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Nach Raffinerie-Unfall: In Wien wird der Treibstoff knapp

Am Flughafen Wien-Schwechat wird als Folge des Unfalls, der sich vor einigen Tagen in der OMV Raffinerie Schwechat ereignet hat, das Kerosin knapp. Mittels Notam werden nun die Piloten und Fluggesellschaften ersucht nach Möglichkeit an einem anderen Airport zu tanken. Das von Verkehrsflugzeugen benötigte Jet A1 steht nur noch in begrenzter Menge zur Verfügung. Hintergrund ist, dass bei der nahegelegenen OMV-Raffinerie die Hauptdestillationsanlage beschädigt ist und die Reparaturarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Der Mineralölkonzern kann noch kein Datum für das Wiederanlaufen der Produktion nennen. Der Hauptausschuss des Nationalrats hat zwischenzeitlich die strategischen Notfallreserven des Bundes an Diesel und Benzin freigegeben. Der Flughafen Wien-Schwechat rechnet nicht damit, dass es aufgrund des Jet-A1-Mangels zu Einschränkungen im Flugbetrieb kommen wird. Die Fluggesellschaften werden nach Möglichkeit an anderen Airports auftanken. Jene Airlines, die in Wien Flugzeuge stationiert haben, werden entsprechend reagieren. Beispielsweise ist Austrian Airlines der Ansicht, dass der Engpass in Wien keine Auswirkungen hat. „Durch unser breites Streckennetz haben wir die Möglichkeit, kurzfristige Treibstoffengpässe zu kompensieren“, so eine Sprecherin. Die OMV arbeitet derzeit an einem „alternativen Versorgungssystem“. Mit anderen Worten: Der Mineralölkonzern wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Treibstoffe von anderen konzerneigenen Raffinerien nach Österreich schaffen. Die Information an den Airport bzw. die Fluggesellschaften, dass man nach Möglichkeit anderweitig tanken solle, „um mit Reserven sparsam umzugehen“, wäre laut einem Sprecher rein vorsorglich erfolgt. A1272/22 – DUE TO MECHANICAL INCIDENT AT OMV REFINERY, JET A1 SUPPLY IS VERY LIMITED. TO MINIMIZE FLIGHT OPS IMPACTS ALL AIRCRAFT OPERATORS ARE  REQUESTED TO AVOID REFUELLING WHENEVER OPERATIONALLY POSSIBLE. IF 

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Pilotengewerkschaft ECA kritisiert Ansprache von Wizz-Air-Chef Váradi scharf

Am Donnerstagvormittag wandte sich Wizz-Air-Chef József Váradi in einer Videobotschaft an die Belegschaft der Firmengruppe. Dabei sprach er auch Krankmeldungen an und sagte, dass Ausfälle Wizz Air nicht nur finanziell schaden, sondern auch einen Imageschaden zufügen. Indirekt deutete der Manager an, dass man sich doch bitte nicht wegen jeder Kleinigkeit krankschreiben lassen soll. Man müsse zusammenstehen und sich sprichwörtlich zusammenreißen. Genau das brachte Váradi sofortige Kritik von der Pilotengewerkschaft ECA ein. Diese interpretierte in öffentlichen Postings die Aussagen des Wizz-Air-Chefs wie folgt: „Der CEO von Wizz Air ermutigt Piloten, übermüdet zu fliegen! Das ist so, als würde man einem betrunkenen Fahrer die Autoschlüssel überlassen. EASA schreite ein! Sie sind die Aufsichtsbehörde von Wizz Air!“ Das Video und das Posting der ECA sind unter diesem Link zu finden. Die Fluggesellschaft Wizz Air erklärte dazu auf Anfrage gegenüber Aviation.Direct: „Dieser Ausschnitt wurde aus einem allgemeinen Informationsgespräch für alle Mitarbeiter herausgeschnitten, das der CEO von Wizz Air, József Váradi, gestern am Morgen gehalten hat und in dem es um wichtige Neuigkeiten und aktuelle Herausforderungen in der Luftfahrt ging. Alle Fluggesellschaften sind von den Problemen in der Lieferkette betroffen, insbesondere im Bereich der Verfügbarkeit und des Wohlergehens der Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang war ein Thema dieser internen Besprechung, dass alle Kollegen für unsere Kunden die Extrameile gehen sollen, um mögliche Betriebsstörungen zu minimieren. Die Extrameile in einer Branche zu gehen, die unter einem Personalmangel leidet, ist für alle eine große Herausforderung. Unsere Mitarbeiter haben die Situation bestmöglich gemeistert, die Ausfallquote der Besatzung war mit

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Mavi Gök Airlines legt Antalya-Charter ab Deutschland und Österreich auf

Die türkische Fluggesellschaft Mavi Gök Airlines legt ab 11. Juli 2022 einige Charterflüge von Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Nürnberg und Wien nach Antalya auf. Diese sind über alle Marken der Anex Tourism Group buchbar. Der Carrier ist eine Tochtergesellschaft der genannten Firmengruppe, die unter den Marken Anex Tour, Bucher Reisen, Neckermann Reisen und Öger Tours in der D-A-CH-Region präsent sind. Unternehmensangaben nach werden kurzfristig rund 30.000 Sitzplätze nach Antalya aufgelegt. „Wir sehen in Deutschland eine anhaltend hohe Nachfrage für Türkeireisen, die im Verlauf der Sommersaison durch fehlende Flugkapazitäten limitiert werden könnte. Mit dem Einsatz der MGA stellen wir unseren Vertriebspartnern zusätzliche Flugsitze zur Verfügung und sichern uns zugleich eigene Flugkapazitäten am Markt. Somit können wir gemeinsam, auch mit unseren türkischen Hotelpartnern, weiterhin vom Aufschwung des Türkeitourismus in Deutschland profitieren“, so Deutschland-Chef Murat Kizilsac. Mavi Gök Airlines ist eine neugegründete Charterfluggesellschaft mit Sitz in der Türkei. Das Unternehmen gehört der Anex Group an und soll noch heuer den Flugbetrieb aufnehmen. Neben Azur Airlines handelt es sich um die zweite Airlinemarke der Firmengruppe.

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Ab 16. Juni 2022: Bamboo nimmt zweite Frankfurt-Strecke auf

Die vietnamesische Fluggesellschaft Bamboo Airways beabsichtigt ab 16. Juni 2022 von Hi-Chi-Minh-Stadt aus den größten Airport Deutschlands, Frankfurt am Main anzusteuern. Man will mit Boeing 787 fliegen. Laut Mitteilung des Carriers soll vorerst ein wöchentlicher Umlauf durchgeführt werden. Geplant ist, dass zunächst am Verkehrstag Donnerstag geflogen werden soll. Je nach Nachfrage kann man sich vorstellen, dass weitere Frequenzen hinzugefügt werden. In Frankfurt am Main ist Bamboo Airways bereits präsent. Seit Feber 2022 steuert man diesen Airport von Hanoi aus an. Es handelte sich damals um die erste Deutschland-Strecke der vietnamesischen Fluggesellschaft. Auch München hat man im Fokus und will damit die Präsenz auf dem deutschen Markt stark ausbauen.

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Austrian Airlines hilft im Juli und August 2022 bei Swiss aus

Lufthansa und ihre Töchter Swiss, Brussels Airlines und Eurowings haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Flüge, die während der Haupturlaubszeit 2022 geplant waren, gestrichen und aus dem Verkauf genommen. Bei Austrian Airlines ist man der Ansicht, dass man zu so drastischen Maßnahmen nicht greifen muss. Dennoch kann Austrian Airlines nicht ausschließen, dass es im Verlauf des Sommers 2022 zu „einzelnen Streichungen“ kommen könnte. Innerhalb der Firmengruppe greift man beispielsweise der Konzernschwester Swiss unter die Flügel und übernimmt im Juli und August 2022 sämtliche Verbindungen zwischen Wien und Zürich, erklärte ein Sprecher gegenüber Aviation.Direct. Die Gewerkschaft Vida ist der Ansicht, dass es während der österreichischen Sommerferien zu Engpässen kommen könnten. Fachbereichsleiter Daniel Liebhart verweist darauf, dass bei der Flugsicherung, bei den Flughäfen und Dienstleistern viele Mitarbeiter fehlen würden. Es wäre „alles angerichtet“ für ein Sommerchaos, so der Arbeiternehmervertreter. Auch haben einige Fluggesellschaften zu wenige Flugbegleiter. Austrian Airlines erklärte auf die Frage wie man sich auf den Sommer 2022 vorbereitet habe wie folgt: „Für einen reibungslosen Flugbetrieb ist das Zusammenspiel unserer Partner im In- und Ausland notwendig (wie zum Beispiel mit Flughäfen oder der Flugsicherung). Austrian Airlines hat sich bestmöglich für den Hochsommer und die Feriensaison vorbereitet, 150 neue Flugbegleiter eingestellt und ist vor allem mit den Partnern am Standort Wien im guten Austausch. Aus aktueller Sicht sollte ein stabiler Flugbetrieb möglich sein, einzelne Streichungen über den Verlauf des Sommers sind – wie auch in anderen Jahren – generell nicht auszuschließen. Zusammen mit den anderen Airlines der Lufthansa Gruppe versucht Austrian Airlines

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Oslo: Flyr gibt einige Strecken auf

Der junge Billigflieger Flyr reduziert das Streckenangebot ab Oslo. Der Carrier gibt insgesamt sechs Strecken auf. Teilweise handelt es sich um saisonale Sommerrouten, die früher als ursprünglich angekündigt, in die „Winterpause“ geschickt werden. Die Nonstop-Verbindung zwischen den Hauptstädten von Norwegen und der Tschechischen Republik wird zum 24. Juli 2022 aufgegeben. Generell zeigt sich in Prag auch bei anderen Fluggesellschaften, dass einige Routen nicht die erhofften Ergebnisse gebracht haben. Eurowings hat ebenfalls einzelne Strecken eingestellt bzw. erst gar nicht aufgenommen. Per 8. August 2022 wird Flyr auch die Verbindung zwischen Oslo und Edinburgh aufgeben. Am 14. August 2022 soll die Billund-Strecke aufgegeben werden. Thessaloniki steuert man am 27. August 2022 vorerst letztmalig an. Die Ziele Zadar und Venedig werden am 24. September 2022 bzw. 25. September 2022 in die vorzeitige „Winterpause“ geschickt.

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Hongkong lässt PCR-Testpflicht für Transitreisende fallen

Reisende, die über Hongkong an ein anderes Ziel weiterreisen wollen, müssen keinen negativen PCR-Test mehr vorlegen. Die Einreisebestimmungen für die chinesische Sonderverwaltungszone bleiben von der Lockerung für Transitreisende jedoch unberührt. Seit dem 1. Juni müssen Transitpassagiere in Hongkong bei der Weiterreise keinen PCR-Test mehr vorlegen. Aufgrund der strengen Regelungen der Hongkonger Behörden, die eine Null-COVID-Strategie verfolgen, hatte es lange Ein- und Durchreiseverbote gegeben, zuletzt war auch für den Transit noch ein PCR-Test nötig. Aus Deutschland werden derzeit nur wenige Flüge nach Hongkong angeboten, lediglich Cathay Pacific fliegt am 16., 21. und 28. Juni von Frankfurt am Main mit einem Airbus A350-900 in die ostasiatische Metropole. Zudem werden in Europa momentan London-Heathrow, Manchester, Paris und Amsterdam von der Airline mit Hongkong verbunden. Ab Juli werden die Flüge von Deutschland etwas aufgestockt. Wiedereröffnung der Lounges für Transitreisende Mit dem Entfall der PCR-Testpflicht für Transitreisende öffnet auch die Lounge „The Pier“ nahe Gate 65 wieder für Passagiere, die in Hongkong zwischenlanden. Die Lounge kann jeden Tag von 5:30 Uhr bis zum letzten Cathay Pacific-Flug des Tages genutzt werden. Um als Transitpassagier zu gelten, darf der Aufenthalt am Flughafen nicht länger als 24 Stunden dauern. Zudem müssen Gepäck sowie Fluggäste bereits zum letzten Ziel durchgecheckt sein. Der Airport in Hongkong ist ein beliebter Stopover-Flughafen für Reisende, die auf dem Weg nach Australien oder Neuseeland sind.

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Tyrolean Jet Services bestellt „fliegende Autos“

Der österreichische Businessjet-Operator Tyrolean Jet Services hat sich dazu entschlossen fliegende Autos des Typs Pal-V Liberty zu kaufen. Diese sollen für regionale Luftfahrtdienste auf der so genannten Last Mile eingesetzt werden. Die Bedarfsfluggesellschaft gehört dem Swarovski-Konzern an und ist einer der größten Businessjet-Operators in Österreich. Künftig will man auch so genannte fliegende Autos betreiben. Im Rahmen der European Business Aviation Convention and Exhibition hat man einen entsprechenden Kaufvertrag mit dem niederländischen Anbieter Pal-V unterschrieben. „Der aufkommende Markt für fortschrittliche Luftmobilität ist ein heißes Thema auf der EBACE. Wir repräsentieren das FlyDrive-Segment dieses neuen Marktes, in dem zahlreiche Marken ihre neuesten Innovationen für den aufstrebenden Markt vorstellen. Anstatt von Plattform zu Plattform oder von Flughafen zu Flughafen zu gehen, bieten wir die Möglichkeit, mit dem Flugzeug von Tür zu Tür zu gehen. Dieses FlyDrive-Segment wird den Beginn des Advanced Air Mobility-Marktes markieren.“.  so Pal-V-Chef Robert Dingemanse Das Fluggerät ist nicht nur für Privatpersonen gedacht, sondern wird auch von Fachleuten für Taxidienste, Beobachtungs- und Inspektionsflüge eingesetzt. Mit einer Flugreichweite von 400-500 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h kann der Pal-V Liberty von Paris nach London fliegen und in die Stadt fahren. Derzeit hat der Pal-V Liberty die Straßenzulassung erhalten und kann auf den Straßen Europas gesehen werden. Das Fahrzeug durchläuft derzeit ein umfangreiches Programm zur Demonstration der Konformität, um die letzte Phase der EASA-Zertifizierung abzuschließen. Erst kürzlich erteilte die slowakische Zivilluftfahrtbehörde einem Konkurrenzmodell die luftfahrtrechtliche Erstzulassung.

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Südafrika: BA-Franchisenehmer Comair soll liquidiert werden

Der südafrikanischen Fluggesellschaft Comair droht das endgültige Aus, denn weder der Geschäftsleitung noch dem Insolvenzverwalter ist es gelungen die notwendigen Gelder für die Fortführung des Geschäftsbetriebs auf die Beine zu stellen. Comair ist eine der ältesten privaten Fluggesellschaften in Südafrika und in erster Linie unter der Marke Kulula aktiv. Weiters ist man Franchisenehmer von British Airways und führt unter deren Brand Flüge auf eigene Rechnung durch. Besser gesagt: Führte, denn der Flugbetrieb musste kürzlich neuerlich eingestellt werden. Der Carrier musste daraufhin ein Gläubigerschutzverfahren anmelden. Bereits vor einigen Wochen standen die Maschinen kurzzeitig am Boden, denn die Zivilluftfahrtbehörde hatte aufgrund von Verstößen gegen Auflagen Flugverbot erteilt. Es ist zwar gelungen diese auszuräumen, jedoch war man danach nicht sonderlich lange in der Luft, denn es folgte die Pleite. Man war zunächst zuversichtlich, dass man spätestens im dritten Quartal 2022 den nächsten Neustart hinlegen kann, jedoch dürfte sich diese Hoffnung zerschlagen haben. Der Masseverwalter hat beim zuständigen Gericht die Einleitung der Liquidation beantragt, denn die noch vorhandenen Finanzmittel reichen nicht aus. Man konnte trotz intensiver Bemühungen kein frisches Geld auftreiben und auch keinen seriösen Investor finden. Daher droht dem traditionsreichen Carrier, der bereits im Jahr 1946 gegründet wurde, nun die gerichtliche Liquidation.

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Citrus: S7 Airlines bläst Lowcoster-Projekt ab

Eigentlich wollte die russische Fluggesellschaft S7 Airlines heuer den Billigableger Citrus an den Start bringen. Dieser Plan wurde verworfen, denn das vorgesehene Fluggerät hat man aufgrund der Sanktionen, die gegen die Russische Föderation verhängt wurden, nicht zur Verfügung. Vor dem kriegerischen Überfall der russischen Armee gegen die Ukraine haben zahlreiche Carrier angekündigt, dass sie sich in eine Billigfluggesellschaft umwandeln wollen oder aber entsprechende Ableger an den Start bringen wollen. In den meisten Fällen waren hierfür Maschinen der Hersteller Boeing und/oder Airbus vorgesehen. So auch im Fall von S7 Airlines. Man wollte Citrus mit modernen Airbus A320neo ausrüsten, jedoch kommt man wegen der Sanktionen an keine werkneuen Flugzeuge. Bei jenen, die man bereits hat, steht die Ersatzteilversorgung in den Sternen. Zwar will die russische Regierung, dass zu „Marke Eigenbau“ gegriffen wird, aber S7 Airlines ist der Ansicht, dass man unter den aktuellen Umständen keine neue Billigfluggesellschaft an den Start bringen kann. Die Anzahl der internationalen Destinationen, die man ansteuern könnte, ist ohnehin nicht mehr sonderlich groß und reines Inlandsgeschäft wäre höchstwahrscheinlich nicht rentabel. Daher entschied sich die S7 Group das Projekt Citrus auf Eis zu legen. Man wird laut einer offiziellen Erklärung den Lowcoster – zumindest vorläufig – nicht an den Start bringen. Begründet wird dies auch damit, dass das man nicht an das benötigte Fluggerät kommt. Ob man das Billigprojekt zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgreifen wird, ist derzeit überhaupt nicht absehbar.

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