
TAP Air Portugal: Privatisierung von 2015 unter Verdacht betrügerischer Absprachen
Die Privatisierung von TAP Air Portugal im Jahr 2015, bei der das Konsortium Atlantic Gateway unter Führung der Unternehmer David Neeleman und Humberto Pedrosa die staatliche Fluggesellschaft übernahm, steht nun unter Verdacht, betrügerisch gewesen zu sein. Dies geht aus einem Bericht der portugiesischen Rechnungsprüfungsbehörde (Inspeção-Geral de Finanças, IGF) hervor. Die jüngsten Entwicklungen werfen ein neues Licht auf die umstrittene Privatisierung und könnten weitreichende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Im Zuge der Privatisierung von TAP Air Portugal kaufte das Konsortium Atlantic Gateway, bestehend aus dem amerikanischen Luftfahrtunternehmer David Neeleman und dem portugiesischen Geschäftsmann Humberto Pedrosa, eine Mehrheitsbeteiligung an der staatlichen Airline. Ein wesentlicher Bestandteil des Deals war der Abschluss eines umfangreichen Vertrages mit dem Flugzeughersteller Airbus über die Bestellung von 53 neuen Flugzeugen. Darunter befanden sich Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A330-900neo und Schmalrumpfflugzeuge der A320neo- und A321neo-Serie. Diese Flottenerneuerung galt damals als essenziell für die Modernisierung und Zukunftsfähigkeit von TAP. Laut IGF soll TAP jedoch durch diese Vereinbarung gezwungen gewesen sein, die Flugzeuge mit einer finanziellen Garantie zu kaufen, was als eine Art versteckte Finanzierung der Übernahme durch Atlantic Gateway angesehen wird. Der Vorwurf besagt, dass das Konsortium die Fluggesellschaft im Wesentlichen mit deren eigenen Mitteln gekauft habe, wobei ein rechtlich fragwürdiges Konstrukt genutzt worden sei, um das nationale Handelsgesellschaftsrecht, den Código das Sociedades Comerciais, zu umgehen. Ermittlungen und juristische Schritte Die IGF-Ergebnisse wurden an die portugiesische Staatsanwaltschaft übermittelt, die bereits seit 2022 eine Untersuchung zu den Flugzeugkäufen eingeleitet hatte. Dabei steht der Verdacht im Raum, dass TAP für die bestellten








