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SkyWork-Pleite: Konkursamt entlastet ehemaligen Airline-Chef

Im Nachgang der SkyWork-Pleite wurde der ehemalige Firmenchef Martin Inäbnit nun durch das Konkursamt Bern-Mittelland entlastet. Eine ausführliche Prüfung habe ergeben, dass sich keine Hinweise auf pflichtwidriges Verhalten ergeben haben. Im Sommer 2018 meldete der Carrier überraschend Konkurs an. Fast zwei Jahre lang prüfte die Insolvenzverwaltung das Gebaren der einstigen Regionalfluggesellschaft und kam zum Schluss, dass sich keine Hinweise auf pflichtwidriges Verhalten von Verwaltungsratspräisdent Martin Inäbnit ergeben. Daher wurde nun der Antrag gestellt, dass auf eventuelle Schadenersatzansprüche gegen das Management verzichtet wird. Dies geht aus einem Anschreiben an die rund 1.000 Gläubiger der SkyWork hervor. In der Konkursmasse befinden sich momentan 1,8 Millionen Schweizer Franken. Diese sollen in erster Linie zur Tilgung der Lohnforderungen des Personals und den damit zusammenhängenden Sozialversicherungskosten verwendet werden. Die übrigen Gläubiger sollen eine siebenprozentige Quote erhalten. Gegen den Verteilungsplan haben laut Berner Zeitung unter anderem ein ehemaliger Mitarbeiter (Forderung: 10.000 Franken) und der Leasinggeber Jetstream Aviation (Forderung: 650.000 Franken) ein Rechtsmittel eingelegt. Beim Vermieter soll sich allerdings eine Lösung abzeichnen, denn dieser soll laut dem Medienbericht das Saab-2000-Ersatzteillager zugesprochen bekommen. SkyWork Airlines musste im Sommer 2018 Konkurs anmelden. Die Airline galt zwar als angeschlagen, konnte sich jedoch finanziell erholen. Unter anderem wurde dem Unternehmen einige Monate vor der Pleite ein nachrangiges Darlehen über zehn Millionen Schweizer Franken gewährt. Über dieses wird ebenfalls gestritten, denn der Gläubiger könnte möglicherweise komplett leer ausgehen. Zum Zeitpunkt des Konkursantrags soll SkyWork flüssige Mittel in der Höhe von 2,36 Millionen Schweizer Franken gehabt haben. Dem gegenüber standen allerdings Verbindlichkeiten von

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Urteil mit Folgen: Nordica ist Rechtsnachfolger von Estonian Air

Ein Urteil, das Ende März 2021 in zweiter Instanz in Tallinn ergangen ist, könnte drastische Auswirkungen auf die Zukunft von Nordica und Xfly haben: Das Berufungsgericht urteilte, dass Nordica der Rechtsnachfolger der im Jahr 2015 in die Insolvenz geflogenen Estonian Air ist. Das hat zur Folge, dass Nordica laut lokalen Medienberichten für die Schulden von Estonian Air aufkommen muss. Der Carrier bezog nach Ansicht der EU-Kommission illegale staatliche Beihilfen. Die Rückzahlung wurde durch einen Insolvenzantrag umgegangen. Der Staat gründete anschließend Nordica als neuen Flag Carrier. Das Berufungsgericht ist der Ansicht, dass eine Art nahtloser Übergang erfolgt ist und daher die Neugründung als Nachfolger zu betrachten ist. Auch für die zur Rückzahlung angeordnete Staatshilfe, die zur Pleite von Estonian Air geführt hatte, muss nun Nordica aufkommen. Die Finanzlage ist aber angespannt, denn das staatliche Unternehmen wurde erst kürzlich mittels eines staatlich garantierten Darlehens und zusätzlicher Zuschüsse gerettet. Weiters muss Nordica laut dem Urteil auch für ausstehende Estonian-Löhne in der Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro sowie für alle anderen Verbindlichkeiten aufkommen. Allerdings äußerte sich zwischenzeitlich Nordica-CEO Erki Urva dahingehend, dass man die ausstehenden Estonian-Löhne bezahlen könne. Hinsichtlich der im Jahr 2015 zur Rückzahlung angeordneten Staatshilfe sagte er in einem TV-Interview, dass es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass die Regierung diese tatsächlich bei Nordica einfordern wird. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, denn gegen das Urteil kann noch eine Revision an das Höchstgericht eingelegt werden.

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Kontrollen in Deutschland: Erst gejammert, jetzt lästig?

Die Interpretation des Abkommens von Schengen ist seit dem Beginn der Flüchtlingskrise besonders in Deutschland ein Kapitel für sich. Während der Corona-Pandemie kontrollierte man im Flugverkehr oftmals gar nicht und verwies darauf, dass dies rechtlich im Schengen-Raum nicht möglich ist. Nun werden alle Flüge formell als “Non-Schengen-Ankünfte” betrachtet. Davon ausgenommen sind Inlandsverbindungen. Das hat zur Folge, dass die Bundespolizei auch Passkontrollen vornimmt. Gleichzeitig soll diese die zur Einreise notwendigen negativen Coronatests überprüfen. Laut Exekutive wird primär auf das Datum des Abstrichs geachtet. Weiters gleicht man die Daten auf dem Dokument mit jenen im Pass oder Personalausweis ab. Deutschland stand monatelang als “Schlupfloch” im Kreuzfeuer der Kritik, denn an den meisten Airports wurden auch aus so genannten Risikogebieten ankommende Passagiere überhaupt nicht kontrolliert. Die Folgen daraus waren, dass “Aussteigekarten” mit Fake-Daten abgegeben werden konnten, aber auch Passagiere ihre eigentliche Herkunft verschleiern konnten. Beispielsweise konnte in Wien angegeben werden, dass man aus Frankfurt kommt. Die nun durchgeführten Grenzkontrollen durch die Bundespolizei stoßen dann auch gleich wieder auf Kritik, denn laut Bayerischem Rundfunk sollen sich zahlreiche Mallorca-Rückkehrer über diese Maßnahme beschwert haben. Ohne negativen Test könne man ja gar kein Flugzeug besteigen. Eine “Vorab-Sichtung” durch die Airline ist aber keine behördliche Einreisekontrolle. Erschwerend kommt dazu, dass die spanischen Behörden einem deutschen Arzt, der mutmaßlich Gefälligkeitsatteste (PCR-Befunde) für Reisende ausgestellt haben soll, das Handwerk gelegt haben. Dem Mediziner deutscher Herkunft, der auf Mallorca eine Ordination unterhalten hat, wird vorgeworfen, dass er ohne Untersuchung negative PCR-Befunde ausgestellt habe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Falscher Flughafen: Ethiopian irrte sich doppelt

Es passiert nicht oft, aber doch hie und da mal: Piloten landen versehentlich auf dem falschen Flughafen. In Ndola (Sambia) wäre dies beinahe gleich zweimal hintereinander passiert. Der Frachtflug ET3891 landete irrtümlich auf dem neuen Airport und machte sich danach auf den Weg zum Vorfeld. Erst jetzt stellten die Flugzeugführer fest, dass sie auf einer Baustelle und nicht auf dem richtigen Airport gelandet sind. Laut lokalen Medienberichten sollen Arbeiter die Piloten mittels Handzeichen darauf aufmerksam gemacht haben, dass sie hier falsch sind und der neue Flughafen noch gar nicht eröffnet ist. Der Vorfall ereigente sich am 4. April 2021. Zum Einsatz kam die von Ethiopian betriebene ET-AYL. Die Maschine starte dann wieder und landete sicher und zwar diesmal auf dem richtigen Airport. Doch die wahre Krux liegt laut lokalen Medienberichten darin, dass sich einige Stunden später eine weitere Crew geirrt hat. Diese befand sich mit der ET-AQP im Anflug auf den “falschen Airport”, soll jedoch den Irrtum unmittelbar vor dem Aufsetzen erkannt haben. Der Kapitän leitete ein Durchstartemanöver ein und kurze Zeit später landete der ebenfalls von Ethiopian betriebene Jet sicher auf dem “richtigen” Flughafen. Warum die Baustelle des sich in Bau befindlichen Copperbelt-International-Airports für Flugzeugführer so verwirrend ist, ist unklar. Die Maschinen haben derzeit noch auf dem “alten” Flughafen Simon Mwansa Kapwepwe International zu landen und starten. Jedenfalls wollen die lokalen Behörden die Problematik nun genauer unter die Lupe nehmen. Eventuell würde es Sinn machen die sich nicht in Betrieb befindliche Copperbelt-Piste noch deutlicher als gesperrt zu kennzeichnen.

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Kassel-Calden saniert sich mit Verkauf von Grundstücken

Der bereits während der Bauphase heftig kritisierte Regionalflughafen Kassel-Calden besserte im Vorjahr die Kasse durch den Verkauf von Grundstücken auf. Insgesamt wurden 481.000 Euro eingenommen, wobei davon 450.000 aus Transaktionen mit der Hessischen Landesgesellschaft stammen. Diese Zahlen gehen aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Linkspartei im hessischen Landtag hervor. Über die Landesgesellschaft erwarb Hessen insgesamt drei Hektar Grund zum Preis von 450.000 Euro. Laut FAZ handelt es sich bei dieser Firma um ein Siedlungsunternehmen, das ein Gewerbegebiet errichten will. Kassel-Calden bessert sich bereits seit einigen Jahren die Finanzen mittels Grundstücksverkäufen auf. So nahm man laut FAZ im Jahr 2019 1,47 Millionen Euro ein. Käufer von 8,65 Hektar für 1,3 Millionen Euro war ebenfalls die Hessische Landesgesellschaft. Somit griff Hessen wiederholt indirekt unter die Flügel. Der umstrittene Regionalflughafen gilt als defizitär und konnte sich auch vor der Corona-Pandemie keiner hohen Nachfrage erfreuen.

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München: KLM Cityhopper nun Stammgast mit E195-E2

Die niederländische Regionalfluggesellschaft KLM Cityhopper setzt seit 2. April 2021 regelmäßig Maschinen des Typs Embraer 195-E2 zwischen Amsterdam und München ein. Erstmals landete die KLM-Tochter am 28. März 2021 mit dem jüngsten Mitglied der Flotte in Bayern. Die Airline schreibt in einer Aussendung, dass der Treibstoffverbrauch gegenüber dem Embraer 190 um neun Prozent reduziert sein soll. Die Lautstärke soll um 63 Prozent niedriger sein. Der Embraer 195-E2 hat Platz für bis zu 132 Passagiere und ist damit das größte Flugzeug in der KLM Cityhopper-Flotte, die bisher aus 31 Embraer 190 und 17 Embraer 175 bestand. Bis zum Jahresende ergänzen insgesamt sieben neue Embraer 195-E2 die KLM Cityhopper-Flotte. Bis zum Beginn des Sommerflugplans nimmt KLM vier davon in Betrieb, insgesamt hat sie 25 bestellt und hält eine Option auf weitere zehn.

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József Váradi: „AUA-Staatshilfe ist Verschwendung von Steuergeld“

Im Sommer 2021 wird es aufgrund von Überkapazitäten gepaart mit zurückhaltender Nachfrage besonders billige Flugtickets ab Wien-Schwechat geben. Mittelfristig rechnet Wizz Air aber mit einer Konsolidierung des Markts und damit auch mit steigenden Preisen. Dies erklärte Airline-Chef József Váradi im Gespräch mit der Tageszeitung “Der Standard”. Die momentane Marktlage in Wien beschreibt der Manager als “schlecht” und verweist darauf, dass es beispielsweise in Rumänien, Algerien, Mazedonien, Serbien und Skandinavien besser läuft. In Österreich soll die Nachfrage bei etwa zehn Prozent des Niveaus vor der Krise liegen, in den zuvor genannten Märkten bei 35 Prozent. Besonders kritisch sieht Váradi die Staatshilfe, die Austrian Airlines gewährt wurde. Diese bezeichnet er im Gespräch mit dem Standard als “Verschwendung von Steuergeld”. Wien und Salzburg sind in der Strategie von Wizz Air wichtige Märkte. Man strebt in Österreich weiterhin einen Marktanteil von rund 20 Prozent an. Im Sommer 2021 sind momentan Städtereisen so gut wie gar nicht gefragt. Viel mehr würden – so Váradi – die Passagiere verstärkt Flüge ans Mittelmeer buchen. Zwar rechnet der Airline-Manager mit einer anziehenden Nachfrage, jedoch hat man aus finanzieller Sicht das Jahr 2021 bereits abgehakt. Váradi geht davon aus, dass Wizz Air auch heuer einen signifikanten Verlust schreiben wird. Sofern die Impfungen voranschreiten rechnet er für das kommende Jahr mit einem Gewinn. Angesprochen auf die von Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) geplante Mindestpreise für Flugtickets, holte der Wizz-Air-Chef gegenüber dem Standard zum verbalen Rundumschlag gegen den Mitbewerber Austrian Airlines aus: “Jeder Kilometer, den ein Passagier mit AUA fliegt, ist

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Japan Airlines trennt sich von B777-200-Flotte

Das Rückgrat der Domestic-Flotte von Japan Airlines bildet nun nicht mehr die Boeing 777-200, sondern der Airbus A350-900. Der Carrier zieht nun sämtliche 777-200 mit PW4000-Triebwerken aus dem Verkehr. Ursprünglich war nur geplant, dass die Anzahl der zum Teil in die Jahre gekommenen Maschinen reduziert werden soll. Nach dem Triebwerkszwischenfall, der Japan Airlines gar nicht betroffen hatte, wurde die Ausflottung der B777-200 rasch vorangetrieben. Offiziell sind einige Maschinen lediglich geparkt, doch das Unternehmen bestätigte, dass es keinen Wiedereinsatz bei Japan Airlines geben wird. Verblieben sind nur noch sieben Exemplare, die noch nicht auf der offiziellen Liste zur Ausflottung stehen, doch dies ist laut der Airline nur noch eine Frage von wenigen Tagen. Der Betrieb der insgesamt 13 Boeing 777-300ER soll fortgesetzt werden. Diese sind zum Teil deutlich jünger und obendrein auch nicht mit dem in die Kritik geratenen Triebwerk angetrieben. Innerhalb von Japan sollen auf Strecken mit hoher Nachfrage künftig die acht Airbus A350-900 eingesetzt werden. Die bestellten Exemplare der längeren -1000er-Version will der Carrier primär auf internationalen Routen einsetzen. Gelegentlich könnten domestic auch Boeing 767-300ER aushelfen, jedoch die Ära der 777-200 endet bei Japan Airlines.

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Air Canada sagt Transat-Übernahme ab

Air Transat wird nicht vom Mitbewerber Air Canada übernommen. Die beiden Unternehmen teilten mit, dass die Transaktion nicht vollzogen wird. Grund dafür sind nahezu unüberwindbare Bedenken der EU-Kommission. Man habe zwar weitreichende Zugeständnisse angeboten, jedoch gingen diese Brüssel nicht weit genug. Für Air Canada wäre die Übernahme ein Schnäppchen gewesen, doch Air Transat gerät nun ordentlich unter Druck. Bereits vor einigen Wochen wies der Carrier in einer Mitteilung darauf hin, dass die Finanzmittel nahezu aufgebraucht sind. Beziffert wurde der Bedarf an frischem Geld mit rund 500 Millionen kanadischen Dollar. Andernfalls droht der Fluggesellschaft die Insolvenz. Der Transat-Konzern prüft nun die Airline-Tochter eigenständig fortzuführen, will aber auch mögliche andere Käufer unter die Lupe nehmen. Zuletzt zeigte ein kanadischer Investor Interesse, doch ob ein Vertrag abgeschlossen werden kann, wird sich noch zeigen. Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass ein Zusammenschluss von Air Canada und Air Transat zu einer starken Marktdominanz zwischen Europa und Kanada geführt hätte.

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FlyDubai kündigt B737-Max-Comeback an

Ab 8. April 2021 wird auch die Emirates-Konzernschwester FlyDubai wieder das Muster Boeing 737-Max kommerziell einsetzen. Derzeit hat man bereits 14 Stück in der Flotte und erwartet zahlreiche Auslieferungen Der Carrier teilte mit, dass der “Comeback-Flug” am 8. April 2021 von Dubai nach Sialkot durchgeführt werden soll. Schrittweise sollen die Maschinen streckennetzweit zum Einsatz kommen. Derzeit haben bereits fünf von 14 Exemplaren die erforderlichen Genehmigungen erhalten. FlyDubai will bei der Buchung ersichtlich machen, dass Flüge mit der Max durchgeführt werden. Sollte es zu einem Maschinentausch kommen, sollen die Passagiere per SMS und/oder E-Mail informiert werden.

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