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Kassel-Calden braucht angeblich keine zusätzlichen Finanzmittel

Der Flughafen Kassel-Calden wurde im Jahr 2020 von nur etwa 27.500 Passagieren genutzt. Man ging noch im Sommer von rund 50.000 Fluggästen aus, jedoch machten die neuerlichen Reisebeschränkungen einen Strich durch die Rechnung. Laut einer Sprecherin habe man rund 70 bis 80 Prozent des Aufkommens verloren. Das Geschäftssegment der Privat- und Geschäftsflüge sowie die Vermietung von Flächen soll allerdings stabil geblieben sein. Gegenüber der DPA erklärte das Hessische Finanzministerium, dass man momentan davon ausgeht, dass im Geschäftsjahr 2020 das Defizit unter jenem des Jahres 2019 (-5,6 Millionen Euro) liegen wird. Auch habe Kassel-Calden bislang keine zusätzlichen Landesmittel benötigt. Die Nachfrage im Winterflugplan startete dermaßen schwach, so dass Sundair Ende November 2020 das Angebot vorläufig eingestellt hat. Das hat zur Folge, dass es in Kassel-Calden vorläufig keine kommerziellen Passagierflüge gibt. Sundair beabsichtigt – je nach Entwicklung der Pandemie – im Feber 2020 wieder ab “KSF” abzuheben. Die Höhe der Zuschüsse, die der Airport von der öffentlichen Hand erhält,  wurde erst vor einigen Wochen heftig kritisiert – näheres dazu in diesem Artikel.

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Sundair tauscht die Flotte aus

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair tauscht einige Maschinen der sieben Flugzeuge starken Flotte aus. Durch das Schutzschirmverfahren ist es dem Carrier möglich die Leasingverträge aufzulösen. Das Unternehmen will andere Airbus-Jets zu günstigeren Konditionen leasen. Gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk erklärte Firmenchef Marcos Rossello, dass dadurch Einsparungen erzielt werden sollen. Normalerweise sind Leasingverträge nur schwer kündbar, doch im Falle einer Insolvenz entfallen für beide Seiten die Fristen. Der so genannte Schutzschirm ist ein Sonderverfahren im deutschen Insolvenzrecht.  Derzeit werden unter anderem in Kroatien die ersten Maschinen für die Rückgabe an die Eigentümer vorbereitet. Im tschechischen Ostrava werden “Ersatzflugzeuge” für Sundair startklar gemacht. Dem Vernehmen nach handelt es sich zumindest teilweise um Airbus-Jets, die vormals für Air Berlin in der Luft waren. Sundair musste aufgrund der Corona-Pandemie den Flugbetrieb stark einschränken. Im Zuge des Schutzschirmverfahrens trennte sich der Reiseveranstalter Schauinsland von der Beteiligung. Kürzlich wurde allerdings eine neue Strecke aufgenommen: Stockholm-Beirut.

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Silvester: Zwei Airlines erlitten teure Sachschäden

Die Silvesternacht brachte zwei Fluggesellschaften erhebliche Schäden an ihrem Fluggerät. So kollidierte in Bogotá ein Airbus A319 von Avianca mit einer so genannten Himmelslaterne und im Libanon wurden gleich mehrere Maschinen von Middle East Airlines angeschossen. Avianca befand sich mit der N557AV auf dem Weg von Orlando nach Bogotá. Der Flug verlief völlig problemlos, ehe im Landeanflug eine brennende Himmelslaterne den Weg kreuzte. Der Mittelstreckenjet des Typs Airbus A319 kollidierte. Die Triebwerke sogen den Gegenstand teilweise ein, jedoch konnte das Flugzeug sicher landen. Laut Avianca entstand lediglich Sachschaden. Eine erste Einschätzung der Airline besagt, dass keine Gefährdung für die Passagiere und die Crew bestand. Im Libanon schossen unbekannte Personen mit Gewehren und/oder Pistolen wahllos herum. In diesem Breiten ist es ein durchaus gefährlicher Brauch, dass mit Waffenschüssen das neue Jahr begrüßt wird. Da dies wenig durchdacht erfolgt, kommen immer wieder Menschen und Gegenstände zu Schaden. So auch Flugzeuge der Middle East Airlines. Laut einem Bericht von Lebanon 24 wurden drei Maschinen von Kugel getroffen und dadurch beschädigt.  Der Carrier bestätigte lediglich, dass drei Flugzeuge betroffen sind, sagte jedoch nicht welche es sind. Es handle sich um “moderne, neue Maschinen”, schreibt Middle East Airlines auf Anfrage. Der Sachschaden wäre beträchtlich, jedoch ist die genaue Höhe noch nicht abschätzbar. Middle East Airlines ist übrigens nicht zum ersten Mal Opfer von “Querschlägern” in der Silvesternacht. Bereits in den vorherigen Jahren ereigneten sich vergleichbare Zwischenfälle. Die drei betroffenen Jets waren abgestellt, so dass es lediglich zu Sachschaden gekommen ist.

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Kredit: British Airways bekommt zwei Milliarden Pfund

Die Fluggesellschaft British Airways wird angesichts der angesichts der Folgen der Corona-Pandemie einen Kredit in der höhe von zwei Milliarden Pfund-Sterling erhalten. Dieser wird von einem Bankenkonsortium aufgebracht. Das Vereinigte Königreich übernimmt über die UK Export Finance für einen Teilbetrag eine Bürgschaft. Konzernmutter International Airlines Group teilte mit, dass die erste Tranche voraussichtlich im Jänner 2021 abgerufen wird. Die Finanzmittel sollen zur Verbesserung der Liquidität von British Airways verwendet werden. Mit der Kreditlinie will sich die IAG-Tochter flexibler aufstellen. Die Firmengruppe geht davon aus, dass sich im Sommer 2021 die Nachfrage wieder stabilisieren wird.

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Air Europa schließt A330-Ausflottung ab

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa beendete den Einsatz des Maschinentyps Airbus A330-200. Diese wurden an die jeweiligen Leasinggeber zurückgegeben. Der Carrier setzte zuletzt zehn Maschinen dieses Typs ein. Das Unternehmen bestätigte gegenüber CH-Aviation.com, dass die Ausflottung zwischenzeitlich vollzogen wurde. Bereits vor der Corona-Pandemie wurden die ersten beiden Einheiten an die Lessoren zurückgegeben. Auch der einzige Airbus A330-200 wurde zwischenzeitlich aus der Flotte entfernt. Damit ist der Wechsel auf die Boeing-Dreamliner-Reihe weitgehend abgeschlossen. Dieser Maschinentyp bildet nun das Rückgrat der Langstreckenflotte von Air Europa.

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Lumiwings kündigt Basis in Forli an

Die griechische Charterfluggesellschaft Lumiwings beabsichtigt ab dem italienischen Forli in das Liniengeschäft einzusteigen. Zunächst soll eine Nonstop-Verbindung nach Trapani aufgenommen werden. Diese ist für den Sommerflugplan 2021 geplant, jedoch lässt das Unternehmen in einer Mitteilung eine vorzeitige Aufnahme im Winter 2021 offen. Der Flughafen Forli ist seit längerer Zeit auf der Suche nach Carriern, die mit größerem Fluggerät aktiv sind. CH-Aviation.com schreibt, dass dies zuletzt vor rund sieben Jahren von Wizzair angeboten wurde. Air Dolomiti verschob aufgrund der Corona-Pandemie die Anbindung an das Lufthansa-Drehkreuz München auf den 1. Feber 2021. Lumiwings verfügt momentan über eine einzelne Boeing 737-300. Diese soll in Forli stationiert werden. Neben Trapani kündigt das griechische Luftfahrtunternehmen auch Verbindungen nach Palermo, Kattowitz, Korfu, Santorini, Neapel, Krakau, Prag, Rhodos, Heraklion, Kefallina, Odessa und Arad an. Buchbar sind die Flüge allerdings noch nicht. Der Carrier kündigt auf seiner Internetseite an, dass dies bald der Fall sein soll. Lumiwings wurde im Jahr 2015 gegründet und war bislang als Charter- und ACMI-Anbieter aktiv.

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Royal Air Maroc nimmt Casablanca-Tel Aviv auf

Ab 16. Jänner 2021 wird Royal Air Maroc eine Nonstop-Verbindung nach Tel Aviv aufnehmen. Zunächst sollen vier wöchentliche Flüge mit Boeing 787 ab Casablanca angeboten werden. Derzeit hat man vier 787-8 und vier 787-9 in der Flotte. Marokko hat – im Gegensatz zu den Nachbarn Algerien und Tunesien – offizielle diplomatische Beziehungen mit Israel aufgenommen. Damit folgte man unter anderem den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain. Ob sich Algerien und Tunesien hinsichtlich der Überflüge querlegen werden oder nicht, ist noch unklar. El Al plant jedenfalls ebenfalls zwischen Tel Aviv und Casablanca zu fliegen. Ein genauer Termin für die Aufnahme der Route steht noch nicht fest, jedoch ist grob “Ende des ersten Quartals 2021” angekündigt. Die beiden Carrier beabsichtigten im Rahmen einer Codeshare-Vereinbarung miteinander zu kooperieren.

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Österreichs „Freitesten“ sammelt Anmeldungen

Österreichs Regierung will die Bevölkerung quasi über die Hintertür zur Teilnahme an Corona-Massentests zwingen. Vorgesehen ist, dass zum Verlassen des “Lockdowns” per 18. Jänner 2021 ein negatives Testergebnis vorliegen muss. Der Plan ist massiv umstritten und könnte gegebenenfalls sogar verfassungswidrig sein. Gesetzlich geregelt ist noch nicht viel. Die Regierungsparteien schickten zwar einen Entwurf in eine “Express-Begutachtung”, doch in diesem ist nicht einmal festgelegt, ob PCR- oder Antigen-Befunde benötigt werden. Die genaue Auslegung will Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nämlich über Verordnungen und damit ohne parlamentarische Kontrolle regeln. Ob die Opposition dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung macht, bleibt abzuwarten. Die Anmeldungen zum “Freitesten” können am Montag, 4. Jänner 2021, online vorgenommen werden. Davon ausgenommen ist das Bundesland Kärnten, in dem das System erst ab 8. Jänner 2021 freigeschaltet wird. Einige Länder nutzen die EDV-Infrastruktur des Bundes, andere sowie die Stadt Linz ihre eigene. Sämtliche Links finden sich aber unter www.oesterreich-testet.at. Personen, die keinen Internetzugang haben oder Fragen haben, können sich an die kostenfreie Hotline 0800/220330 wenden. Diese steht ebenfalls ab 4. Jänner 2020 zur Verfügung. Da noch nicht genau geregelt ist welchen Vorteil die Teilnahme an der Massentestung bringen wird und insbesondere wie lange der Befundbericht gültig sein wird, wird für weitere Informationen auf die Mitteilungen der Regierung, die vermutlich in diversen Medien publiziert werden, verwiesen. Hinsichtlich möglicher Vorteile im Reiseverkehr wird darauf verwiesen, dass einige wenige Staaten, darunter auch Österreich, Einreiseerleichterungen mit negativem Antigen-Ergebnis gewähren. Da jedoch viele Länder weiterhin auf PCR-Befunde pochen, sollte dies unbedingt vorab erfragt werden.

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Volga-Dnepr reaktiviert erste An-124

Die russische Volga-Dnepr Airlines reaktivierte gegen Jahresende 2020 die erste von zehn Antonow An-124. Zuvor wurden diese rund ein Monat lang zum Zwecke umfangreicher Überprüfungen nicht eingesetzt. Im November 2020 musste die RA-82042 nach einem Triebwerksdefekt, der während dem Start auftrat, eine Notlandung vollziehen.  Die Maschine wurde dabei beschädigt, jedoch gab es keine Opfer. Die RA-82077 wurde als erste Einheit wieder in den Frachtdienst gestellt und absolvierte am 26. Dezember 2020 die Strecke Leipzig-Shanghai. Die beiden anderen An-124-Operator, Maximus Airlines und Antonov Airlines, führten übrigens kein temporäres Ground dieses Maschinentyps durch.

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Air Serbia: Etihad-Anteil sinkt auf 18 Prozent

Bedingt durch den Umstand, dass sich die Etihad Aviation Group nicht an der Rekapitalisierung von Air Serbia beteiligt hat, ist die Beteiligung von 49 Prozent auf 18 Prozent gesunken. Die Finanzmittel wurden ausschließlich vom serbischen Staat aufgebracht, so dass dieser nun 82 Prozent hält. Die Zusammenarbeit zwischen Etihad und Air Serbia steht ohnehin kurz vor dem Aus. So stellte der Golfcarrier die Nonstopverbindung zwischen Belgrad und Abu Dhabi ein und kündigte darüber hinaus die Codeshare-Vereinbarung auf. Die Regierung befindet sich derzeit auf der Suche nach einem neuen Partner und fand bereits erste Interessenten in China. Air Serbia erhielt im Rahmen einer Kapitalerhöhung einen Zuschuss in der Höhe von bis zu 100 Millionen U.S.-Dollar. Weitere 100 Millionen U.S.-Dollar sind bereits für das Jahr 2021 budgetiert. Die Finanzmittel werden als direkte Zuschüsse, über Kapitalerhöhung und in Form von Darlehen eingebracht. Sobald ein Käufer für die 18-prozentige Beteiligung von Etihad Airways gefunden ist, soll sich auch entscheiden in welchem Ausmaß der Staat künftig an Bord sein wird. Die Regierung deutete an, dass man zumindest 51 Prozent halten will.

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