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BBN Airlines Thailand schließt erste ACMI-Partnerschaft mit Vietjet Thailand

Die thailändische Fluggesellschaft BBN Airlines Thailand, ein spezialisierter Anbieter von ACMI-Dienstleistungen (Aircraft, Crew, Maintenance, and Insurance), hat ihren ersten Partnerschaftsvertrag abgeschlossen. Seit dem 1. Dezember stellt BBN Airlines einen Airbus A320 für Inlandsflüge der Vietjet Thailand bereit. Die ACMI-Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für BBN Airlines Thailand, die kürzlich ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) erhalten hat und das erste auf ACMI spezialisierte Unternehmen in Thailand ist. Der Airbus A320 von BBN Airlines wird im Rahmen des Wet-Lease-Abkommens auf nationalen Strecken von Vietjet Thailand eingesetzt, unter anderem zwischen Bangkok (Suvarnabhumi) und den beliebten Zielen Chiang Mai und Phuket. Der bereitgestellte A320 ist in einer reinen Economy-Konfiguration mit 180 Sitzen ausgestattet. Das ACMI-Arrangement ermöglicht es Vietjet Thailand, ihre Kapazitäten rasch zu erhöhen, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Hauptreisezeit um die Feiertage in Südostasien, ohne selbst zusätzliche Flugzeuge oder Personal beschaffen zu müssen. BBN Airlines Thailand operierte während der Aufbauphase unter dem Namen Thai SmartLynx, bevor sie nach Erhalt des AOC im Oktober 2025 ihre volle Geschäftstätigkeit als BBN Airlines Thailand aufnahm. Das Unternehmen gehört zur Avia Solutions Group, einem der weltweit größten ACMI-Anbieter. Laut Martynas Grigas, Chairman von BBN Airlines Thailand, stellt diese erste Partnerschaft einen Schlüsselmoment für die Airline dar, da sie flexible Kapazitätslösungen in Thailand und der gesamten Region Asien einführt. Um einen nahtlosen Service für die Passagiere zu gewährleisten, werden die Bordservices auf den Wet-Lease-Flügen gemeinsam gemanagt. Demnach wird ein Kabinenvertreter von Vietjet Thailand an Bord jedes Fluges sein, um die Einhaltung der Servicestandards von Vietjet zu koordinieren, während die

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Reform der EU-Fluggastrechte stockt: Verhandlungen auf Februar verschoben

Die Verhandlungen über eine Reform der EU-Fluggastrechteverordnung sind am Montagabend ohne eine Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union vertagt worden. Trotz intensiver Gespräche konnte in der sogenannten Trilog-Runde keine Annäherung zwischen den Standpunkten der EU-Institutionen erzielt werden. Die strittigen Punkte der umfassenden Reform, die bereits seit Jahren diskutiert wird, betreffen unter anderem die genaue Definition von „außergewöhnlichen Umständen“, die Höchstgrenzen für Ausgleichszahlungen und die Regelungen bei Flugannullierungen und -verspätungen. Die Komplexität der Materie und die divergierenden Interessen der Mitgliedstaaten im Rat einerseits und des Verbraucherschutzes im Parlament andererseits erschweren den Durchbruch. Die Reform zielt grundsätzlich darauf ab, die Rechte von Reisenden in der Europäischen Union zu stärken und die Anwendung der bestehenden Verordnung 261/2004 zu vereinheitlichen. Besonders in den letzten Jahren, geprägt von Krisen und Betriebsstörungen im Luftverkehr, wurden die Schwachstellen der aktuellen Regelungen deutlich. Die Verhandlungen werden nun erst im Februar 2026 fortgesetzt, wodurch sich der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens weiter verzögert. Sollte auch diese nächste Verhandlungsrunde keine Annäherung bringen, gilt die Einberufung eines Vermittlungsausschusses als wahrscheinlich. Ein solcher Ausschuss würde eingesetzt, um einen Kompromiss zu finden, falls Parlament und Rat in zwei Lesungen keinen gemeinsamen Text beschließen können. Dieses Prozedere würde den Reformprozess zusätzlich in die Länge ziehen und die Hoffnungen der Verbraucher auf schnellere Klarheit dämpfen. Experten sehen die andauernde Blockade als bedauerlich, da die Fluggastrechteverordnung in weiten Teilen als überholungsbedürftig gilt. Die Luftverkehrsbranche und die Verbraucherschutzorganisationen drängen gleichermaßen auf eine Aktualisierung der Regeln, um mehr Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

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Air Atlanta Europe übernimmt ersten Boeing 777-Frachter im Auftrag von Fly Meta

Die Fluggesellschaft Air Atlanta Europe mit Sitz auf Malta hat ihren ersten umgebauten Frachter des Typs Boeing 777-300(ERSF) übernommen. Das Flugzeug wird im Rahmen eines CMI-Abkommens (Crew, Maintenance and Insurance) mit dem Leasinggeber Fly Meta betrieben und ist das erste von drei Einheiten, die im Rahmen eines Wet-Lease-Abkommens für die ungarische Frachtfluggesellschaft Hungary Airlines zum Einsatz kommen sollen. Das Flugzeug mit der Kennung 9H-JJB (Hersteller-Nr. 32788) wurde am 1. Dezember von AerCap an Fly Meta ausgeliefert. Anschließend wurde der Flieger von dem in Hongkong ansässigen Leasinggeber an Air Atlanta Europe überstellt. Das Flugzeug befindet sich jedoch weiterhin in Tel Aviv Ben Gurion, wo es von Israel Aerospace Industries (IAI) zum Frachter umgebaut wurde und noch nicht unter seiner maltesischen Registrierung geflogen ist. Air Atlanta hatte zuvor angekündigt, das Flugzeug solle primär von der Basis Budapest aus Ziele im chinesischen Festland und Hongkong International anfliegen. Mit der Übernahme des umgebauten Frachters wird Air Atlanta Europe nach Kalitta Air der weltweit zweite Betreiber dieses Flugzeugtyps sein. Die Umrüstung von Passagierjets zu Frachtflugzeugen des Typs 777-300(ERSF) durch IAI ist eine relativ neue Entwicklung in der Frachtluftfahrt, die auf die steigende Nachfrage nach Langstreckenfrachtern reagiert. Das ERSF-Modell bietet eine höhere Frachtkapazität als die kleineren 777-200-Frachter. Die verbleibenden zwei Boeing 777-300(ERSF)-Frachter, die ebenfalls unter der dreiseitigen Vereinbarung fallen, werden voraussichtlich im zweiten bzw. vierten Quartal 2026 an Air Atlanta ausgeliefert. Die Frachterflotte von Hungary Airlines besteht derzeit aus einem einzigen, der ungarischen Regierung gehörenden Airbus A330-200F. Air Atlanta Europe betreibt darüber hinaus eine Flotte, die

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AeroItalia gründet eigenen Bodenabfertigungsdienst in Rom und stellt Ex-Alitalia-Personal ein

Die Fluggesellschaft AeroItalia plant, ab Februar 2026 ihren eigenen Bodenabfertigungsdienst am Flughafen Rom-Fiumicino (FCO) einzuführen. Im Zuge dieser strategischen Expansion kündigte CEO Gaetano Intrieri an, dass das Unternehmen beabsichtigt, vorrangig ehemalige Mitarbeiter der insolventen Alitalia einzustellen. Rund 2.000 Ex-Alitalia-Mitarbeiter waren von Massenentlassungen betroffen, die am 1. November 2025 in Kraft traten, wodurch sie auch den Zugang zu den italienischen Lohnsicherungsmitteln des CIGS-Systems (Cassa Integrazione Guadagni Straordinaria) verloren. Die Gründung des eigenen Abfertigungsunternehmens wird als notwendiger Schritt für das geplante Wachstum der Airline am Standort Rom gesehen. AeroItalia plant, ihre Präsenz am Fiumicino Airport im Jahr 2026 erheblich auszubauen. Die Flotte soll um sieben Flugzeuge erweitert werden, um die tägliche Anzahl der Flüge zu erhöhen. Intrieri betonte, dass diese Expansion eine „wundervolle Gelegenheit“ biete, Fachkräfte der Branche, die derzeit arbeitslos sind, wieder in Beschäftigung zu bringen. Die hohe Zahl der betroffenen Alitalia-Mitarbeiter – viele von ihnen mit jahrzehntelanger Erfahrung – stellt ein großes Potenzial für die neue Serviceeinheit von AeroItalia dar. Die Massenentlassungen der letzten verbliebenen Alitalia-Belegschaft stellen das endgültige Ende des ehemaligen italienischen Flagcarriers dar, dessen Flugbetrieb bereits im Oktober 2021 eingestellt wurde. Die Betroffenen, darunter viele mit langer Betriebszugehörigkeit, hatten über mehrere Jahre hinweg die Unterstützung der italienischen Lohnsicherung (CIGS) erhalten, deren Fristen nun endgültig ausgelaufen sind. Die Initiative von AeroItalia wird daher von Branchenkennern als eine bedeutende Chance gesehen, einen Teil der hochspezialisierten Arbeitskräfte am wichtigsten italienischen Flughafen zu halten. AeroItalia, die 2022 gegründet wurde, fokussiert sich auf das Segment der Regionalflüge und Verbindungen von kleineren und mittleren

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Neues Kunstmuseum in Almaty eröffnet: Air Astana optimiert Flugplan für Kulturreisende

Almaty, die Metropole im Süden Kasachstans, verfügt seit September 2025 über ein neues kulturelles Wahrzeichen: Das Almaty Museum of Arts. Das Museum ist das erste private Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Zentralasien und geht auf die Initiative des kasachischen Unternehmers und passionierten Kunstsammlers Nurlan Smagulov zurück. Entworfen vom Londoner Architekturbüro Chapman Taylor, soll der Bau der noch jungen, aber lebendigen Kunstszene Kasachstans einen prominenten Raum geben. Das Herzstück der neuen Kultureinrichtung bildet Smagulovs umfangreiche Privatsammlung mit über 700 Exponaten, die moderne und zeitgenössische Kunst aus Kasachstan und Zentralasien sowie internationale Werke umfasst. Das Gebäude selbst reflektiert architektonisch die Dualität des Standorts: Einer der beiden Gebäudeteile ist mit Aluminium verkleidet und würdigt das moderne Almaty, während der andere Teil aus Kalkstein die nahe gelegene Kulisse des Tian-Shan-Gebirges aufgreift. Die Gesamtfläche des Museums beträgt etwa 10.000 Quadratmeter. Ein prominentes internationales Kunstwerk im Außenbereich ist die zwölf Meter hohe Skulptur „Nades“ des Spaniers Jaume Plensa, die ein Porträt der Seele darstellen soll und als neues Wahrzeichen der Stadt gilt. Für Besucher aus dem deutschsprachigen Raum ist das neue Museum durch die Direktflüge der Air Astana bequem erreichbar. Die kasachische Fluggesellschaft bietet seit Juni 2025 dreimal wöchentlich Nonstopflüge zwischen Frankfurt und Almaty an. Mit dem Winterflugplan 2025/2026 wurden die Abflugzeiten optimiert. Berichten zufolge fliegt Air Astana nun ab Ende Oktober 2025 abends ab Frankfurt und erreicht Almaty am nächsten Morgen, was eine komfortablere Anreise und mehr Anschlussmöglichkeiten ermöglicht. Neben dem neuen Museum bietet die Region Almaty Reisenden auch weitere Attraktionen. Das Umland

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Skyscanner-Analyse: Istanbul und London beliebteste Reiseziele im Dezember 2025

Das Reiseunternehmen Skyscanner hat auf Basis von millionenfacher Suchanfragen die Reise- und Flugtrends für den Dezember 2025 analysiert. Die Auswertung der im November 2025 erfolgten Suchanfragen zeigt, dass Istanbul und London die beliebtesten Destinationen für Flugreisen im Dezember sind. Auf den Plätzen drei bis zehn folgen weitere europäische Metropolen wie Mailand, Wien und Paris sowie die Hauptstadt des Kosovo, Pristina. Die Analyse der günstigsten Reiseziele, basierend auf dem durchschnittlichen Hin- und Rückflugpreis (Economy Class), stellte Mailand mit durchschnittlich 105 Euro als die preiswerteste Destination heraus. Budapest folgt mit 120 Euro, während Palma de Mallorca, Alicante und Dublin ebenfalls zu den Top 5 der günstigsten Ziele im November 2025 zählten, deren Durchschnittspreise jeweils unter 165 Euro lagen. Die Preisspanne der Top-10-Liste reichte bis 178 Euro für Flüge nach Agadir. Einen besonders starken Zuwachs an Suchanfragen verzeichneten im Vergleich zum Vormonat die Trend-Reiseziele Basel und Chișinău. Auch Posen, Katowice und Bukarest erlebten signifikant mehr Suchanfragen für Dezemberflüge. Dieser Anstieg der Suchintensität deutet auf ein wachsendes Interesse an diesen osteuropäischen und regionalen Destinationen hin. Flugexperten wiesen darauf hin, dass flexible Reisende derzeit besonders günstige Angebote für den Dezember finden können, wie etwa Hin- und Rückflüge von Baden-Baden nach Stockholm oder von Berlin nach Venedig, die bereits ab 30 Euro verfügbar sind. Die Reiseexperten von Skyscanner gaben zudem einen Buchungstipp für die Planung von Silvester-Städtereisen. Die Funktion „Beliebiges Reiseziel“ auf der Plattform zeige die günstigsten verfügbaren Optionen rund um den Jahreswechsel an. Zudem helfe die Monatsansicht, schnell die Tage mit den niedrigsten Preisen zu

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Eurowings baut Präsenz am BER massiv aus: Sechs neue Ziele und erhöhte Kapazitäten

Die Lufthansa-Tochter Eurowings erweitert ihr Angebot am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) im Sommerflugplan 2026 deutlich. Die Fluggesellschaft baut ihr Streckennetz um sechs neue Destinationen aus und erhöht die Frequenzen zu zahlreichen beliebten Zielen. Mit diesem Schritt bekräftigt Eurowings ihr Engagement für die Hauptstadtregion. Der Sommerflugplan 2026 wird mit insgesamt 43 Zielen in 20 Ländern das größte Angebot an Auswahl und Sitzplätzen darstellen, das Eurowings jemals am BER bereitgestellt hat. Zu den Neuzugängen gehören drei attraktive Hauptstadtverbindungen: London Heathrow, das bis zu zwölfmal pro Woche angeflogen wird, Lissabon mit bis zu dreimal wöchentlichen Flügen sowie Sarajevo in Bosnien und Herzegowina mit zwei wöchentlichen Frequenzen. Die Routen nach Sarajevo und Kavala in Griechenland stellen dabei die ersten Nonstop-Verbindungen vom BER zu diesen Zielen dar. Darüber hinaus nimmt Eurowings die neuen Feriendestinationen Olbia auf Sardinien, Neapel in Italien und Kavala ins Programm auf. Besonders die Routen nach London Heathrow und Lissabon sind wichtige Verbindungen für Geschäftsreisende und Städtebesucher, die das europäische Netzwerk des BER stärken. Um das erweiterte Streckennetz und die höheren Flugfrequenzen zu gewährleisten, wird Eurowings ihre am BER stationierte Flotte um zwei zusätzliche Flugzeuge auf insgesamt neun Maschinen erweitern. Diese Kapazitätssteigerung ermöglicht es der Airline auch, die Frequenzen zu gefragten Zielen wie Palma de Mallorca (plus sechs Frequenzen), Stockholm (plus fünf Frequenzen), Zürich und Split zu erhöhen. Jens Bischof, CEO von Eurowings, betonte, dass die Entscheidung, bewusst in den Standort BER zu investieren, auf dem gesehenen Potenzial der Region beruhe und den Menschen in Berlin und Brandenburg ein vielfältigeres europäisches Netzwerk

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Lufthansa Group forciert Treibstoffeffizienz: Ausbau des „OPS Sustainability“-Programms

Die Lufthansa Group erweitert ihr konzernweites Programm „OPS Sustainability“ zur Steigerung der Treibstoffeffizienz im Flugbetrieb. Ziel ist es, die operativen Abläufe aller Airlines durch weitere Effizienzmaßnahmen zu optimieren. Seit Beginn des Programms im Jahr 2022 konnten durch mehr als 90 Einzelmaßnahmen bereits rund 54.000 Tonnen Kerosin eingespart werden. Dies entspricht einer dauerhaften Vermeidung von etwa 170.000 Tonnen CO₂, was dem Verbrauch von 640 Hin- und Rückflügen auf der Strecke München-New York mit einem Airbus A350-900 gleichkommt. Die nun gestartete neue Phase des Programms führt zusätzliche Maßnahmen ein, die bis Ende 2028 jährlich weitere knapp 50.000 Tonnen CO₂ einsparen sollen. Dies wird durch eine zusätzliche jährliche Treibstoffeinsparung von gut 15.200 Tonnen erreicht. Im Fokus stehen dabei datenbasierte und praxisnahe Ansätze zur Effizienzsteigerung. Dazu gehören der Einsatz digitaler Tools, die eine präzisere Berechnung der benötigten Kraftstoffmenge eines Fluges auf Basis historischer Verbrauchsdaten ermöglichen. Ebenso umfasst das Programm optimierte Verfahren beim Rollen und beim Anflug, eine bedarfsgerechtere Wasserbeladung sowie eine präzisere Flugplanung. Zusätzlich wird die Steigerung der Effizienz systematisch in die Ausbildungskette des gesamten Personals integriert. Neben den operativen Optimierungen setzt der Konzern auch auf technische Innovationen. Ein Beispiel hierfür ist die in Zusammenarbeit mit BASF entwickelte Oberflächentechnologie „AeroSHARK“. Diese spezielle Folie, die die strömungsgünstigen Eigenschaften von Haifischhaut nachahmt, reduziert den Luftwiderstand und senkt so den Treibstoffverbrauch sowie die Emissionen pro Flug um rund ein Prozent. Die Folie ist laut Unternehmensangaben bereits auf über 20 Flugzeugen der Lufthansa Group, darunter Maschinen der SWISS und Lufthansa Cargo, angebracht. Aktuellen Berichten zufolge wurden bis Ende

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Flughäfen fordern besseren Schutz: ADV begrüßt Drohnenabwehrsysteme für Verkehrsflughäfen

Die Abwehr illegaler Drohnenflüge in sensiblen Lufträumen bildet einen Schwerpunkt der diesjährigen Herbstkonferenz der Innenminister. Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat die von der Bundesregierung initiierte Beschaffung moderner Detektions- und Abwehrsysteme für zunächst acht deutsche Verkehrsflughäfen ausdrücklich begrüßt. Diese Maßnahme wird als notwendig erachtet, um das wachsende Sicherheitsrisiko durch unkoordinierte Drohnenaktivitäten im Umfeld von Flughäfen zu minimieren. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärte, die eingeleitete Beschaffung von leistungsfähigen Systemen sei ein zentraler Schritt zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Flughäfen. Illegale Drohnenflüge, die von Laien oder aus kriminellen Motiven durchgeführt werden, haben in der Vergangenheit an deutschen Flughäfen bereits wiederholt zu temporären Einschränkungen und Sperrungen des Flugverkehrs geführt. Die potenziellen Kollisionsgefahren und das Risiko, den reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs massiv zu stören, erfordern laut Experten eine dringende Reaktion der Behörden. Die Flughäfen bewerten die Zuständigkeitsfestlegung für die Beschaffung und den Betrieb der neuen Systeme bei der Bundespolizei als ein wichtiges Signal. Flughafenbetreiber, die jeweiligen Landespolizeien sowie die Deutsche Flugsicherung (DFS) haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Bundespolizei in ihrem Einsatz zu unterstützen, um ein Höchstmaß an Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten. Mit den neuen Systemen wird eine frühzeitigere und zuverlässigere Erkennung illegaler Drohnenaktivitäten erwartet. Die Flughäfen erhoffen sich durch ein besseres Lagebild über Art, Häufigkeit und Flugprofile der Drohnen, dass künftige Einschränkungen des Flugbetriebs deutlich reduziert werden können. Darüber hinaus unterstützt der ADV die aktuellen politischen Abstimmungen zur Einrichtung eines zentralen Drohnenabwehrzentrums. Der Verband betont die Bedeutung klar definierter Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern, die durch jüngste gesetzliche Anpassungen – wie erweiterte Befugnisse

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Technisches Problem bei Airbus A320-Familie erfordert Software-Update nach Zwischenfall

Geschätzt 6.000 Maschinen der weltweit verbreiteten Flugzeugfamilie Airbus A320 benötigten nach einem sicherheitsrelevanten Zwischenfall ein dringendes Software-Update. Ende Oktober zeigte sich bei einem Flugzeug, dass intensive Sonneneinstrahlung in Reiseflughöhe Daten beschädigen kann, die elementar für die Steuerung des Höhenruders sind. Der betroffene Jet musste aufgrund eines Problems mit der Flugsteuerung und einem damit einhergehenden, plötzlichen, unkontrollierten Höhenverlust notlanden. Das Problem betraf spezifisch den Elevator Aileron Computer (ELAC B) mit der Softwareversion L104. Das europäische Flugsicherheitsgremium EASA (European Union Aviation Safety Agency) reagierte daraufhin mit einer verbindlichen Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung (Emergency Airworthiness Directive). Aufgrund der EASA-Anweisung mussten Fluggesellschaften weltweit am vergangenen Wochenende kurzfristig die neue Software auf ihren betroffenen Maschinen installieren. Diese notwendige Maßnahme führte bei zahlreichen Airlines zu kurzfristigen Umbuchungen, Verspätungen und Flugausfällen im Flugbetrieb. Die Notwendigkeit der Nachbesserung wurde von Airbus selbst an die Betreiber kommuniziert. Luftfahrtexperten bestätigten die Dringlichkeit der Maßnahme, da eine unbeabsichtigte Höhenruderbewegung im schlimmsten Fall die strukturellen Auslegungsgrenzen des Flugzeugs überschreiten und zu einem katastrophalen Ausfall führen könnte. Fluggastrechteexperten wie Nina Staub von AirHelp stellten fest, dass betroffene Reisende keinen Anspruch auf finanzielle Entschädigung nach der EU-Verordnung 261/2004 haben. Die Ursache des Problems liegt laut den Untersuchungen in Umwelteinflüssen – genauer gesagt in der Beeinträchtigung kritischer Flugsteuerungssysteme durch intensive Sonneneinstrahlung. Solche herstellerweiten Mängel, die mit behördlichen Sicherheitsanweisungen einhergehen, werden nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs als „außergewöhnliche Umstände“ gewertet. Da diese Ereignisse außerhalb der Kontrolle der Fluggesellschaft liegen und auch durch angemessene Maßnahmen nicht vermeidbar sind, sind die Airlines von der Entschädigungshaftung befreit. Unabhängig von der Entschädigungspflicht

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