oder Aufstockungen wurden mangels Nachfrage nicht umgesetzt. Laut ADV lassen die derzeitigen Buchungszahlungen auch keine Besserungen erkennen. „Weitreichende Reisebeschränkungen und Beherbergungsverbote schüren die Unsicherheit bei der Reiseplanung. Mit einem Passagiervolumen von weniger als 20 % gegenüber der Vor-Corona-Zeit befindet sich die Luft- und Reisebranche faktisch in einem zweiten Lockdown. Die Luftverkehrsbranche kommt nicht aus der Krise“, so der Flughafenverband ADV. Innerdeutsch wurden im Oktober 2020 um 83,2 Prozent weniger Passagiere gezählt. Minimal besser lief es im Europa-Verkehr: Das Minus machte hier „nur“ 80,8 Prozent aus. Die Langstrecke erwies sich mit einem Rückgang von 92,8 Prozent als besonders wenig nachgefragt. Auch auf die ersten zehn Monate des laufenden Jahres gesehen, sieht es kaum besser aus. Die deutschen Flughäfen zählten zwischen Jänner und Oktober 2020 gemeinsam 59,2 Millionen Reisende. Im direkten Vergleich mit dem Wert der Vorperiode bedeutet dies, dass um 72,3 Prozent weniger Fluggäste unterwegs waren. Innerdeutsch liegt der Rückgang bei 71,9 Prozent, im Europa-Verkehr bei minus 71,7 Prozent und die Langstrecke hatte

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