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German Airways feiert 70 Jahre Luftfahrtgeschichte

Die deutsche Luftfahrtgeschichte feiert heute ein bedeutendes Jubiläum: German Airways, eine der traditionsreichsten Fluggesellschaften des Landes, blickt auf 70 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Genau an diesem Tage vor sieben Jahrzehnten, am 3. August 1955, erhielt das Unternehmen unter seiner damaligen Firmierung Westdeutsche Luftwerbung GmbH (WDL) die zweite Betriebsgenehmigung der noch jungen Bundesrepublik Deutschland vom Luftfahrtbundesamt. Am Flughafen Essen-Mülheim nahm die von Firmengründer Theodor Wüllenkemper ins Leben gerufene Fluggesellschaft ihren Betrieb auf. Über die Jahre hat sich das Unternehmen von einem Anbieter für Luftwerbung zu einem modernen, flexiblen Regionalflugdienst entwickelt und ist heute mit seinem Sitz am Flughafen Köln/Bonn fest in der Rheinmetropole verankert. Von den Anfängen in Essen-Mülheim zur Expansion in Köln Die Ursprünge der heutigen German Airways, die damals als Westdeutsche Luftwerbung GmbH (WDL) firmierte, liegen in der Nachkriegszeit. Firmengründer Theodor Wüllenkemper startete das Unternehmen mit dem primären Zweck der Luftwerbung und Bannerflüge. In einer Zeit des Wiederaufbaus und des wirtschaftlichen Aufschwungs erkannte Wüllenkemper das Potenzial, Werbebotschaften aus der Luft zu verbreiten. Der Flughafen Essen-Mülheim, der sich zu jener Zeit zu einem bedeutenden Regionalflughafen entwickelte, bot die ideale Basis für diese Art von Dienstleistungen. Im Laufe der Jahre wandelte sich das Unternehmen und erweiterte sein Dienstleistungsspektrum stetig. Die wachsenden und sich ändernden Anforderungen des Marktes führten dazu, daß WDL zunehmend anspruchsvollere Aufträge von Unternehmen und öffentlichen Institutionen übernahm. Dazu gehörten Werksflüge zur Beförderung von Mitarbeitern, medizinische Spezialtransporte für dringende Fälle sowie Frachtdienste für global tätige Logistikunternehmen. Diese strategische Diversifizierung erforderte eine ständige Anpassung der Flotte. Von den legendären, schnellen Learjets

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Einstige Tore zur Welt: Deutschlands ehemalige Verkehrsflughäfen

Die Geschichte der deutschen Luftfahrt ist reich an Pioniergeist und Innovation, aber auch an Orten, die ihre ursprüngliche Bestimmung verloren haben. Die Notwendigkeit, Flugplätze zu schließen oder umzufunktionieren, ist kein neues Phänomen. Bereits in den frühen Jahren der Luftfahrt mußten Standorte aufgegeben werden, weil sie den Anforderungen der immer größer und schneller werdenden Flugzeuge nicht mehr genügten oder weil sie der städtischen Expansion im Wege standen. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Aufteilung Deutschlands und die Militärpräsenz der Alliierten zu einer Neubewertung vieler Flugplätze. Später, mit der Wiedervereinigung und der Liberalisierung des Luftverkehrs, traten ökonomische Aspekte und der Wettbewerb zwischen den Regionen in den Vordergrund, was zu weiteren Konsolidierungen führte. Heute prägen die ehemaligen Standorte oft eine neue Ära als Technologieparks, Erholungsgebiete oder Wohnquartiere. Berlin-Tempelhof: Das Monument der Berliner Luftbrücke Der Flughafen Berlin-Tempelhof, im Jahre 1923 eröffnet, ist untrennbar mit der Berliner Geschichte verbunden. Seine architektonische Bedeutung als eines der größten Bauwerke der Vorkriegszeit und seine Rolle als Dreh- und Angelpunkt der Berliner Luftbrücke (1948/49), die West-Berlin während der sowjetischen Blockade mit lebenswichtigen Gütern versorgte, haben ihn zu einem Symbol der Freiheit gemacht. Über Jahrzehnte hinweg war Tempelhof ein zentraler Verkehrsflughafen Berlins, doch seine innerstädtische Lage und die verhältnismäßig kurzen Start- und Landebahnen begrenzten seine Kapazitäten für den immer größer werdenden Flugverkehr. Die Schließung erfolgte am 30. Oktober 2008. Die Hauptgründe waren die mangelnde Eignung für moderne Großraumflugzeuge, die begrenzten Erweiterungsmöglichkeiten ohne massive Eingriffe in das Stadtgebiet und die hohen Betriebskosten, die Tempelhof über Jahre hinweg defizitär machten. Die politische

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Maltas Aufstieg als Luftfahrtstandort: Ein Paradigmenwechsel in der Flugzeugregistrierung

Malta, eine Inselrepublik im Mittelmeer, ist traditionell für ihre reiche Geschichte, ihre malerischen Landschaften und ihren Tourismus bekannt. Doch in den letzten zehn Jahren hat sich ein Wandel vollzogen, der die Insel zu einem der am schnellsten wachsenden Luftfahrtzentren Europas gemacht hat. Die Anzahl der in Malta registrierten Flugzeuge und der dort ansässigen Fluggesellschaften ist exponentiell gestiegen. Dieser bemerkenswerte Aufschwung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konzertierten Strategie und einer Reihe attraktiver Bedingungen, die Malta für Luftfahrtunternehmen bereithält. Es ist eine Entwicklung, die die traditionellen Luftfahrtnationen herausfordert und Malta als ernstzunehmenden Akteur auf der Weltkarte der Luftfahrt etabliert. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig und reichen von steuerlichen Vorteilen über eine effiziente Bürokratie bis hin zu einem günstigen regulatorischen Umfeld, das unter dem Dach der Europäischen Union operiert. Die Anreize der maltesischen Regierung: Ein Fundament für Wachstum Die maltesische Regierung hat erkannt, welch immenses Potential die Luftfahrtindustrie für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes birgt. Infolgedessen wurden gezielte Maßnahmen ergriffen, um Malta als attraktiven Standort für Fluggesellschaften und die damit verbundenen Dienstleistungen zu positionieren. Einer der Hauptanreize ist das günstige steuerliche Umfeld. Malta bietet einen niedrigen Körperschaftsteuersatz, der durch ein System von Steuergutschriften und -rückerstattungen weiter reduziert werden kann. Dies führt dazu, daß die effektive Steuerlast für Unternehmen, insbesondere für internationale Gesellschaften, erheblich niedriger ausfallen kann als in vielen anderen europäischen Ländern. Neben den steuerlichen Vorteilen hat Malta auch in die Modernisierung seiner Luftfahrtgesetzgebung investiert. Das maltesische Luftfahrtregister ist dafür bekannt, effizient und transparent zu sein. Die Prozesse für

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Kroatisches Küstenpatent B: Erweiterte Gültigkeit und internationale Anerkennung für Freizeitkapitäne

Kroatien hat sein beliebtes Küstenpatent B für Freizeitkapitäne einer umfassenden Reform unterzogen, die ab sofort in Kraft tritt. Diese Neuerung stärkt die internationale Anerkennung des Befähigungsscheins erheblich und erweitert die Fähigkeiten für Skipper, die Sportboote und Yachten führen möchten. Das neue Patent berechtigt nun offiziell zum Führen von Booten bis zu 18 Metern Länge, sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Gewässern. Ein entscheidender Bestandteil der Reform ist die explizite Vermerkung der erweiterten Gültigkeit in englischer Sprache auf dem Befähigungsschein, was die bisherige geografische Beschränkung auf die Adria aufhebt. Zudem integriert das neue Küstenpatent die Berechtigung zum Betrieb einer UKW-Seefunksprechanlage, wodurch eine langjährige Forderung von Charterunternehmen erfüllt wird und ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen nationalen Bootsführerscheinen, wie den österreichischen, ausgeglichen wird. Die Reform im Detail: Mehr Reichweite und klare internationale Gültigkeit Die kroatische Regierung hat mit dieser Anpassung des Küstenpatents B auf die wachsende Zahl internationaler Skipper reagiert, die die kroatische Küste als beliebtes Reiseziel für den Nautiktourismus wählen. Die bisherige Formulierung des Patents, die oft eine explizite Einschränkung auf das „Adriatische Meer“ enthielt, führte in der Praxis immer wieder zu Unsicherheiten und Mißverständnissen, insbesondere wenn Skipper mit ihrem Boot oder einer Charteryacht Gewässer außerhalb der Adria befahren wollten. Die zentrale Neuerung ist der explizite Hinweis in englischer Sprache auf dem Befähigungsschein: „Der Inhaber dieses Zertifikats ist befugt, bis zu 12 Seemeilen von der Küste oder Inseln entfernt zu operieren.“ Diese Formulierung ist nicht nur präziser, sondern auch universeller verständlich und impliziert keine geografische Begrenzung auf die Adria mehr.

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Das kurze Kapitel von Hello Airlines: Aufstieg und Fall eines schweizerischen Ferienfliegers

Die schweizerische Fluggesellschaft Hello, die einst als ambitionierter Ferienflieger den Markt betrat, schrieb ein kurzes, aber ereignisreiches Kapitel in der europäischen Luftfahrtgeschichte. Im Frühjahr 2004 aus den Überresten der insolventen Balair ins Leben gerufen, versprach Hello, den schweizerischen Passagieren kostengünstige und komfortable Reisen zu beliebten Urlaubsdestinationen zu ermöglichen. Mit einer modernen Flotte von Airbus A320-Flugzeugen und dem Fokus auf Charterflüge schien Hello zunächst vielversprechend positioniert zu sein. Doch trotz anfänglicher Erfolge und einer raschen Expansion sah sich die Airline zunehmend mit einem harten Wettbewerb, operativen Herausforderungen und einer sich wandelnden Marktdynamik konfrontiert. Am 21. Oktober 2012 mußte Hello Airlines den Flugbetrieb abrupt einstellen und Insolvenz anmelden, ein Scheitern, das tiefe Einblicke in die Fallstricke des europäischen Charterfluggeschäfts bietet. Die Geburt aus der Asche: Firmengeschichte und Gründungsidee Die Geschichte von Hello Airlines ist untrennbar mit dem Schicksal der schweizerischen Fluggesellschaft Balair verbunden. Balair, eine traditionelle Charterfluggesellschaft und Tochtergesellschaft der Swissair, geriet in den Strudel der Luftfahrtkrise nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und der darauffolgenden Insolvenz der Swissair im Jahre 2002. Als Balair im Jahre 2004 ihren Betrieb einstellte, entstand eine Lücke im schweizerischen Charterflugmarkt. Diese Lücke sollte die neu gegründete Hello Airlines füllen. Zwar wurde aus Balair dann Belair, die später von Air Berlin übernommen wurde und mit dieser untergegangen ist, jedoch waren die Flotten unterschiedlich. Die Fluggesellschaft wurde im Frühjahr 2004 von Moritz Suter ins Leben gerufen, einem bekannten Namen in der schweizerischen Luftfahrt, der bereits die Crossair erfolgreich aufgebaut hatte. Suters Vision war es, einen effizienten und

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Kroatiens lebendiges Erbe: Eine Reise durch die Tiefen traditionellen Handwerks

Jenseits der sonnenverwöhnten Küsten und der historischen Städte verbirgt sich in Kroatien ein reiches Geflecht kultureller Traditionen, das über Generationen hinweg sorgfältig bewahrt und weitergegeben wurde. Dieses immaterielle Kulturerbe entfaltet ein beeindruckendes Spektrum an handwerklichem Können, das tief in der Geschichte und im alltäglichen Leben des Landes verwurzelt ist. Von der filigranen Nadelarbeit der Pager Spitze über das farbenfrohe Holzspielzeug aus Hrvatsko Zagorje bis hin zu den kunstvoll verzierten Lebkuchenherzen und der uralten Kunst des Trockenmauerbaus – diese Ausdrucksformen regionaler Identität und kreativer Vielfalt sind nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten, sondern lebendige Bestandteile der kroatischen Gegenwart. Viele dieser Traditionen haben internationale Anerkennung gefunden und wurden von der UNESCO als besonders schützenswert in ihre Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie bieten Besuchern einzigartige Einblicke in die Seele Kroatiens und die Bedeutung, die diesem kulturellen Reichtum bis heute beigemessen wird. Kunstvolle Handarbeit: Die geschätzte Spitzenherstellung Die Spitzenherstellung in Kroatien ist ein immaterielles Kulturerbe, das seit Jahrhunderten in verschiedenen Regionen des Landes gepflegt wird. Diese feine Handarbeit ist ein Symbol für Geduld, Präzision und künstlerisches Geschick. Besonders hervorzuheben sind die Spitzen aus drei spezifischen Orten: Pag, Lepoglava und Hvar. Jede dieser Regionen hat ihre eigene, überlieferte Technik und verwendet unterschiedliche Materialien, was die Vielfalt dieses Handwerks unterstreicht. Die Pager Spitze, deren Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, wird in einer äußerst filigranen Nadeltechnik gefertigt. Sie zeichnet sich durch ihre feine Struktur und ihre komplexen Muster aus, die oft von der Natur inspiriert sind. Die hohe Qualität dieser Spitze war einst sogar

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Nachtzüge: Eine kritische Betrachtung der Energiebilanz und ihrer Auswirkungen

Die Wiederauferstehung der Nachtzüge wird oft als Triumph der Schiene über andere Reisemittel gefeiert, insbesondere im Lichte angeblicher geringerer Belastung für unsere Umwelt. Während die Romantik des Reisens im Schlaf und die Bequemlichkeit, ausgeruht am Ziel anzukommen, unbestreitbar sind, lohnt sich eine nüchterne und faktenbasierte Analyse der Energiebilanz und der tatsächlichen Auswirkungen von Nachtzügen. Entgegen weitverbreiteter Annahmen und den Behauptungen interessierter Kreise offenbaren sich bei genauerer Betrachtung erhebliche Mängel in der Argumentation der vermeintlichen Umweltfreundlichkeit. Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Zusammenhänge des Bahnstroms, die Rolle von Diesel in europäischen Schienennetzen und die ungelösten Probleme atomarer Energieerzeugung, um ein umfassendes Bild der wahren Belastungen durch Nachtzüge zu zeichnen. Der elektrische Strom: Eine verborgene Belastung Die vermeintliche Umweltfreundlichkeit des elektrischen Bahnverkehrs beruht auf der Annahme, daß der Strom emissionsfrei erzeugt wird. Diese Annahme ist jedoch in vielen europäischen Ländern weit von der Realität entfernt. Der Bahnstrom, der die elektrischen Lokomotiven antreibt, stammt keineswegs ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. In zahlreichen europäischen Staaten, darunter auch Deutschland, wird ein erheblicher Anteil des Stroms, der ins Netz eingespeist wird und somit auch den Bahnstromspeisern zugute kommt, nach wie vor in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Verbrennung von Kohle, insbesondere Braunkohle, ist mit einem massiven Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) verbunden, einem Haupttreiber des Klimawandels. Zudem werden bei der Kohleverbrennung Schwefeldioxide, Stickoxide und Feinstaub freigesetzt, welche die Luftqualität erheblich beeinträchtigen und zu saurem Regen und Atemwegserkrankungen führen können. Selbst wenn eine Bahnstromtrasse direkt mit erneuerbaren Energien versorgt wird, muß bedacht werden, daß dies oft zu einer Verlagerung der Stromerzeugung führt,

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Österreichs Weinwelt im Fokus: Der neue Weißwein Guide Austria 2025 präsentiert die Spitzenweine des Landes

Die österreichische Weinlandschaft hat Grund zum Feiern: Gestern Abend wurde im festlichen Rahmen des Wiener Schlossquadrates – im Restaurant Gergely´s – der mit Spannung erwartete „Weißwein Guide Austria 2025“ präsentiert. Das 308 Seiten starke Kompendium, herausgegeben vom medianet Verlag, gilt seit Jahren als unverzichtbares Standardwerk für Gastronomen, Weinhändler und private Liebhaber gleichermaßen. Es bietet fundierte Informationen, professionelle Bewertungen und redaktionell aufbereitete Empfehlungen zu insgesamt 498 eingereichten Weinen, die das breite Spektrum der österreichischen Weinproduktion abdecken – von klassischen Weißweinen über Rosé- und Orange-Weine bis hin zu edlen Schaumweinen. Unter der Leitung des renommierten Weinakademikers Johannes Fiala und einer hochkarätig besetzten Jury, zu der auch Sommelier-Ikone Adi Schmid zählte, wurden die Weine verdeckt und nach dem international anerkannten 100-Punkte-System verkostet und bewertet. Ein umfassendes Werk für Kenner und Genießer Der „Weißwein Guide Austria“ hat sich über die Jahre als maßgebliche Publikation etabliert, die Orientierung in der vielfältigen Welt des österreichischen Weins bietet. Das diesjährige Handbuch zeichnet sich, wie bereits in den Vorjahren, durch seine akribische Aufbereitung und die hohe Fachkompetenz seiner Macher aus. Die Entscheidung, nicht nur reine Weißweine, sondern auch Rosé-, Orange- und Schaumweine in die Bewertung miteinzubeziehen, spiegelt die wachsende Diversität und Innovationskraft der österreichischen Weinwirtschaft wider. Roséweine erleben seit geraumer Zeit eine Renaissance und erfreuen sich steigender Beliebtheit, während Orange Wines, hergestellt durch längeren Kontakt des Mostes mit den Beerenschalen bei Weißweinsorten, eine Nische für Liebhaber experimenteller Weine bilden. Auch der Bereich der Schaumweine hat in Österreich in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, mit einer steigenden Anzahl

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Sonderregelung für Flugbetrieb am Flughafen Zürich am 1. August

Am Abend des schweizer Nationalfeiertages, dem 1. August, wird es am Flughafen Zürich zu einer Abweichung von den üblichen Betriebsregeln kommen. Aufgrund der erwarteten Feuerwerke werden, wie bereits in den Vorjahren, die abendlichen Beschränkungen für An- und Abflüge durch den deutschen Luftraum aufgehoben. Dies ermöglicht eine Anpassung der Pistenbenutzung, die sonst durch deutsche Verordnungen eingeschränkt ist. Normalerweise müßte der Flugbetrieb am Flughafen Zürich ab 21:00 Uhr von Osten her auf der Piste 28 landen. Nach Rücksprache mit den zuständigen deutschen Behörden wird am 1. August auf diese Regelung verzichtet. Statt dessen erfolgen die Landungen ab 21:00 Uhr bis zum Ende des Flugbetriebs von Norden her auf den Pisten 14 oder 16. Gestartet wird bis 22:00 Uhr weiterhin nach Westen und Süden; ab 22:00 Uhr erfolgen die Starts ebenfalls nach Norden. Diese Sonderregelung dient dazu, Lärmemissionen über dicht besiedelten Gebieten, die von den üblichen Nachtflugrouten betroffen wären, zu minimieren und gleichzeitig den Flugbetrieb angesichts der Feierlichkeiten zu ermöglichen. Der Zürcher Flughafen ist ein wichtiger internationaler Knotenpunkt und seine Betriebsregelungen, insbesondere bezüglich der Nacht- und Anflugrouten, sind oft Gegenstand regionaler und grenzüberschreitender Diskussionen. Die Anpassungen am Schweizer Nationalfeiertag sind ein Beispiel für die Flexibilität im Luftverkehrsmanagement, um auf besondere Ereignisse oder Rahmenbedingungen zu reagieren. Es ist jedoch zu beachten, daß kurzfristige wetterbedingte Abweichungen von diesen Sonderregelungen jederzeit möglich sind und Reisende sich entsprechend informieren sollten. Solche Ausnahmen von den regulären Betriebszeiten und Routen sind im europäischen Luftraum nicht unüblich, insbesondere bei Großveranstaltungen oder nationalen Feiertagen, die mit erhöhtem Flugaufkommen oder besonderen Rücksichten

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Im Sog des Aufbruchs: Die Geschichte der Rheintalflug

Die europäische Regionalfliegerei der späten Neunzigerjahre war eine Zeit des Umbruchs und neuer Möglichkeiten, geprägt von der Liberalisierung des Luftverkehrs und dem Aufkommen spezialisierter Anbieter. In diesem Kontext entstand auch die österreichische Fluggesellschaft Rheintalflug. Mit einem klaren regionalen Fokus und dem Anspruch, die Bodenseeregion besser an wichtige Drehkreuze anzubinden, startete sie mit großen Ambitionen. Rheintalflug etablierte sich als wichtiger Akteur im Regionalverkehr, doch ihre Geschichte ist untrennbar mit der Gründung und dem Aufstieg einer anderen Airline, InterSky, verbunden. Der Werdegang von Rheintalflug ist ein faszinierendes Beispiel für die Dynamik im Luftfahrtgeschäft, in der aus einem Unternehmen ein neues, größeres entsteht. Diese Reportage beleuchtet die Firmengeschichte, die Besonderheiten und letztlich den Übergang der Rheintalflug in ein neues Kapitel der österreichischen Luftfahrt, wobei auch ein tragischer Flugunfall nicht unerwähnt bleiben darf, der die Geschichte der Airline prägte. Die Geburt einer regionalen Vision: Firmengeschichte und Hintergründe Die Rheintalflug wurde im Jahre 1973 von Rolf Seewald, einem erfahrenen Piloten und Unternehmer, zunächst als Lufttaxi-Unternehmen in Hohenems, Vorarlberg, gegründet. Anfänglich konzentrierte sich das Unternehmen auf Charterflüge und Geschäftsreiseverkehr mit kleinerem Fluggerät. Ab Mai 1984 bediente die Firma regelmäßig die Strecke Hohenems–Wien. Die ursprüngliche Idee war, einen Bedarf an flexiblen und schnellen Flugverbindungen für die prosperierende Wirtschaftsregion rund um den Bodensee zu decken. Schnell wurde der Wunsch deutlich, auch Linienflüge anzubieten. Der Heimatflughafen und das operative Zentrum der Rheintalflug für den Linienverkehr war der Flughafen Friedrichshafen in Deutschland, der strategisch günstig am Bodensee gelegen ist und als Tor zur Region dient. Dies war eine pragmatische Entscheidung,

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