Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Air Asia vor strategischer Neuausrichtung: Golf-Drehkreuz geplant

Nach einer Phase der Zurückhaltung kündigt Air Asia, Asiens größter Günstigflieger, eine ambitionierte Wachstumsstrategie an, welche die Rückkehr nach Europa zum Ziele hat. Anders als in der Vergangenheit plant Airlinechef Tony Fernandes, den europäischen Markt nicht direkt von Asien aus, sondern über ein regionales Drehkreuz in einem Golfstaate zu erschließen. Dieses Modell soll die bisherige Konzentration auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen aufbrechen und den Anteil der Umsteigepassagiere, welcher derzeit lediglich bei acht Prozent liege, signifikant erhöhen. Fernandes signalisiert zudem Interesse an Zielen in Deutschland, um seine Expansionspläne in die Tat umzusetzen. Mit dieser Neuausrichtung sollen neue, sehr profitable Geschäftsbereiche erschlossen werden, gestützt durch eine mögliche Flottenerweiterung um Airbus A220-Flugzeuge. Die Rückkehr nach Europa: Eine ambitionierte Strategie Lange Zeit war es still geworden um Air Asia, den dominierenden Günstigflieger Asiens. Die weltweiten Reisebeschränkungen hatten die Luftfahrtindustrie schwer getroffen, und auch Air Asia mußte ihre ambitionierten Wachstumspläne vorübergehend auf Eis legen. Doch nun, nach der Überwindung der größten Krisen, schaltet der Konzern wieder auf Wachstum und richtet seinen Blick erneut auf den europäischen Markt. Dieses Mal jedoch mit einer modifizierten Strategie, welche aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt haben dürfte. In der Vergangenheit hatte Air Asia über ihren Langstreckenableger Air Asia X bereits Linienverbindungen nach London und Paris unterhalten. Der Versuch, das erfolgreiche Günstigflugmodell, welches auf Kurz- und Mittelstrecken in Asien florierte, auf die Langstrecke zu übertragen, erwies sich jedoch als unrentabel. Die Fluggesellschaft stellte diese Flüge aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit wieder ein. Dies zeigte, daß die spezifischen Anforderungen und Kostenstrukturen der Langstrecke eine andere Herangehensweise

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Paraguayische Luftwaffe empfängt erste Super Tucano Flugzeuge von Embraer

Die paraguayische Luftwaffe hat offiziell vier leichte Angriffs- und Trainingsflugzeuge vom Typ A-29 Super Tucano vom brasilianischen Luftfahrtkonzern Embraer übernommen. Diese Lieferung stellt die bedeutendste Rüstungsbeschaffung des Landes seit nahezu vierzig Jahren dar und wurde auf der Luftwaffenbasis Silvio Pettirossi nahe Asunción in Anwesenheit hoher Regierungs- und Militärvertreter feierlich begangen, darunter Paraguays Präsident Santiago Peña. General Júlio Fullaondo, der Kommandeur der paraguayischen Luftwaffe, bezeichnete die Indienststellung der Flugzeuge als einen „Sprung vorwärts in unseren operationellen Fähigkeiten“. Er betonte, daß die neuen Maschinen die Luftraumüberwachung, Einsatzbereitschaft und Landesverteidigung stärken werden. Diese Anschaffung sei eine Investition in die Souveränität und Sicherheit des Landes. Die nun erfolgte Auslieferung ist Teil eines Gesamtgeschäftes über sechs Flugzeuge und kennzeichnet eine umfassende Modernisierungsbemühung für die paraguayischen Luftstreitkräfte. Der A-29 Super Tucano ist bei 22 Luftwaffen weltweit im Einsatz, mit über 290 bestellten Einheiten. Das Flugzeug wird für seine Vielseitigkeit gelobt, da es für leichte Angriffe, Aufklärungsmissionen und die fortgeschrittene Pilotenausbildung genutzt werden kann. Embraer feierte kürzlich 600.000 Flugstunden für die Plattform, was deren globalen Erfolg im Einsatz unterstreicht. Bosco da Costa Junior, der Geschäftsführer von Embraer Defence & Security, zeigte sich zuversichtlich, daß der A-29, ein Massstab in seiner Klasse, die gegenwärtigen und zukünftigen Missionsanforderungen der paraguayischen Luftwaffe erfüllen wird. Der A-29 ist für den Einsatz in schwierigen Umgebungen konzipiert und verfügt über moderne Avionik und präzise Zielsysteme. Er ist zudem in der Lage, von unbefestigten Pisten aus zu operieren. Seine Einsatzmöglichkeiten reichen von der Luftnahunterstützung und Luftraumüberwachung bis hin zur Grenzsicherung und Ausbildung von Bodentruppen.

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Mexicana empfängt ersten Embraer E2 Jet zur Flottenmodernisierung

Mexicana, die staatliche Fluggesellschaft Mexikos, hat ihren ersten Embraer E195-E2 Jet vom brasilianischen Flugzeughersteller Embraer entgegengenommen. Diese Auslieferung markiert einen wichtigen Schritt in der Modernisierung der Flugzeugflotte von Mexicana und unterstreicht die wachsende Präsenz der E2-Modelle in Lateinamerika. Das Flugzeug hat am heutigen Morgen das Embraer-Werk in Richtung Mexiko verlassen. Diese Lieferung ist der erste von insgesamt 20 neuen E2-Jets, welche Mexicana bei Embraer bestellt hat. Der Auftrag, der im Jahre 2024 bekanntgegeben wurde, umfasst zehn E190-E2 und zehn E195-E2 Flugzeuge. Diese Investition soll die Konnektivität und die operative Effizienz der mexikanischen Fluggesellschaft verbessern. Leobardo Bojórquez, der Geschäftsführer von Mexicana, betonte, daß diese Lieferung ein neues Kapitel für die Airline aufschlage. Er hob die Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und den Komfort der E2-Jets hervor, welche sie zu idealen Flugzeugen für die Wachstumsstrategie von Mexicana machten. Die neuen E2-Jets von Mexicana werden in einer Einklassenkonfiguration betrieben und bieten den Passagieren eine moderne und geräumige Kabine ohne Mittelplätze. Die Modelle E195-E2 verfügen über verbesserte Aerodynamik, Triebwerke der neuen Generation und verfeinerte Systeme. Laut Embraer tragen diese Merkmale zu einer merklichen Verringerung des Treibstoffverbrauchs im Vergleich zu Flugzeugen der vorherigen Generation bei. Arjan Meijer, der Präsident und Geschäftsführer von Embraer Commercial Aviation, zeigte sich stolz über die Auslieferung des ersten E2 an Mexicana. Er hob hervor, daß die E2-Familie für ihren leisen Betrieb und ihre Wirtschaftlichkeit bekannt sei. Die Flugzeuge sind zudem mit einer sogenannten Fly-by-Wire-Technologie ausgestattet, welche die Arbeitsbelastung der Piloten reduzieren und die Sicherheit erhöhen soll. Embraer wird die Flotte von Mexicana durch

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Bundeskartellamt genehmigt Lufthansa-Beteiligung an Air Baltic

Das Bundeskartellamt, die deutsche Wettbewerbsbehörde, hat heute seine Genehmigung für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung der Deutschen Lufthansa AG an der in Lettland beheimateten Fluggesellschaft Air Baltic Corporation AS bekanntgegeben. Dieser Schritt markiert einen weiteren bedeutsamen Meilenstein in der Expansionsstrategie der Lufthansa Gruppe, welche in den letzten Jahren wiederholt durch Zukäufe und Beteiligungen auf dem europäischen Luftfahrtmarkte in Erscheinung trat. Die beiden Fluggesellschaften pflegen bereits seit einigen Jahren eine enge „Wet-Lease“-Partnerschaft, wodurch Flugzeuge samt Besatzung von Air Baltic an Lufthansa verleast werden. Diese bereits bestehende enge Verbindung hat die nun erfolgte Genehmigung der Minderheitsbeteiligung begünstigt, obschon das Bundeskartellamt auf gewiße Wettbewerbsbedenken hinwies. Eine wachsende Partnerschaft und die Expansionsstrategie der Lufthansa Die Beziehung zwischen der Lufthansa Gruppe und Air Baltic ist keine neue Entwicklung, sondern wurzelt in einer bereits langjährigen operativen Zusammenarbeit. Schon seit geraumer Zeit hat Air Baltic, die nationale Fluggesellschaft Lettlands, ihre Flugzeuge mitsammt Besatzungen im Rahmen sogenannter „Wet-Lease“-Vereinbarungen an diverse Airlines der Lufthansa Gruppe, wie beispielsweiße Eurowings, vermietet. Diese Art der Kooperation ermöglicht es Fluggesellschaften, ihre Kapazitäten flexibel anzupassen, ohne eigene Flugzeuge kaufen oder eigenes Personal einstellen zu müssen, während der Vermieter, in diesem Falle Air Baltic, eine verlässliche Einnahmequelle generiert. Air Baltic hat sich in den letzten Jahren zu einem führenden Betreiber moderner Airbus A220-Flugzeuge entwickelt, die für ihre Effizienz auf Kurz- und Mittelstrecken bekannt sind, und positionierte sich als wichtiger Akteur im Baltikum, einer Region mit wachsender wirtschaftlicher Bedeutung. Die nun genehmigte Minderheitsbeteiligung ist auch im Kontext der umfassenderen Expansionsbestrebungen der Lufthansa Gruppe zu sehen. Der deutsche

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Vorsicht vor Fallstricken bei Mietwagen im Urlaub

Mit dem Beginn der Ferienzeit greifen viele Reisende auf Mietautos zurück, um am Urlaubsort flexibel zu bleiben. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) warnt jedoch vor häufigen und mitunter kostspieligen Fallen, welche die Urlaubsfreude trüben können. Regelmässig erreichen das EVZ Beschwerden über unerwartete Zusatzkosten, etwa durch angebliche Schäden am Fahrzeug oder aufgedrängte Zusatzversicherungen. Das EVZ hat aus diesem Grund hilfreiche Empfehlungen zusammengestellt, um Konsumenten vor solchen Ärgernissen zu bewahren. Ein wesentlicher Ratschlag ist, den tatsächlichen Vertragspartner genau zu kennen. Obwohl Buchungen oft über Online-Plattformen erfolgen, wird der eigentliche Mietvertrag meist direkt vor Ort mit der lokalen Autovermietung abgeschlossen. Bei Problemen sollte daher primär der lokale Vermieter kontaktiert werden. Des Weiteren ist die Wahl des passenden Versicherungsschutzes von grosser Bedeutung. Eine Haftpflichtversicherung ist in der EU zwar gesetzlich vorgeschrieben und im Mietpreis enthalten, doch die Deckungssumme kann bei Billigangeboten zu niedrig sein. Es wird eine Deckungssumme von mindestens einer Million Euro empfohlen, besser noch von zehn oder fünfzig Millionen Euro. Eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbehalt, die auch Schäden an Glas, Reifen und Felgen abdeckt, ist ratsam. Konsumenten sollten ferner darauf achten, sich vor Ort keine unnötigen Zusatzversicherungen aufschwatzen zu lassen. Zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern die Kreditkarte und mögliche Zusatzkosten. Die Person, welche als Hauptfahrer im Mietvertrag eingetragen ist, sollte in der Regel auch der Inhaber der zur Reservierung genutzten Kreditkarte sein. Debit- oder Prepaidkarten werden häufig nicht akzeptiert. Zusatzleistungen wie ein zweiter Fahrer, Kindersitze oder Navigationsgeräte können erhebliche Mehrkosten verursachen; deren Preise und Bedingungen sollten daher bereits bei der Buchung geprüft werden. Schliesslich ist eine

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Sommerfrische in Graz: Vielfältige Wege zur Abkühlung in der steirischen Hauptstadt

Wenn die sommerlichen Temperaturen in die Höhe schnellen, bietet die steirische Hauptstadt Graz und ihre umliegende Erlebnisregion eine Fülle an Möglichkeiten, um auf erfrischende Weise der Hitze zu entfliehen. Die Devise lautet, den Sommer in vollen Zügen zu genießen und dabei stets einen kühlen Kopf zu bewahren. Ob durch kühlende Fahrtwinde, erfrischendes Wasser oder angenehme Höhenlagen – die Region hat für jeden Geschmack und jedes Temperament das passende Angebot. Von urbanen Rückzugsorten über geheimnisvolle Grotten bis hin zu majestätischen Berggipfeln präsentiert sich die Erlebnisregion Graz als ein vielseitiges Paradies für all jene, die Erholung und Abenteuer in der sommerlichen Hitze suchen. „Coolcation“ in der Stadt: Urbane Oasen der Frische Selbst inmitten der lebendigen Stadt Graz finden sich zahlreiche Oasen, die an heißen Sommertagen willkommene Abkühlung versprechen. Ein besonderes Highlight sind die Tiefen des Grazer Schloßberges. Hier herrschen das ganze Jahr über konstante Temperaturen von kühlen 8 bis 12 Grad Celsius, was ihn zu einem idealen Rückzugsort vor der Sommerhitze macht. Im Inneren des Berges erwarten Besucher nicht nur eine Märchenbahn, die Jung und Alt begeistert, sondern auch ein 4D-Kino und die höchste Underground-Rutsche der Welt, welche für spannende Unterhaltung sorgt und die Zeit wie im Fluge vergehen läßt. Sylvia Loidolt, Vorsitzende der Erlebnisregion Graz, bestätigt dies: „Ob heiß oder kalt – für mich ist die Lurgrotte der coole Tipp schlechthin. Bei konstanten 10 Grad kann man sich im Sommer herrlich abkühlen und sollte es doch einmal regnen, bleibt man trocken.“ Doch auch oberirdisch bietet Graz zahlreiche Plätze, an denen sich

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Sharm el Sheikh kehrt ins Tui-Programm zurück

Tui Österreich nimmt die ägyptische Feriendestination Sharm el Sheikh für den Winter 2025/2026 wieder in ihren Flugplan auf. Ab dem 1. November 2025 wird die Sinai-Halbinsel nach einer Unterbrechung seit dem Winter 2019/2020 wieder direkt ab Wien mit Austrian Airlines angeflogen. Diese Entscheidung markiert eine fortgesetzte Expansion von Tui in der Region und wird von der Wiedereröffnung des Tui Magic Life Redsina Sharm el Sheikh begleitet. Die Wiederaufnahme von Sharm el Sheikh ins Programm unterstreicht die wachsende Bedeutung Ägyptens als Reiseziel. Gottfried Math, Geschäftsführer von Tui Österreich, äußerte sich erfreut über die Möglichkeit, den Kunden diesen Direktflug jeden Samstag anbieten zu können. Er betonte, daß neben Hurghada und Marsa Alam nun eine dritte ägyptische Destination ins Winterprogramm aufgenommen werde, was ein klares Signal für den ägyptischen Reisemarkt sei. Ägypten hat in den vergangenen Monaten einen Aufwärtstrend im Tourismus verzeichnet, und Tui hat sein Angebot am Roten Meer entsprechend erweitert. Sharm el Sheikh gilt seit Jahren als beliebtes Ziel für Cluburlaube und verzeichnet eine beständig steigende Nachfrage. Mit dem neuen Tui Magic Life Redsina Sharm el Sheikh, der sich direkt am Strand befindet und 521 modernisierte Zimmer, Swim-up-Pools, einen Wasserpark und eine hauseigene Tauchschule bietet, erweitert Tui sein Angebot gezielt in einer Region mit großem Potential. Der Club richtet sich an Familien, Paare und Alleinreisende. Neben diesem neuen Haus ist Tui in Sharm el Sheikh mit rund 100 Hotels vertreten, darunter auch renommierte Häuser wie das Tui Blue Sensatori Coral Sea, das Jaz Fanara Resort & Residence und verschiedene Rixos-Hotels. Die

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Air Sénégal gibt vier geleaste Flugzeuge zurück – Betrieb mit Ersatzmaschinen

Die Fluggesellschaft des westafrikanischen Staates Senegal, Air Sénégal, hat vier geleaste Flugzeuge an den Leasinggeber Carlyle Aviation zurückgeben müssen. Grund hierfür waren ausstehende Mietzahlungen, wodurch die Airline mit ihren Verpflichtungen in Verzug geraten war. Dieser Schritt hat zu einer Umstellung im Flugbetrieb der Gesellschaft geführt. Zuvor hatte Carlyle Aviation gerichtlich erwirkt, daß Einnahmen der Fluggesellschaft, die über das IATA-Abrechnungssystem (BSP) abgewickelt werden, eingefroren wurden. Air Sénégal kritisiert dieses Vorgehen als mißbräuchlich, während die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) darauf verweist, lediglich einem Gerichtsbeschluß Folge geleistet zu haben. Bei den zurückgegebenen Flugzeugen handelt es sich um vier Maschinen des Typs Airbus A321, die somit aus der Flotte von Air Sénégal ausscheiden. Trotz verschiedener Rettungspläne war es Air Sénégal nicht gelungen, die ausstehenden Zahlungen an den Leasinggeber zu leisten. Um den Flugbetrieb aufrechterhalten zu können und die entstandene Kapazitätslücke zu schließen, wurden kurzfristig zwei Airbus A320 von der litauischen Fluggesellschaft Getjet angemietet. Diese Ersatzmaschinen mit den Registrierungen LY-TAP und YL-EMU sind seit dem 2. Juni 2025 im Einsatz und bedienen hauptsächlich Ziele innerhalb des afrikanischen Streckennetzes von Air Sénégal. Der Vorfall unterstreicht die finanziellen Herausforderungen, mit denen Fluggesellschaften, insbesondere in aufstrebenden Märkten, konfrontirt sein können. Die Abhängigkeit von Leasingverträgen birgt Risiken, wenn es zu Liquiditätsproblemen kommt. Für die Passagiere von Air Sénégal bedeutet dies zunächst eine Fortsetzung des Flugbetriebs, wenngleich mit kurzfristig angemieteten Maschinen.

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China Airlines verschiebt Flotten-Ausmusterungen wegen Lieferverzögerungen

Die taiwanesische Fluggesellschaft China Airlines muß die Ausmusterung älterer Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800 und Airbus A330-300 aufschieben. Grund hierfür sind Verzögerungen bei den Auslieferungen neuer Maschinen. Unternehmenschef George Kao teilte mit, daß Airbus mit der Übergabe der A321-200NX im Rückstand sei und Boeing möglicherweise Entschädigungszahlungen wegen Verzögerungen bei der Boeing 787-9 leisten müsse. China Airlines erwartet derzeit die Auslieferung von neunzehn Airbus A321-200NX-Flugzeugen, darunter eine kürzlich bekanntgegebene Charge von acht neuen Leasingmaschinen. Des Weiteren sind achtzehn Boeing 787-9 bestellt. Diese neuen Flugzeuge sollen schrittweise die älteren Boeing 737-800 und die bestehenden Airbus A330-300 in der Flotte ersetzen. Die Fluggesellschaft betreibt bereits 17 Exemplare des A321NX. Die Lieferverzögerungen haben direkte Auswirkungen auf die operative Planung der Airline. „Wir sind derzeit stark betroffen“, erklärte Kao. Einige Flugzeuge, die ursprünglich zur Ausmusterung oder Rückgabe am Ende ihrer Leasingverträge vorgesehen waren, werden nun in der Flotte verbleiben und deren Leasingverträge verlängert. Boeing habe signalisirt, daß die ersten Boeing 787-9 Maschinen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden könnten. Der Boeing 787-Auftrag umfaßt zudem sechs Boeing 787-10. China Airlines verfügt derzeit über keine Flugzeuge des Typs Boeing 787. Kao merkte an, daß Entschädigungen für verspätete Lieferungen vertraglich festgelegt seien, jedoch bestimmte Gründe für Lieferverzögerungen den Flugzeughersteller von der Haftung befreien könnten. Die Problematik der Lieferverzögerungen von neuen Flugzeugen ist ein branchenweites Phänomen, das zahlreiche Fluggesellschaften weltweit betrifft. Produktionsschwierigkeiten und Engpässe in den Lieferketten der großen Flugzeughersteller führen dazu, daß Airlines ihre Flottenpläne anpassen und ältere Maschinen länger als vorgesehen im Dienst halten müssen. Dies beeinflußt

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Condor steuert neue Wege an: Mögliche Annäherung an die Oneworld-Allianz

In einer Zeit des Wandels und der strategischen Neuausrichtung in der Luftfahrtbranche scheint der deutsche Ferienflieger Condor seine Blicke verstärkt auf eine mögliche Zusammenarbeit mit der globalen Luftfahrtallianz Oneworld zu richten. Jüngste Berichte deuten auf intensive Gespräche zwischen Condor und American Airlines hin, einem Schwergewicht innerhalb des Oneworld-Verbundes. Wenngleich eine Vollmitgliedschaft in der Allianz noch als langfristiges Ziel erscheint, so illustriert diese Annäherung Condors Bestreben, seine Position im internationalen Luftverkehr durch strategische Partnerschaften zu stärken. Diese Entwicklung findet vor dem Hintergrund einer erfreulichen Geschäftsentwicklung statt, die zeigt, wie die Fluggesellschaft nach schwierigen Zeiten wieder Kurs auf Rentabilität nimmt und ihre Weichen für die Zukunft stellt. Wirtschaftlicher Aufwind und strategische Weichenstellungen Condor, ein Traditionsunternehmen im deutschen Flugverkehr, durchläuft eine Phase der Transformation und Konsolidierung. Nach Angaben des Managements im April konnte der Nettoverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 (endend am 30. September) auf 62 Millionen Euro halbiert werden, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die Gesamterträge der Fluggesellschaft stiegen um mehr als 15 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Mit einer beeindruckenden Platzauslastung von 91,6 Prozent konnte Condor die Passagierzahlen um knapp 8 Prozent auf über 8,5 Millionen steigern. Besonders vielversprechend war das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember 2024), in dem der operative Gewinn von 52 auf 113 Millionen Euro wuchs. Diese Zahlen zeugen von einer erfolgreichen Sanierung und einem klaren Aufwärtstrend unter der Führung von Condor-Chef Peter Gerber, der die Airline auf mehrere Standbeine stellt: Ferienflüge, ein wachsendes Zubringer- und Städtenetz ab Frankfurt. Die wirtschaftliche Erholung von

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