
Air Asia vor strategischer Neuausrichtung: Golf-Drehkreuz geplant
Nach einer Phase der Zurückhaltung kündigt Air Asia, Asiens größter Günstigflieger, eine ambitionierte Wachstumsstrategie an, welche die Rückkehr nach Europa zum Ziele hat. Anders als in der Vergangenheit plant Airlinechef Tony Fernandes, den europäischen Markt nicht direkt von Asien aus, sondern über ein regionales Drehkreuz in einem Golfstaate zu erschließen. Dieses Modell soll die bisherige Konzentration auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen aufbrechen und den Anteil der Umsteigepassagiere, welcher derzeit lediglich bei acht Prozent liege, signifikant erhöhen. Fernandes signalisiert zudem Interesse an Zielen in Deutschland, um seine Expansionspläne in die Tat umzusetzen. Mit dieser Neuausrichtung sollen neue, sehr profitable Geschäftsbereiche erschlossen werden, gestützt durch eine mögliche Flottenerweiterung um Airbus A220-Flugzeuge. Die Rückkehr nach Europa: Eine ambitionierte Strategie Lange Zeit war es still geworden um Air Asia, den dominierenden Günstigflieger Asiens. Die weltweiten Reisebeschränkungen hatten die Luftfahrtindustrie schwer getroffen, und auch Air Asia mußte ihre ambitionierten Wachstumspläne vorübergehend auf Eis legen. Doch nun, nach der Überwindung der größten Krisen, schaltet der Konzern wieder auf Wachstum und richtet seinen Blick erneut auf den europäischen Markt. Dieses Mal jedoch mit einer modifizierten Strategie, welche aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt haben dürfte. In der Vergangenheit hatte Air Asia über ihren Langstreckenableger Air Asia X bereits Linienverbindungen nach London und Paris unterhalten. Der Versuch, das erfolgreiche Günstigflugmodell, welches auf Kurz- und Mittelstrecken in Asien florierte, auf die Langstrecke zu übertragen, erwies sich jedoch als unrentabel. Die Fluggesellschaft stellte diese Flüge aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit wieder ein. Dies zeigte, daß die spezifischen Anforderungen und Kostenstrukturen der Langstrecke eine andere Herangehensweise








