
Charleroi plant Abflugsteuer: Wallonische Regierung kritisiert „sinnlose“ Belastung des Flughafens
Die Stadt Charleroi beabsichtigt, ab dem Jahr 2026 eine neue kommunale Abgabe in Höhe von drei Euro pro abfliegendem Passagier am Flughafen Brussels South Charleroi Airport (BSCA) zu erheben. Diese Maßnahme, die Teil des Haushaltsentwurfs für 2026 ist und voraussichtlich jährliche Einnahmen von rund 15 Millionen Euro in die Stadtkasse spülen soll, stößt auf massiven Widerstand in der wallonischen Regionalpolitik. Bürgermeister Thomas Dermine begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, Einnahmeausfälle durch gekürzte Zuschüsse der Wallonischen Region auszugleichen. Walloniens Ministerpräsident Adrien Dolimont bezeichnete die geplante Steuer umgehend als „sinnlos“ und warnte davor, dass sie einen der wichtigsten Wirtschaftsmotoren der Region Charleroi untergrabe. Er äußerte die Hoffnung, dass die Stadt ihren Plan überdenkt und betonte, dass die Einführung einer neuen Gebühr den Bemühungen widerspreche, die Subventionen und öffentlichen Beteiligungen am Flughafen zu reduzieren, um diesem mehr Autonomie zu verschaffen. Der Minister für lokale Behörden, François Desquesnes, wird die Maßnahme prüfen und könnte diese im Falle eines Verstoßes gegen das öffentliche Interesse annullieren. Auch die wallonische Flughafenministerin Cécile Neven schloss sich der Kritik an. Sie hob hervor, dass der Flughafen Charleroi bereits durch eine bestehende Parkplatzsteuer zur Finanzierung der Kommune beitrage. Das Hinzufügen einer weiteren Gebühr sei eine „schlechte Kalkulation“, zumal der Airport ohnehin mit steigenden Kosten für Serviceverbesserungen sowie mit neuen, bereits beschlossenen föderalen Steuern auf Flugtickets konfrontiert sei. Neven appellierte an Charleroi, den Flughafen, der ein wichtiger Arbeitgeber in der Wallonie sei, zu unterstützen. Eine besonders starke Reaktion wird auch von der Fluggesellschaft Ryanair erwartet, die am Flughafen Charleroi der größte








