Condor-Streit: EU-Kommission bremst Lufthansa ein
Im Streit um die von Lufthansa aufgekündigten Zubringerflüge für die einstige Tochtergesellschaft Condor bahnt sich ein Umdenken des Kranichs an. Laut einem Sprecher ziehe man in Erwägung „den Vertrag mit Condor vorerst weiter laufen zu lassen“. Ganz freiwillig macht man das allerdings nicht, denn laut Reuters soll die EU-Kommission entsprechenden Druck ausüben. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schreibt, dass EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager bei der deutschen Bundesregierung interveniert haben soll. Sie soll ihren Unmut über das Verhalten der mit rund neun Milliarden Euro vom Staat gestützten Lufthansa zum Ausdruck gebracht haben. Das Kommissionsmitglied soll es auch negativ gesehen haben, dass sich zwei mit Steuergeldern in der Luft gehaltene Unternehmen gegenseitig versuchen zu verdrängen, wobei Lufthansa hier wesentlich mehr Marktmacht haben sollen. Lufthansa will nichts von Condor-Schieflage gewusst haben Gegenüber Reuters sagte ein Sprecher des Kranichs: „Es war uns nicht bewusst, dass es so schlecht um Condor steht“. Diese Äußerung ist schon fast scheinheilig, denn bis vor wenigen Tagen argumentierte Lufthansa damit, dass man die eigenen Flüge, insbesondere Eurowings Discover, besser auslasten wolle. Zahlreiche Routen, die unter dem neuen Brand angeboten werden, sind deckungsgleich mit dem bestehenden Condor-Angebot. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Condor erneut auf der Suche nach frischem Geld ist, da die Staatshilfe fast aufgebraucht ist. Der Ferienflieger brachte gegen den „blauen Brief“ der einstigen Muttergesellschaft eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein und zieht auch gegen die Bewilligung der Lufthansa-Staatshilfe vor das Gericht der Europäischen Union. Sollte der Kranich nicht einlenken oder aber die Behörden rechtzeitig entscheiden, würde die Kündigung im Juni







