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Michael O’Leary findet Kartellverfahren in Italien „lächerlich“

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat in Italien seit einigen Monaten Ärger mit dem Bundeskartellamt am Hals. Der Carrier hat in diesem Staat einen Marktanteil von 40 Prozent und ist damit der mit Abstand größte Anbieter. Michael O’Leary hingegen will mit den Wettbewerbshütern eher nicht kooperieren. Die italienischen Behörden nehmen die in diesem Jahr bei vielen Anbietern stark gestiegenen Ticketpreise unter die Lupe und haben gar in Aussicht gestellt, dass es zu regulatorischen Eingriffen kommen könnte. Neben Ryanair sind auch zahlreiche andere Airlines von Verfahren betroffen. Der irische Billigflieger pocht auf die freie Gestaltung der Ticketpreise, die unter anderem in einer EU-Verordnung verankert sind. Auch der Algorithmus, mit dem das Verkaufssystem des Lowcosters die Preise bildet, soll in Italien unter die Lupe genommen werden. Genau das will Michael O’Leary aber nicht offenlegen und bezeichnet gar das ganze Prüfverfahren als “lächerlich”. Während einer in Lissabon abgehaltenen Veranstaltung meinte er gar, dass in Italien eine “Bande von Populisten ab Werk” wären.

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Flixbus will nicht gegen Ausschluss von Netzkarten in Österreich und Deutschland klagen

Der Fernbusbetreiber Flixbus hofft, dass man in Deutschland in das 49-Euro-Ticket und in Österreich ins Klimaticket aufgenommen wird. Diesbezüglich stehe man mit den politisch verantwortlichen Personen in “guten Gesprächen”, so ein Firmensprecher. Im Gegensatz zu Deutschland hält Flixbus in Österreich keine einzige nationale Streckenkonzession. Blaguss Reisen ist Konzessionär der mittlerweile eingestellten Inlandsrouten Klagenfurt-Wien sowie Graz-Linz und Graz-Salzburg. Dr. Richard hält die Genehmigungen für Graz-Wien und Graz-Flughafen Wien. Beide Unternehmen kritisieren, dass das Verkehrsministerium an der Aufnahme von nationalen Fernbusverbindungen ins Klimaticket nicht interessiert ist. Aus wirtschaftlichen Gründen hat Blaguss Reisen die Routen eingestellt und sieht mittlerweile auch keine Möglichkeit mehr eigenwirtschaftlich eine Aufnahme ins Klimaticket solche Strecken zu betreiben. Auch Dr. Richard berichtet vom Rückgang der Fahrgastzahlen. Da die Marke Flixbus sowohl von Blaguss Reisen als auch von Dr. Richard auf den innerösterreichischen Routen lediglich als Vertriebsmarke genutzt wird, jedoch der gesamte Betrieb in Eigenregie erfolgt, sind die Einflussmöglichkeiten des deutschen Konzerns ohnehin sehr gering. Allenfalls bei Vertriebsfragen dürfte man ein Wörtchen mitzureden haben. Flixbus will dauerhaft wachsen, aber keine Österreich-Pläne Laut einem Flixbus-Sprecher gibt es in Österreich im nationalen Verkehr nur noch die Routen ab Graz über Pinggau nach Wien bzw. zum Flughafen Wien-Schwechat. Diese werden vom Busunternehmen Dr. Richard, das die Konzession hält, betrieben. Der Mitbewerber Blaguss Reisen hat seine innerösterreichischen Flixbus-Strecken vor wenigen Wochen aufgegeben. Auf die Frage wie die offizielle Sichtweise von Flixbus dazu ist, dass man in Österreich vom Klimaticket gleichermaßen ausgeschlossen ist wie in Deutschland vom 49-Euro-Fahrschein, erklärte ein Sprecher gegenüber Aviation.Direct: “Fernbusse würden

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Nordkorea fordert von Russland zahlreiche neue Pjöngjang-Strecken ein

Die Regierung von Nordkorea ist mit einer unmissverständlichen Forderung an jene der Russischen Föderation herangetreten: Man verlangt, dass russische Carrier zahlreiche Routen nach Pjöngjang aufnehmen. Ob hierfür eine Nachfrage besteht oder nicht, spielt für das Regime von Kim Jong-un keine Rolle. Nordkoreas staatliche Fluggesellschaft verfügt über einige Flugzeuge, jedoch sind diese ausgesprochen selten im Einsatz. Es gibt nur wenige internationale Linienstrecken, denn die Nachfrage ist aus verschiedenen Gründen sehr gering. Zum Beispiel ist es für Nordkoreaner sehr schwierig an begehrte Ausreise-Visa zu kommen. Auch ist der abgeschottete Staat für viel Touristen nicht gerade eine Wunschdestination. Momentan gibt es zwei wöchentliche Rotationen zwischen Pjöngjang und Wladiwostok. Geht es nach Kim Jong-un so sollen russische Carrier eine ganze Reihe neuer Verbindungen in die Hauptstadt von Nordkorea aufnehmen. Diesbezüglich soll er persönlich bei Russlands Präsident Vladimir Putin intervenieren. Selbst ein Programm, das russischen Staatsbürgern die vereinfachte Ein- und Ausreise ermöglichen würde, habe man in Vorbereitung. Laut einem Bericht der Zeitung Kommersant hat der “Druck” aus Nordkorea bereits dazu geführt, dass die russische Zivilluftfahrtbehörde an Aeroflot bzw. ihre Tochtergesellschaft Aurora herangetreten ist und ersucht hat Flugverbindungen nach Pjöngjang zu prüfen und nach Möglichkeiten aufzunehmen. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass rasch viele verschiedene Routen folgen werden. Vielmehr spielt man zumindest bei Aeroflot mit dem Gedanken ab Wladiwostok den Verkehr im Codeshare mit Air Koryo durchführen. Somit würde es zu mehr Flügen zwischen den beiden Staaten kommen, denn nebst dem nordkoreanischen Carrier würde dann auch Aurora fliegen, aber man würde vergleichsweise nur wenig Kapazität binden.

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Auch Umsteiger betroffen: UK will künftig „Eintrittsgeld“ kassieren

Das Vereinigte Königreich plant zukünftig auch Umsteiger von einer neuen Steuer zu umfassen. Dies trifft primär Personen, die für eine eventuelle UK-Einreise kein Visum benötigen würden. Bis zu drei Tage im Voraus sollen diese aber eine “Electronic Travel Authorisation”, die mit zehn Pfund-Sterling zu Buche schlägt, beantragen müssen. Nebst zusätzlichen Einnahmen hat das Vereinigte Königreich eine sehr konkrete Überlegung hinter dem Vorhaben: Man will genau wissen wer durch das Land reist bzw. in Heathrow und/oder auf anderen Airports umsteigt. Dazu will man, dass rechtzeitig vor dem Abflug ein kostenpflichtiges Online-Formular ausgefüllt werden muss. British Airways und Virgin Atlantic sehen das Vorhaben äußerst kritisch. BA-Chef Sean Doyle befürchtet, dass es gerade Geschäftsreisenden zu mühsam sein könnte ein kostenpflichtiges Online-Formular auszufüllen, das bei Umsteigen auf anderen Airports, beispielsweise Paris-Charles de Gaulle oder Frankfurt am Main, gar nicht erforderlich ist. Zusätzlich wird angeführt, dass es sich lediglich um Umsteiger handeln würde, die sich tatsächlich nur im Transit befinden würden. Eine Einreise ins Vereinigte Königreich findet nur im Fall von Flugunregelmäßigkeiten statt und für solche Fälle gibt es lokale Gesetze und internationale Abkommen. Das Vorhaben der UK-Regierung bezieht sich aber nicht nur auf Umsteiger. Auch Personen, die zum Beispiel für einen London-Trip nach UK einreisen wollen, sollen künftig zur Kasse gebeten werden. Voraussetzung dafür, dass man neuen ETA-Programm verpflichtend teilnehmen muss, ist dass man kein Visum für die Einreise benötigt. Vorgesehen ist, dass den Fluggesellschaften per Verordnung aufgetragen wird, dass diese spätestens beim Boarding überprüfen müssen, ob die ETA-Anmeldung vorhanden und bezahlt ist. Diesbezüglich

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Dank günstiger Tickets: U.S.-Airlines rechnen mit Thanksgiving-Rekord-Passagierzahlen

Traditionell gilt die Zeit rund um Thanksgiving, das in diesem Jahr am 25. November 2024 stattfindet, als besonders reisestark. Dies stellt Airlines und Flughäfen in den Vereinigten Staaten von Amerika, denn pro Tag werden mit bis zu drei Millionen Reisenden gerechnet. Thanksgiving ist für viele U.S.-Amerikaner eine traditionelle Gelegenheit, um Verwandte, die oftmals in anderen Bundesstaaten leben zu besuchen oder aber um einen kurzen Urlaub zu verbringen. Die Nachfrage rund um das diesjährige Feiertagswochenende ist sehr hoch. Gleichzeitig stehen auch Fluggesellschaften, Airports und deren Managements unter besonderer öffentlicher Aufmerksamkeit. Wer rund um Thanksgiving mit vielen Verspätungen oder gar Ausfällen auffällt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Schlagzeilen und möglicherweise beschäftigten sich dann sogar Talkshows mit der öffentlichen Suche nach einem Verantwortlichen. Der Druck auf die Managements ist also hoch. Die U.S.-amerikanischen Fluggesellschaften erwarten eigenen Angaben nach etwa 30 Millionen Passagiere, die sich auf Thanksgiving sowie die Tage davor verteilen. Der stärkste Rückreisetag ist der Tag unmittelbar nach dem Feiertag. Für diesen sind drei Millionen Fluggäste prognostiziert. Airports, Airlines und Behörden behaupten, dass man sich gut darauf vorbereitet habe. Die Flugsicherheitsbehörde TSA teilte mit, dass man davon ausgeht, dass bis 28. November 2023 so viele Sicherheitskontrollen wie noch nie durchgeführt werden. Das Amt nennt die Anzahl von 30 Millionen Reisenden. Die FAA teilt mit, dass in diesem Jahr wahrscheinlich ein neuer Rekord aufgestellt wird, denn allein am 22. November 2023 sind 49.606 Flüge angemeldet. Die Behörden führen die Steigerungen auch darauf zurück, dass die Flugpreise gesunken sind. Im Vorjahr gab es

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Portugal: Tap-Privatisierung und Flughafenneubau erneut verschoben

Die geplante Privatisierung der Fluggesellschaft Tap Air Portugal zieht sich in die Länge. Die Regierung hat das Vorhaben neuerlich auf die lange Bank geschoben. Dies soll eine Folge aus dem Rücktritt von Premierminister António Costa sein. In Portugal ist Tap Air ein Thema, das immer wieder für Aufreger sorgt. Zum Beispiel kostete es gleich mehreren Regierungsmitgliedern und der damals amtierenden Firmenchefin die Jobs, dass hohe Abfindungen an eine Ex-Chefin, die Staatssekretärin wurde, ausbezahlt worden sind. Dies war ziemlich sicher nicht illegal, jedoch in der Öffentlichkeit war die Empörung äußerst groß. Tap Air Portugal wurde vor einigen Jahren bereits privatisiert, jedoch ist die Airline schleichend und in mehreren Schritten ins Staatseigentum zurückgelangt. Nun soll sie neuerlich verkauft werden, aber beim “wie” gibt es unterschiedliche Auffassungen in der Politik. Zum Beispiel hat der Staatspräsident die Ausschreibung mittels Veto blockiert, denn diese ist in seinen Augen völlig intransparent gewesen. Der Premierminister musste am 7. November 2023 seinen Rücktritt bekanntgeben, weil gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Korruption in der Verwaltung eingeleitet wurde. Dies hat zur Folge, dass sowohl die Privatisierung von Tap Air Portugal als auch das Ausschreibungsverfahren für den geplanten neuen Airport für Lissabon auf die lange Bank geschoben wurde. Es wird damit gerechnet, dass der Prozess erst nach den Parlamentswahlen, also voraussichtlich Ende März 2024, wieder aufgenommen werden könnte. Je nach Wahlausgang könnten sich die Pläne dann ändern.

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Hawaii: U-Boot-Aufklärer „landet“ unfreiwillig im Meer

Vermutlich unfreiwillig hat die Cockpitcrew einer P-8A Poseidon der U.S.-Navy ihren Auftrag als U-Boot-Aufklärer “wortwörtlich” genommen. Bei der Landung auf einem Militärflughafen auf Hawaii schoss das militärische Fluggerät über das Pistenende hinaus und kam erst im Meer zum Stillstand. Offiziellen Angaben nach sollen zum Zeitpunkt der Landung schlechte Sichtbedingungen in der Kaneohe Bay geherrscht haben. Dazu kommt, dass lokale Medien von enorm starkem Regen berichten. Am Montagnachmittag könnte dies aber der Crew besagter Poseidon zum Verhängnis geworden sein, denn aus noch ungeklärter Ursache rutschte das Militärflugzeug über die Piste hinaus und steht seither im Meer herum. Die P-8A ist ein Aufklärungsflugzeug, das darauf spezialisiert ist mit modernster Technik U-Boote im Meer aufzuspüren. Es basiert auf der zivilen Boeing 737-800. Die verunfallte Maschine gehört zum Navy Patrol Squadron Four und war auf dem Weg von Washington zur Militärbasis Oahu. Die Landung scheint wegen einer Kombination aus starkem Regen – und daraus resultierender rutschiger Piste – und schlechter Sicht nicht gerade erfolgreich gewesen zu sein.

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Griechische Airports übertreffen Vorkrisenaufkommen deutlich

Die meisten griechischen Flughäfen konnten in den ersten zehn Monaten stark von hoher Urlaubsnachfrage profitieren. Laut Mitteilung der Zivilluftfahrtbehörde HCAA hat man das Aufkommen, das im Vorjahr erzielt wurde, bereits jetzt um fünf Prozent übertroffen. Zwischen Anfang Jänner und Ende Oktober 2023 hatten die griechischen Verkehrsflughäfen gemeinsam 66.844.615 Passagiere. Damit hat man das gesamte Vorjahresaufkommen von 63.672.121 bereits deutlich übertroffen. In der Statistik berücksichtigt sind der Athen Airport, die 24 von der HCAA betriebenen Regio-Airports sowie die 14 Fraport-Flughäfen in Griechenland.  Das Passagieraufkommen an griechischen Flughäfen verzeichnete im Oktober dieses Jahres einen Anstieg von 12,2 Prozent gegenüber 2022 und 22,9 Prozent gegenüber 2019, da 6.943.073 Passagiere im Jahr 2023 abgefertigt wurden, gegenüber 6.189.945 im letzten Jahr und 5.650.541 Passagieren im Jahr 2019.  In den ersten zehn Monaten des Jahres erreichte die Gesamtzahl der Passagiere auf griechischen Flughäfen (Ankünfte und Abflüge ausländischer und inländischer Passagiere) 66.844.615, verglichen mit 58.860.315 im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2022 und 59.069.514 Passagieren im Jahr 2019. Die Daten zeigen einen Anstieg des Passagieraufkommens von Januar bis Oktober 2023 um 13,6 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2022 und um 13,2 Prozent im Vergleich zu 2019.

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LOI: Fracht-Reederei unterschreibt bei Flying Whales

Der französische Frachtschiffbetreiber Louis Dreyfus Armateurs zeigt großes Interesse daran künftig auch Luftschiffe zu betreiben. Mit dem ebenfalls aus Frankreich stammenden Unternehmen Flying Whales hat man eine Absichtserklärung über den Erwerb einiger Exemplare unterschrieben. Die goldene Ära der Luftschiffe ist spätestens seit dem Feuerunfall von Lakehurst vorbei. Seither wurden keine Starrluftschiffe mehr gebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg hatten Blimps und halbstarre Luftschiffe nur ein Nischendasein. Immer wieder gab es aber Unternehmen wie Cargolifter, die überdimensionale Frachter ins Leben rufen wollten. Derzeit gibt es eine Vielzahl von Projekten, die auch unter dem Deckmantel Klimaschutz eine neue Ära der Luftschiffe einleiten wollen. Die Herangehensweisen sind äußerst unterschiedlich, wobei es sich nur bei einem Projekt um ein echtes Starrluftschiff handelt. Fast alle Vorhaben haben aber gemeinsam, dass sicheres Helium als Traggas zum Einsatz kommen soll. Lediglich ein Startup aus der Schweiz ist felsenfest davon überzeugt, dass der brennbare Wasserstoff sicher sein soll. Es ist nicht damit zu rechnen, dass alle Luftschiff-Projekte, die momentan kursieren, auch tatsächlich ein finanzieller Erfolg werden. Im Passagierbereich hat sich Air Nostrum bereits für den Airlander entschieden. Diesen will man ab Malta und Spanien einsetzen. Andere Projekte sind explizit für Frachttransport in Entwicklung. Louis Dreyfus Armateurs ist vergleichsweise spät auf den Luftschiff-Trend aufgesprungen und hat erst kürzlich eine Absichtserklärung über den Erwerb von LCA60T aus dem Hause Flying Whales unterschrieben. Dabei handelt es sich um keine Festbestellung und wie in der Luftfahrt üblich kann es auch dazu kommen, dass sich ein LOI dann nicht in einen fixen Auftrag

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Zahlreiche Startups wollen Eurostar Konkurrenz machen

Noch sind die Eurostar-Züge im Monopol im Eurotunnel unter der Nordsee von/nach London unterwegs. Das könnte sich aber schon bald ändern, denn gleich mehrere private Anbieter wollen Konkurrenz machen und für niedrigere Fahrscheinpreise sorgen. Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass ein Konsortium rund um die spanische Staatsbahn an einem neuen Angebot plant. Nun hat auch Richard Branson, unter anderem Gründer der Fluggesellschaft Virgin Atlantic, angekündigt, dass er Bahnverbindungen ab London nach Paris, Brüssel und Amsterdam auf die Schiene bringen will. Dazu kommt, dass es unter dem Namen Heuro ein niederländisches Startup gibt, das ungefähr die gleichen Ziele bedienen will. Zusätzlich plant man Zwischenstopps in Brüssel, Antwerpen, Rotterdam sowie am Flughafen Amsterdam-Schiphol. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass ihre Züge ab Ende Dezember 2027 verkehren werden. Schneller will der Mitbewerber Evolyn auf der Schiene sein: Dieser will bereits ab dem Jahr 2025 zwischen London und Paris unterwegs sein. Für Eurostar könnte der bevorstehende Wettbewerb durchaus kompliziert werden, denn es ist damit zu rechnen, dass die Fahrscheinpreise sinken werden. Allerdings ist es auch äußerst fraglich, ob alle Unternehmen, die momentan planen in das Eurotunnel-Geschäft einzusteigen auch tatsächlich Trassen zugeteilt bekommen und dann auch tatsächlich ihre angekündigten Verkehre aufnehmen. Möglicherweise könnten inklusive Eurostar künftig zwei bis drei Bahngesellschaften ihre Dienste anbieten, aber mit einem Überangebot an Carriern – so wie es momentan angekündigt ist – ist schon allein aufgrund bürokratischer Hürden nicht zu rechnen.

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