
Rafale-Jets für Indiens Streitkräfte: Neue Weichenstellung für Luftwaffe und Marine
Am Horizont der geopolitischen Entwicklungen in Südasien zeichnet sich ein strategisch bedeutsamer Wandel ab. Die indische Regierung hat nicht nur grünes Licht für den Kauf von 26 Rafale Marine-Kampfjets für ihre Marine gegeben, sondern plant auch, 40 weitere Rafale-Flugzeuge für die Luftwaffe zu erwerben. Beide Beschaffungen erfolgen im Rahmen von Regierungsabkommen mit Frankreich und könnten das Kräftegleichgewicht in der Region nachhaltig beeinflussen. In der Summe wäre dies der bedeutendste Zuwachs an westlichen Kampfflugzeugen seit der Unabhängigkeit des Landes. Diese Doppelinitiative unterstreicht Indiens Absicht, seine militärische Schlagkraft sowohl in der Luft als auch zur See signifikant zu verstärken – inmitten wachsender Spannungen mit Nachbarstaaten und dem fortlaufenden strategischen Wettbewerb im Indo-Pazifik. Indiens langwieriger Weg zur Rafale-Flotte Die Geschichte der Rafale in Indien begann mit dem sogenannten MMRCA-Tender (Medium Multi-Role Combat Aircraft), der im Jahr 2007 ausgeschrieben wurde. Das Ziel war der Erwerb von 126 modernen Mehrzweckkampfflugzeugen für die indische Luftwaffe. Nach umfangreichen Tests und Bewertungen setzte sich das französische Modell Rafale von Dassault Aviation gegen internationale Konkurrenz wie den Eurofighter, die F/A-18 Super Hornet sowie russische Modelle durch. Im Jahr 2012 wurde die Rafale offiziell als Sieger bekanntgegeben. Doch darauf folgten Jahre zäher Verhandlungen, insbesondere bezüglich der lokalen Fertigung in Indien und der Technologieübertragung. Diese Unsicherheiten führten im Jahr 2015 zum Abbruch der ursprünglichen Ausschreibung. Stattdessen wurde ein direkter Regierungsvertrag zwischen Frankreich und Indien geschlossen. Am 23. September 2016 unterzeichneten Premierminister Narendra Modi und der damalige französische Präsident François Hollande einen Vertrag über 36 Rafale-Flugzeuge im Gesamtwert von rund 7,8 Milliarden







