
Erhebliche Sichtbarkeitsmängel bei Fußgängern, Radfahrern und E-Scooter-Nutzern in Österreich
Mit dem Einbruch der dunklen Jahreszeit steigt die Gefahr für ungeschützte Verkehrsteilnehmer auf Österreichs Straßen deutlich. Eine aktuelle, bundesweite Erhebung des Mobilitätsclubs ÖAMTC zeigt alarmierende Sichtbarkeitsdefizite: Über alle Bundesländer hinweg waren 71 Prozent der beobachteten Fußgänger bei Dämmerung und Dunkelheit dunkel gekleidet und somit nur schwer erkennbar. Nur neun Prozent der zu Fuß Gehenden trugen Reflektoren. Die vom 1. bis 20. Oktober 2025 durchgeführte Beobachtung von 10.432 Verkehrsteilnehmern erbrachte auch bei anderen Gruppen bedenkliche Ergebnisse. So trugen 62 Prozent der Radfahrer dunkle Kleidung und 25 Prozent waren sogar ohne die vorgeschriebene Beleuchtung unterwegs. Bei E-Scooter-Fahrern zeigte sich ein ähnliches Bild: Rund 60 Prozent waren dunkel gekleidet und 27 Prozent fuhren ohne Licht, obwohl die Straßenverkehrsordnung in Österreich bei Dunkelheit und schlechter Sicht eine funktionierende Beleuchtung vorschreibt. Selbst bei Kraftfahrzeugen wurden Mängel festgestellt: 1,4 Prozent der Pkw fuhren ohne Abblendlicht, bei weiteren 3,3 Prozent war zumindest ein Scheinwerfer oder Rücklicht defekt. Die mangelnde Sichtbarkeit korreliert mit einer erhöhten Unfallgefahr in der dunklen Jahreszeit. Laut Statistik Austria ereignete sich seit 2018 mehr als ein Viertel aller Fußgängerunfälle zwischen November und Jänner, wobei der Anteil tödlicher Unfälle in diesen drei Monaten sogar bei 36 Prozent lag. Besonders gefährdet sind Jugendliche und junge Erwachsene (15 bis 30 Jahre), die zu 65 Prozent häufiger bei Dunkelheit verunfallen als Kinder oder Senioren (je 37 Prozent). Diese Altersgruppe ist oft zu Fuß, mit dem Rad oder E-Scooter unterwegs und dabei häufig dunkel gekleidet, was die Unfallgefahr drastisch erhöht. Aber auch Senioren zählen zur Risikogruppe; sie sind zwar








