
Anko van der Werff wechselt Anfang 2027 zu Air Canada
Der Vorstandsvorsitzende der skandinavischen Fluggesellschaft SAS, Anko van der Werff, wird das Unternehmen Anfang 2027 verlassen, um die Führung der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada zu übernehmen. Dies teilte die skandinavische Fluglinie nach einer Aufsichtsratssitzung offiziell mit. Der niederländische Manager, der vor seiner Tätigkeit bei SAS Spitzenpositionen bei Avianca, Aeroméxico, Qatar Airways und KLM innehatte, leitete die Fluggesellschaft seit dem Jahr 2021. Seine Amtszeit fiel in eine Phase schwerer wirtschaftlicher Turbulenzen, die durch ein umfassendes Insolvenzverfahren nach dem amerikanischen Gläubigerschutzrecht geprägt war. Bei Air Canada folgt van der Werff auf Michael Rousseau, dessen Ausscheiden für den 31. August 2026 angekündigt wurde. Bis zum physischen Eintritt des neuen Vorstandsvorsitzenden in Kanada wird ein exekutives Komitee die Geschäfte der Fluggesellschaft interimistisch leiten, während der scheidende Amtsinhaber beratend zur Verfügung steht. Der Wechsel markiert eine Zäsur für beide Unternehmen, da die Fluggesellschaften vor erheblichen Flottenmodernisierungen und veränderten Allianzzugehörigkeiten stehen. Die Umstrukturierung der skandinavischen Fluggesellschaft unter Anko van der Werff Als Anko van der Werff im Jahr 2021 die Führung von SAS übernahm, befand sich das Unternehmen in einer existenziellen Krise. Neben den Nachwirkungen der weltweiten Pandemie belasteten hohe Betriebskosten und unrentable Langstreckenrouten das Budget. Unter seiner Leitung durchlief das Unternehmen das sogenannte Kapitel-11-Verfahren in den Vereinigten Staaten, das zu einer radikalen Restrukturierung der Kapitalstruktur führte. Im Zuge dieses Prozesses veränderten sich die Eigentümerstrukturen grundlegend: Die europäische Luftfahrtgruppe Air France-KLM sowie die Investmentfirma Castlelake stiegen als Hauptaktionäre ein, während die traditionellen staatlichen Eigentümer ihre Anteile drastisch reduzierten oder vollständig abgaben. Diese finanzielle Neuordnung hatte weitreichende








