Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

Dr. Richard Gruppe verpasst sich Aufsichtsrat und neues Managementteam

Mit der Einrichtung eines Aufsichtsrats und der Berufung eines neuen Managementteams setzt die Dr. Richard Gruppe einen weiteren bedeutenden Schritt in der Neuausrichtung ihrer Unternehmensstruktur. Das größte private Busunternehmen im deutschsprachigen Raum reagiert damit auf die aktuellen Entwicklungen der Branche und stellt sich für die kommenden Jahre breiter und moderner auf. Der Fokus liegt klar auf dem Ausbau alternativer Antriebe und der Digitalisierung – zwei Bereiche, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Anfang April 2025 wurde innerhalb der Dr. Richard Bus GmbH ein Aufsichtsrat etabliert, der beratende und unterstützende Aufgaben übernimmt. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Reorganisation, die darauf abzielt, die verschiedenen Busbetriebe unter dem Dach einer Holdinggesellschaft effektiver zu steuern. Die Zusammensetzung des neuen Aufsichtsrats spiegelt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen externen Fachleuten, Arbeitnehmervertretern und der Eigentümerfamilie wider. Auf der Seite der Arbeitnehmer vertreten Thomas Stiller, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats, sowie Siegfried Seltenhammer, Angestelltenbetriebsrat, die Interessen der Beschäftigten. Die Kapitalvertreterseite wird maßgeblich durch Dr. Ludwig Richard, Hauptgesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender, sowie KR Dkfm. Dr. Karl L. Richard vertreten. Ergänzt wird das Gremium durch Mag.a Silvia Kaupa-Götzl, eine erfahrene Mobilitätsexpertin aus dem ÖBB-Konzern, sowie den auf Verkehrs- und Gesellschaftsrecht spezialisierten Anwalt Dr. Martin Neuwirth. Neues Führungsteam nimmt Kurs auf Modernisierung Parallel zur Einrichtung des Aufsichtsrats wurde auch ein neues Führungsteam vorgestellt, das die operative Steuerung der Gruppe übernimmt. Nach dem Rückzug von Dr. Ludwig Richard aus der aktiven Geschäftsführung im Mai 2024 setzen nun Lukas Hackl, MSc, Mag. Markus Sax, MBA, und DI Ulrike Schandl die Leitlinien für die Zukunft. Lukas Hackl bringt

weiterlesen »

Indien: Vertrag über 26 Rafale-M-Kampfflugzeuge mit Frankreich abgeschlossen

Am 28. April 2025 unterzeichneten Indien und Frankreich ein umfassendes Rüstungsabkommen, das den Erwerb von 26 Rafale-M-Kampfflugzeugen für die indische Marine vorsieht. Der Vertrag, dessen Volumen auf etwa 7,4 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, markiert einen weiteren Meilenstein in der strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Staaten und unterstreicht Indiens Ambitionen, seine militärische Präsenz im Indischen Ozean erheblich auszubauen. Das Abkommen wurde in Anwesenheit des indischen Verteidigungssekretärs Raj Kumar Singh, des Vorsitzenden und Generaldirektors von Dassault Aviation, Éric Trappier, sowie des französischen Botschafters in Indien, Thierry Mathou, offiziell unterzeichnet. In einer Stellungnahme betonte Trappier die lange Tradition der Zusammenarbeit zwischen Indien und Dassault Aviation, die über sieben Jahrzehnte zurückreicht. Er sprach von einer „unerschütterlichen Entschlossenheit“, Indien bei der Wahrnehmung seiner souveränen Interessen zu unterstützen. Die Bestellung umfasst 22 einsitzige Rafale-M-Jets sowie vier doppelsitzige Trainingsflugzeuge. Letztere sind jedoch nicht für den Einsatz auf Flugzeugträgern vorgesehen. Ursprüngliche Pläne für eine trägerfähige Doppelsitzerversion, bekannt als Rafale N oder Rafale BM, wurden aufgrund technischer und wirtschaftlicher Herausforderungen frühzeitig aufgegeben. Die Doppelsitzer werden somit ausschließlich für landgestützte Ausbildungsaufgaben eingesetzt. Einsatz auf dem Flugzeugträger INS Vikrant Die neuen Rafale-M-Kampfflugzeuge werden künftig auf der INS Vikrant stationiert sein, Indiens erstem selbstgebauten Flugzeugträger, der im Jahr 2022 in Dienst gestellt wurde. Der Träger verfügt über eine sogenannte Ski-Jump-Rampe, die den Start von Flugzeugen ohne Katapultsystem ermöglicht. Während der Evaluationsphase setzte sich die Rafale M gegen Boeings F/A-18 Super Hornet durch, insbesondere nach erfolgreichen Ski-Jump-Tests, welche die Tauglichkeit der Maschinen für den Einsatz auf der INS Vikrant bestätigten. Mit dieser Beschaffung

weiterlesen »

Lufthansa Technik erweitert Vorstand

Der Aufsichtsrat der Lufthansa Technik AG hat den Vorstand des Unternehmens erweitert und zwei neue Mitglieder berufen. Dr. Christian Leifeld wird ab dem 1. Mai 2025 die Position des Finanzvorstands übernehmen, während Dr. Janna Schumacher zur Personalvorständin und Arbeitsdirektorin ernannt wurde. Beide wurden zunächst für drei Jahre bestellt. Dr. Christian Leifeld, der derzeit das Konzerncontrolling der Lufthansa leitet, folgt auf Dr. William Willms und wird neben den Finanzen auch die Bereiche Einkauf, Infrastruktur und Digital Fleet Services verantworten. Der promovierte Ökonom verfügt über umfangreiche Erfahrung im Finanzbereich und war vor seinem Eintritt in die Lufthansa Group in leitenden Positionen bei E.ON und dem Start-up InterNations tätig. Dr. Janna Schumacher übernimmt das neu geschaffene Ressort Personal und Recht und wird den Geschäftsbereich Original Equipment and Special Aircraft Services verantworten. Die promovierte Juristin ist seit 2014 bei Lufthansa Technik tätig und leitet aktuell die Rechtsabteilung des Unternehmens. Zuvor arbeitete sie in der Konzernrechtsabteilung der Lufthansa und bei der internationalen Großkanzlei Allen & Overy. Die Erweiterung des Vorstands von drei auf vier Mitglieder wird von der Aufsichtsratsvorsitzenden Grazia Vittadini als wichtiger Schritt für Lufthansa Technik gewertet. Sie äußerte die Erwartung, daß die Expertise der neuen Vorstandsmitglieder zur Umsetzung der strategischen Ziele des Unternehmens beitragen werde. Lufthansa Technik ist ein weltweit führender Anbieter für flugzeugtechnische Dienstleistungen mit über 22.000 Mitarbeitern an zahlreichen Standorten weltweit.

weiterlesen »

Bosnien sichert Finanzierung der Flugsicherung trotz Schiedsurteils

Der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina hat eine Notfinanzierung von bis zu 30,7 Millionen Euro für die bosnische Flugsicherungsorganisation BHANSA bewilligt. Diese Maßnahme dient dazu, den Betrieb der Flugsicherung bis zum dritten Quartal dieses Jahres aufrechtzuerhalten. Hintergrund ist ein Schiedsgerichtsurteil zugunsten des slowenischen Unternehmens Viadukt. Dieses hatte Bosnien und Herzegowina wegen der einseitigen Kündigung eines Konzessionsvertrags für ein Wasserkraftwerksprojekt erfolgreich verklagt. Infolge des Urteils wurden Mittel von Eurocontrol, über die sich BHANSA hauptsächlich finanziert, blockiert. Obwohl BHANSA nicht direkt in den Rechtsstreit involviert war, führte die Kontenblockade zu einer ernsten finanziellen Krise für die Organisation und gefährdete den reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs über Bosnien und Herzegowina. Die nun genehmigte Notfinanzierung wird als Darlehen gewährt und soll zurückgezahlt werden, sobald Eurocontrol die Blockierung der Gelder für BHANSA wieder aufhebt. Die Gewerkschaft der Fluglotsen warnte bereits vor einem möglichen Zusammenbruch der Flugsicherung, falls keine Mittel zur Deckung der laufenden Kosten wie Treibstoff, Wartung und Gehälter bereitgestellt würden. Die Notfinanzierung durch den Ministerrat ist somit ein wichtiger Schritt, um die unmittelbare Handlungsfähigkeit von BHANSA zu sichern und größere Störungen im Luftraum zu verhindern. Die Regierung Bosnien und Herzegowinas steht nun vor der Aufgabe, mit Eurocontrol und dem Unternehmen Viadukt eine Lösung zu finden, um die Freigabe der blockierten Mittel zu erreichen und die langfristige finanzielle Stabilität der Flugsicherungsorganisation zu gewährleisten. Die Abhängigkeit von Eurocontrol-Zahlungen macht BHANSA anfällig für externe finanzielle Streitigkeiten des Staates.

weiterlesen »

Sommer-Charterflüge starten in Innsbruck mit neuer Türkei-Verbindung

Am vergangenen Wochenende begann am Flughafen Innsbruck die Sommer-Charterflugsaison mit dem ersten Flug nach Korsika am Sonntag, den 27. April 2025. Das diesjährige Sommerflugprogramm ab Innsbruck umfaßt insgesamt 15 Sonnenziele. Neu im Angebot ist eine wöchentliche Verbindung in die Türkei, die im Auftrag von TUI Österreich durchgeführt wird. Während die Verbindung nach Korsika mit dem Reiseveranstalter Rhomberg Reisen den Auftakt der Saison bildet, wird das Angebot an Urlaubsflügen in den kommenden Wochen sukzessive erweitert. Eine bedeutende Neuerung stellt die Direktverbindung an die türkische Riviera nach Antalya dar, die TUI Österreich ab dem 23. Mai jeweils freitags einmal wöchentlich anbietet. Ergänzt wird das TUI-Angebot durch Flüge nach Kalabrien, Mallorca sowie zu den griechischen Inseln Karpathos, Kos, Kreta und Rhodos. Der Tiroler Reiseveranstalter Idealtours steuert im Sommer 2025 die griechischen Regionen Kalamata, Kefalonia, Lesbos, Lefkas/Epiros und Chalkidiki sowie Kalabrien in Süditalien an. Sardinien ist das Spezialgebiet von Christophorus Reisen, während Stoll Reisen von Anfang Mai bis Anfang Juni Flüge nach Mallorca im Programm hat. Zusätzlich werden exklusiv über Tiroler Seniorenvereinigungen Kurzreisen nach Rhodos und Dalaman angeboten. Somit haben die langjährigen Partner-Reiseveranstalter ein vielfältiges Sommerflugprogramm zu gut erreichbaren Urlaubszielen ab Innsbruck zusammengestellt. Die 15 verschiedenen Destinationen richten sich an Familien, Sonnenhungrige und Gruppenreisende, die die Vorteile eines Flughafens mit kurzen Wegen schätzen. Für Städtereisen stehen über den Sommer die Destinationen Birmingham, Manchester und Edinburgh sowie ganzjährig London, Amsterdam und Wien zur Verfügung.

weiterlesen »

Alaska Airlines präsentiert Boeing 737 im „The Princess and the Frog“-Design

Die amerikanische Fluggesellschaft Alaska Airlines hat in Kooperation mit dem Disneyland Resort eine neue Flugzeugsonderlackierung vorgestellt. Die Boeing 737-800 der Airline, die am Portland International Airport enthüllt wurde, ist von Disneys Animationsfilm „The Princess and the Frog“ inspiriert und feiert die neue Attraktion „Tiana’s Bayou Adventure“ im Disneyland Park in Anaheim, Kalifornien. Das aufwendig gestaltete Flugzeug zeigt Prinzessin Tiana sowie weitere Charaktere aus dem Film wie Louis den Alligator, Mama Odie und Prinz Naveen. Nach Angaben der Fluggesellschaft wurden mehr als 2000 Arbeitsstunden in das detaillierte Design investiert. Der Jungfernflug der Maschine führte von Portland nach Santa Ana in Kalifornien, in unmittelbarer Nähe zum Disneyland Resort. Diese Sonderlackierung ist bereits die neunte, die im Rahmen der langjährigen Partnerschaft zwischen Alaska Airlines und dem Disneyland Resort entstanden ist und die erste, die eine Disney-Prinzessin zeigt. Die Enthüllung des Flugzeugs fällt in die Vorbereitungszeit für die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Disneyland Resorts, die am 17. Juli 2025 beginnen und bis zum Sommer 2026 andauern sollen. Die Attraktion „Tiana’s Bayou Adventure“, die die Inspiration für die Lackierung lieferte, wurde bereits im Juni 2024 im Magic Kingdom in Walt Disney World eröffnet und ersetzte dort die beliebte „Splash Mountain“-Bahn. Die Attraktion entführt die Besucher in die Welt des Films und erzählt die Geschichte von Prinzessin Tiana nach den Ereignissen des Films. Die Sonderlackierung soll die Passagiere von Alaska Airlines auf ihren Reisen verzaubern und auf das neue Erlebnis im Disneyland einstimmen. Die Boeing 737-800 mit der Registrierungsnummer N596AS wird in den kommenden Jahren

weiterlesen »

Condor halbiert Verluste und plant Flottenwachstum trotz Lieferengpässen

Die Ferienfluggesellschaft Condor hat im vergangenen Geschäftsjahr 2023/24 deutliche Fortschritte bei der operativen Leistung erzielt und ihren Konzernverlust im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Wie Finanzchef Björn Walther bekannt gab, belief sich der Jahresfehlbetrag auf 62 Millionen Euro. Gleichzeitig konnte der Umsatz um rund 16 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gesteigert werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Firmenchef Peter Gerber äußerte sich zwar vorsichtig bezüglich einer konkreten Prognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September 2025, signalisierte jedoch aufgrund des positiven operativen Trends eine „positive Erwartung“. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte der Verlust noch bei 122 Millionen Euro gelegen, und im Jahr 2021/22 belief er sich sogar auf knapp 321 Millionen Euro. Diese signifikante Reduzierung des Verlustes deutet auf eine erfolgreiche Restrukturierung und eine verbesserte Wirtschaftlichkeit der Airline hin. Trotz der Herausforderungen im Luftverkehrssektor konnte Condor im abgelaufenen Geschäftsjahr eine erfreuliche Steigerung der Passagierzahlen verzeichnen. Bei einer hohen Platzauslastung von 91,6 Prozent flogen rund 8,5 Millionen Passagiere mit der Airline, was einem Zuwachs von knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie die DPA meldet. Diese hohe Auslastung zeigt, dass die Nachfrage nach den Flugangeboten von Condor weiterhin stark ist und die Flugzeuge gut gefüllt sind. Die Attraktivität der angebotenen Destinationen und die Preisgestaltung scheinen bei den Reisenden Anklang zu finden. Flottenausbau abhängig von Airbus-Lieferungen Condor betreibt derzeit eine Flotte von rund 60 Flugzeugen und plant, diese sowohl auf der Kurz- als auch auf der Langstrecke mittelfristig spürbar zu erweitern. Firmenchef Peter Gerber betonte jedoch, dass dieses Wachstum maßgeblich von den Lieferkapazitäten

weiterlesen »

Nationaler Streik legt belgischen Flugverkehr teilweise lahm

Ein für Dienstag, den 29. April 2025, angekündigter nationaler Streiktag in Belgien wird erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr des Landes haben. Während der Flughafen Brüssel-Zaventem mit einer Reduzierung der Flüge um 30 Prozent rechnet, wird der Flughafen Brüssel-Süd-Charleroi für alle abfliegenden Flüge komplett geschlossen bleiben. Ankommende Flüge sollen in Charleroi zwar stattfinden, es wird jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit auch hier zu Ausfällen kommen. Die landesweite Arbeitskampfmaßnahme wird von den Gewerkschaften ACV/CSC und ABVV/FGTB organisiert. Sie protestieren damit gegen die Politik der föderalen Regierung unter Premierminister Alexander De Croo. Neben den Streiks sind im ganzen Land Demonstrationen geplant, die weitere Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens erwarten lassen. Der Streik betrifft nicht nur den Luftverkehr, sondern voraussichtlich auch andere Bereiche wie den öffentlichen Nahverkehr und möglicherweise auch Teile der Verwaltung und Industrie. Der Flughafen Brüssel-Süd-Charleroi begründete die vollständige Schließung für Abflüge mit Personalmangel aufgrund des Streiks. Passagiere, die von diesem Flughafen abfliegen wollten, werden von ihren Fluggesellschaften bezüglich Umbuchungen oder Rückerstattungen kontaktiert. Der Brüsseler Flughafen Zaventem forderte die Fluggesellschaften auf, ihr Flugangebot um 30 Prozent zu reduzieren und warnte ebenfalls vor möglichen Verspätungen und Ausfällen auch bei ankommenden Flügen. Reisende werden dringend gebeten, sich vor ihrer Anreise zum Flughafen über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren und gegebenenfalls mehr Zeit für die Abfertigung einzuplanen. Dieser nationale Streiktag ist nicht der erste in Belgien in diesem Jahr und unterstreicht die anhaltenden sozialen Spannungen im Land. Bereits in den vergangenen Wochen gab es Streiks in verschiedenen Sektoren, die das öffentliche Leben beeinträchtigten. Die Auswirkungen

weiterlesen »

Tiroler Tourismus zieht durchwachsene Winterbilanz

Der Tiroler Tourismus verzeichnet für die laufende Wintersaison ein leichtes Minus bei Ankünften und Übernachtungen, nachdem eine starke erste Hälfte durch eine schwächere zweite Periode ausgeglichen wurde. Laut der Zwischenbilanz per Ende März liegen die Ankünfte um 0,8 Prozent und die Übernachtungen um 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Verschiebung des Ostertermins in den April lässt jedoch erwarten, daß die Saison insgesamt ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen wird. Für den kommenden Sommer zeigen sich die Branchenvertreter zuversichtlich und betonen die weiterhin bedeutende Rolle des Tourismus für die Tiroler Wirtschaft. Die Wintersaison, die noch bis zum 30. April dauert, zeigte von November bis Jänner eine sehr positive Entwicklung. Die zweite Hälfte wurde jedoch durch geringen Naturschnee, eine verhaltene Nachfrage auf den Märkten und das Fehlen eines Schalttags beeinträchtigt, was trotz guter Pistenbedingungen zu einem leichten Rückgang führte. Nach fünf von sechs Monaten wurden 24,1 Millionen Übernachtungen und 5,5 Millionen Ankünfte registriert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb bei 4,4 Tagen konstant. Tourismuslandesrat Mario Gerber hob das große Engagement der Branche hervor, sich an veränderte Bedingungen anzupassen und die Nebensaison durch Veranstaltungen zu beleben. Eine erste Wertschöpfungsberechnung des MCI Tourismus für die Wintersaison 2024/25 ergab 3,6 Milliarden Euro, was inflationsbereinigt nur minimal unter dem Vorjahr liegt. Das saisonale Tourismusbarometer zeigte, daß 60 Prozent der Beherbergungsbetriebe mit dem wirtschaftlichen Ergebnis zufrieden sind. Die Entwicklung auf den wichtigsten Herkunftsmärkten war gemischt: Während die Übernachtungen deutscher Gäste um 4,7 Prozent auf 12,0 Millionen sanken, gab es Zuwächse aus den Niederlanden (+4,2%) und Österreich (+2,2%). Bei den Unterkünften verzeichneten

weiterlesen »

Cargolux erhält Entschädigung von der Europäischen Kommission

Die Luxemburger Frachtfluggesellschaft Cargolux hat eine Entschädigung in Höhe von 9.167.720,98 Euro von der Europäischen Kommission erhalten. Dies geht aus einem Entwurf der Änderungen zum EU-Haushalt 2025 hervor, der kürzlich veröffentlicht wurde. Der Betrag entspricht der Erstattung von Zinsen auf Kartellstrafen, die gegen die Fluggesellschaft verhängt wurden, deren Höhe jedoch im Nachhinein reduziert oder aufgehoben wurde. Der Fall hat eine lange juristische Geschichte, die bis ins Jahr 2010 zurückreicht und auf die praktizierte illegale Praxis von Frachtfluggesellschaften zurückzuführen ist. Doch die Rückzahlung der Zinsen stellt einen Schlussstrich unter einen langwierigen Streit zwischen Cargolux und der Europäischen Kommission dar. Die Ausgangslage: Das Kartellverfahren und die Strafen Im Jahr 2010 verhängte die Europäische Kommission eine Sammelstrafe von insgesamt 799 Millionen Euro gegen elf Luftfrachtgesellschaften, darunter auch Cargolux, wegen der Beteiligung an einem Kartell. Dieses Kartell hatte von 1999 bis 2006 Preissurkosten für Luftfracht in Europa koordinierte. Konkret ging es um illegale Absprachen bei der Festlegung von Zuschlägen für die Luftfrachtpreise. Die betroffenen Fluggesellschaften, darunter prominente Namen wie Lufthansa, Air France-KLM und Cargolux, wurden wegen dieser wettbewerbswidrigen Praktiken zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt. Cargolux erhielt damals eine Geldbuße in Höhe von 79,9 Millionen Euro (rund 90,5 Millionen US-Dollar). Allerdings konnte das Unternehmen die Höhe der Strafe nicht sofort anfechten, da die Kommission die rechtlichen Schritte und den Hintergrund des Verfahrens als ausreichend belegbar einstufte. Dennoch gab es über die Jahre hinweg verschiedene rechtliche Herausforderungen und Berufungen, die das Urteil teilweise infrage stellten. Der Weg zur Entschädigung: Ein jahrelanger Rechtsstreit Die Auseinandersetzungen zwischen Cargolux und

weiterlesen »