
Nächtigungen und Hotelumsätze verzeichnen im Juli moderaten Anstieg
Der Tourismus in der österreichischen Bundeshauptstadt verzeichnete im Juli 2026 einen leichten Zuwachs bei den Übernachtungszahlen. Nach Angaben der städtischen Tourismusbehörden wurden in diesem Monat rund 1,84 Millionen Gästenächtigungen registriert, was einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Betrachtet man den gesamten bisherigen Jahresverlauf von Januar bis Juli, summiert sich das Aufkommen auf 11,14 Millionen Übernachtungen. Dies stellt im Vergleich zur selben Vorjahresperiode ein Plus von fünf Prozent dar. Trotz der gestiegenen absoluten Zahlen stagnierte die Auslastung der Hotelzimmer im Juli bei rund 73 Prozent. Die Bettenauslastung sank im Vorjahresvergleich sogar minimal auf 56 Prozent, was auf eine gleichzeitige Ausweitung des Angebots um etwa 1.600 auf nunmehr 84.500 verfügbare Hotelbetten im Wiener Stadtgebiet zurückzuführen ist. Parallel zu den Übernachtungszahlen entwickelten sich die finanziellen Kennzahlen der Beherbergungsbetriebe nach oben, wenngleich Marktbeobachter hier auf den anhaltenden Einfluss der Inflation verweisen. Im Juni erwirtschafteten die Wiener Betriebe einen Netto-Nächtigungsumsatz von rund 145 Millionen Euro, was einem nominellen Anstieg von neun Prozent gegenüber Juni 2025 entspricht. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 beläuft sich der kumulierte Umsatz auf 647,8 Millionen Euro, ein Zuwachs von lediglich zwei Prozent. Branchenanalysten merken kritisch an, dass die Umsatzsteigerungen teilweise auf notwendige Preisanpassungen der Hoteliers aufgrund gestiegener Betriebs- und Personalkosten zurückgehen und nicht zwingend eine proportionale Erhöhung der realen Gewinnmargen bedeuten. Ein Blick auf die Herkunftsmärkte offenbart eine stabile Nachfrage aus dem deutschsprachigen Raum, während Überseestädte gemischte Signale senden. Deutschland führte die Statistik im Juli mit 332.000 Übernachtungen an, gefolgt vom heimischen österreichischen Markt mit 299.000 Nächtigungen.








