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US-Justiz plant Treffen mit Opfern der Boeing 737 Max Abstürze – Gerichtstermin steht bevor

Das US-Justizministerium hat am 14. Mai 2025 angekündigt, größere Treffen mit den Opfern der beiden Abstürze von Boeing 737 Max Flugzeugen in den Jahren 2018 und 2019 zu planen, bei denen mehr als 340 Menschen ums Leben kamen. Wie Reuters berichtet, steht dem Flugzeughersteller am 23. Juni ein Gerichtsverfahren bevor. Bereits im vergangenen Monat hatte Boeings Vorstandsvorsitzender Kelly Ortberg angedeutet, daß das Unternehmen Gespräche mit dem Außenministerium führe, um eine Einigung in dem Strafverfahren wegen Betrugs zu erzielen. Die Anklage gegen Boeing bezieht sich auf die angebliche Falschdarstellung eines kritischen Flugsteuerungssystems gegenüber den Aufsichtsbehörden in Sicherheitsberichten, was dazu führte, daß Piloten die Fähigkeiten des Systems falsch verstanden. Boeing bemüht sich um Einigung vor Gerichtstermin Kelly Ortberg zeigte sich des angeschlagenen Rufs seines Unternehmens bewußt. Die Beilegung dieses Gerichtsverfahrens dürfte für Boeing der beste Weg sein, das Image wiederherzustellen. Bei einer Senatsanhörung im April äußerte Ortberg die Hoffnung auf eine baldige neue Vereinbarung. Das Justizministerium gab bekannt, daß das geplante Treffen am Freitag den Angehörigen der Opfer die Möglichkeit geben soll, direkt mit Vertretern des Ministeriums zu sprechen. Das Treffen soll per Videoanruf stattfinden, weitere Details wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Schuldeingeständnis und frühere Vereinbarung Im Juli des vergangenen Jahres hatte sich Boeing bereit erklärt, sich in einem Anklagepunkt der kriminellen Verschwörung und des Betrugs schuldig zu bekennen, nachdem zwei Abstürze in Äthiopien und Indonesien Hunderte von Todesopfern gefordert hatten. Der Flugzeughersteller mußte eine Geldstrafe von über 480 Millionen Dollar zahlen. Im Rahmen dieser Vereinbarung verpflichtete sich Boeing, mehr als 450

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Streit um Zugang zur Blauen Lagune: Buchungssystem wird reaktiviert

Die Blaue Lagune auf der maltesischen Insel Comino, ein beliebtes Ziel für Urlauber, wird ab dem kommenden Montag, dem 19. Mai 2025, wieder über ein Online-Buchungssystem zugänglich sein. Wie die Malta Tourism Authority mitteilte, können sich Besucher unter www.bluelagooncomino.mt für eines von drei täglichen Zeitfenstern im Voraus registrieren. Diese Maßnahme folgt auf die zwischenzeitliche Aussetzung des Systems nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit lokalen Fährbetreibern. Gericht weist Antrag der Fährbetreiber ab Das maltesische Fremdenverkehrsamt hatte am 1. Mai 2025 das Buchungssystem unter dem Motto „Book. Protect. Enjoy.“ eingeführt, um die Blaue Lagune vor den negativen Auswirkungen des Massentourismus zu schützen. Gegen dieses System wehrten sich jedoch die lokalen Fährunternehmen und stellten einen Antrag auf dessen Blockierung sowie auf die Ausweitung der Badezonen in der Bucht. Wie nun bekannt wurde, hat das Gericht diesen Antrag zurückgewiesen und somit den Weg für die Reaktivierung des Buchungssystems freigemacht. Zeitfenster und Zugangskontrollen Über das Online-Portal können Besucher täglich zwischen drei Zeitfenstern wählen: von 8 bis 13 Uhr, von 13.30 bis 17.30 Uhr sowie von 18 bis 22 Uhr. Nach erfolgreicher Buchung wird ein QR-Code generiert, der an den Zugangspunkten gegen ein Armband eingetauscht wird. Die Tourismusbehörde weist darauf hin, daß Personen, die das Gebiet unbefugt betreten, mit einer Geldstrafe rechnen müssen. Dieser Schritt soll dazu dienen, die Besucherzahl in der Lagune zu regulieren. In der Hochsaison des vergangenen Sommers wurden laut Angaben des Fremdenverkehrsamtes zeitweise bis zu 12.000 Besucher gleichzeitig gezählt. Das nun implementierte Schutzprojekt begrenzt den Zugang auf maximal 4.000 Besucher. Es bleibt abzuwarten,

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Sporttourismus im Aufwind: Tui Musement lädt zu Reisen durch europäische Fußballstadien ein

Der Sporttourismus erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit. Immer mehr Reisende gestalten ihre Urlaube rund um bedeutende Sportereignisse, sei es als Zuschauer auf den Rängen oder um selbst sportlich aktiv zu werden. Nach Angaben von UN Tourism generiert dieses Segment bereits zehn Prozent der globalen Tourismuseinnahmen und prognostiziert für den Zeitraum von 2023 bis 2030 ein weiteres Wachstum von beachtlichen 17,5 Prozent. Anläßlich des bevorstehenden Finales der Champions League, das in diesem Jahr in München zwischen Inter Mailand und Paris Saint-Germain ausgetragen wird, bietet Tui Musement Fußballfans die Möglichkeit, auf besonderen Reisen die traditionsreichen Stadien europäischer Spitzenclubs zu erkunden. Diese ikonischen Spielstätten sind längst nicht mehr nur Orte sportlicher Wettkämpfe, sondern haben sich auch zu kulturellen und touristischen Wahrzeichen entwickelt, die jährlich Millionen von Besuchern anziehen. Pilgerstätten des Fußballs: Von Madrid bis Amsterdam Das Estadio Santiago Bernabéu in Madrid, die Heimstätte von Real Madrid mit seinen 15 Champions-League-Titeln, zieht jährlich über eine Million Besucher an und gehört damit zu den populärsten Stadien weltweit. Die angebotene Tour umfaßt den Zutritt zum Clubmuseum, in dem historische Momente lebendig werden, die zahlreichen Königsklassen-Trophäen bestaunt werden können und ein Panoramablick auf das Stadion, das sich derzeit in einer umfassenden Renovierungsphase befindet, genossen werden kann. Die Fertigstellung der Modernisierung ist für den Sommer geplant. Das San Siro, auch bekannt als Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand, teilt sich die Rivalität zwischen dem AC Mailand (sieben Champions-League-Titel) und Inter Mailand (drei Titel). Die Stadiontour bietet daher eine doppelte Perspektive, indem sie die Tribünen, das Spielfeld, die Umkleidekabinen beider Teams sowie

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Pilotenmangel zwingt Swiss zu Flugstreichungen im Sommer

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss, eine Tochter der Lufthansa, sieht sich gezwungen, ihren Sommerflugplan deutlich zu reduzieren. Hintergrund der Streichung von rund 1.400 Flügen ist laut Swiss, dass man zu wenige Piloten zur Verfügung hat. Der Mangel an Pilotinnen und Piloten bei Swiss ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen binden die derzeit laufenden Umschulungen auf die neue Teilflotte des Airbus A350-900 erhebliche Personalressourcen. Zum anderen machen auch längerfristige Krankheitsausfälle im Cockpitpersonal der Airline zu schaffen. In der Teilflotte der kleineren Airbus A220 verfügt Swiss zwar über ausreichend Piloten, jedoch stehen aufgrund von Wartungsarbeiten nicht alle Flugzeuge dieses Typs zur Verfügung, was die Situation zusätzlich kompliziert. Europäisches Netz und Langstrecke betroffen Die Flugstreichungen betreffen laut „aeroTelegraph“ vor allem das europäische Streckennetz der Swiss. Allerdings müssen auch auf der Langstrecke Anpassungen vorgenommen werden. So wird beispielsweise das Flugangebot auf der wichtigen Verbindung zwischen Zürich und Chicago in den Monaten September und Oktober um die Hälfte reduziert. Systemweit belaufen sich die Kürzungen auf etwa 1,5 Prozent der ursprünglich geplanten Flüge. Trotz dieser Einschränkungen hatte Swiss zuletzt Erfolge bei der Verbesserung ihrer Pünktlichkeit erzielt. Für das laufende Jahr hat sich die Fluggesellschaft das Ziel gesetzt, mindestens 70 Prozent ihrer Flüge planmäßig durchzuführen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die aktuellen Personalengpässe dieses Ziel beeinflussen werden. Die Umschulung der Piloten auf den Airbus A350 begann bereits Anfang des Jahres, wobei über 50 Piloten im Jahr 2025 auf diesen neuen Flugzeugtyp vorbereitet werden sollen. Die Auslieferung der ersten der insgesamt zehn bestellten A350 soll im Laufe dieses Jahres

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Junges britisches Unternehmen hebt mit A380 zu transatlantischem Jungfernflug ab

Die britische Startup-Fluggesellschaft Global Airlines hat am 15. Mai 2025 ihren ersten Passagierflug erfolgreich durchgeführt. Ein Airbus A380 im Farbschema der Airline, registriert als 9H-GLOBL, startete um 11:33 Uhr Ortszeit vom Flughafen Glasgow (GLA) in Schottland mit Ziel John F. Kennedy International Airport (JFK) in New York. Der Flug trug die Kennung 3L380. Da Global Airlines selbst keine Fluggesellschaft ist, handelte es sich formell gesehen um einen von der maltesischen Hifly Malta durchgeführten Charterflug. Charterflüge unter fremder Flagge Das Flugzeug soll am 19. Mai 2025 nach Schottland zurückkehren. Anschließend sind weitere Charterflüge geplant: am 21. Mai von Manchester (MAN) nach New York (JFK) als Flug HFM810 und die Rückkehr von New York nach Manchester am 25. Mai als Flug HFM811 unter der Nummer HFM811. Da Global Airlines derzeit noch nicht über die notwendigen Genehmigungen oder Start- und Landerechte für reguläre Linienflüge in die Vereinigten Staaten verfügt, werden diese ersten Flüge zwar unter dem Namen Global Airlines vermarktet, aber von Hi Fly Malta durchgeführt, einer maltesischen Tochtergesellschaft der portugiesischen Charterfluggesellschaft Hi Fly. Bislang hat Global Airlines lediglich diese vier transatlantischen Charterflüge im Angebot, die über das Reisebüro Travelopedia gebucht werden können. Ein darüber hinausgehender Flugplan wurde von der neuen britischen Fluggesellschaft noch nicht veröffentlicht, weshalb unklar bleibt, wann mit einem regulären Flugbetrieb zu rechnen ist. Vision eines Unternehmers Global Airlines wurde im Jahr 2021 von dem Reiseexperten und Unternehmer James Asquith gegründet. Asquith teilte kürzlich auf Instagram ein Bild der Bord-„Kneipe“ mit dem Kommentar: „Wir sehen uns im Sky Pub auf

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Direkte Drahtleitung zwischen Pentagon und Washington National seit Jahren unterbrochen

Eine direkte Telefonverbindung zwischen dem Pentagon und der Flugsicherung am Ronald Reagan Washington National Airport (DCA) ist seit März 2022 außer Betrieb. Dies bestätigte ein Vertreter der Federal Aviation Administration (FAA) während einer Senatsanhörung am 14. Mai 2025. Senator Ted Cruz befragte Franklin McIntosh, den stellvertretenden Chief Operating Officer der FAA, zu diesem Sachverhalt und erfuhr, daß die sogenannte „Hotline“ bereits seit drei Jahren nicht funktionsfähig ist. Die Befragung zwischen Senator Cruz und McIntosh konzentrierte sich auf eine tragische Kollision in der Luft, die sich im Januar 2025 ereignete. Dabei stießen ein Bombardier CRJ700, das als American Airlines Flug 5342 unterwegs war, und ein militärischer Hubschrauber vom Typ Sikorsky UH-60 Black Hawk zusammen. Im Verlauf der Anhörung gab McIntosh an, daß die FAA erst durch einen weiteren Beinahe-Unfall am DCA am 1. Mai 2025 Kenntnis von der defekten Direktverbindung erlangte. An diesem Tag mußten Fluglotsen am DCA zwei Flugzeuge am Landen hindern, weil ein Hubschrauber der Armee in der Nähe des Pentagons unterwegs war. FAA drängt auf Reparatur „Wir nehmen die Sicherheitsverantwortung in der FAA äußerst ernst, und uns war nicht bekannt, daß [die Direktleitung] defekt war. Nachdem wir nun Kenntnis von diesem Vorfall erhalten haben, bestehen wir darauf, daß diese Leitung repariert wird, bevor wir die Operationen vom Pentagon aus wieder aufnehmen“, erklärte McIntosh während der Befragung durch Senator Cruz. Einen konkreten Termin für die Reparatur der Direktverbindung nannte McIntosh nicht, da die FAA auf eine Beschleunigung des Prozesses durch das US-Verteidigungsministerium (DoD) warte. Er fügte hinzu, daß die

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Bange Minuten im spanischen Luftraum: Erster Offizier kollabiert – Kapitän kämpft um Cockpit-Zutritt

Ein beunruhigender Zwischenfall ereignete sich am 17. Februar 2024 an Bord eines Airbus A321 der Lufthansa auf dem Weg von Frankfurt nach Sevilla. Während einer kurzen Abwesenheit des Kapitäns erlitt der Erste Offizier einen medizinischen Notfall und kollabierte im Cockpit. Die anschließende Rückkehr des Kapitäns gestaltete sich unerwartet schwierig, da er trotz korrekter Eingabe des Zugangscodes zunächst nicht in den Kontrollraum gelangte. Der nun vorliegende Abschlussbericht der spanischen Flugunfallbehörde CIAIAC wirft ein Schlaglicht auf die kritischen Minuten über dem spanischen Luftraum. Routineflug und plötzlicher Notfall Der Lufthansa-Flug mit der Kennung 77X hatte mit 199 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord bereits den größten Teil der Strecke in Reiseflughöhe (FL350) zurückgelegt. Um 10:31:30 UTC verließ der Kapitän das Cockpit, um die Toilette aufzusuchen. Laut dem CIAIAC-Abschlussbericht wirkte der 38-jährige Erste Offizier zu diesem Zeitpunkt auf den Kapitän „fit und aufmerksam“. Doch nur wenige Augenblicke später, um 10:32:06 UTC, zeichnete der Stimmenrekorder Geräusche auf, die die Ermittler mit einem mutmaßlichen Kollaps des Ersten Offiziers in Verbindung bringen. Vergebliche Versuche, ins Cockpit zu gelangen Bei seiner Rückkehr zum Cockpit gab der Kapitän den regulären Türöffnungscode ein – jedoch ohne Erfolg. Vermutete er zunächst eine Fehleingabe, so scheiterten auch die darauffolgenden Versuche, ins Cockpit zu gelangen. Die Ermittler spekulieren, daß der Erste Offizier möglicherweise mit Flugaufgaben beschäftigt war und den Summer daher nicht betätigen konnte. Doch auch nach dem dritten, vierten und fünften Versuch blieb die Cockpittür verschlossen. Die Minuten vor der verschlossenen Tür müssen für den Kapitän bange gewesen sein. „Ab 10:39:27 UTC

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Ab Friedrichshafen: Leav Aviation hilft bei Peoples aus

Der deutsche ACMI- und Charteranbieter Leav Aviation hilft derzeit der österreichischen Regionalfluggesellschaft Peoples, deren einzige Maschine aufgrund eines technischen Defekts nicht zur Verfügung steht, aus. Temporär werden sämtliche Peoples-Flüge nicht ab Altenrhein, sondern ab Friedrichshafen durchgeführt. Vor wenigen Tagen musste das österreichische Luftfahrtunternehmen wegen einem technischen Problem außerplanmäßig in Zürich landen. Bislang konnte dieser Embraer 170, der gleichzeitig das einzige Flugzeug der kleinen österreichischen Airline ist, noch nicht wieder in den Liniendienst gestellt werden. Das Peoples-Management musste daher auf einen Wetlease zurückgreifen und hat sich dabei für einen – gegenüber der eigenen Maschine – deutlich größeren Airbus A320, betrieben von Leav Aviation entschieden. Seit 13. Mai 2025 ist die D-ANDI im Auftrag von Peoples im Einsatz. Allerdings hat das für alle Beteiligten auch „Nebenwirkungen“, für die jedoch das deutsche Luftfahrtunternehmen rein gar nichts kann, denn die Runway in Altenrhein ist schlichtweg zu kurz, um das Muster Airbus A320 sicher betreiben zu können. Daher wurden die von Leav Aviation im Auftrag von Peoples durchgeführten Flüge auf die andere Seite des Bodensees verlegt, also nach Friedrichshafen. Airbus A320 „zu groß“ für Altenrhein Konkret bedeutet das, dass sämtliche Flüge, die eigentlich ab Altenrhein durchgeführt werden sollten, bis auf weiteres in Friedrichshafen starten. Doch es gibt eine Besonderheit, denn einfach so zum Konkurrenz-Airport in Deutschland kommen, ist nicht vorgesehen. Die Reisenden werden gebeten weiterhin in Altenrhein zum Check-In zu erscheinen. Von dort aus geht es dann mit Reisebussen zum Flughafen Friedrichshafen. Die Folge daraus ist, dass sich die Reisezeiten mitunter erheblich verlängern. Passagiere, die

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Boeing 777X Testflugzeug nach dreieinhalbjähriger Pause wieder in der Luft

Das Boeing 777X Testflugzeug WH004 (Registrierung N779XZ) hat nach über dreieinhalb Jahren erstmals wieder den Himmel über Seattle erobert. Dieser Prototyp hob am 7. Mai vom Seattle Paine Field International Airport (PAE) zu einem zweistündigen Flug ab. WH004 absolvierte seinen Erstflug im September 2020, wurde aber Ende 2021 außer Dienst gestellt, damit sich Boeing auf die anderen drei 777X Testflugzeuge konzentrieren konnte. Dieses spezielle Flugzeug ist das einzige der Testflotte, das mit einer vollständigen Passagierkabine ausgestattet ist und es dem Unternehmen ermöglicht, Kabinensysteme zu testen. Die Wiederaufnahme der Testflüge mit WH004 deutet darauf hin, daß die Erprobung der 777X in dieEndphase eintritt. Die Konfiguration mit einer vollständigen Passagierkabine ermöglicht es Boeing, wichtige Aspekte wie das Klimasystem und die Geräuschentwicklung während des Fluges unter realen Bedingungen zu untersuchen. Laut AirDataNews plant Boeing, die Musterzulassung durch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA Ende 2025 zu erhalten, so daß die ersten Auslieferungen im Jahr 2026 beginnen könnten. Die Wiederinbetriebnahme von WH004 war ein komplexer Prozeß, da das Flugzeug seit Ende 2021 eingelagert war. Das Testteam führte über mehrere Monate Wartungsarbeiten und Vorbereitungen durch, um die Maschine wieder flugbereit zu machen. Levi King, der Leiter der Flugzeugwartung für die Testflüge, lobte die Anstrengungen seines Teams und betonte, daß die erfolgreiche Reaktivierung dieses Flugzeugs einen wichtigen Schritt in Richtung der Zertifizierung des Programms darstellt. Umfangreiches Testprogramm zur Validierung der 777X Die Boeing 777X Testflotte, bestehend aus vier 777-9 Testflugzeugen, hat bisher über 1.400 Flüge absolviert und fast 4.000 Flugstunden angesammelt. In den vergangenen Jahren wurden die Sicherheit,

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Airlines for Europe fordert Reform der EU-Fluggastrechteverordnung

Die europäische Fluggesellschaftenvereinigung Airlines for Europe (A4E) hat erneut eine Reform der EU-Fluggastrechteverordnung EU261 gefordert. A4E argumentiert, daß das aktuelle Regelwerk unklar und intransparent sei und somit das ursprüngliche Ziel untergrabe, Flugverspätungen und -annullierungen für Passagiere zu minimieren. Zu den Kernforderungen gehören längere Zeitfenster vor der Auszahlung von Entschädigungen, um Fluggesellschaften mehr Zeit zur Wiederherstellung des Betriebs nach Störungen zu geben, wobei die schnelle Umleitung von Passagieren Priorität vor sofortiger Kompensation haben soll. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Schaffung einer klaren, nicht abschließenden Liste „außergewöhnlicher Umstände“, um rechtliche Unklarheiten und den damit verbundenen Verwaltungsaufwand zu reduzieren. A4E verwies auf einen Fall, in dem der Tod eines Co-Piloten unter der aktuellen Auslegung umstrittenerweise nicht als außergewöhnlicher Umstand gewertet wurde. Die Fluggesellschaften betonen, daß eine Reform von EU261 ihre Pflicht zur Betreuung von Passagieren nicht beeinträchtigen würde. Vielmehr würde sie den Fluggesellschaften helfen, den Betrieb schneller wiederherzustellen, was letztendlich dem größten Interesse der Passagiere diene: pünktliche Ankünfte. Die EU261-Verordnung, die seit 2004 in Kraft ist, regelt die Rechte von Fluggästen bei Verspätungen, Annullierungen und Nichtbeförderung. Sie sieht unter anderem Entschädigungszahlungen bei Verspätungen von mehr als drei Stunden vor. Fluggesellschaften argumentieren seit längerem, daß die derzeitigen Regelungen eine zu hohe finanzielle Belastung darstellen würden. Verbraucherschutzorganisationen hingegen warnen vor einer Aufweichung der Fluggastrechte. Die Europäische Kommission hatte bereits 2013 eine Überarbeitung der Verordnung vorgeschlagen, die jedoch bisher nicht umgesetzt wurde.

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