secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Starlux Airlines kämpft mit Airbus-Lieferverzögerungen und nachlassender Nachfrage

Starlux Airlines eine aufstrebende taiwanesische Fluggesellschaft, sieht sich mit doppelten Herausforderungen konfrontiert: Verzögerungen bei der Auslieferung von Flugzeugen durch Airbus und eine nachlassende Passagiernachfrage auf ihren wichtigen Routen in die Vereinigten Staaten. Glenn Chai, der Geschäftsführer von Starlux Airlines, führt die sinkende Nachfrage auf die wirtschaftliche Unsicherheit zurück, die durch die von der Regierung von US-Präsident Donald Trump verhängten Tarife verursacht werde. Diese Entwicklungen bremsen die ambitionierten Expansionspläne der jungen Fluggesellschaft erheblich und zwingen zu einer Anpassung der erwarteten Kapazitätssteigerungen. Airbus, einer der weltweit größten Flugzeughersteller, hat Starlux Airlines mitgeteilt, daß weniger Flugzeuge als ursprünglich geplant ausgeliefert werden. Dies ist kein Einzelfall, sondern ein branchenweites Problem, das zahlreiche Fluggesellschaften weltweit betrifft. Die Ursachen liegen in anhaltenden Problemen innerhalb der globalen Lieferketten, die durch verschiedene Faktoren wie die Nachwirkungen der weltweiten Gesundheitskrise, geopolitische Spannungen und Engpässe bei der Beschaffung von Schlüsselkomponenten, insbesondere Triebwerken und bestimmten Strukturteilen, verschärft wurden. Airbus rechnet damit, daß diese Lieferverzögerungen für alle Kunden noch mindestens drei Jahre anhalten werden, wobei Fluggesellschaften, deren Lieferungen ursprünglich für 2027 oder 2028 vorgesehen waren, bereits über sechsmonatige Verzögerungen informiert werden. Starlux Airlines hat derzeit insgesamt 27 Airbus-Flugzeuge bestellt, die eine wesentliche Rolle in ihrer Flottenmodernisierung und -erweiterung spielen sollen. Diese Bestellungen umfassen sechs A321-200NX, drei A330-900N, acht A350-1000 und zehn A350F (Frachtflugzeuge). Nach der vollständigen Auslieferung würde sich die derzeitige Flotte von 28 Flugzeugen – bestehend aus dreizehn A321-200NX, fünf A330-900N und zehn A350-900 – nahezu verdoppeln. Für das laufende Jahr hatte Starlux ursprünglich eine Kapazitätssteigerung von rund 50 Prozent geplant.

weiterlesen »

Lufthansa setzt Flüge nach Kasachstan vorübergehend aus

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa wird ihre Flugverbindungen nach Kasachstan während der kommenden Wintersaison 2025/26 vorübergehend einstellen. Dies teilte die Kranichlinie mit, wobei die Routen von Frankfurt am Main nach Astana-Nursultan Nasarbajew und Almaty International zwischen dem 26. Oktober 2025 und dem 29. März 2026 nicht bedient werden. Als Hauptgrund für diese Entscheidung nannte Lufthansa die anhaltenden Flottenengpässe, die die Fluggesellschaft, wie viele andere weltweit, aufgrund von Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flugzeuge und Störungen in den Lieferketten betreffen. Diese Einschränkungen wirken sich sowohl auf die Flottenerneuerung und das Wachstum als auch auf die operative Stabilität der bestehenden Flotte aus. Die Luftfahrtindustrie weltweit kämpft seit geraumer Zeit mit erheblichen Herausforderungen in ihren Lieferketten. Hersteller von Flugzeugen wie Airbus und Boeing sind von Engpässen bei der Beschaffung von Materialien und Komponenten betroffen, was zu weitreichenden Verzögerungen bei der Auslieferung bestellter Flugzeuge führt. Diese Situation beeinträchtigt Fluggesellschaften wie die Lufthansa, die auf eine pünktliche Lieferung neuer Maschinen angewiesen sind, um ihre Flotten zu modernisieren und ihr Streckennetz zu erweitern. Die Verzögerungen zwingen die Airlines dazu, ältere Flugzeuge länger im Dienst zu halten oder geplante Kapazitätserweiterungen zu verschieben. Lufthansa bestätigte, daß sie, ähnlich wie viele andere Fluggesellschaften weltweit, von diesen Verzögerungen bei der Auslieferung fabrikneuer Flugzeuge und Störungen in den Lieferketten betroffen sei. Dies verlangsame nicht nur die geplante Flottenerneuerung und das Wachstum, sondern wirke sich auch auf die operationelle Stabilität der aktuellen Flotte aus. Besonders betroffen ist Lufthansa von Verzögerungen bei der Auslieferung von Großraumflugzeugen. So war die Fluggesellschaft unlängst gezwungen, die geplante

weiterlesen »

Trump kündigt weitreichende Einreisebeschränkungen an

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat eine umfassende Einreisesperre für Staatsangehörige aus zwölf Ländern angekündigt, die ab kommenden Montag in Kraft treten soll. Betroffen sind Afghanistan, Myanmar, Tschad, Kongo, Äquatorialguinea, Eritrea, Haiti, Iran, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen. Zudem sollen Staatsangehörige aus sieben weiteren Ländern – Burundi, Kuba, Laos, Sierra Leone, Togo, Turkmenistan und Venezuela – teilweise in ihrer Einreise beschränkt werden. Trump begründete diesen Schritt mit unzureichenden Informationen über Staatsangehörige dieser Länder, die eine umfassende Beurteilung potenzieller Risiken für die Sicherheit der Vereinigten Staaten erschwerten. Die Ankündigung, die über Trumps Plattform Truth Social verbreitet wurde, knüpft an ähnliche, bereits in seiner ersten Amtszeit erlassene Maßnahmen an und dürfte erneut eine Welle der Kritik auslösen. Begründung der Maßnahmen: Nationale Sicherheit und Informationsmangel Präsident Trump führte in seinem auf Truth Social veröffentlichten Video aus, daß die mangelnde Bereitstellung von Informationen über Staatsangehörige dieser Länder ein Hauptgrund für die verschärften Einreisebeschränkungen sei. Er betonte, daß die Vereinigten Staaten nicht ausreichend Daten besäßen, um die von diesen Personen ausgehenden Risiken für die nationale Sicherheit zuverlässig beurteilen zu können. Viele der genannten Länder hätten die USA zudem in der Vergangenheit ausgenutzt, indem sie ausreisepflichtige Staatsangehörige nicht oder nur zögerlich zurückgenommen hätten. Dies erschwere die Durchsetzung der amerikanischen Immigrationsgesetze und berge ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Als jüngstes Beispiel für die vermeintlichen Gefahren verwies Trump auf einen Angriff auf eine jüdische Demonstration im US-Bundesstaat Colorado, der sich wenige Tage vor seiner Ankündigung ereignete. Der mutmaßliche Angreifer, ein aus Ägypten stammender Mann, wurde in der Stadt

weiterlesen »

Schwerwiegende Vorwürfe gegen Swiss und PBE-Hersteller nach Flugzwischenfällen

Die Schweizer Flugunfalluntersuchungsstelle (Sust) hat in einem Abschlußbericht zum Flug LX18 der Swiss vom 11. Juli 2023, der wegen ungewöhnlicher Geruchsentwicklung nach Paris umkehren mußte, gravierende Mängel bei der Handhabung von Rauchschutzhauben (Personal Breathing Equipment, PBE) festgestellt. Die Ermittler kritisieren nicht nur das Design eines problematischen PBE-Modells, sondern auch das Zulassungsverfahren sowie die Trainingsmethoden der Fluggesellschaft Swiss. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem tragischen Todesfall eines Flugbegleiters nach einer A220-Notlandung am 23. Dezember 2024 in Graz, bei der dasselbe PBE-Modell mutmaßlich zum Einsatz kam. Die Schweiz hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall, Flug LX1885, inzwischen von Österreich übernommen, um einen möglichen Zusammenhang mit der Verwendung der kritisierten Rauchschutzhauben zu prüfen. Der Vorfall auf Flug LX18 und die Tücken der Rauchschutzhauben Am 11. Juli 2023 sollte der Swiss-Flug LX18 mit einem Airbus A330-300 von Zürich nach Newark fliegen. Über dem Luftraum des Ärmelkanals kam es jedoch zu einer „ungewöhnlichen Geruchsentwicklung“ an Bord, die den Piloten zur Umkehr nach Zürich zwang. Aufgrund der Wetterlage landete das Flugzeug schließlich in Paris-Charles de Gaulle. Der nun vorliegende Abschlußbericht der Schweizer Flugunfallbehörde Sust, über dessen Veröffentlichung zuerst das Portal „aeroTelegraph“ berichtete, analysiert den Zwischenfall detailliert und beleuchtet die Rolle der verwendeten Rauchschutzhauben. Die Ermittler konzentrierten sich insbesondere auf die Modelle der sogenannten Personal Breathing Equipment (PBE), die für Notfälle zur Verfügung stehen, um die Atemwege des Kabinenpersonals vor Rauch und giftigen Dämpfen zu schützen. Die Handhabung des betreffenden PBE-Modells bereitete mehreren Flugbegleitern „erhebliche Schwierigkeiten“, wie die Sust feststellte. Diese Probleme manifestierten sich bereits beim „Auspacken,

weiterlesen »

Breeze Airways trotzt Handelskonflikten: David Neeleman spielt Zoll-Auswirkungen herunter

David Neeleman, der Geschäftsführer der amerikanischen Fluggesellschaft Breeze Airways, hat die Auswirkungen der jüngsten Handelstarife auf die Beschaffung seiner Airbus A220-300-Flotte heruntergespielt. Obwohl er einräumte, daß die Fertigung dieser Flugzeuge in Kanada derzeit aggregierte Mehrkosten mit sich bringe, sei dies eine Folge des andauernden Handelskonflikts, den die Regierung der Vereinigten Staaten mit anderen Ländern führe. In einem Gespräch mit dem Wirtschaftsdienst Bloomberg betonte Neeleman, daß die neuen Flugzeuge, die aus der Airbus-Montagelinie in Montréal-Mirabel in Kanada stammen, tatsächlich höheren Zöllen unterlägen. Dennoch sieht er das Geschäftsmodell von Breeze Airways, das auf dem Einsatz des A220 basiert, nicht grundsätzlich gefährdet und blickt mit Optimismus auf eine bevorstehende Profitabilität des Unternehmens. Der Handelskrieg und seine Komplexität für die Luftfahrtindustrie Der Ursprung der aktuellen Zollproblematik bei den A220-Flugzeugen, die ursprünglich als Bombardier CSeries entwickelt wurden, liegt in einem komplexen Handelsstreit. Dieser begann, als der amerikanische Flugzeughersteller Boeing Vorwürfe gegen Bombardier erhob, die CSeries werde durch staatliche Subventionen in Kanada ungerechtfertigt begünstigt und zu Dumpingpreisen auf dem US-Markt angeboten. Dies führte zu einer Untersuchung durch das Handelsministerium der Vereinigten Staaten und der International Trade Commission (ITC), die im Jahr 2017 hohe Zölle auf die CSeries-Flugzeuge empfahl. Um diese Zölle zu umgehen und den Zugang zum wichtigen amerikanischen Markt zu sichern, erwarb Airbus im Jahr 2018 eine Mehrheitsbeteiligung am CSeries-Programm von Bombardier und benannte das Flugzeug in A220 um. Ein wesentlicher Schritt war die Eröffnung einer zweiten Montagelinie für den A220 in Mobile, Alabama, in den Vereinigten Staaten, um die Flugzeuge für den US-Markt lokal

weiterlesen »

Global GSA Group und Qantas schmieden neue paneuropäische Frachtallianz

Die Global GSA Group und die australische Fluggesellschaft Qantas haben eine bedeutende paneuropäische Frachtpartnerschaft bekanntgegeben, die darauf abzielt, die Luftfrachtkapazitäten zwischen Europa und Australien erheblich zu erweitern. Durch die Nutzung der Direktverbindungen von Qantas aus Rom und Paris sowie des umfangreichen Interline-Netzwerks der Global GSA Group soll ein effizienter und flexibler Zugang zu Frachtkapazitäten geschaffen werden. Dieser Dreijahresvertrag, der diese Woche von Aytekin Saray, Chief Executive Officer der Global GSA Group, und Mallory Logan, Head of Global Sales and Customer bei Qantas Freight, unterzeichnet wurde, etabliert die Global GSA Group als General Sales Agent (GSA) von Qantas Freight in Europa. Die Zusammenarbeit verspricht, die anhaltende globale Nachfrage nach effizienten Transportlösungen zu bedienen, insbesondere im Bereich des elektronischen Handels. Qantas‘ Präsenz in Europa: Direktflüge und Frachtkapazitäten Qantas, die nationale Fluggesellschaft Australiens, bietet derzeit saisonale Verbindungen vom Flughafen Rom-Fiumicino an. Diese Flüge, die dreimal wöchentlich mit einer Boeing 787-9 durchgeführt werden, sichern während des europäischen Sommers großzügige Frachtkapazitäten. Die saisonalen Verbindungen Rom-Perth-Sydney beginnen am 15. Juni 2025. Diese Route ist besonders relevant für den Warenverkehr zwischen Südeuropa und Australien, da sie eine direkte und schnelle Beförderung von Gütern ermöglicht, was in der heutigen globalisierten Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist. Darüber hinaus unterhält Qantas ganzjährige Verbindungen vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Auch hier werden drei wöchentliche Flüge mit der Boeing 787-9 eingesetzt. Diese Flüge transportieren wöchentlich rund 45 Tonnen Fracht und bieten eine stabile und verläßliche Verbindung für den Güteraustausch zwischen Westeuropa und Australien. Die Direktflüge aus Frankreich und Italien können ab

weiterlesen »

Neue Verbindung ab Berlin: SkyUp Airlines fliegt ab sofort zweimal wöchentlich nach Chișinău

Der Flughafen Berlin Brandenburg verfügt ab sofort über eine weitere Nonstopverbindung in die Republik Moldau. Die Fluggesellschaft SkyUp Airlines hat die neue Route nach Chișinău, der Hauptstadt Moldaus, aufgenommen. Die Flüge werden zweimal pro Woche, jeweils mittwochs und freitags, angeboten und erweitern das Streckennetz des ber um ein wichtiges Ziel in Osteuropa. Die Dauer eines Fluges beträgt rund 2 Stunden und 15 Minuten. Diese neue Verbindung richtet sich nicht nur an Geschäftsreisende und Touristen, sondern bietet auch eine wichtige Reisemöglichkeit für Menschen mit familiären Wurzeln in Moldau oder der benachbarten Ukraine. Flugplan und Bedeutung der neuen Route Die Flüge von SkyUp Airlines nach Chișinău sind strategisch günstig platziert, um sowohl Geschäftsreisenden als auch privaten Reisenden flexible Optionen zu bieten. Mittwochs startet der Flug in den Abendstunden um 19:10 Uhr ab ber und erreicht Chișinău um 22:25 Uhr Ortszeit. Freitags geht es bereits am späten Nachmittag um 16:40 Uhr los, mit Ankunft in Chișinău um 19:55 Uhr. Diese Zeiten ermöglichen es Passagieren, den Reisetag in Berlin weitgehend zu nutzen oder am späten Nachmittag nach Chișinău zu gelangen. Die neue Flugverbindung ist von besonderer Bedeutung für Ukrainer, die aufgrund der aktuellen Lage in ihrem Heimatland alternative Reisemöglichkeiten suchen. Chișinău, das nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, dient hierbei als strategischer Knotenpunkt und ermöglicht den Zugang zu einem sicheren Reiseweg. Diese Verbindung unterstreicht die Rolle des Flughafens ber als wichtiges Tor zu osteuropäischen Regionen und trägt zur Stärkung der internationalen Konnektivität bei. Für die Republik Moldau selbst bedeutet die direkte

weiterlesen »

Lot nimmt Flüge nach Beirut wieder auf

Die polnische Fluggesellschaft Lot, Mitglied der Star Alliance, nimmt am 14. Juni 2025 ihre Flugverbindungen in den Libanon wieder auf. Ab diesem Datum wird die Hauptstadt Beirut viermal wöchentlich vom globalen Drehkreuz Warschau aus bedient. Diese Wiederaufnahme der Strecke ist ein Zeichen für die Stärkung der Flugverbindungen zwischen Osteuropa und dem Nahen Osten und bietet Reisenden aus dem breiten Netzwerk von Lot neue, bequeme Reisemöglichkeiten. Die Flüge werden mit Maschinen vom Typ Boeing B737-800 durchgeführt, die in zwei Serviceklassen, der Economy Class und der Business Class, angeboten werden. Flugplan und Verbindungen Die neuen Flugverbindungen nach Beirut finden jeden Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag statt. Die Flugzeit zwischen Warschau und Beirut beträgt dabei etwa 3 Stunden und 35 Minuten. Die Abflugzeiten ab Warschau sind sorgfältig auf das Netzwerk von Lot abgestimmt, um Reisenden aus zahlreichen europäischen Städten schnelle Anschlußverbindungen mit kurzen Zwischenstopps in Warschau zu ermöglichen. Dienstags und freitags hebt die Maschine um 21:40 Uhr in Warschau ab und erreicht Beirut am nächsten Morgen um 2:15 Uhr Ortszeit. Mittwochs und samstags erfolgt der Abflug in Warschau um 23:00 Uhr, mit Ankunft in Beirut um 3:35 Uhr Ortszeit. Diese Nachtflüge ermöglichen es Reisenden, den Reisetag optimal zu nutzen und am frühen Morgen in Beirut anzukommen. Besonders hervorzuheben sind die attraktiven Gesamtflugzeiten für Reisende aus Deutschland. Beispielsweise beläuft sich die Gesamtreisezeit ab Berlin, einschließlich des Umstiegs in Warschau, auf nur etwas mehr als sechs Stunden. Konkrete Reisebeispiele verdeutlichen dies: Ab Berlin startet der Flug um 19:05 Uhr, mit Ankunft in Beirut um 2:15

weiterlesen »

EU verschärft Flugsicherheitsliste: Alle Airlines aus Suriname und Tansania mit Flugverbot belegt

Die Europäische Union hat ihre Flugsicherheitsliste erneut aktualisiert und ein vollständiges Flugverbot für sämtliche Fluggesellschaften aus Suriname und Tansania verhängt. Diese Entscheidung, die am 3. Juni 2025 von der Europäischen Kommission bekanntgegeben wurde, basiert auf gravierenden Sicherheitsmängeln, die bei Fluglinien und den zuständigen Aufsichtsbehörden beider Länder festgestellt wurden. Mit dieser jüngsten Erweiterung steigt die Gesamtzahl der Airlines, denen der Betrieb im EU-Luftraum untersagt ist, auf 169. Die Maßnahme unterstreicht das konsequente Vorgehen der EU zur Gewährleistung hoher Sicherheitsstandards im internationalen Luftverkehr und sendet ein deutliches Signal an Nationen, deren Luftfahrtinfrastrukturen den globalen Anforderungen nicht genügen. Grundlage der Entscheidung: Mängel bei Aufsicht und Betrieb Die Entschließung der Europäischen Kommission, alle Fluggesellschaften aus Suriname und Tansania auf die sogenannte „Schwarze Liste“ zu setzen, stützt sich auf umfassende Bewertungen europäischer Luftfahrtsicherheits-Experten. Bei Überprüfungen in beiden Ländern wurden laut einer Mitteilung der EU-Kommission schwerwiegende Defizite festgestellt, die sowohl den regulatorischen als auch den operativen Bereich betreffen. Zu den kritisierten Mängeln zählten insbesondere ein spürbarer Mangel an qualifiziertem Personal, mangelhafte Aufsichtsstrukturen in den Bereichen Flugbetrieb und Lufttüchtigkeit sowie die Nichteinhaltung internationaler Sicherheitsvorgaben durch die zuständigen Behörden und die zertifizierten Fluggesellschaften. Dies umfaßt oft Schwachstellen in der Flugzeugwartung, der Pilotenausbildung und der Umsetzung grundlegender Sicherheitsprotokolle, wie sie von der International Civil Aviation Organization (Icao) als globale Standards festgelegt werden. Die Icao ist die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für die internationale Zivilluftfahrt, deren Richtlinien für die Sicherheit des Luftverkehrs weltweit maßgeblich sind. Die Entscheidung der Kommission basiert auf der einstimmigen Empfehlung des EU-Flugsicherheitsausschusses, der Mitte Mai in

weiterlesen »

Walsh kritisiert die Politik scharf: Fehlende Unterstützung für nachhaltige Flugkraftstoffe gefährdet Klimaziele

Willie Walsh, Generaldirektor der International Air Transport Association (Iata), hat die internationale Politik und insbesondere die Europäische Union scharf kritisiert, weil sie beim Ausbau nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) seiner Ansicht nach versagen. Auf der Jahrestagung der Luftfahrtorganisation, die vom 1. bis 3. Juni 2025 in Neu-Delhi stattfand, warf Walsh den Regierungen vor, trotz ambitionierter Zielvorgaben keinen tragfähigen politischen Rahmen zur Förderung von SAF zu schaffen. Er sprach von einem „grünen Betrug“ und warnte eindringlich, daß die Luftfahrtbranche ohne die dringend benötigte staatliche Unterstützung das für 2030 angestrebte Ziel zur Emissionsreduktion im Luftverkehr nicht erreichen könne. Walsh betonte, daß die Umsetzung der Klimaziele blockiert werde, da es an den nötigen industriepolitischen Impulsen fehle. Die zentrale Rolle von nachhaltigen Flugkraftstoffen Nach Auffassung der Iata stellen nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) derzeit den einzigen gangbaren Weg dar, um die Emissionen im Luftverkehr in nennenswertem Umfang zu senken. Trotz dieser elementaren Bedeutung hätten sich Politik und Regierungen laut Walsh weitgehend aus ihrer Verantwortung gezogen. Er erinnerte daran, daß von Beginn an klar gewesen sei, wie schwierig die Umstellung auf SAF ohne substanzielle staatliche Förderung werden würde. Regierungen hätten es bis heute versäumt, einen umfassenden und verläßlichen Rahmen zu schaffen, der es der Industrie ermöglichen würde, die gesteckten Ziele für 2030 zu erreichen. Die Iata hatte sich im Jahr 2021 dazu verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, und SAF wird dabei eine entscheidende Rolle zugeschrieben. Die Europäische Union hatte im Rahmen ihres „Fit for 55“-Pakets und der „ReFuelEU Aviation“-Initiative verbindliche Quoten für die Beimischung von SAF zu konventionellem

weiterlesen »