
Beinahe-Kollision in Boston: Flugzeuge kommen sich auf der Landebahn gefährlich nahe
Am Boston Logan International Airport hat sich am Donnerstag ein gravierender Beinahe-Zusammenstoß zwischen einer anfliegenden Maschine der Delta Air Lines und einem startenden Flugzeug der Regionalfluggesellschaft Cape Air ereignet. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat umgehend eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Die knappe Situation, bei der sich die Flugzeuge auf kreuzenden Pisten befanden, verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen für die Flugsicherheit in den USA. Der Zwischenfall ereignete sich gegen 16:15 Uhr Ortszeit. Der Delta-Flug DL263, ein Airbus A330-900neo, der von Paris (CDG) kam und wegen schlechten Wetters in New York nach Boston umgeleitet worden war, musste seinen Landeanflug auf der Piste 04R abbrechen und durchstarten. Dies war notwendig, da die Cessna 402C der Cape Air mit der Flugnummer KAP548 zum Start auf der kreuzenden Piste 15R freigegeben worden war. Als die kleinere Cessna die Landebahn 04R überquerte, betrug der horizontale Abstand zum Delta-Großraumflugzeug nur noch rund 1000 Meter. Audioaufzeichnungen des Flugfunkverkehrs auf LiveATC.net belegen die angespannte Lage, wobei die Piloten beider Maschinen die Situation als „sehr knapp“ und „nicht cool“ kommentierten. Trotz der gefährlichen Annäherung konnte die Delta-Besatzung das vorgeschriebene Durchstartmanöver (Go-around) erfolgreich durchführen und landete im zweiten Anflug sicher. Es wurden keine Verletzungen oder Schäden gemeldet. Die FAA untersucht nun, wie es zur Freigabe des Starts der Cape Air-Maschine kommen konnte, während der Airbus bereits im Endanflug war. Dieser Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die kritische Personalsituation bei der amerikanischen Flugsicherung. Verkehrsminister Sean Duffy hatte in den letzten Tagen erklärt, dass die anhaltende Government Shutdown in den USA,








