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Berlin: Wisag meldet Insolvenz an

Die Corona-Krise setzt dem Bodendienstleister am Flughafen Tegel schwer zu. Nun zieht man wohl endgültig die Reißleine: Wie die Gewerkschaft Verdi berichtet, sei für das Unternehmen Insolvenz angemeldet worden.  Die Lage sei fatal. Man habe das Verfahren eingeleitet, um einen „dreimonatigen Schutzschirm über das Unternehmen“ zu spannen, heißt es in einem Schreiben an die Beschäftigten. Rund 350 Mitarbeiter blicken damit in eine ungewisse Zukunft. Merken soll man davon aber nichts. Denn das operative Geschäft soll trotz allem weiter laufen, wie rbb24.de berichtet. Vonseiten der Verdi muss man sich schwerwiegende Vorwürfe gefallen lassen. „Das Verhalten der Wisag lässt vermuten, dass die Corona-Krise und die absehbare Schließung von Tegel dazu benutzt werden, Kosten zu sparen und die teureren, aber am besten qualifizierten Altbeschäftigten billig loszuwerden“, so Enrico Rümker, zuständiger Verdi-Gewerkschaftssekretär.

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Vorsorgliche Streichung: Airline muss zahlen

Gelegentlich kommt es vor, dass Fluggesellschaften bei Unwetterprognosen bereits am Vortag ihre Passagiere über die Entscheidung zur Streichung der Verbindung informieren. Schlechtes Wetter gilt für gewöhnlich als außergewöhnlicher Umstand und entbindet die Airline von der Zahlung der Ausgleichsleistung. Nicht jedoch in dieser spezifischen Konstellation, entschied das Landgericht Berlin. Die beklagte Fluggesellschaft strich „vorsorglich“ aufgrund einer Unwetterprognose die betroffene Verbindung für den Folgetag. Unter dem Aktenzeichen 67S49/19 entschied das Landgericht Berlin nun, dass es sich um keinen außergewöhnlichen Umstand handelt, da es keine entsprechende Warnung der Flugsicherung gab. Diese hätte den Flugverkehr einschränken können, was sie jedoch nicht getan hat. Das Gericht sprach dem Kläger nun die Ausgleichsleistung zu.

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Schönefeld und Tegel im Aufwind

Im Vergleich mit Mai 2020 verdreifachte sich die Anzahl der Passagiere, doch liegt man noch immer um mehr als 95 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel konnten im Juni 2020 wieder deutlich mehr Passagiere verzeichnen. An beiden Airports zusammengerechnet wurden 167.891 Reisende gezählt. Im direkten Vergleich mit Mai 2020 ist dies fast eine Verdreifachung. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt man allerdings immer noch deutlich zurück: Man hatte nur 5,1 Prozent der Passagiere, die man im Juni 2019 zählte. Mit 134.598 Fluggästen nutzte der Löwenanteil den Flughafen Berlin-Tegel. Im direkten Vergleich mit Juni 2019 entspricht dies einem Minus von 94 Prozent. Schönefeld zählte 33.293 Reisende und liegt damit um 96,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. „Im Juni haben viele Fluggesellschaften ihre Verbindungen insbesondere innerhalb Europas langsam wiederaufgenommen. Dieser Trend hat sich im Juli deutlich verstärkt, sodass jetzt wieder 20 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht werden. Dies ist ein wichtiger Schritt in eine neue Normalität. In den nächsten Wochen kommt es vor allem darauf an, dass sich alle konsequent an die umfassenden Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen halten. Wir gewährleisten einen sicheren Flugbetrieb am Boden und wollen damit weiter Vertrauen in sicheres Reisen schaffen”, so Berlins Flughafendirektor Engelbert Lütke Daldrup.

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Condor ist zurück in Schönefeld

Mit neun wöchentlichen Flügen meldet sich die ehemalige Thomas-Cook-Tochter auf dem einstigen DDR-Hauptstadtflughafen zurück. Der deutsche Ferienflieger Condor feierte am Mittwoch sein Comeback auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Der Carrier bietet insgesamt neun wöchentliche Flüge auf die kanarischen Inseln sowie nach Sardinien an. Der „Comeback-Flug“ hob in Richtung Gran Canaria ab. Im Sommerflugplan stehen ab Schönefeld die Ziele Teneriffa Süd, Fuerteventura, Gran Canaria, Kreta, Kos, Rhodos, Samos und Olbia zur Auswahl. Diese werden von Condor mit Kurzstreckenfluggerät bedient. „Wir freuen uns, in diesem Sommer wie geplant ab Berlin-Schönefeld zu den schönsten Urlaubsdestinationen abzuheben. Mit einem Airbus A320, der in Berlin stationiert ist, kehrt damit Deutschlands beliebtester Ferienflieger in die Hauptstadt zurück. Unsere Gäste können sich auch in diesen besonderen Zeiten auf ihrer Urlaubsreise wohlfühlen: Gemeinsam mit den Flughäfen setzt Condor eine Vielzahl an Schutzmaßnahmen um“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Willkommen in Berlin! Wir freuen uns, dass Condor wieder ab Schönefeld fliegt und Reisende der Region diesen Sommer auf die beliebten griechischen und spanischen Urlaubsinseln bringt. Die angebotenen Flugziele sind eine wichtige Ergänzung des Flugplans ab Berlin. Sicheres und verlässliches Reisen hat für uns hohe Priorität. Daher haben wir neben dem verpflichtenden Mund- und Nasen-Schutz in den Terminalbereichen, zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die es den Passagieren erleichtern sollen, die geltenden Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten.“

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Easyjet schließt mehrere Bases

In Deutschland sollen 740 Mitarbeiter abgebaut werden. Beim Mitbewerber Air France ist die Station Basel akut gefährdert. Bei der Billigfluggesellschaft Easyjet steht ein großer Stellenabbau bevor. Im Vereinigten Königreich sollen Gewerkschaftsangaben nach die Bases Stansted, Southend und Newcastle geschlossen werden. Das Unternehmen werde sich in diesem Zusammenhang von etwa 2.000 Flugbegleitern trennen. Wie viele Piloten betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt. Als Grund soll Easyjet UK genannt haben, dass in absehbarer Zukunft keine Flüge zwischen dem Vereinigten Königreich und Griechenland möglich sind. Auch in Deutschland soll Easyjet nach Angaben der Arbeitnehmervertreter viele Mitarbeiter abbauen. An den Bases Tegel und Schönefeld sollen zusammengerechnet 740 Mitarbeiter abgebaut werden. Der Carrier nahm am Mittwoch den Flugbetrieb wieder auf, setzt jedoch vorerst nur neun Maschinen ab Berlin ein. Die Entwicklungen bei Easyjet haben auch Auswirkungen auf Dienstleister. So ist das Flugangebot ab Basel deutlich reduziert und es werden erheblich weniger Mitarbeiter für die Abfertigung benötigt. Dies hat laut Gewerkschaft zur Folge, dass dort zahlreiche Swissport-Beschäftigte, vorerst bis Jahresende, vom Dienst freigestellt wurden. In Basel steht allerdings auch beim Mitbewerber Air France der Abbau von Personal an. Derzeit unterhält das SkyTeam-Mitglied auf diesem Airport eine Station, die aus zwei Flugzeugen besteht. Auch hat man ein eigenes Groundhandling. Dies muss jedoch aufgrund der Bedingungen, die für die Gewährung des Staatskredits gestellt werden, aufgegeben werden. Künftig werden Basel und Mulhouse nicht mehr auf dem Luftweg, sondern auf der Schiene mit der französischen Hauptstadt Paris verbunden. Die Folge daraus ist, dass das bislang auf dem Euro-Airport benötigte

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Flugangebot in Berlin wächst deutlich

Ab den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel bieten im Juli 2020 36 Fluggesellschaften Verbindungen zu rund 100 Destinationen in 40 Ländern an. In den letzten Tagen verzeichnete der Betreiber einen „sprunghaften Anstieg“ der Anzahl der Reisenden. „Der Flugverkehr ab Berlin zieht ab heute noch einmal deutlich an. Die meisten Airlines sind mit einer breiten Auswahl an europäischen Urlaubszielen sowie regelmäßigen Frequenzen im Linienverkehr zurück. Urlaub, Geschäftsreisen sowie der Besuch von Freunden und Familie sind jetzt in großem Umfang wieder möglich und der Tourismus in der Hauptstadtregion nimmt wieder Fahrt auf. Bis zu 30.000 Passagiere werden im Juli täglich von und nach Schönefeld und Tegel reisen. Die Flughäfen leisten damit einen großen Beitrag für die Wirtschaft und den Tourismus in der Hauptstadtregion“, so Airport-Chef Engelbert Lütke Daldrup. Easyjet startet in Berlin mit neun Flugzeugen Am Mittwoch begann auch der größte Anbieter am Flughafen Berlin-Tegel, Easyjet, das Angebot wieder hochzufahren. Angeboten werden nach Angaben des Unternehmens vorerst 39 Strecken. Bis August will man etwa 75 Prozent des ursprünglichen Streckennetzes reaktivieren. Die Fluggesellschaft plant mit bis zu fünf Flugzeugen in Schönefeld sowie bis zu vier Flugzeugen aus Tegel zu starten. Damit werden in der ersten Juli-Hälfte bereits 39 Routen geflogen. Dies soll sich auf etwa 50 Routen im Laufe des Sommers erhöhen. „Wir freuen uns, nun endlich wieder durchstarten zu können. Unsere Destinationen werden zu Anfang touristisch stark nachgefragte Ziele sein: beispielsweise Griechische Inseln, Bulgarien, Kroatien, Italien sowie die Balearen/Kanaren und Festlandspanien. City-Destinationen wie Paris, Amsterdam, Basel, London, Kopenhagen und weitere kommen sukzessive

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VC und UFO kündigen Großdemo in Berlin an

UFO und VC sowie die Mitarbeiter betroffener Fluggesellschaften werden am Donnerstag auf ihr Schicksal aufmerksam machen. Die Vereinigung Cockpit hält am Donnerstag ab 14 Uhr 00 eine Demonstration in Berlin ab. Die Marschroute führt vom Bundesfinanzministerium zum Bundestag bzw. dem nahegelegenen Bundeskanzleramt. Die Kundgebung wird in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft UFO und Vertretern der Personalvertretungen und Tarifkommissionen der betroffenen Fluggesellschaften organisiert. Die Demo steht unter dem Motto „Ihr fliegt in den Urlaub – Wir fliegen raus“. Damit wollen die Gewerkschaften und die betroffenen Mitarbeiter auf das Schicksal der Mitarbeiter von SunExpress, Germanwings, Tuifly und der Luftfahrtgesellschaft Walter aufmerksam machen. Die VC schreibt: „Lufthansa und TUI haben Milliarden an Staatshilfen erhalten. Trotzdem müssen die Beschäftigten von LGW, SunExpress, Germanwings und TUIfly um ihre Zukunft bangen. Es kann nicht sein, dass Unternehmensinteressen vor Arbeitnehmerinteressen gestellt werden.“

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Berliner Flughäfen melden steigende Fluggastzahlen

Nach dem Lockdown und der damit verbundenen Einstellung zahlreicher Verbindungen brachen auch in Schönefeld und Tegel die Passagierzahlen ein. Nun ortet der Betreiber wieder einen Trend nach oben. Der Flugverkehr in Schönefeld und Tegel ist wieder spürbar angestiegen. Etwa 8.000 Passagiere werden aktuell täglich an beiden Flughäfen abgefertigt. Gegenüber der letzten Woche, vor Aufhebung der Reisewarnung für die EU-Länder sowie vier weitere Schengen-Staaten und Großbritannien, haben sich die Passagierzahlen mehr als verdoppelt.  Bereits vor dem Ferienbeginn fliegen ab Schönefeld und Tegel 31 Airlines zu 52 Destinationen in 31 Ländern. Dabei wird sich anfang Juli das Streckenangebot noch einmal deutlich erhöhen. Die Zahl der täglichen Gäste wird dann regelmäßig weit über 10.000 liegen und in den Wochen danach weiter ansteigen. Erwartet wird diesen Sommer ein Angebot von etwa 70 Zielen, wie man mitteilt. „Wir alle, auch die Airlines und die Berliner Flughäfen, registrieren eine spürbare Zunahme der Reisebereitschaft. Wir freuen uns, dass die Fluggesellschaften schnell und umfangreich auf die Aufhebung der Reisebeschränkung in Europa reagiert haben. Der Flugverkehr steigt in den letzten Tagen erheblich, die Airlines stocken ihr Angebot deutlich auf. Nach Wochen des Stillstands ist das ein gutes Zeichen für den Flughafenstandort, die Wirtschaft und den Tourismus in der Hauptstadtregion“, so Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

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Freitag: Verdi ruft zu Kundgebungen auf

Staatshilfen beziehen und gleichzeitig Mitarbeitern kündigen? Das geht in den Augen von Verdi gar nicht. Aus diesem Grund finden am Freitag deutschlandweit Demonstrationen statt. Die Gewerkschaft Verdi ruft am Freitag ab 12 Uhr 00 Beschäftigte in der Luftfahrt zur Teilnahme an einer Protestaktion auf. Der Schwerpunkt dieser liegt in Frankfurt am Main, jedoch wird es auch in Bremen, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Stuttgart Aktionen geben. Ziel der Kundgebungen ist es, dass auf den Arbeitsplatzabbau und die Absenkung der Löhne im Luftverkehr hingewiesen wird. Verdi ist besonders verärgert darüber, dass zahlreiche Unternehmen in Deutschland Staatshilfe, zum Teil in Milliardenhöhe beziehen und gleichzeitig sowohl mit der Absenkung der Löhne als auch mit dem Abbau tausender Stellen drohen. Die Gewerkschaft fordert, dass die Hilfen der Bundesrepublik Deutschland nicht nur den Unternehmern, sondern auch den rund 300.000 Beschäftigten dieser Branche dienen sollten.

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Air Malta mit 22 Destinationen im Sommer

Der Staatscarrier kündigt sein Comeback im Linienverkehr an, doch erst vor wenigen Tagen wurden 70 gekündigte Piloten zur Rückgabe ihrer Uniformen aufgefordert. In Müllsäcken wurden diese vor die Air-Malta-Zentrale in Luqa gestellt. Air Malta wird im Sommer 2020 insgesamt 22 Destinationen bedienen. Offiziell wird die Homebase, Luqa, am 1. Juli 2020 wieder geöffnet. An diesem Tag hebt die maltesische Regierung auch die derzeit bestehenden Einreisebeschränkungen für Bürger zahlreicher Länder wieder auf. Ab dem einzigen Verkehrsflughafen der Republik Malta werden am 1. Juli 2020 die Ziele Rom, Lyon, Marseille, Prag, Catania, München, Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, München, Wien, Zürich und Genf wieder erreichbar sein. Am 15. Juli 2020 werden Amsterdam, Brüssel, Mailand-Malpensa, London-Heathrow, Lissabon, Madrid, Palermo, Paris-Orly und Paris-Charles de Gaulle folgen. Im August will Air Malta auch Manchester wieder bedienen. Mit Madrid nimmt man sogar ein Ziel auf, das mehr als zehn Jahre lang gar nicht angeflogen wurde. Die Destination Luxemburg wird Air Malta nur am 4. und 11. Juli 2020 bedienen. Die günstigsten Flugscheine sollen nach Angaben des Carriers 39 Euro oneway kosten. Im Bereich des Vertriebs kooperiert man auch mit Ryanair, steht jedoch in keiner Verbindung mit Malta Air. Der maltesische Staatscarrier sorgte erst vor wenigen Tagen für regelrechten Wirbel, denn die Anzahl der Piloten wurde fast halbiert. Jene 70, die gekündigt wurden, wurden zur Rückgabe ihrer Uniformen aufgefordert. Da das für Air Malta zuständige Tourismusministerium schwieg, entschieden sich die Betroffenen dazu ihre Dienstkleidung in Einkaufssackerl und teilweise gar in Müllsäcken vor die Firmenzentrale in Luqa zu stellen. Besonders

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