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Deutschland will Luftsicherheitsgebühr um 50 Prozent erhöhen

In Deutschland könnten Flugtickets schon bald abermals teurer werden, denn die Bundesregierung plant die Luftsicherheitsgebühren zu erhöhen und zwar um stolze 50 Prozent. Künftig sollen bis zu 15 Euro pro Passagier verlangt werden dürfen.  Zuständig ist nicht das Verkehrs-, sondern das Innenministerium, denn an den meisten Airports erfolgen die Sicherheitskontrollen unter der Regie der Bundespolizei. Derzeit sieht die Verordnung vor, dass maximal zehn Euro an Gebühren verlangt werden dürfen. Eine Beschlussvorlage, die vom Bundeskabinett bereits ohne Aussprache angenommen wurde, sieht vor, dass künftig der Deckel bei 15 Euro eingezogen wird. Mit anderen Worten: Künftig könnten um bis zu 50 Prozent mehr pro durchgeführter Sicherheitskontrolle verlangt werden.  Der Posten findet sich auf den Rechnungen für Flugtickets ab Deutschland unter dem Punkt „Steuern und Gebühren“. Schuldner gegenüber dem Staat ist nicht der Passagier direkt, sondern die Fluggesellschaft. Diese muss aber nur dann zahlen, wenn der Reisende tatsächlich geflogen wird. Andernfalls können Reisende die Rückerstattung direkt bei ihrer Airline anfordern. Genau hier versuchen Billigflieger wie Ryanair und Wizz Air zu tricksen, denn man schlüsselt den Flugpreis einfach nicht auf und behauptet, dass man ja keine Steuern und Gebühren bezahlt habe. Vor Gericht hat diese Argumentation in Deutschland noch nie gehalten.  Das Bundesinnenministerium behauptet, dass die Gebührenerhöhung notwendig wäre, um kostendeckende Amtshandlungen zu ermöglichen. Dies wäre gesetzlich vorgeschrieben und es führe kein Weg daran vorbei. Branchenvertreter sehen das anders und werten den Vorstoß als völlig falsches Signal. Es wird darauf verwiesen, dass Deutschland bereits jetzt enorm hohe „Nebenkosten“ habe und immer mehr Airlines ihre

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Tui Airways hat letzte Boeing 767-300ER ausgeflottet

Im Vereinigten Königreich endete am 31. August 2023 eine Ära, denn mit der G-OBYF wurde die letzte Boeing 767-300ER, die noch im Passagiereinsatz war, außer Dienst gestellt. Der über 25 Jahre alte Langstreckenjet wurde zuletzt von Tui Airways betrieben.  Einst galt dieses Muster als wichtiger Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte, jedoch ist das schon sehr lange her und die Maschinen sind mittlerweile in die Jahre gekommen. Andere Muster, beispielsweise Boeing 787, verbrauchen deutlich weniger Treibstoff. Nur noch wenige europäische Carrier, darunter Austrian Airlines, setzen auf die Oldies.  Der letzte kommerzielle B767-300ER-Flug von Tui Airways wurde am 31. Oktober 2023 durchgeführt. Dieser führte von Heraklion mach Manchester. Es handelt sich um den offiziell letzten Passagierflug einer britischen Fluggesellschaft mit diesem Muster. Die G-OBYF wird aber nicht verschrottet, sondern soll in Istanbul in ein Frachtflugzeug umgebaut werden.  Die Flotte von Tui Airways besteht momentan aus 30 Boeing 737-800, 18 B737-Max-8 und elf B787-8. Weiters fliegen einige Carrier im Rahmen von Wetlease-Verträgen für den britischen Ferienflieger. Beispielsweise setzt Titan Airways zwei Airbus A320 für Tui Airways ein. In der Vergangenheit hatte man auch Boeing 757 und 767 im Eigenbetrieb. 

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Brussels Airlines hat ersten Airbus A320neo übernommen

Die belgische Lufthansa-Tochter Brussels Airlines hat ihren ersten Airbus A320neo übernommen. Dieser ist mit CFM Leap-1A-Triebwerken bestückt und das erste von vorläufig fünf Exemplaren, die das Luftfahrtunternehmen einflotten wird.  In der Brussels-Airlines-Konfiguration ist der Airbus A320neo mit 180 Sitzplätzen bestuhlt. Weiters verfügt man ab Werk über die so genannte Airspace-Kabine, die insbesondere mehr Stauraum für Handgepäckstücke beinhaltet. Der neue A320neo wird die gesamte Airbus-Flotte von Brussels Airlines mit 43 Flugzeugen ergänzen, darunter 34 Flugzeuge der A320-Familie und neun A330-300. Das neue Flugzeug hat die perfekte Größe für den europäischen Markt und wird auf dem Kurz- und Mittelstreckennetz der Fluggesellschaft eingesetzt werden. Der Neuzugang trägt die Registrierung OO-SBA.  „Es ist für uns von entscheidender Bedeutung, unsere Flotte zu modernisieren, um unsere CO2-Bilanz zu verbessern. Die A320neo reduziert sowohl die Lärmbelastung als auch den CO2-Fußabdruck im Vergleich zur aktuellen A320-Generation erheblich. Wir freuen uns, das erste fabrikneue Flugzeug direkt von Airbus in Toulouse zu erhalten, dem bis Ende nächsten Jahres noch vier weitere folgen werden. Dies ist ein Meilenstein in unserer Geschichte, und der heutige Tag ist wirklich ein Moment des Stolzes“, so Dorothea von Boxberg, CEO, Brussels Airlines. „Brussels Airlines hat hart daran gearbeitet, profitabel zu werden. Das erste brandneue Flugzeug für unsere Fluggesellschaft zeigt die anhaltende Unterstützung und das Vertrauen der Lufthansa Group in unser Team. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern bedanken, die zum Erfolg von Brussels Airlines beitragen – sei es durch exzellenten Kundenservice oder durch ihre Hilfe, uns effektiver zu machen. Wir haben bei Brussels Airlines einen

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Quartalszahlen: Swiss meldet Rekordzahlen

Die Fluggesellschaft Swiss konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit 615,9 Millionen Schweizer Franken das stärkste Ergebnis in der Firmengeschichte erzielen. Die operativen Erträge lagen bei vier Milliarden Schweizer Franken. An Bord hatte man 12,4 Millionen Reisende.  „Ich bin dankbar und stolz, dass wir als Swiss-Team in den wichtigen Sommermonaten solch ein gutes Ergebnis erwirtschaftet haben. Damit haben wir unser finanzielles Fundament weiter gestärkt und bewiesen, dass wir nach überwundener Pandemie auch längerfristig solide auf eigenen Beinen stehen“, so Finanzchef Markus Binkert.  In den Monaten Juli bis September steigerte Swiss ihr operatives Ergebnis gegenüber Vorjahr um ein Viertel auf knapp 277,6 Millionen Franken (2022: 220,5 Millionen Franken) und erzielte das stärkste Quartalsergebnis ihrer Geschichte. Die operativen Erträge stiegen um rund 10,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken (2022: 1,3 Milliarden Franken). Obwohl die Nachfrage nach Cargoleistungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist und inzwischen wieder auf Vorkrisenniveau zurück ist, hat die Frachtsparte der Lufthansa-Tochter auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 einen Beitrag zum Gesamtergebnis geleistet.  „Ich danke dem gesamten Swiss-Team sehr herzlich für seine ausgezeichnete Team-Leistung, die unser Rekordergebnis ermöglicht hat. Es freut mich besonders, dass wir nicht nur finanziell auf Kurs sind, sondern dass die jüngste Umfrage klar zeigt, dass die Motivation und die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden deutlich gestiegen sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass das wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoller wird und wir weltpolitisch unruhigen Zeiten entgegen gehen, ist es von großer Bedeutung, dass wir uns ein solides finanzielles Polster geschaffen haben. Es versetzt

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Quartalszahlen: AUA kritisiert „überdurchschnittlich hohe Inflation in Österreich“

Auch im dritten Quartal des laufenden Jahres konnte Austrian Airlines von stark erhöhten TIcketpreisen bei gleichzeitig hoher Nachfrage profitieren. Der Carrier erzielte ein Adjusted-Ebit in der Höhe von 129 Millionen Euro. An Bord waren 4,5 Millionen Fluggäste.  Mit einem Umsatz von 741 Millionen Euro lag das dritte Jahresquartal 8% über dem Niveau des Vorjahres (Q3 2022: 687 Millionen Euro). Sowohl die Gesamterlöse (762 Millionen Euro) als auch die Gesamtaufwendungen (633 Millionen Euro) lagen mit 6% bzw. 4% knapp über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Gesamterlöse Q3 2022: 719 Millionen Euro, Gesamtaufwendungen Q3 2022: 609 Millionen Euro). Das bereinigte Betriebsergebnis (Adjusted EBIT) liegt mit 129 Millionen Euro um 17% über dem Vorjahresquartal (Q3 2022: 110 Millionen Euro).  Mit knapp 4,5 Millionen Fluggästen beförderte Austrian Airlines so viele Passagiere wie im Vergleichsquartal 2019. Die 65 Maschinen der Austrian Bestandsflotte waren zu durchschnittlich 87,7% ausgelastet und hoben mit einer Regelmäßigkeit von 99,3% ab. Erstmals nach der krisenbedingten natürlichen Fluktuation stieg der Personalkörper der rot-weiß-roten Airline wieder auf knapp über 6.000 Mitarbeiter.  Austrian Airlines betrachtet die in Österreich – im direkten Vergleich mit anderen EU-Staaten – überdurchschnittlich hohe Inflation auch als Problem. „Wir stehen im unmittelbaren Wettbewerb mit Europa und der Welt. Die weiterhin überdurchschnittlich hohe Inflation in Österreich schlägt über Indexierung und Lohnabschlüsse inzwischen voll in alle Bereiche unserer Kostenstruktur durch und wird uns im kommenden Jahr noch härter treffen”, erklärt CEO Annette Mann. „Zusätzlich werden Alleingänge Europas in Klimafragen das Drehkreuz Wien gegenüber Nicht-EU-Hubs ab 2025 weiter benachteiligen. Es wird daher erhebliche politische

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Getjet AIrlines fliegt mit drei A320 für Azerbaijan Airlines

Während der Winterperiode 2023/24 stationiert Getjet Airlines drei Airbus A320-200 auf dem Flughafen Baku. Im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung bedient man zahlreiche Routen für die staatliche Azerbaijan Airlines.  Die drei Maschinen sind auf dem litauischen AOC registriert und samt Beistellung von fliegendem Personal für einige Monate an Azal vermietet. Ab Baku sollen die Wetlease-Flugzeuge unter anderem nach Dubai, Istanbul, Antalya, Mailand-Malpensa, Prag und Berlin zum Einsatz kommen.  „Wir starten in die Wintersaison mit einer neuen starken und vielversprechenden Partnerschaft mit der aserbaidschanischen Fluggesellschaft in die Wintersaison, was beweist, dass ACMI-Flüge weiterhin sehr gefragt sind. Dies ist ein Meilenstein für uns in zweierlei Hinsicht. Erstens stärkt diese Partnerschaft unsere Präsenz in Asien und stärkt unseren globalen Flottenbetrieb. Zweitens setzen wir eine erhebliche Anzahl unserer Airbus A320-Familie für die gesamte Wintersaison, die normalerweise saisonale Herausforderungen für ACMI-Anbieter mit sich bringt. Wir freuen uns, dass wir weltweit Vertrauen in unsere Dienstleistungen gewonnen haben und in verschiedenen Regionen und Kontinenten unabhängig von der Jahreszeit ausweiten können“, so Rūta Kulvinskaitė, CEO von GetJet Airlines.  Die konzernweite Flotte des ACMI-Anbieters besteht derzeit aus Boeing 737, Airbus A320 und A321. Man unterhält unter anderem in Litauen und Malta operative Flugbetriebe. Eigenen Angaben nach hat man bislang 170 Flughäfen in 50 Ländern angeflogen. Zu den Kunden zählen unter anderem Wizz Air, Finnair, Transavia, Icelandair, Tui Airways, Air Serbia und Vueling. 

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Lufthansa schließt LSG-Verkauf ab

Lufthansa hat mit Ende Oktober den Verkauf jenes Teils der LSG, den man noch hatte, abschlossen. Neuer Eigentümer ist die Aurelius Group. Anfang April 2023 wurde ein entsprechender Kaufvertrag, der nun vollzogen wurde, unterschrieben.  Vor einiger Zeit hat Lufthansa mit dem Verkauf von Tafelsilber wie der Catering-Tochter LSG begonnen. Im Jahr 2019 hat man das Europageschäft des Teilkonzerns an den Mitbewerber Gategroup verkauft. Nun hat man auch den Rest abgestoßen. Die außereuropäischen Aktivitäten sind an Aurelius gegangen.  „Ich bedanke mich im Namen der gesamten Lufthansa Group bei allen Mitarbeitern der LSG Group. Sie waren in den vergangenen Jahrzehnten ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte unseres Konzerns. Die Lufthansa Group ist die Nummer Eins in Europa geworden – auch dank der stets hervorragenden Arbeit und der Leidenschaft der Kolleginnen und Kollegen der LSG Group. Mit der Aurelius Group wurde jetzt ein neuer Eigentümer gefunden, der neue Impulse setzen kann und in das Geschäftsfeld Catering weiter investieren wird. Umso mehr freue ich mich, dass die LSG Group als Partner für Bordprodukt und Servicekonzepte auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die Gäste unserer Konzern-Airlines hat“, sagt Remco Steenbergen, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG.  Offiziell heißt es seitens Lufthansa, dass der Verkauf von LSG und Airplus dazu beitragen soll, dass man sich stärker auf das Airline-Geschäft konzentrieren könne. „Nach der bereits in diesem Jahr erfolgten Vereinbarung zum Verkauf von Airplus und der Einigung zur Übernahme eines Anteils an ITA ist das Closing zum Verkauf der LSG Group ein weiterer Beleg dafür, dass wir unsere

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Kasachstan versteigert 117 Kampfjets aus Sowjetzeiten

Einige Staaten, deren Streitkräfte militärisches Fluggerät, das aus Sowjetzeiten stammt, betrieben haben, haben diese als Spende an die Ukraine übergeben. Kasachstan geht einen anderen Weg, denn man bietet im Rahmen einer Versteigerung ausgemusterte Kampfjets quasi auf dem freien Markt an. Das Staatsunternehmen Kazspetsexport wurde mit der Durchführung einer Auktion, in der insgesamt 117 militärische Maschinen der Typen MiG-27, MiG-29, MiG-31 und Su-24 erhältlich sind, beauftragt. Laut Unterlagen wurden diese in den Jahren 1975 bis 1989 gefertigt. Der Startpreis wurde mit umgerechnet 3,85 Millionen U.S.-Dollar festgelegt. Die Dokumente erklären auch den vergleichsweise niedrigen Preis, denn es geht klar und deutlich hervor, dass die meisten Maschinen in einem so schlechten Zustand sind, dass diese nicht einmal mehr als Ersatzteilspender geeignet sind. Zahlreiche Kampfjets waren über viele Jahre ohne technische Betreuung unter freiem Himmel abgestellt und verrotteten vor sich hin. Auch wurde das eine oder andere „Souvenir“ entnommen. Dem Vernehmen nach sollen lediglich einige MiG-31 in einigermaßen gutem Zustand sein, denn diese waren noch bis April 2020 im Einsatz. Es handelt sich um die letzte Serie, die vor dem Zusammenbruch der UdSSR hergestellt wurde. Die anderen Jets, die im Rahmen der Auktion erhältlich sind, sollen schon wesentlich länger außer Dienst sein. Ein für den 26. Oktober 2023 geplanter Auktionstermin wurde ohne Angabe näherer Gründe kurzfristig abgesagt. Nun soll die Versteigerung am 11. November 2023 über die Bühne gehen, aber es gibt eine entscheidende Änderung: Das Mindestgebot wurde gegenüber dem ersten Termin halbiert. Dies ist ein Indiz dafür, dass es für den 26. Oktober

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Pakistan International kommt wieder an Treibstoff

Eigenen Angaben nach konnte die Fluggesellschaft Pakistan International Airlines in Verhandlungen mit dem staatlichen Treibstofflieferanten erreichen, dass ein zusätzlicher Kredit für den Kraftstoff gewährt wurde. Der Carrier rechnet damit, dass sich in den nächsten Tagen der Flugbetrieb stabilisieren wird. In den letzten Jahren hat es Pakistan International Airlines immer wieder in die Schlagzeilen geschafft. Beispielsweise ist man seit dem Jahr 2020 vom EU-Luftraum gebannt, da ein umfangreicher Skandal rund um gefälschte Pilotenlizenzen ans Licht gekommen ist. Mittlerweile sollen die Mängel behoben worden sein, jedoch haben bislang weder die Easa noch die britische CAA grünes Licht gegeben. Die Finanzlage von PIA gilt als stark angespannt. Seit Mitte Oktober 2023 musste man, weil man wegen Schulden Schwierigkeiten hatte an Treibstoff zu kommen, hunderte Flüge streichen. Der Carrier betont nun in einer Medienerklärung, dass man eine Einigung gefunden hat und der Flugbetrieb Schritt für Schritt wieder normalisiert werden soll. Das pakistanische Luftfahrtunternehmen gilt als hochverschuldet. Die Regierung hat wiederholt klargestellt, dass man nicht mehr dazu bereit ist den Schuldenberg zu finanzieren bzw. dem Carrier mit Überbrückungskrediten auszuhelfen. Weiters ist aufgrund einer IWF-Hilfe vereinbart, dass PIA privatisiert werden muss. Derzeit ist aber völlig offen, ob dieses Vorhaben gelingen wird.

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Tap-Privatisierung stockt: Präsident fordert mehr Transparenz

Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa ist der Ansicht, dass die von der Regierung geplante Re-Privatisierung von Tap Air Portugal zu intransparent abläuft. Das Dekret, mit dem die Ausschreibung formell gestartet werden sollte, wurde von ihm blockiert. Lufthansa, Air France-KLM und die IAG gelten als Interessenten für einen Einstieg bzw. die Übernahme des portugiesischen Carriers. Die Regierung will zumindest 51 Prozent verkaufen, jedoch verweigerte Präsident Marcelo Rebelo de Sousa die Unterschrift auf das Dekret, das als Startpunkt hätte fungieren sollen. Diesen Schritt begründet das Staatsoberhaupt unter anderem damit, dass er einige rechtliche Bedenken habe und die von der Regierung geplante Vorgehensweise in seinen Augen zu intransparent wäre. Möglicherweise hat auch der Umstand, dass die EU-Kommission den Einstieg von Lufthansa bei Ita Airways vertieft prüft und enorm viele Unterlagen nachgeliefert haben will, eine Rolle gespielt. Ein solches Szenario will er offensichtlich vermeiden. Auch ist der Präsident Portugals der Ansicht, dass Kontroll- und Interventionsmöglichkeiten des Staats nach der Teil-Privatisierung völlig unklar ausgeschrieben wären. Derzeit ist geplant, dass der Staat weiterhin einen Minderheitsanteil halten soll und man nur Angebote akzeptieren wird, die eine Standortgarantie für das Drehkreuz Lissabon beinhalten. Bis dato konnten potentielle Interessenten wie Lufthansa, Air France-KLM und die IAG noch keine Angebote abgeben. Grund dafür ist, dass die Ausschreibung noch nicht formell herausgegeben wurde. Dies scheiterte zuletzt an der fehlenden Unterschrift des Staatspräsidenten, der betont, dass er nicht gegen den Verkauf auftritt, sondern lediglich „maximale Transparenz im gesamten Prozess“ sicherstellen will.

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