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Verdi-Tarifverträge für Bodenverkehrsdienste in Deutschland allgemeinverbindlich

Die Gewerkschaft Verdi hat in einer als historisch bezeichneten Entscheidung erreicht, dass die Tarifverträge für Bodenverkehrsdienste an deutschen Verkehrsflughäfen allgemeinverbindlich werden. Der Tarifausschuss des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales stimmte am Donnerstag zu, dass sowohl der Mantel- als auch der Entgelttarifvertrag künftig nach dem Tarifvertragsgesetz für alle Unternehmen in der Branche verpflichtend gelten, ausgenommen kleinere Flughäfen. Dies betrifft vor allem Dienstleistungen wie die Gepäck- und Passagierabfertigung an deutschen Verkehrsflughäfen. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle betonte die Bedeutung dieses Schrittes: „Damit wird unser Branchentarifvertrag zum allgemeinverbindlichen Branchentarifvertrag.“ Die Löhne in der Branche werden damit in zehn Stufen je nach Tätigkeit verbindlich geregelt, wobei der Einstiegslohn bei 17 Euro pro Stunde liegt. Der Tarifvertrag war im Februar 2024 nach mehrjährigen Verhandlungen zwischen Verdi und den Arbeitgeberverbänden VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) und ABL (Arbeitgeberverband der Bodenabfertigungsdienstleister im Luftverkehr) geschlossen worden. Beide Seiten hatten sich gemeinsam für die Allgemeinverbindlichkeit stark gemacht, um einheitliche Standards in der Branche zu schaffen. Die Entscheidung gilt als wegweisender Schritt zur Sicherung fairer Arbeitsbedingungen und soll die Position der Beschäftigten stärken.

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100. Frachtflugzeug-Umbau bei Elbe Flugzeugwerke abgeschlossen

Die Elbe Flugzeugwerke (EFW) haben ihr 100. umgerüstetes Frachtflugzeug an einen Kunden ausgeliefert. Bei dem umgebauten Modell handelt es sich um einen Airbus A330 P2F („Passenger to Freighter“), der in einer EFW-Anlage in China umgebaut wurde. Das Umrüstungsprogramm, das 2017 begann, entstand in Zusammenarbeit zwischen ST Engineering und Airbus und bietet Kunden die Möglichkeit, Passagierflugzeuge verschiedener Airbus-Modelle für den Frachtverkehr umzurüsten. Seit dem Start des Programms wurden insgesamt 49 A330, 47 A321 und vier A320 zu Frachtflugzeugen umgebaut. Die Elbe Flugzeugwerke besitzen die Musterzulassungen und leiten das gesamte Umrüstungsprogramm. Zu den angebotenen Modellen gehören neben dem A330 auch die Varianten A321 P2F und A320 P2F, die ab 2020 beziehungsweise 2022 verfügbar wurden. Der P2F-Markt wächst derzeit stark, da die Nachfrage nach Frachtkapazitäten kontinuierlich steigt. Vor allem nach den Einschränkungen im Passagierverkehr durch die Corona-Pandemie 2020/21 wuchs das Interesse an Frachtlösungen erheblich.

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Lufthansa setzt größere Flugzeuge auf der Strecke Nürnberg–Frankfurt ein

Die Lufthansa hat seit dem 10. November 2024 die Flugverbindung zwischen Nürnberg und Frankfurt aufgewertet. Anstelle der bisher eingesetzten kleineren CRJ900-Regionaljets bedient die Airline die Strecke nun hauptsächlich mit den größeren Airbus-Modellen A319 und A320. Auf dieser Verbindung, die bis zu fünfmal täglich durchgeführt wird, setzt Lufthansa im Winterflugplan zusätzlich auch CRJ1000-Flugzeuge ihres Wetlease-Partners Cityjet ein. Mit der Umstellung auf die Airbus-Modelle reagiert Lufthansa auf eine steigende Nachfrage nach dieser innerdeutschen Zubringerverbindung zum Drehkreuz Frankfurt und ermöglicht ihren Passagieren ein erhöhtes Sitzplatzangebot und verbesserten Komfort. Auch im Zuge von Nachhaltigkeitszielen sollen die neu eingesetzten Flugzeugtypen bei hoher Auslastung effizientere Verbindungen bieten. Der Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg erhält durch diese Änderung eine gestärkte Anbindung an das Lufthansa-Netzwerk, was die Region weiter mit internationalen Zielen verknüpft.

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Lufthansa kurz vor Einstieg bei ITA Airways

Der geplante Einstieg der Lufthansa bei der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways steht vor dem Abschluss. Laut einer Mitteilung des italienischen Finanzministeriums sind alle erforderlichen Dokumente rechtzeitig bei der EU-Wettbewerbsbehörde eingereicht worden. Die italienische Regierung zeigt sich zuversichtlich, dass die Europäische Kommission die Transaktion endgültig genehmigen wird. Nach den bisherigen Vereinbarungen soll die Lufthansa zunächst für 325 Millionen Euro eine 41-prozentige Beteiligung an ITA erwerben. In den kommenden Jahren könnte die deutsche Airline durch zusätzliche Investitionen in Höhe von bis zu 800 Millionen Euro eine vollständige Übernahme des italienischen Staatsunternehmens anstreben. Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung betrifft die Abgabe von Start- und Landerechten an andere Airlines, eine Auflage der EU-Kommission zur Sicherstellung des Wettbewerbs. Obwohl es Berichten zufolge in den letzten Verhandlungen Unstimmigkeiten über den Kaufpreis gab, bestätigte das Finanzministerium, dass die Bedingungen gegenüber der ursprünglichen Vereinbarung unverändert blieben. Lufthansa hat sich bislang nicht dazu geäußert. Der ITA-Vorgänger Alitalia wurde 2020 aufgelöst und durch die staatlich kontrollierte ITA Airways ersetzt, die weiterhin mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hat.

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Urteil: Malpensa bleibt „Aeroporto Silvio Berlusconi“

Mailands bedeutendster Flughafen Malpensa wird weiterhin den Namen des verstorbenen italienischen Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi tragen. Eine Klage mehrerer Städte, darunter Mailand selbst, um die Namensänderung rückgängig zu machen, wurde vom Verwaltungsgericht abgewiesen. Die Kläger verwiesen auf eine italienische Regelung, die besagt, daß öffentliche Einrichtungen erst zehn Jahre nach dem Tod einer bekannten Persönlichkeit deren Namen tragen dürfen. Die Benennung des Flughafens in „Aeroporto Silvio Berlusconi“ war bereits im Juli 2023 auf Initiative des Verkehrsministers Matteo Salvini und der regierenden rechten Koalition erfolgt, zu der auch Berlusconis Partei Forza Italia gehört. Berlusconi, der als Bauunternehmer, Medienmogul und Gründer der konservativen Partei Forza Italia bekannt wurde, prägte Italiens Politiklandschaft über Jahrzehnte und verstarb im Juni 2023 im Alter von 86 Jahren. Sein politisches Wirken, begleitet von zahlreichen Skandalen und Affären, polarisiert das Land bis heute und sorgt für kontroverse Debatten darüber, wie seine Person im öffentlichen Raum gewürdigt werden soll.

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Neue Kreuzfahrtschiffe und traditionelle Taufzeremonien weltweit vorgestellt

In Luxor, Ägypten, taufte Viking diese Woche zwei neue Nil-Kreuzfahrtschiffe. Die Viking Hathor und Viking Sobek wurden unter Anwesenheit prominenter Paten eingeweiht: Edward Herbert, ein Nachkomme des Entdeckungsförderers des Grabes von Tutanchamun, und Mohamed El Banna, Gründer von Cosmos Egypt und ägyptischer Senator. Die Taufzeremonie wurde mit einem exklusiven Dinner im Karnak-Tempel für Gäste aus der Reisebranche und Medien gefeiert. Die Kreuzfahrtschiffe bieten Platz für je 82 Passagiere und sind auf komfortable Nil-Kreuzfahrten ausgelegt. Zudem baut American Cruise Lines (ACL) seine Flotte in den USA weiter aus und hat Verträge für vier zusätzliche kleine Schiffe bei Chesapeake Shipbuilding abgeschlossen. Das erste dieser Schiffe, die American Legend, wird Ende November in Dienst gestellt, um vor allem den amerikanischen Markt zu bedienen. In Europa kündigte AmaWaterways ebenfalls eine neue Schiffstaufe für den Douro-Fluß an: Die AmaSintra wird 2025 getauft, mit Jenn Lee als Taufpatin. Crystal Cruises gab ausserdem bekannt, dass es ein drittes 690-Passagier-Schiff bei Fincantieri bestellt hat, das bis 2032 fertiggestellt werden soll. Dieses Schiff wird über private Suiten und Veranden für Einzelreisende verfügen und stellt den neuesten Schritt der Reederei in Richtung hochwertiger, individueller Reisemöglichkeiten dar.

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Ryanair gibt beliebte Weihnachtsziele deutscher Reisender bekannt

Ryanair hat die beliebtesten Weihnachtsreiseziele für deutsche Passagiere im Jahr 2024 vorgestellt. Für die festliche Saison sind insgesamt fast 50.000 Flüge zu mehr als 235 Destinationen geplant, um Reisenden das Zusammenkommen mit Familie und Freunden zu erleichtern. Besonders gefragt sind die Städte Wien, Budapest, London und Zagreb. Die Wiener Weihnachtsmärkte gehören zu den ältesten und sind für ihre stimmungsvolle Atmosphäre bekannt. Der Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz zieht Besucher mit traditionellem Kunsthandwerk und weihnachtlichen Köstlichkeiten an. Auch Budapest ist mit seinen charmanten Märkten ein beliebtes Ziel. Vor der St.-Stephans-Basilika erwartet die Besucher ein weihnachtliches Erlebnis mit regionalen Spezialitäten und Lichtshows. London verzaubert ebenfalls: Im Hyde Park bietet das „Winter Wonderland“ Fahrgeschäfte, Eislaufbahnen und internationale Spezialitäten. In Zagreb, einem aufstrebenden Ziel, besticht der große Weihnachtsmarkt mit festlich geschmückten Straßen und regionaler Küche. Diese Ziele gelten nicht nur als besonders beliebt bei deutschen Reisenden, sondern wurden von Ryanair im Zuge der wachsenden Nachfrage nach festlichen Städtereisen empfohlen. Fluggäste können zudem von Rabattaktionen auf Last-Minute-Geschenke wie Parfüms und Kosmetik profitieren.

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Kulturhighlights in Niederösterreich: Buchvorstellung, Theater, und Musikveranstaltungen

Ab Mittwoch, 13. November 2024, erwarten Kulturinteressierte in Niederösterreich zahlreiche Veranstaltungen. Im Schloss Spitz wird ab 17 Uhr das Buch „Niederösterreich im 18. Jahrhundert“ vorgestellt. Herausgegeben von Tobias E. Hämmerle, Josef Löffler, Elisabeth Rosner und Martin Scheutz, bietet das Werk auf über 1.500 Seiten eine umfassende Analyse der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der Region im 18. Jahrhundert. Ebenfalls am Mittwoch gibt es im Haus der Kunst in Baden eine Lesung zum Thema „Erotisches Baden“ mit Gabi Hasmann und Christine Triebnig-Löffler. Die Veranstaltung bietet einen historischen Streifzug vom Mittelalter bis zur Neuzeit. In Baden zeigt das Zentrum für Interkulturelle Begegnung (ZIB) ab 18 Uhr den Film „A Boy’s Life – Kind Nummer B2826“ über das Schicksal eines Holocaust-Überlebenden. Um 18:30 Uhr tritt Robert Meyer im Rahmen des Bösendorfer Festivalzyklus in Wiener Neustadt auf und spielt in den Kasematten sämtliche Rollen in Johann Nestroys Stück „Häuptling Abendwind“. Außerdem gastiert Alex Kristan mit seinem Kabarettprogramm „50 Shades of Schmäh“ um 19:30 Uhr im VAZ St. Pölten. Diese und zahlreiche weitere Veranstaltungen wie Lesungen, Kabarettprogramme und Theaterstücke bieten in den nächsten Tagen eine breite Palette an kulturellen Erlebnissen in Niederösterreich.

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Wien feiert den 200. Geburtstag von Johann Strauss Sohn

Im Jahr 2025 begeht Wien das 200. Geburtsjahr von Johann Strauss Sohn, bekannt als der „Walzerkönig“, mit zahlreichen Feierlichkeiten und einer großen Jubiläumsausstellung. Bereits ab dem 4. Dezember 2024 eröffnet das Theatermuseum gemeinsam mit der Wienbibliothek im Rathaus eine thematische Schau über den berühmten Komponisten, dessen Werke das Wiener Musikleben des 19. Jahrhunderts prägten. Unter dem Titel „Johann Strauss – Die Ausstellung“ beleuchtet die Schau das facettenreiche Leben und Schaffen von Johann Strauss Sohn. Zu den Höhepunkten zählen Originaldokumente aus der Wiener Strauss-Sammlung, die auch im UNESCO-Register „Gedächtnis der Menschheit“ geführt wird. Die Ausstellung wird ergänzt durch Leihgaben des Wien Museums und weiterer Einrichtungen, die den künstlerischen und gesellschaftlichen Kontext aufzeigen. Themen wie die familiären und geschäftlichen Beziehungen der „Firma Strauss“ sowie das komplexe Beziehungsgeflecht des Komponisten rücken dabei in den Fokus. Neben Strauss’ Entwicklung als Musiker werden auch historische, politische und wirtschaftliche Hintergründe thematisiert. Die Ausstellung läuft bis zum 23. Juni 2025 und ist Teil des Festivalprogramms „Johann Strauss 2025 Wien“.

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Russische Behörden setzen Betriebserlaubnis von Air Bridge Cargo aus

Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsiya hat am 9. Oktober 2024 das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) der Frachtfluggesellschaft Air Bridge Cargo (ABC) vorübergehend ausgesetzt. Der Beschluss erfolgte auf Antrag der Airline vom 1. Oktober 2024, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtet. Diese Entscheidung markiert einen weiteren Rückschlag für das Unternehmen, das seit März 2022 keine Flüge mehr durchführt und zuvor als größte russische Frachtfluggesellschaft galt. Air Bridge Cargo, eine Tochter der Volga-Dnepr-Gruppe, war für ihre Flotte von Boeing-Frachtjets bekannt. Im August wurde sie zusammen mit Volga-Dnepr und Atran in die US-Sanktionsliste aufgenommen. Betroffen von den Sanktionen sind auch Firmengründer Alexey Isaykin, sein Geschäftspartner Sergey Shklyanik und mehrere weitere Führungskräfte der Volga-Dnepr-Gruppe. Geplant war, dass ABC in Zukunft auf Maschinen des russischen Typs Iljuschin Il-96 setzt, um ihren Flugbetrieb wieder aufzunehmen.

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