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Ryanair: Billigfluggesellschaft ändert Sitzplatzregelung für Familien nach Behördendruck

Die irische Fluggesellschaft Ryanair ändert ihre bisherige Sitzplatzpolitik für gemeinsam reisende Familien. Bislang war es bei dem Luftfahrtunternehmen üblich, dass mindestens ein erwachsener Passagier pro Buchung eine Gebühr für einen festen Sitzplatz entrichten musste, um im Gegenzug bis zu vier mitreisenden Kindern kostenfreie Plätze direkt daneben zu sichern. Bei Buchungen ab dem 25. Juni 2026 entfällt diese Kaufverpflichtung. Wählen erwachsene Begleitpersonen künftig keinen kostenpflichtigen Sitzplatz aus, erfolgt die Zuweisung für die gesamte Familie nun nach dem Zufallsprinzip beim Check-in. Das Unternehmen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zusammenhängende Sitzplätze bei der Gratis-Zuweisung tendenziell im hinteren Teil der Flugzeugkabine liegen werden. Hintergrund dieser Modifikation ist ein anhaltender Konflikt mit europäischen Regulierungsbehörden, insbesondere der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA). Die Aufsichtsbehörden untersuchten in den vergangenen Monaten die Buchungspraktiken von Billigfliegern und kritisierten, dass Verbraucher durch intransparente Gebührenstrukturen und die Sorge vor einer Trennung von ihren Kindern zu Zusatzkäufen gedrängt würden. Ryanair-Chef Michael O’Leary warf der CMA vor, verbraucherfeindlich zu agieren und den Wettbewerb zu hemmen, da die Fluggesellschaft nun gezwungen sei, sich dem intransparenteren Branchenstandard anderer europäischer Fluggesellschaften anzupassen. Laut Unternehmensangaben werde die Umstellung für Ryanair erlösneutral bleiben. Luftfahrtexperten betrachten den Schritt der Fluggesellschaft als Versuch, weiteren rechtlichen Auseinandersetzungen und drohenden Strafzahlungen zu entgehen. Die Europäische Kommission sowie nationale Verbraucherschutznetzwerke verschärften zuletzt die Kontrollen bezüglich sogenannter „Dark Patterns“ und versteckter Zusatzkosten im Online-Vertrieb von Flugtickets. Kritiker bemängeln allerdings, dass die Neuregelung für Passagiere ohne Zahlungsbereitschaft das Risiko erhöht, beim Einstieg unvorteilhafte Plätze zugewiesen zu bekommen, während die Fluggesellschaft gleichzeitig die Verantwortung

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Bargeldversorgung im Ausland: Bank99 setzt auf Kooperation mit Euronet

Die Nachfrage nach physischen Zahlungsmitteln ist in Österreich weiterhin auf einem stabilen Niveau, obwohl der Trend zu bargeldlosen Transaktionen zunimmt. Laut aktuellen Daten der Bank99, der Finanztochter der Österreichischen Post AG, wurden seit Oktober 2025 allein an den rund 250 konzerneigenen Geldautomaten des Instituts über 3,4 Millionen Abhebungen verzeichnet. Das Gesamtvolumen dieser Transaktionen belief sich auf rund 466 Millionen Euro. Rechnet man die Barabhebungen an den Schaltern der Postfilialen und Postpartner hinzu, erhöht sich die Summe auf mehr als 600 Millionen Euro. Der Vorstand Markt der Bank99, Bernhard Hohenegger, begründet diese Zahlen mit der Notwendigkeit eines flächendeckenden Zugangs zu Bargeld abseits der Ballungsräume. Um diesen Bedarf zu decken und gleichzeitig die Betriebskosten zu kontrollieren, nutzt das Institut das bestehende Vertriebsnetz der Österreichischen Post, das rund 1.700 Postfilialen und Postpartner umfasst. Diese Struktur ermöglicht es der Bank99, in ländlichen Regionen präsent zu bleiben, aus denen sich andere traditionelle Kreditinstitute im Zuge von Filialschließungen und Sparprogrammen zunehmend zurückziehen. Pünktlich zur Urlaubssaison im Juni 2026 weitete das Unternehmen zudem seine Reichweite im europäischen Ausland aus. Durch eine Kooperation mit dem Geldautomatenbetreiber Euronet können Kunden des Instituts an rund 4.750 Geräten in Deutschland, Italien und Kroatien ohne zusätzliche Fremdgebühren Bargeld abheben, sofern dies den individuellen Limit- und Kontomodellvereinbarungen entspricht. Finanzanalysten betrachten die Fokussierung auf das Bargeldgeschäft und die Ausweitung von Automatenkooperationen im Ausland jedoch mit einer gewissen Skepsis. Während das Abheben an Euronet-Automaten für die Endkunden als gebührenfrei deklariert wird, entstehen im Hintergrund erhebliche Interbankengebühren, die von der Bank99 an den Betreiber abgeführt werden

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Air Baltic bedient die Strecke Tallinn–Wien auch im Winter

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic weitet ihr Angebot ab Estland aus und führt die Flugverbindung zwischen der estnischen Hauptstadt Tallinn und dem Flughafen Wien im kommenden Winterflugplan 2026/2027 fort. Durch diese Entscheidung wird die Route, die in der laufenden Sommersaison bis zu dreimal wöchentlich bedient wird, zu einer ganzjährigen Linienverbindung aufgewertet. Für die Wintermonate sind zwei wöchentliche Rotationen geplant, die jeweils am Montag und am Freitag durchgeführt werden. Das Angebot richtet sich laut Unternehmensangaben gleichermaßen an den Geschäftsreiseverkehr, den Städtetourismus sowie an Reisende, die familiäre Kontakte in den beiden Ländern pflegen. Die Verbindung war erst zum Sommerflugplan am 30. März 2026 reaktiviert worden, nachdem das Unternehmen seine Präsenz am Flughafen Tallinn systematisch ausgebaut hatte. Air Baltic stationiert dort einen Teil seiner standardisierten Flotte, die ausschließlich aus Regionalflugzeugen des Typs Airbus A220-300 besteht. Mit insgesamt 29 von Tallinn aus angebotenen Direktzielen fungiert der estnische Flughafen neben dem Hauptdrehkreuz in Riga als wichtige Basis für die Erschließung des baltischen Marktes. Die Direktflüge nach Wien verkürzen die Reisezeit zwischen Ostsee und Mitteleuropa auf rund zweieinhalb Stunden und konkurrieren direkt mit zeitaufwendigeren Umsteigeverbindungen anderer europäischer Netzwerk-Airlines. Wirtschaftsanalysten betrachten die Umstellung auf den ganzjährigen Betrieb im baltisch-österreichischen Luftverkehr jedoch mit einer gewissen Skepsis. Point-to-Point-Verbindungen in Nord- und Osteuropa unterliegen im Winter einer ausgeprägten Saisonalität, da der klassische Freizeittourismus in den kalten Monaten im Vergleich zum Sommer deutlich zurückgeht. Die Aufrechterhaltung der Frequenzen erfordert daher eine stabile Nachfrage aus der Wirtschaft sowie eine dauerhaft hohe Auslastung durch Transitpassagiere, die in Wien auf das Streckennetz der Austrian

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Flydubai reaktiviert Route von Salzburg nach Dubai und GP Aviation fliegt ganzjährig nach Pristina

Die Fluggesellschaft Flydubai hat am 27. Juni 2026 den Linienbetrieb auf der Direktverbindung zwischen Salzburg und Dubai wieder aufgenommen. Die Flugstrecke war zuvor wegen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten temporär ausgesetzt worden. Nach Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie einer damit einhergehenden Waffenruhe passte das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) die Sicherheitsbewertungen für die Region an. Die Route wird nun wieder bis zu dreimal wöchentlich bedient, wobei Dubai für die Region sowohl als Endziel als auch als wichtiger Umsteigeknotenpunkt nach Asien und Afrika fungiert. Die Rückkehr der arabischen Fluggesellschaft hat direkte Auswirkungen auf das touristische Incoming-Geschäft im Bundesland Salzburg. Urlauber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nutzen die Verbindung traditionell für Sommeraufenthalte in den österreichischen Alpen, was für die regionale Hotel- und Freizeitwirtschaft einen relevanten Wirtschaftsfaktor darstellt. Das Salzburger Flughafenmanagement unter der Leitung von Alexander Klaus verweist jedoch darauf, dass die Situation im Nahen Osten trotz der aktuellen Entspannung volatil bleibt, weshalb Reisenden weiterhin eine offizielle Auslandsregistrierung vor dem Abflug empfohlen wird. Neben der Nahost-Route verzeichnet der Regionalflughafen eine Ausweitung im osteuropäischen Segment für das kommende Winterhalbjahr. Die Flugverbindung zwischen Salzburg und der kosovarischen Hauptstadt Pristina, die im April dieses Jahres gestartet wurde, wird aufgrund der kontinuierlichen Auslastung in den Winterflugplan verlängert und fortan ganzjährig angeboten. Die Fluggesellschaft GP Aviation bedient diese Relation zweimal pro Woche. Die Nachfrage stützt sich hierbei in erster Linie auf den ethnischen Reiseverkehr der in Westösterreich und Bayern ansässigen kosovarischen Gemeinschaft, die für Besuche von Angehörigen auf Direktflüge angewiesen ist.

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Corendon Airlines übernimmt Flugroute von Graz nach Hurghada

Am Flughafen Graz kommt es im kommenden Winterflugplan zu einer Umstrukturierung im touristischen Linienverkehr. Die Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines übernimmt die Flugverbindung zwischen der steirischen Landeshauptstadt und dem ägyptischen Badeort Hurghada am Roten Meer. Wie die Flughafendirektion am 29. Juni 2026 mitteilte, wird die Strecke im Winterhalbjahr mit zwei wöchentlichen Rotationen an den Verkehrstagen Montag und Mittwoch bedient. Die Abflugszeit in Graz ist für 14:00 Uhr angesetzt. Christian Hein, Verkaufsleiter bei Corendon Airlines, bestätigte die Übernahme der Route, durch die das Unternehmen seine Präsenz auf dem österreichischen Markt festigt, wo es an insgesamt fünf Verkehrsflughäfen operiert. Die Neuaufstellung der Flugverbindung wurde notwendig, da sich die Fluggesellschaft Eurowings kurzfristig von dieser Relation zurückgezogen hat. Für den Flughafen Graz unter der Leitung von Geschäftsführer Wolfgang Grimus bedeutet der schnelle Betreiberwechsel eine Absicherung des Chartergeschäfts für die Wintersaison, da Ägypten traditionell zu den stark nachgefragten Destinationen des regionalen Publikums in den kalten Monaten zählt. Corendon Airlines, eine im Jahr 2004 gegründete Fluggesellschaft mit Sitz im türkischen Antalya und einer maltesischen Tochtergesellschaft für europäische Streckenrechte, bedient ab Graz bereits im Sommerhalbjahr zweimal wöchentlich die griechische Insel Kreta. Luftfahrtanalysten betrachten den häufigen Wechsel von Fluggesellschaften an kleineren Regionalflughäfen als Symptom eines volatilen Marktumfeldes. Die Konsolidierung im europäischen Ferienflugsegment zwingt Regionalflughäfen wie Graz vermehrt dazu, flexibel auf Kapazitätsverschiebungen der großen Airlines zu reagieren. Da Fluglinien ihre Flottenplanung stark an den kurzfristigen Buchungsdaten der großen Reiseveranstalter ausrichten, bergen touristische Einzelrouten stets das Risiko plötzlicher Streichungen, falls die wirtschaftlichen Erwartungen oder die Pauschalreisepakete nicht die gewünschten Margen erzielen. Für

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Totale Sonnenfinsternis zieht über Südeuropa und die Balearen

Am 12. August 2026 kreuzt der Kernschatten einer totalen Sonnenfinsternis den europäischen Kontinent. Der Pfad der Totalität erstreckt sich von der Arktis über den Nordatlantik, Grönland und Island bis hin zum spanischen Festland und den Balearen, bevor er im westlichen Mittelmeer endet. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Phänomen lediglich als partielle Finsternis zu beobachten, wobei im Südwesten Deutschlands immerhin noch ein Abdeckungsgrad von etwa 85 Prozent erreicht wird. Da sich die letzte totale Sonnenfinsternis in Mitteleuropa im August 1999 ereignete und die nächste über deutschem Boden erst für das Jahr 2081 berechnet ist, verzeichnen Reiseveranstalter eine deutliche Nachfrage nach Unterkünften in den Kernschattengebieten. Besonders die Mittelmeerinsel Mallorca liegt im Fokus von Beobachtern, da die Verfinsterung dort in den späten Abendstunden kurz vor Sonnenuntergang stattfindet. Astronomische Fachverbände weisen darauf hin, dass die tiefe Position der Sonne über dem westlichen Horizont zwar fotogene Motive ermöglicht, aber auch Risiken birgt. Lokale Topografien, Gebäude oder abendliche Dunstschichten über dem Meer können die freie Sicht beeinträchtigen. Die Tourismusbranche auf den Balearen nutzt das Ereignis gezielt für das Belegungsmanagement im August. Beispielsweise bieten Beherbergungsbetriebe wie die Universal Beach Hotels, die an Standorten wie der Playa de Palma und Colònia de Sant Jordi Liegenschaften mit Westausrichtung führen, ihren Gästen spezielle Aussichtsplattformen und Schutzbrillen an. Astronomie-Experten mahnen im Vorfeld des Ereignisses zu erhöhter Vorsicht bei der Beobachtung. Das Blicken in die Sonne ohne zertifizierte Schutzfilter kann dauerhafte Netzhautschäden verursachen. Da die Finsternisphase auf Mallorca unmittelbar vor dem Versinken der Sonne stattfindet, ist die Zeitspanne für

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Embraer unterzeichnet Absichtserklärung mit polnischem Wartungsbetrieb

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer und das polnische Rüstungsunternehmen Wojskowe Zakłady Lotnicze Nr 2 (WZL-2), ein Tochterunternehmen der staatlichen Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ), haben ein Memorandum of Agreement (MoA) unterschrieben. Die Vereinbarung sieht vor, einen Rahmen für die zukünftige industrielle Kooperation im Bereich Service, Wartung und Systemintegration zu schaffen. Im Fokus der Partnerschaft steht das militärische Transportflugzeug KC-390 Millennium, für das in Polen lokale Instandhaltungskapazitäten aufgebaut werden sollen. Die feierliche Unterzeichnung erfolgte unter Beteiligung von Vertretern des PGZ-Vorstands sowie der Verteidigungssparte von Embraer. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, dem polnischen Verteidigungssektor einen Technologietransfer zu ermöglichen und die Einsatzbereitschaft von Militärflugzeugen vor Ort abzusichern. WZL-2 bringt als bisheriger Partner der polnischen Streitkräfte Erfahrung in der Wartung von Mustern wie der F-16 und der C-130 Hercules in das Projekt ein. Das zweimotorige Transport- und Tankflugzeug KC-390, das über eine Nutzlast von 26 Tonnen verfügt, wurde in den vergangenen Jahren von mehreren europäischen NATO-Staaten wie Portugal, Ungarn, den Niederlanden, Österreich, Schweden und Tschechien für die Modernisierung ihrer Luftstreitkräfte ausgewählt. Militärexperten betrachten das Abkommen als Teil der fortlaufenden Bemühungen Polens, seine heimische Verteidigungsindustrie angesichts der veränderten Sicherheitslage in Osteuropa breiter aufzustellen. Kritiker geben jedoch zu bedenken, dass Absichtserklärungen dieser Art noch keine festen Verträge darstellen und die tatsächliche Umsetzung oft von langwierigen Verhandlungen über Finanzierungsfragen und konkrete Arbeitsanteile abhängt. Zudem steht der europäische Markt für Transportflugzeuge im Wettbewerb mit etablierten amerikanischen Mustern, weshalb der Aufbau wirtschaftlich tragfähiger Wartungsstrukturen in Polen eine dauerhafte Auslastung durch europäische Abnehmer voraussetzt.

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Köln: Aufsichtsrat verlängert Vertrag von Flughafengeschäftsführer Cenk Özöztürk

Der Aufsichtsrat der Flughafen Köln/Bonn GmbH hat in seiner Sitzung am 25. Juni 2026 die vorzeitige Verlängerung des Vertrages von Geschäftsführer Cenk Özöztürk beschlossen. Der 47-Jährige bindet sich damit für weitere fünf Jahre an das Unternehmen und bleibt bis zum Jahr 2032 Teil des zweiköpfigen Führungsgremiums. Özöztürk leitet den Flughafen weiterhin gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Thilo Schmid. In seiner Funktion als Chief Operating Officer verantwortet er die operativen Kernbereiche Aviation, Ground Services, Personal, Infrastruktur sowie die Informationstechnologie des rheinischen Verkehrsflughafens. Özöztürk ist bereits seit dem Jahr 2013 für die Flughafengesellschaft tätig und durchlief dort mehrere Führungspositionen, bevor er im Sommer 2024 zum Geschäftsführer berufen wurde. Zu seinen bisherigen Aufgabenbereichen gehörten unter anderem die Leitung des Personalwesens sowie die operative Führung als Executive Vice President Aviation. Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Dieter Scheurle begründete die vorzeitige Entscheidung mit der Absicht, personelle Planungssicherheit für anstehende Modernisierungsvorhaben zu schaffen. Hierzu zählt insbesondere das Digitalisierungsprogramm „Next Chapter“, welches eine Umstrukturierung der Passagierabfertigung und den Ausbau digitaler Dienstleistungen vorsieht. Luftfahrtexperten bewerten die personelle Kontinuität an der Spitze des drittgrößten deutschen Frachtflughafens als Reaktion auf ein volatiles wirtschaftliches Umfeld. Der Flughafen Köln/Bonn steht unter erheblichem Druck, da gestiegene staatliche Standortabgaben in Deutschland sowie veränderte Netzwerkkonstruktionen von Billigfluggesellschaften zu spürbaren Rückgängen im klassischen Passagierverkehr geführt haben. So verzeichnete der Airport im laufenden Geschäftsjahr Konsolidierungseffekte durch Streckenstreichungen von Großkunden wie Ryanair. Die Geschäftsführung steht vor der Aufgabe, den Standort durch Effizienzsteigerungen im operativen Betrieb sowie durch eine Stabilisierung des Frachtgeschäfts gegenüber konkurrierenden europäischen Logistik-Drehkreuzen abzusichern.

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Lufthansa Cargo nimmt ersten Bauabschnitt von LCCevo in Betrieb

Die Frachttochter der Deutschen Lufthansa AG hat am Flughafen Frankfurt den ersten Abschnitt ihres umfassenden Modernisierungsprojekts „LCCevo“ für den regulären Betrieb freigegeben. Mit dem Abschluss dieser ersten Phase, intern als Bauphase Alpha bezeichnet, wurde ein Kernstück der Infrastrukturerneuerung fertiggestellt. Das Bauvorhaben wird bei laufendem 24-Stunden-Betrieb auf einer Fläche von rund 80.000 Quadratmetern umgesetzt. Das gesamte Investitionsvolumen für die bis zum Jahr 2030 angesetzte Erneuerung des Frachtdrehkreuzes beziffert das Unternehmen auf rund 600 Millionen Euro. Das technische Zentrum des modernisierten Bereichs bildet ein neues, etwa 42 Meter hohes automatisiertes Hochregallager, das Platz für knapp 3.000 Frachtpaletten bietet. Hinzu kommt ein ebenfalls automatisiertes Lager für temperatursensible Güter und Spezialfracht. Nach Angaben des Unternehmens sollen die neuen Fördersysteme den Materialfluss beschleunigen und im Hochregallager rund 300 Ein- und Auslagerungsprozesse pro Stunde ermöglichen. Das Projekt wird vom hessischen Wirtschaftsministerium sowie vom Bundesverkehrsministerium als Infrastrukturmaßnahme für den Logistikstandort Deutschland eingestuft, da Lufthansa Cargo etwa die Hälfte des gesamten Luftfrachtaufkommens am Frankfurter Flughafen abwickelt. Branchenexperten betrachten das Großprojekt allerdings auch vor dem Hintergrund eines verschärften internationalen Wettbewerbs und erheblicher logistischer Risiken. Die Modernisierung des bestehenden Lufthansa Cargo Centers im laufenden Betrieb gilt bautechnisch als komplex und fehleranfällig. In der Vergangenheit kam es bei IT-Umstellungen und Automatisierungsprojekten im Logistiksektor wiederholt zu zeitweisen Abfertigungsverzögerungen. Zudem steht die Frachtgesellschaft unter Druck, die Effizienz im Vergleich zu rasch wachsenden Konkurrenten aus dem Nahen Osten und Asien zu steigern, die oft über neuere und großflächigere Terminalstrukturen an ihren Heimatdrehkreuzen verfügen. Auf die Bauphase Alpha sollen in den kommenden Jahren die Abschnitte

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Emirates SkyCargo erhöht Flugfrequenzen in Ost- und Südostasien

Die Luftfrachtsparte der Fluggesellschaft Emirates weitet das Angebot an reinen Frachtflügen im asiatischen Raum aus. Das Unternehmen reagiert damit auf Verschiebungen im globalen Warenverkehr und eine veränderte Nachfrage an Produktionsstandorten in Ländern wie China, Taiwan und Vietnam. Im Geschäftsjahr 2025/26 beförderte die Frachtgesellschaft nach eigenen Angaben rund 439.000 Tonnen Güter über die bestehenden Netzwerke der Region, was einer Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Transportleistungen teilen sich dabei auf dedizierte Frachtmaschinen sowie die Beiladekapazitäten in den Bäuchen von regulären Passagierflugzeugen auf. Im Zuge der aktuellen Anpassungen verdoppelt das Unternehmen die wöchentlichen Frachterumläufe nach Tokio-Narita und Taipeh auf jeweils zwei Flüge. Der Logistikknotenpunkt Hongkong wird fortan mit 37 wöchentlichen Frachtflügen bedient, während in Zentralchina der Standort Zhengzhou dreimal pro Woche angeflogen wird. Zudem wurde eine wöchentliche Verbindung von Singapur über Mumbai nach Dubai wieder in den Flugplan aufgenommen. Unverändert bleiben die Frequenzen nach Bangkok mit einem wöchentlichen Flug sowie nach Hanoi mit vier Flügen pro Woche, um den Exportwarenstrom aus Vietnam in Richtung des Drehkreuzes in den Vereinigten Arabischen Emiraten abzuwickeln. Branchenexperten betrachten diese Ausweitung jedoch auch vor dem Hintergrund von Überkapazitäten und schwankenden Frachtraten auf den asiatischen Routen. Die Erhöhung der Frequenzen bindet erhebliche Betriebsmittel in einem volatilen Marktumfeld, das stark von geopolitischen Spannungen und veränderten Zollbestimmungen im Welthandel beeinflusst wird. Neben dem Transport von Standardfracht versucht der Anbieter, durch ausdifferenzierte Sonderprodukte für temperatursensible Medikamente, Elektronikkomponenten oder verderbliche Güter höhere Margen zu erzielen, was im operativen Alltag jedoch einen gesteigerten logistischen Aufwand und strenge Kühlkettenkontrollen erfordert.

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