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ADV kritisiert hohe staatlich bedingte Kosten im deutschen Luftverkehr

Der Flughafenverband ADV warnt vor den wirtschaftlichen Folgen hoher staatlich bedingter Kosten im deutschen Luftverkehr. In einer Analyse stellt der Verband fest, dass deutsche Flughäfen und Fluggesellschaften im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn deutlich höhere Steuern und Gebühren zahlen müssen. Dies gefährde die Wettbewerbsfähigkeit und führe zu Standortnachteilen. Laut ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel sei die Kostenbelastung in Deutschland bei Kurz-, Mittel- und Langstreckenflügen um bis zu 309% höher als in europäischen Nachbarländern. Beisel fordert die Politik auf, die Gebühren zu überprüfen und Maßnahmen zur Entlastung der Branche zu ergreifen, um Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

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Condor und Lufthansa: Verhandlungen um Zubringerflüge gehen weiter

In der Luftfahrtbranche wird derzeit intensiv über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Condor und Lufthansa diskutiert. Beide Fluggesellschaften befinden sich weiterhin in Gesprächen über die Fortsetzung des Special Prorate Agreement (SPA), das Condor Zubringerflüge zum Frankfurter Drehkreuz durch Lufthansa sichert. Diese Vereinbarung ist von zentraler Bedeutung, um den Betrieb von Condor aufrechtzuerhalten und die Erreichbarkeit internationaler Destinationen für die Passagiere zu garantieren. In einem Interview mit der Fachzeitschrift *airliners.de* bestätigte eine Sprecherin von Condor, dass die Verhandlungen im Gange sind, und wies gleichzeitig Spekulationen über eine mögliche Beschwerde bei der EU-Kommission zurück. Klärung der Fakten Laut der Condor-Sprecherin gebe es gegenwärtig keine Beschwerde von Condor bei der EU-Kommission gegen Lufthansa, eine Information, die in Medienberichten als falsch dargestellt wurde. Diese Klarstellung unterstreicht die Unsicherheiten und Missverständnisse, die in der Branche hinsichtlich dieser wichtigen Vereinbarung bestehen. Die Gespräche über die kommerzielle Zusammenarbeit laufen demnach weiterhin, wobei Condor sich weigert, sich zu Spekulationen über den Verlauf oder Inhalt dieser Verhandlungen zu äußern. Auch Lufthansa, die sich auf die Schwebensituation der Verhandlungen nicht näher äußern wollte, trägt zur Unklarheit bei. Das Ende des Special Prorate Agreement? Gerüchte über ein mögliches Ende des SPA mit dem Beginn des Winterflugplans wurden von Condor nicht bestätigt. Die aktuelle Vereinbarung läuft vorerst weiter, bis eine endgültige Entscheidung im Hauptsacheverfahren getroffen wird. Das Bundeskartellamt hatte im Jahr 2022 festgestellt, dass ein kartellrechtlicher Anspruch auf Zubringerflüge besteht und legte spezifische Rahmenbedingungen für die Zubringerflüge fest. Diese Entscheidung führte dazu, dass Lufthansa Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegte. Die Sprecherin von Condor

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Mehr internationale Zugverbindungen: Deutsche Bahn setzt auf Vernetzung

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2024 kündigt die Deutsche Bahn (DB) eine umfassende Erweiterung ihres internationalen Zugangebots an. Mit über 330 täglichen Verbindungen zu den zwölf Nachbarländern soll das Angebot um etwa 25 Prozent im Vergleich zu 2019 steigen. Dieses Vorhaben ist nicht nur eine Antwort auf die wachsende Nachfrage nach nachhaltiger Mobilität, sondern auch ein Bekenntnis zu einem verbesserten europäischen Verkehrsnetz. Die DB möchte durch diese Maßnahmen den Schienenverkehr attraktiver gestalten. Ob das gelingt, wird sich aber noch zeigen. Eines der herausragenden neuen Angebote ist die tägliche Verbindung von Berlin über Straßburg nach Paris, die ab dem 16. Dezember in Betrieb genommen wird. Diese Verbindung stellt nicht nur eine bedeutende Ergänzung für Reisende dar, sondern fördert auch den touristischen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich. Der neue ICE wird Reisenden die Möglichkeit bieten, die französische Hauptstadt komfortabel und schnell zu erreichen, wodurch der Zug zu einer ernsthaften Alternative zu Flugreisen wird. Zusätzlich wird Amsterdam erstmals täglich ohne Umstiege per ICE mit Stuttgart und München verbunden. Dies markiert einen weiteren Schritt in der internationalen Vernetzung der deutschen Städte und könnte insbesondere für Geschäftsreisende von großer Bedeutung sein. Laut einer Umfrage des Europäischen Eisenbahnverbandes nutzen bereits jetzt rund 30 Prozent der Reisenden die Bahn für internationale Fahrten, und diese Zahl könnte durch die neuen Verbindungen weiter ansteigen. Zwischen Frankfurt und Brüssel wird ab Mitte April bis Anfang November eine neue tägliche Spätverbindung in beide Richtungen eingeführt. Diese Maßnahme soll den Reisenden mehr Flexibilität bieten und den Druck auf die oft überfüllten Hochgeschwindigkeitszüge

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Großinvestition am Flughafen London-Stansted

Der Flughafen London-Stansted steht vor einer umfassenden Modernisierung, die nicht nur das Flughafengelände verbessern, sondern auch den wirtschaftlichen Beitrag des Flughafens für das Vereinigte Königreich erheblich steigern soll. Premierminister Keir Starmer gab auf dem internationalen Investitionsgipfel am 14. Oktober 2024 bekannt, daß rund 1,1 Milliarden Pfund (etwa 1,4 Milliarden Dollar) in den Ausbau und die Modernisierung des Flughafens fließen werden. Dies ist ein klares Signal für die Bedeutung der Luftfahrtindustrie als treibende Kraft des britischen Wirtschaftswachstums. Umfangreiche Investitionen und geplante Bauprojekte Die angekündigten Investitionen umfassen zwei zentrale Projekte: Zum einen soll die Terminalkapazität des Flughafens um 600 Millionen Pfund erweitert werden, zum anderen fließen 500 Millionen Pfund in die Verbesserung des bestehenden Terminals und der Flughafenumgebung. Diese Arbeiten sollen die Kapazitäten des Flughafens nicht nur erhöhen, sondern auch die Fluggasterfahrung durch verbesserte Infrastruktur und Dienstleistungen deutlich optimieren. Zu den geplanten Verbesserungen gehören unter anderem der Bau einer größeren Sicherheitshalle, der Ausbau der Rollwege sowie die Überholung der Flugsteig-Lounges. Zudem sollen neue Geschäfte, Bars und Restaurants das Angebot für Passagiere erweitern. Für die Energieversorgung des Flughafens ist eine 14,3-MW-Solarfarm geplant, die den derzeitigen und zukünftigen Energiebedarf decken wird. Diese Maßnahme ist Teil des britischen Engagements, die Luftfahrtbranche umweltfreundlicher zu gestalten, ohne dabei auf wirtschaftliches Wachstum zu verzichten. Wirtschaftliche Bedeutung und Schaffung neuer Arbeitsplätze Die Modernisierung des Flughafens London-Stansted ist ein ambitioniertes Vorhaben, das über einen Zeitraum von fünf Jahren realisiert wird. Während dieser Zeit sollen rund 5.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Manchester Airports Group (MAG), die Eigentümerin des Flughafens, leitet

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Flughafen Wien: Passagierzahlen im September 2024 steigen deutlich

Der Flughafen Wien verzeichnet im Jahr 2024 beeindruckende Zuwächse im Passagieraufkommen und stellt damit seine Rolle als einer der wichtigsten Knotenpunkte für den europäischen Luftverkehr unter Beweis. Nach einem besonders erfolgreichen Sommer setzt sich das Wachstum auch im September fort: Insgesamt stieg das Passagieraufkommen in der gesamten Flughafen-Wien-Gruppe, die neben dem Flughafen Wien auch den Malta Airport und den Flughafen Kosice betreibt, um 6,8 Prozent auf mehr als vier Millionen Reisende. Dies zeigt, daß die Luftfahrtindustrie nach den schweren Jahren der Pandemie wieder auf dem Vormarsch ist. Starke Zuwächse in Wien: Mehr Passagiere und Flugbewegungen Am Standort Wien allein stieg das Passagieraufkommen im September 2024 um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 3.078.141 Reisende. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der sogenannten „Lokalpassagiere“, also jener Passagiere, die Wien als Start- oder Zielort haben: Hier konnte ein Zuwachs von 6,6 Prozent auf 2.358.092 Reisende verzeichnet werden. Auch die Transferpassagiere, also Reisende, die Wien als Zwischenstation auf ihrer Flugreise nutzen, verzeichneten einen leichten Anstieg von 1,4 Prozent auf 711.994 Passagiere. Parallel zum Passagierwachstum verzeichnete der Flughafen Wien auch eine Zunahme der Flugbewegungen: Im September starteten und landeten insgesamt 22.050 Flugzeuge, ein Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Zahlen verdeutlichen die gestiegene Nachfrage nach Flugreisen, sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftsreisenden, die verstärkt auf den Flughafen Wien als wichtigen Dreh- und Angelpunkt setzen. Passagierströme nach Regionen: Westeuropa und Asien im Fokus Eine detaillierte Analyse der Passagierzahlen zeigt, daß besonders der Verkehr nach Westeuropa, Asien und Nordamerika einen deutlichen Anstieg verzeichnete.

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Gama Aviation übernimmt Tyrolean Jet Services

Die europäische Geschäftsluftfahrtbranche steht vor einer bedeutenden Veränderung: Tyrolean Jet Services (TJS), der österreichische Betreiber exklusiver Geschäftsflugzeuge, wird in Kürze von der britischen Gruppe Gama Aviation übernommen. Die Transaktion, die bereits seit einiger Zeit spekuliert wurde, wurde nun von beiden Unternehmen offiziell bestätigt und steht kurz vor dem Abschluss. Die Übernahme ist ein strategischer Schritt, der nicht nur die Expansion von Gama Aviation in Europa verstärken wird, sondern auch das fortgesetzte Wachstum und den Erhalt der Tradition von Tyrolean Jet Services sichern soll. Ein Traditionsunternehmen im Wandel Tyrolean Jet Services, mit Sitz in Innsbruck, gehört zu den ältesten und angesehensten Anbietern von Business-Jet-Dienstleistungen in Österreich. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und befand sich bis vor kurzem im Besitz der Familie Swarovski, den Eigentümern der weltbekannten Schmuckmarke. Seit einigen Jahren liegt die Kontrolle bei der R. Schwarz Holding, einer renommierten Investmentgesellschaft, die in verschiedenen Branchen tätig ist. Die Flotte von Tyrolean Jet Services umfasst sieben Flugzeuge, die allesamt im österreichischen Register geführt werden. Dazu zählen unter anderem eine Citation Jet 1+, zwei Citation Jet 2, eine Citation XLS+, eine Falcon 900EX, eine Global 5000 und eine Phenom 300E. Diese Modelle bedienen eine Nische im Segment der Geschäftsreiseflugzeuge und stehen für Effizienz, Komfort und Sicherheit. Tyrolean Jet Services hat sich durch die Betreuung einer exklusiven Kundschaft und die hohe Qualität seiner Dienstleistungen einen Namen gemacht. Ein starker Partner mit globaler Präsenz Gama Aviation, mit Sitz in Farnborough, Großbritannien, ist ein globaler Anbieter von Geschäftsflugzeug-Management, Charterdiensten sowie Wartungs- und Ingenieurdienstleistungen. Das Unternehmen hat

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Emirates: Neues Trainingsinvestment zur Vorbereitung auf die A350-Einflottung

Die Fluggesellschaft Emirates steht kurz vor der Einflottung der Airbus A350-Flugzeuge und hat im Zuge dieser Vorbereitungen eine bemerkenswerte Investition in Höhe von rund 48 Millionen US-Dollar getätigt. Diese Investition soll die Qualität und Effizienz der Ausbildung ihrer Piloten und Kabinenbesatzungen signifikant steigern. Mit dem Einsatz von hochmodernen Simulationsgeräten und speziell entwickelten Unterstützungssystemen festigt Emirates seinen Ruf als Innovationsführer in der Luftfahrtbranche. Im Zentrum dieser Neuerung stehen drei vollbewegliche Full-Flight-Simulatoren für den Airbus A350, die mit dem branchenweit neuartigen Pilot Support System (PSS) ausgestattet sind. Dieses System wurde vollständig intern bei Emirates entwickelt und ermöglicht ein interaktives, immersives Trainingserlebnis. Während der Briefing-Phase können die Auszubildenden ein virtuelles Cockpit-Setup erstellen, welches im Simulator nahtlos fortgeführt wird. Zudem erlaubt der Debriefing-Modus eine detaillierte Nachbesprechung, bei der der Ausbilder die Leistungen der Crew analysieren und verbessern kann. Die Airbus A350-Simulatoren von Emirates haben bereits die höchste Zertifizierung von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erhalten, was die fortschrittliche Technologie und die Effizienz dieser Systeme bestätigt. Der erste dieser Simulatoren wurde ohne jegliche Beanstandungen zertifiziert, ein seltenes und beeindruckendes Resultat im Bereich der Flugsimulationstechnologie. Diese Qualität stellt sicher, dass Emirates-Piloten optimal auf den Flugbetrieb vorbereitet sind und die notwendigen Fähigkeiten souverän beherrschen. Ein weiteres Highlight der Investition ist die statische Trainingseinheit, welche das Cockpit des A350 realitätsnah nachbildet und mit visuellen und akustischen Systemen ausgestattet ist. Diese Einheit ermöglicht es, spezifische Trainingsszenarien zu simulieren, darunter auch Notfälle und Evakuierungstraining. Emirates plant zudem die Eröffnung eines hochmodernen Schulungszentrums, welches insgesamt sechs Simulatoren für die A350

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Condor kürzt Flugangebot ab Hamburg aufgrund gestiegener Standortkosten

Die Airline Condor hat angekündigt, ihr Flugangebot ab dem Hamburger Flughafen im Sommer 2025 um 13 Prozent zu reduzieren. Grund dafür sind die signifikant gestiegenen Standortkosten, die durch eine geplante Erhöhung der Flughafengebühren ausgelöst wurden. Betroffen sind unter anderem beliebte Urlaubsziele wie Samos in Griechenland und Málaga in Spanien, deren Verbindungen komplett gestrichen werden. Auch Flüge nach Kos werden deutlich reduziert, während Condor zusätzlich geplantes Wachstum mit neuen Zielen aufgibt. Peter Gerber, CEO von Condor, bezeichnet die Anpassungen als eine logische Konsequenz der „völlig unverhältnismäßigen“ Erhöhung der Flughafengebühren, die Condor zwinge, nicht nur Kapazitäten abzubauen, sondern auch geplante Expansionen zu stornieren. Darüber hinaus seien Preiserhöhungen für verbleibende Flüge unvermeidbar. Laut Gerber sei es besonders bedauerlich, dass die Entwicklungen trotz möglicher Lösungsansätze nicht verhindert werden konnten, da es an der Bereitschaft des Flughafens fehle, sich mit den Nutzern zu einigen. Die Situation in Hamburg ist nicht nur für Condor herausfordernd. Bereits zuvor hatten andere Fluggesellschaften wie Ryanair und Eurowings angekündigt, ihre Verbindungen ab Hamburg zu reduzieren. Ryanair plant, 60 Prozent ihres Angebots abzubauen, während Eurowings über 1.000 Flüge aus dem Programm streicht. Diese Entwicklungen könnten auch negative Folgen für den Arbeitsmarkt haben, da zahlreiche Stellen, die direkt oder indirekt mit den gestrichenen Flügen zusammenhängen, gefährdet sind. Flughafenbetreiber wehren sich gegen die Vorwürfe der Airlines. Hamburgs Flughafenchef Christian Kunsch erklärte, dass die Erhöhung der Flughafengebühren nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten der Fluggesellschaften ausmache – etwa 4 bis 6 Prozent. Die Verdopplung der Kosten für Flugsicherung, Luftsicherheit und Luftverkehrssteuer stelle hingegen den

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Lufthansa-Chef warnt vor drastischen Einschnitten im deutschen Luftverkehr

Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, äußerte sich jüngst besorgt über die Zukunft des Luftverkehrs in Deutschland. In einem Interview vom 13. Oktober 2024 mit der Bild am Sonntag sprach Spohr über die ernsten Herausforderungen, denen sich die deutsche Luftfahrtbranche derzeit stellen muß. Dabei kritisierte er insbesondere die stark gestiegenen Flughafengebühren sowie zusätzliche staatliche Auflagen, die Fluggesellschaften dazu zwingen, Flugverbindungen zu reduzieren oder ganz zu streichen. Spohr warnte eindringlich davor, daß diese Entwicklungen die internationale Anbindung Deutschlands gefährden und der Wirtschaft schaden könnten. Steigende Kosten bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit Ein zentrales Thema in Spohrs Kritik sind die stetig wachsenden Flughafengebühren, die in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besonders hoch sind. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) unterstützt diese Bedenken und führt an, daß Deutschland im europäischen Vergleich zu den teuersten Standorten für Fluggesellschaften gehöre. Spohr betonte, daß die Gebühren inzwischen so hoch seien, daß sie die Kostenstruktur der Airlines erheblich belasteten. So belaufen sich die Gebühren pro Passagier für einen Mittelstreckenflug auf rund 30 Euro, was zu höheren Betriebskosten führt und letztlich die Preise für die Passagiere in die Höhe treibt. Diese Entwicklungen seien auch ein Grund, warum viele Fluggesellschaften, darunter auch die Lufthansa-Tochter Eurowings sowie der irische Billigflieger Ryanair, ihren Flugbetrieb in Deutschland zurückfahren. Konsequenzen für die deutsche Luftfahrt Die Auswirkungen dieser steigenden Kosten sind bereits spürbar. So kündigte Ryanair an, ihren Flugbetrieb an mehreren deutschen Flughäfen, darunter Dortmund (DTM), Dresden (DRS) und Leipzig (LEJ), einzustellen. Gleichzeitig plant die Airline eine Reduzierung ihres Angebots um 60 % in

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Die stockende Privatisierung von TAP Air Portugal

Die portugiesische Regierung hat die Absicht angekündigt, die staatliche Fluggesellschaft TAP Air Portugal in der ersten Hälfte des Jahres 2025 zu privatisieren. Dieser Schritt folgt auf eine Reihe von Gesprächen mit potenziellen Investoren und Airlines, um deren Interessen und Ziele im Hinblick auf eine Beteiligung an der Airline zu verstehen. Premierminister Luís Montenegro betont, dass der Verkauf nur vorangetrieben werde, wenn die Absichten der Marktteilnehmer klar sind, während Infrastrukturminister Hugo Espírito Santo die Notwendigkeit hervorhebt, die Bedingungen und Ziele für die Privatisierung bis Ende 2024 festzulegen. Hintergründe der Privatisierung Die Privatisierung von TAP Air Portugal ist Teil einer umfassenderen Strategie der portugiesischen Regierung, die Wirtschaft des Landes zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Fluggesellschaft zu erhöhen. TAP, die nach der COVID-19-Pandemie einen schwierigen wirtschaftlichen Weg beschreiten musste, erhält durch diese Maßnahme die Möglichkeit, frisches Kapital zu akquirieren und ihre Marktstellung zu verbessern. Premierminister Montenegro äußerte den Wunsch nach einer vollständigen Privatisierung, während die Opposition, vertreten durch verschiedene Parteien, die sich gegen eine vollständige Veräußering aussprechen, eine Teilprivatisierung favorisiert. Die unterschiedliche Auffassung innerhalb der politischen Landschaft zeigt, wie sensibel das Thema ist und welche weitreichenden Konsequenzen die Entscheidung zur Privatisierung für die Beschäftigten der Airline und die Reisenden haben könnte. Potenzielle Investoren Zu den potenziellen Interessenten an einer Beteiligung an TAP Air Portugal gehören namhafte Fluggesellschaften wie die IAG (International Airlines Group), die Lufthansa Group und Air France-KLM. Infrastrukturminister Espírito Santo erklärte, dass diese Fluggesellschaften in den Gesprächen ein wichtiges Interesse bekundet hätten, allerdings wurden noch keine genauen Beteiligungsquoten offengelegt.

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