
Airbus buhlt aggressiv um LOT-Flottenerneuerung: Konkurrenzkampf mit Embraer intensiviert sich
Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines steht vor einer bedeutenden Entscheidung bezüglich der Erneuerung ihrer Kurz- und Mittelstreckenflotte. Im Fokus dieses Wettbewerbs stehen der europäische Flugzeugbauer Airbus und der brasilianische Hersteller Embraer. Während Embraer traditionell ein wichtiger Lieferant für LOT war und über einen gewissen „Heimvorteil“ verfügt, hat Airbus laut Branchenkreisen ein „aggressives“ Angebot für 84 Flugzeuge des Typs A220 unterbreitet. Dieses Angebot umfaßt sowohl die kleinere A220-100 als auch die größere A220-300 Variante und verspricht Liefertermine ab dem Jahr 2027. Airbus scheint entschlossen, LOT, einen langjährigen Betreiber von Embraer-Jets, in sein Kundenportfolio zu integrieren. Airbus sichert Lieferpositionen und argumentiert mit Lufthansa-Verbindung Nach Brancheninformationen hält Airbus derzeit konkrete Lieferpositionen für die A220 im Programm für LOT frei und rechnet mit einer zeitnahen Entscheidung der polnischen Fluggesellschaft. LOT selbst hatte im März eine Entscheidung „in den nächsten Monaten“ angekündigt. Um das Geschäft zu gewinnen, hat Airbus LOT ein umfassendes und, wie das polnische Luftfahrtportal „Rynek Lotniczy“ unter Berufung auf Airbus-Verkaufschef Christian Scherer berichtete, „aggressives“ Angebotspaket geschnürt. Ein zentrales Verkaufsargument von Airbus scheint dabei die Größe der A220 zu sein. Laut Scherer sei die A220 das geeignetere Flugzeug für die von LOT angestrebte, zügige Expansion. Insbesondere die A220-300 böte im direkten Vergleich zur Embraer E195-E2 mehr Sitzplätze. Zudem verweist Airbus auf die potentielle zukünftige Entwicklung einer noch größeren Version, der A220-500, für die LOT bei einem Programmstart als möglicher Abnehmer gehandelt wird. Ein weiteres gewichtiges Argument von Airbus zielt auf das Wachstumspotenzial des osteuropäischen Luftverkehrsmarktes ab. Scherer argumentierte, daß, wenn LOT diese








