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Air Arabia bindet den Flughafen Düsseldorf an ihr Drehkreuz in Sharjah an

Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Low-Cost-Fluggesellschaft Air Arabia nimmt ab dem 16. Dezember eine tägliche Verbindung zwischen dem Flughafen Düsseldorf und ihrem Heimatdrehkreuz Sharjah auf. Nach den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München wird die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt das dritte deutsche Ziel, das der Carrier direkt von der Golfregion aus anfliegt. Die Strecke soll mit Flugzeugen des Typs Airbus A320neo bedient werden, die in einer reinen Economy-Konfiguration betrieben werden. Mit dem Beginn der täglichen Flüge nach Düsseldorf baut Air Arabia ihre Präsenz auf dem deutschen Markt weiter aus. Das Angebot soll Passagieren nicht nur Punkt-zu-Punkt-Verbindungen an den Arabischen Golf bieten, sondern auch Umsteigemöglichkeiten über den Flughafen Sharjah eröffnen. Das Drehkreuz fungiert als Ausweichstandort zum benachbarten Flughafen Dubai und bietet Anschlussflüge zu Zielen im Nahen Osten sowie in Süd- und Südostasien. Durch den Einsatz des Airbus A320neo nutzt die Fluggesellschaft Maschinen mit verringertem Treibstoffverbrauch pro Sitzplatz auf Mittel- und Langstreckenprofilen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Expansion von Billigfluggesellschaften auf Mittelstreckenverbindungen nach Europa ein intensiviertes Wettbewerbsumfeld schafft. Im Vergleich zu den etablierten Netzwerkträgern der Golfregion, wie Emirates oder Etihad Airways, setzt Air Arabia auf ein kostengünstigeres Geschäftsmodell mit gebührenpflichtigen Zusatzleistungen. Der Erfolg des täglichen Kurses ab Düsseldorf wird maßgeblich davon abhängen, ob sich das Low-Cost-Preissegment auf der mehrstündigen Flugstrecke gegen den Service der klassischen Netzwerk-Carriern im Einzugsgebiet von Nordrhein-Westfalen durchsetzen kann. Der Zugang zum Flughafen Düsseldorf ist für Fluggesellschaften aufgrund der bestehenden Slot-Restriktionen und der hohen Nachfrage in der Region Nordrhein-Westfalen von betrieblicher Bedeutung. Während Großflughäfen wie Frankfurt und München

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Polar Air Shuttle startet in die vierte Wintersaison nach Schweden

Der Flugreiseanbieter Polar Air Shuttle nimmt für die Wintersaison 2026/2027 erneut sein Flugprogramm von mehreren mitteleuropäischen Flughäfen nach Schwedisch-Lappland auf. Im Zentrum des Flugplans steht die Direktanbindung des regionalen Flughafens Arvidsjaur im Norden Schwedens. Die Charterverbindungen ab Deutschland werden wie in den Vorjahren operativ von der Fluggesellschaft Condor durchgeführt. Das Programm startet mit ersten Flügen Mitte Dezember 2026 ab den Standorten München und Hannover, bevor ab Januar 2027 der reguläre Taktbetrieb aufgenommen wird. Der Winterflugplan sieht für die Linien- und Charterverbindungen der Condor vom 11. Januar 2027 bis zum 15. März 2027 jeweils feste Flugtage an den Wochentagen Montag und Freitag vor. Neben den Angeboten der Condor werden im Rahmen einer Kooperation mit dem ESC European Speed Club zusätzliche Flugkapazitäten nach Arvidsjaur bereitgestellt. Die Abwicklung dieser Sonderflüge übernimmt die tschechische Fluggesellschaft Smartwings. Als Abflughäfen für dieses Zusatzprogramm dienen neben Frankfurt am Main, München und Berlin auch der Schweizer Flughafen Zürich. Die Zielregion Nordschweden ist im Winterhalbjahr ein gefragter Standort für die Erprobung von Kraftfahrzeugen unter Arktisbedingungen. Zahlreiche internationale Automobilhersteller, Zulieferer und Prüforganisationen betreiben rund um Arvidsjaur und Arjeplog Teststrecken auf gefrorenen Seen. Neben Ingenieuren und Testteams nutzen auch Teilnehmer von Fahr- und Motorsporttrainings sowie Urlauber die Direktflüge. Die Auslastung der Charterketten hängt dadurch maßgeblich an den Buchungen der Industrie- und Motorsportkunden aus Deutschland und der Schweiz. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Direktverbindungen an abgelegene Regionalflughäfen in Skandinavien ein hohes Nischenrisiko aufweisen. Die Strecken sind stark saisonal geprägt und richten sich an eine eng abgegrenzte Zielgruppe. Fluggesellschaften wie Condor und Smartwings sichern

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Bundeswehr vergibt Anfängerausbildung für Luftwaffenpiloten an Lufthansa-Tochter

Die Deutsche Luftwaffe zieht Konsequenzen aus internen Ausbildungskapazitäten und verlagert die fliegerische Grundschulung ihres Pilotennachwuchses an einen privaten Dienstleister. Der Zuschlag für den mehrjährigen Ausbildungsvertrag ging an die Lufthansa Aviation Training (LAT), eine Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns. Als zentraler Schulungsstandort wurde der Flughafen Rostock-Laage ausgewählt, an dem das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren zivile Flugschüler im Sicht- und Instrumentenflug unterweist. Damit greift die Bundeswehr auf bestehende Strukturen der zivilen Luftfahrtschule zurück, um die ersten Flugstunden angehender Militärflugzeugführer abzuwickeln. Die Kooperation umfasst die theoretische und praktische Anfängerausbildung auf propellergetriebenen Schulflugzeugen, bevor die Flugschüler für spezialisierte Ausbildungsabschnitte auf Jet- oder Transportmuster an militärische Standorte im In- und Ausland wechseln. Die Vergabe der Grundausbildung an zivile Dienstleister ist in NATO-Staaten kein neues Modell; Streitkräfte in mehreren europäischen Nachbarländern nutzen ähnliche Kooperationsformen, um eigene Instandhaltungs- und Personalressourcen bei den Streitkräften zu entlasten. Durch die Nutzung der zivilen Flotte der Lufthansa-Tochter können feste Flugstundenkontingente ohne eigene Flugzeugbeschaffung durch den Bund eingekauft werden. Branchenexperten und Militäranalysten bewerten die Vergabe zweischneidig. Einerseits ermöglicht der Rückgriff auf einen etablierten zivilen Anbieter eine flexible und verlässliche Durchführung der ersten Schulungsphasen ohne den Aufbau eigener Infrastruktur an Bundeswehr-Fliegerhorsten. Andererseits verweist die Auslagerung auf anhaltende Engpässe bei eigenen Trainingsflugzeugen und Fluglehrern innerhalb der Streitkräfte. Kritische Stimmen betonen zudem, dass zivile Ausbildungsstandards zwar solide Grundlagen schaffen, die militärspezifischen Anforderungen im Flugbetrieb jedoch erst in den nachfolgenden Abschnitten geschult werden können. Der Standort Rostock-Laage baut durch die Auftragsvergabe seine Position als kombinationsgenutzter Verkehrs- und Schulungsflughafen weiter aus. Neben dem zivilen Passagierverkehr und den Schulungsaktivitäten

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Frankreich: Brustkrebserkrankung einer ehemaligen Flugbegleiterin als Berufskrankheit anerkannt

Ein Gerichtsentscheid in der französischen Stadt Bayonne sorgt für Aufsehen in der Luftfahrtbranche. Eine 59-jährige ehemalige Flugbegleiterin der Fluggesellschaft Air France hat durch ein Urteil erwirkt, dass ihre Brustkrebserkrankung rechtskräftig als Berufskrankheit anerkannt wird. Gewerkschaftsvertreter und Rechtsbeistände bezeichnen die Gerichtsentscheidung als Präzedenzfall für den Luftfahrtsektor in Frankreich. Die Betroffene war von 1989 bis 2019 für die französische Fluggesellschaft tätig, davon viele Jahre als Purserin auf der Langstrecke. Während ihrer Dienstzeit absolvierte sie mehr als 12.600 Flugstunden, davon über 6.500 Stunden während der Nachtzeiten. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit den spezifischen Arbeitsbedingungen des Kabinenpersonals im Langstreckenverkehr. Neben dem regelmäßigen Schicht- und Nachtdienst wurden die Exposition gegenüber kosnischer und ionisierender Strahlung in Reiseflughöhe sowie das Passivrauchen an Bord berücksichtigt. Auf Flügen von Air France war das Rauchen in der Kabine erst ab dem Jahr 2000 vollständig untersagt worden. Zudem stellte das Gericht fest, dass bei der Klägerin keine genetischen Vorbelastungen oder Risikofaktoren im Lebensstil vorlagen, die das Auftreten der Erkrankung abseits der beruflichen Exposition erklären würden. Da Brustkrebs in der offiziellen französischen Liste der Berufskrankheiten bislang nicht geführt wird, musste die Klägerin mit Unterstützung der Gewerkschaft CFDT ein mehrjähriges Einzelprüfungsverfahren durchlaufen. Zwei regionale Fachkommissionen hatten eine ursächliche Verknüpfung zwischen der Tätigkeit und der Erkrankung im Vorfeld abgelehnt, bevor das Gericht im Juli die Entscheidung zugunsten der Ex-Mitarbeiterin fällte. Da seitens des Arbeitgebers und der Sozialkassen keine Rechtsmittel eingelegt wurden, ist das Urteil nunmehr rechtskräftig. Branchenexperten sehen in der juristischen Entscheidung ein Signal für das fliegende Personal in Europa. Das Urteil erleichtert

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Polen und Spanien planen gemeinsame Beschaffung von Airbus-Tankflugzeugen

Polen und Spanien planen den gemeinsamen Erwerb von mindestens sieben Betankungs- und Transportflugzeugen vom Typ Airbus A330 MRTT. Das Beschaffungsprogramm besitzt ein geschätztes Gesamtvolumen von bis zu 5,4 Milliarden Euro und umfasst neben den Maschinen eine siebenjährige Betreuung bei Logistik und Instandhaltung. Der spanische Ministerrat hat den entsprechenden Rahmenvereinbarungen am 25. August zugestimmt, um die formalen Verhandlungen über den finalen Vertrag aufzunehmen. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministers Władysław Kosiniak-Kamysz soll Polen bis zum Jahr 2030 vier dieser Flugzeuge erhalten, während die verbleibenden Maschinen für die spanischen Streitkräfte vorgesehen sind. Die Anschaffung stellt für die polnischen Luftstreitkräfte den Aufbau einer eigenen nationalen Tankerflotte dar. Die Großraumflugzeuge sollen die Einsatzreichweite und Stehzeit der polnischen F-16- und F-35A-Kampfflugzeuge erhöhen und die Abhängigkeit von Betankungskapazitäten anderer NATO-Partner verringern. Der A330 MRTT basiert auf der zivilen Passagierversion Airbus A330-200 und kann bis zu 111 Tonnen Treibstoff aufnehmen, ohne dass Zusatztanks im Frachtraum installiert werden müssen. Neben der Luftbetankung lässt sich die Maschine für Truppentransporte von bis zu 300 Personen, Frachtflüge mit bis zu 45 Tonnen Zuladung oder für medizinische Evakuierungseinsätze konfigurieren. Finanziert wird das Vorhaben über das EU-Förderprogramm Security Action for Europe (SAFE), das zinsgünstige Kredite für gemeinsame Verteidigungsgüter bereitstellt und die Beschaffung von in Europa gefertigten Systemen priorisiert. Die Umrüstung der Passagiermaschinen zum Militärtanker erfolgt an den Airbus-Standorten in Spanien. Neben dem Werk in Getafe soll Ende 2027 ein zweiter Umrüstungsstandort in Sevilla in Betrieb gehen, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Die Beschaffung läuft unabhängig von der bestehenden multinationalen NATO-Tankerflotte (MMF), an

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KLM Cityhopper bereitet letzten Embraer E195-E2 auf die Rückkehr in den Flugbetrieb vor

Die niederländische Fluggesellschaft KLM beendet die mehrjährige Zwischenlagerung von vier Regionalflugzeugen des Typs Embraer E195-E2 auf dem Flughafen Twente. Nach mehr als zwei Jahren Abstellzeit wird mit der Maschine mit dem Kennzeichen PH-NXE das letzte der dort geparkten Flugzeuge für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs vorbereitet. Zuvor wurden bereits zwei Einheiten mit den Registrierungen PH-NXA und PH-NXB wieder in das Streckennetz integriert, während eine dritte Maschine (PH-NXD) zur umfassenden technischen Überprüfung an einen Wartungsbetrieb in Bratislava überführt wurde. Der Grund für die langwierige Einlagerung der modernen Jetflotte lag in anhaltenden Triebwerksproblemen der Baureihe PW1900G des Herstellers Pratt & Whitney. Wegen erforderlicher Inspektionen, modifizierter Bauteile und weltweiter Engpässe in den Lieferketten für Ersatzteile standen zahlreiche Flugzeuge dieses Typs bei internationalen Fluggesellschaften am Boden. Die Tochtergesellschaft KLM Cityhopper nutzte die in Twente abgestellten Maschinen im Rahmen der Flottenlogistik zeitweise auch als Ersatzteilspender, um den Betrieb der verbleibenden aktiven E195-E2-Flotte aufrechtzuerhalten. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die langwierige Außerdienststellung von Flugzeugen erhebliche betriebswirtschaftliche Kosten verursacht. Neben den Standgebühren auf dem Flugplatz Twente belasten entgangene Ticketerlöse und zusätzliche Aufwendungen für Triebwerkswartungen die Bilanz der Airline. Zudem erfordert die Reaktivierung von Flugzeugen, die über einen langen Zeitraum konserviert waren, aufwendige Überprüfungsverfahren der Systemelektronik, Hydraulik und Triebwerkseinheiten vor der behördlichen Wiederzulassung für den Passagierverkehr. Mit der schrittweisen Rückkehr der Maschinen kann KLM Cityhopper ihre Kapazitäten auf den europäischen Regionalstrecken ab dem Drehkreuz Amsterdam Schiphol wieder aufstocken. Die Aufarbeitung der Triebwerksengpässe durch den Hersteller verläuft jedoch branchenweit schleppend, sodass Fluggesellschaften weiterhin vorsichtige Reservekapazitäten einplanen müssen. Die vollständige Eingliederung der

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European Sleeper plant Nachtzugverbindung von Brüssel nach Malmö ab 2028

Die belgisch-niederländische Eisenbahngesellschaft European Sleeper beabsichtigt, in Kooperation mit dem deutschen Eisenbahnverkehrsunternehmen RDC Deutschland ab April 2028 eine direkte Nachtzugverbindung zwischen Brüssel und Malmö einzurichten. Nach den bisherigen Planungen soll die Strecke dreimal wöchentlich pro Richtung bedient werden. Der vorgesehene Linienweg führt über Antwerpen, Rotterdam, Den Haag, Amsterdam und Kopenhagen. Mit Abfahrtszeiten um etwa 19:00 Uhr und einer Ankunft am Zielort gegen 10:00 Uhr am Folgetag ist eine Gesamtfahrzeit von rund 15 Stunden veranschlagt. Das Projekt soll die Benelux-Region direkt mit Dänemark und Südschweden verbinden sowie Anschlussmöglichkeiten an die Netze nach London, Paris, Stockholm und Oslo schaffen. Die Bereitstellung des Wagenmaterials obliegt dem Partnerunternehmen RDC, das bereits Liege-, Schlaf- und Sitzwagen für bestehende Verbindungen des Anbieters liefert. Derzeit laufen die Abstimmungen mit den jeweiligen nationalen Schieneninfrastrukturbetreibern. Der formelle Trassenantrag soll im April 2027 eingereicht werden, sodass Fahrpläne und Zwischenhalte bis zur endgültigen Genehmigung vorläufig bleiben. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Interesses an internationalen Nachtreiseverbindungen, trifft in der operativen Praxis jedoch auf spürbare Hürden. Die Branche kämpft europaweit mit einem Mangel an geeignetem, modernem Schienenfahrzeugmaterial sowie mit komplexen Zulassungsverfahren für grenzüberschreitende Zugläufe. Zudem führen Kapazitätsengpässe auf stark ausgelasteten Schienenkorridoren in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden regelmäßig zu Problemen bei der Zuweisung verlässlicher Trassenzeiten. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit privater Nachtzugverbindungen stark von der Preisgestaltung und der Trassenpreisstruktur abhängt. Da European Sleeper bislang weder Fahrpreise noch die genaue Wagenkonfiguration bestätigt hat, bleibt abzuwarten, wie sich das Angebot preislich gegenüber dem etablierten Flugverkehr auf den Strecken zwischen Benelux

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Flughafen Stuttgart plant Bau neuer Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Der Flughafen Stuttgart bereitet die Realisierung einer weiteren Photovoltaik-Freiflächenanlage vor. Das Projekt soll auf einer Fläche von rund 31.000 Quadratmetern auf Grünarealen im westlichen Bereich der Start- und Landebahn entstehen. Die geplante Anlage weist eine elektrische Nennleistung von rund drei Megawatt auf und beinhaltet einen integrierten Energiespeicher zur Maximierung des Eigenverbrauchs vor Ort. Nach dem für Herbst vorgesehenen Baubeginn soll die Inbetriebnahme im Frühjahr 2027 erfolgen. In einem darauffolgenden zweiten Bauabschnitt im Jahr 2027 ist der Errichtung einer zusätzlichen Freiflächenanlage nebst Speichereinheit auf dem östlichen Terrain des Bahnsystems vorgesehen. Mit dem Abschluss dieser Maßnahmen verdoppelt die Betreibergesellschaft die am Standort installierte Gesamtsolarleistung von bestehenden Strukturen auf schlussendlich rund sechs Megawatt. Die Eigenerzeugung von elektrischer Energie dient vorrangig dem steigenden Strombedarf, der durch die fortlaufende Elektrifizierung der Fahrzeuge, Geräte und Arbeitsabläufe auf dem Vorfeld entsteht. Branchenbeobachter und Energieexperten verweisen darauf, dass die Platzierung von Photovoltaik-Modulen im unmittelbaren Umfeld von Pisten technisch anspruchsvoll ist. Neben strengen flugsicherheitstechnischen Vorgaben hinsichtlich Blendschutz und Radarreflexionen erfordert der Bau auf Flughafengeländen spezifische Auflagen zur Vermeidung von Einschränkungen im Flugbetrieb. Darüber hinaus hängen die tatsächlichen Erträge und die Effizienz des Eigenverbrauchs maßgeblich von der Leistung und den Kapazitäten der eingesetzten Speichersysteme ab, um den schwankenden Energiebedarf der Flughafeninfrastruktur adäquat abzudecken. Der schrittweise Ausbau der dezentralen Stromerzeugung steht im Kontext der betrieblichen Vorgabe der Flughafen Stuttgart GmbH, den bodengebundenen Airport-Betrieb bis zum Jahr 2040 ohne fossile Netto-Emissionen durchzuführen. Der Flugverkehr selbst bleibt von diesen Maßnahmen unangetastet, weshalb Kritiker darauf hinweisen, dass die Reduktion von Emissionen am Boden nur

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ÖBB-Regionalzug (Foto: Jan Gruber).

BMIMI und Klimafonds fördern vier Innovationsprojekte im Bahnbereich

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie der Klima- und Energiefonds haben im Rahmen des Programms Rail4Climate die Auswahl von vier kooperativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten bekannt gegeben. Die Vorhaben verfügen über eine maximale Laufzeit von 36 Monaten und zielen darauf ab, durch Digitalisierung und Automatisierung die Kapazität sowie die betriebliche Produktivität des Schienengüter- und Personenverkehrs in Österreich zu steigern. Das Investitions- und Förderprogramm unterstützt Unternehmen, Infrastrukturbetreiber und Forschungseinrichtungen dabei, technologische Prototypen zur Marktreife zu führen. Zu den ausgewählten Initiativen gehört das Projekt INNO4LEGACY, das die technischen und zulassungsrechtlichen Grundlagen für die Nachrüstung bestehender Lokomotiven mit der Digitalen Automatischen Kupplung erarbeitet. Das Vorhaben SARI-Lumberjack 2 erprobt selbstfahrende, elektrisch angetriebene Güterwagen für den Verschub sowie Transporte auf kurzen Strecken. Mit der Auswertung von Lärm- und Radsatzüberwachungen befasst sich das Projekt HERD-AT, um eine internationale Datenbasis für die bedarfsgerechte Wartung von Waggons aufzubauen. Das vierte Vorhaben, SMACS4M, nutzt Künstliche Intelligenz und digitale Abbilder von Schienenfahrzeugen, um Instandhaltungsintervalle vorausschauend zu steuern. Die Umrüstung von Bestandsflotten und die Einführung automatisierter Systeme gelten in der Eisenbahnbranche als zentrales Element, um die Auslastung des Schienennetzes ohne zeitaufwendigen Trassenneubau zu erhöhen. Durch die Umstellung auf die Digitale Automatische Kupplung und prädiktive Instandhaltungsverfahren lassen sich Standzeiten in den Werkstätten reduzieren und die Umlaufgeschwindigkeiten von Güterzügen steigern. Dies sichert die betriebliche Leistungsfähigkeit von Eisenbahnverkehrsunternehmen im Wettbewerb mit dem Straßengüterverkehr. Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der wirtschaftliche Nutzen der isoliert geförderten Einzelprojekte maßgeblich von einer europaweiten Standardisierung abhängt. Die Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen mit komplexer Sensortechnik oder Kupplungssystemen erfordert erhebliche Folgeinvestitionen

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Niedrigwasser auf europäischen Flüssen: Flusskreuzfahrt-Veranstalter passen Fahrpläne und Umbuchungsregeln an

Die anhaltend niedrigen Wasserstände auf dem Rhein und der Donau stellen die Anbieter von Flusskreuzfahrten im Sommer 2026 weiterhin vor operative Herausforderungen. Obwohl leichte Niederschläge in einigen Streckenabschnitten zu einer vorübergehenden Pegelstabilisierung führten, zwingt die nautische Lage die Unternehmen zu flexiblen Anpassungen. Zahlreiche Reedereien müssen Routenverläufe verlegen, Ausflugsprogramme abändern oder alternative Einschiffungshäfen nutzen. Um den Buchungskunden entgegenzukommen, hat der Reiseveranstalter Phoenix Reisen die Option zur kostenfreien Umbuchung für von Passagen auf Rhein und Donau bis zum 6. September verlängert. Ausgenommen von dieser Sonderregelung bleiben Kurzreisen sowie Fahrten in Holland, Belgien und auf der Mosel. Während Nicko Cruises seit Mitte Juli verkehrsbedingt etwas mehr als 30 Reisen absagen musste, sieht der Anbieter durch die jüngsten Regenfälle erste Anzeichen für eine schrittweise Normalisierung. Auch Thurgau Travel vermeldete Anpassungen bei 16 Reiserouten sowie die Streichung von zwei Kurzreisen ab Basel, bietet jedoch individuelle Ausgleichsleistungen wie Bordgutscheine an. Die Auswirkung der Flusspegel unterscheidet sich stark nach der Bauweise der eingesetzten Passagierschiffe. Der Anbieter Croisi Europe profitierte nach eigenen Angaben von Einheiten mit geringem Tiefgang von etwa 0,90 bis 1,30 Metern, wodurch Absagen auf den deutschsprachigen Routen vermieden werden konnten. Bei der Rostocker Reederei A-Rosa entspannt sich die Lage an der Donau ebenfalls schrittweise: Nachdem mehrere Schiffe zeitweise in Linz verblieben waren, nehmen die Einheiten den regulären Fahrbetrieb ab Passau wieder auf. Schifffahrtsexperten weisen darauf hin, dass Phasen extremer Niedrigwasserstände für die Binnenschifffahrt und den Wassertourismus ein wiederkehrendes betriebswirtschaftliches Risiko darstellen. Die notwendigen Verlegungen von Start- und Zielhäfen per Bus sowie die kurzfristige Anpassung von

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