Brasilien

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Brasilien verschärft Einreisebestimmungen

Brasilien lässt ab sofort nur noch gegen das Coronavirus geimpfte und von einer Infektion genesene Menschen ins Land. Darüber hinaus sei zusätzlich ein negativer Test vorzulegen, wie der ORF berichtet. Demnach müsse der Impfnachweis vor dem Einsteigen bei der zuständigen Fluggesellschaft vorgezeigt werden. Damit folgt die Regierung, die eine solche Einreisebedingung zunächst abgelehnt hatte, einer Entscheidung des Obersten Gerichts in Brasília. Die Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa hatte die Maßnahme ebenfalls empfohlen. In Brasilien, das im Jänner mit der Impfkampagne begonnen hatte, haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen der 210 Millionen Landesbewohner mit dem Coronavirus infiziert.

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Brasilien: Umgeimpfte müssen wohl in Quarantäne

Die neuartige Coronavirus-Variante macht der Reisefreiheit vielerorts wieder einen Strich durch die Rechnung. Auch Brasilien plant, die Zügel für umgeimpfte Einreisende straffer zu ziehen. So sei aufgrund der noch nicht vollständig erforschten Omikron-Variante eine härtere Vorgehensweise nötig. Demnach sollen Menschen, die keinen Impfnachweis erbringen können, unmittelbar nach der Einreise in das Land eine fünftägige Selbstisolation antreten. Diese könne erst durch eine negative PCR-Testung verlassen werden. Das kündigte der Gesundheitsminister des Landes an. Bisher genügte für Umgeimpfte die Vorlage eines negativen PCR-Tests bei Einreise, eine Quarantäne musste nicht angetreten werden. Wann und wie die Vorschrift umgesetzt wird, ist unklar. In Brasilien tobt eine Auseinandersetzung zwischen dem impfskeptischen, rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro und den Gesundheitsbehörden um die Coronapolitik.

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Brasilien: Azul Cargo setzt dauerhaft auf Embraer-195-Frachter

Die brasilianische Fluggesellschaft Azul baute im Zuge der Corona-Pandemie einige Embraer-195 in temporäre Frachter um. Nun will man im Cargogeschäft dauerhaft auf dieses Muster setzen und kündigt an, dass bis Jahresende insgesamt acht E195-Frachter in der Luft sein sollen. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass sich die Embraer-Regionaljets im Cargobereich bewährt hätten und deren Kapazitäten gefragt sind. Azul Cargo Express wurde im Zuge der Corona-Pandemie auch als eine Art „Notlösung“ geschaffen, um zumindest Güter transportieren zu können. Während sich andere Carrier aus dem „Makeshift“-Business zurückgezogen haben setzt Azul weiterhin darauf. Nun werden acht Embraer 195 dauerhaft in Cargoflugzeuge verwandelt. Dies bestätigte Finanzchef Alex Malfitani gegenüber Aeroin. Es müssen allerdings noch einige Details mit der Luftfahrtbehörde sowie Hersteller Embraer geklärt werden, denn beispielsweise sollen die Boardküchen entfernt werden und Frachttüren eingebaut werden. Hierfür ist eine Zulassung notwendig.

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LaMia-Tragödie: Verantwortlicher Lotse verhaftet

In Brasilien wurde jener Fluglotse, der am 28. November 2016 den verunglückten LaMia-Flug 2933 genehmigt hatte, durch die Bundespolizei verhaftet. Beim Absturz des Avro RJ85 kamen 71 der 77 Insassen ums Leben. Der vierstrahlige Regionaljet war auf einem Charterflug unterwegs und verunglückte in der Nähe von Medellín (Kolumbien). Lokale Medien berichten, dass dem Lotsen vorgeworfen wird, dass eine ganze Reihe von Verfehlungen vorgelegen haben sollen. Unter diesen Umständen hätte die Startfreigabe niemals erteilt werden dürfen. In Brasilien hat der Fall auch deswegen für besonderes Aufsehen gesorgt, denn an Bord des Avro RJ85 befand sich die Chapecoense-Fußballmannschaft samt Betreuerstab. Nur ein Besatzungsmitglied, drei Fußballer und zwei Betreuer haben das Unglück überlebt. Der Haftbefehl gegen den Lotsen wurde von einem Richter des Obersten Gerichtshofs unterschrieben. Angeblich soll sich der Fluglotse zuletzt in Bolivien aufgehalten haben. Die Auslieferung soll angeordnet worden sein. Der offizielle Unfallbericht der kolumbianischen Zivilluftfahrtbehörde Aerocivil stellt den Piloten ein vernichtendes Zeugnis aus. Der Flugplan soll dermaßen unsachgemäß geplant worden sein, dass schon vor dem Abflug klar gewesen sein muss, dass die Treibstoffmenge nicht ausreichen kann. Es wurden weitere Pilotenfehler wie beispielsweise das Unterlassen des Mayday-Notrufs beim Unterschreiten der Mindesttreibstoffmenge, festgestellt. Die Flugsicherung in Medellin wurde zu keinem Zeitpunkt über die Notlage informiert. LaMia-Flug 2933 ist am 28. November 2016 in Flughafen Santa Cruz/Viru Viru (Bolivien) gestartet und sollte nach Flughafen Rionegro (Kolumbien). Dort hätten die Chapecoense am Finalspiel des Copa Sudamericana teilnehmen sollen. Dazu kam es aufgrund des Absturzes mit vielen Todesfällen nicht. Die Justiz macht dem verantwortlichen Lotsen,

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Gol baut Mitflugplattform mit 250 E-Flugzeugen auf

Der Leasinggeber Avolon hat im Juni 2021 mitgeteilt, dass man 500 VA-X4-Elektroflugzeuge bestellt hat. Nun konnte man die Hälfte bei der brasilianischen Fluggesellschaft Gol unterbringen.  In Kooperation mit der Grupo Comporte will Gol eine Mitflugplattform ins Leben rufen. Dazu verpflichtete man sich gegenüber Avolon zur Abnahme von bis zu 250 VA-XE eVTOL-Flugzeugen. Die von Vertical Aerospace hergestellten Elektroflugzeuge sollen im Jahr 2024 auf den Markt kommen und vier Passagiere und einen Piloten bei einer Geschwindigkeit von rund 200 Meilen pro Stunde etwa 100 Meilen weit fliegen. Mit diesen E-Flugzeugen will Gol eine Mitflugplattform aufbauen und damit den Ultrakurzstreckenverkehr emissionsfrei durchführen. “Die heutige Ankündigung stellt einen bedeutenden Schritt beim Aufbau einer eVTOL-Mitflugplattform dar, die den kommerziellen Luftfahrtmarkt in Brasilien neu gestalten wird. Die Einsatzmöglichkeiten des VA-X4 sind enorm. Gol und Grupo Comporte bringen beide ein breites und vielfältiges Netzwerk sowie nachgewiesene Erfolgsbilanzen bei der Skalierung mehrerer Unternehmen mit, was sie zu idealen strategischen Partnern für Avolon macht. Ihr beispielloser Marktzugang, gepaart mit unseren fundierten Kenntnissen und Beziehungen zum brasilianischen Luftfahrtmarkt, verschafft uns eine starke Position, um von der erwarteten Nachfrage nach emissionsfreien VA-X4 Ultrakurzstrecken-Transporten zu profitieren”, erklärt Avolon-Chef Dómhnal Slattery.

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HUB Airlines: Multinationale Billigairline mit A350 geplant

Verschiedene Airlines haben sich schon die Zähne an Billigflügen auf Langstrecken ausgebissen und nun steht mit HUB Airlines ein völlig neues Konzept an. Vier Firmen auf unterschiedlichen Kontinenten sollen mit einer Flotte bestehend aus Airbus A350 bald abheben. Seit Juni 2017 ist Rudolf Brockhausen daran ein neues Konzept in Long-Haul LowCost-Bereich (LHLC) auf die Beine zu stellen. Am 21. November 2019 konnte dann die HUB Airlines Ltd in London gegründet werden. Der Brasilianer war selbst Airline-Pilot und hat die Musterberechtigung auf A320, B737, B757, B767 und B777. Doch für seine HUB Airlines will er auf ein anderes Muster setzen, die Airbus A350. HUB Airlines soll eine Holding sein, welche vier unabhängige Fluggesellschaften betreibt: HUB Europe, HUB North America, HUB South America und HUB Southeast Asia. Der Start soll in Brasilien bei HUB South America erfolgen. Hierfür wurde auch schon die Basis bekannt gegeben, der Viracopos International Airport in Campinas (nordwestlich von Sao Paulo). Auf diesem Flughafen ist auch die Azul beheimatet. Man hat die Ambition, die größte Linienfluggesellschaft für den Langstreckenverkehr zu werden. Die als „HUBird“ bezeichneten Flugzeuge sollen in einer Zweiklassen-Konfiguration eingesetzt werden. Bereits im Oktober 2020 hat HUB dem Flugzeughersteller Airbus mitgeteilt, dass man sich für die A350 XWB entschieden hätte. Gemäß Aussage der angehenden Airline, wurde eine kluge Struktur entwickelt, welche auf dem Uhrzeigersinn basiert. So können die vier Drehkreuze einfach miteinander verbunden werden. Noch hält sich HUB Airlines bedeckt, ab wann der Flugbetrieb aufgenommen werden soll.

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Embraer stellt heckangetriebenen Turboprop vor

Dass der brasilianische Flugzeugbauer an einem neuen Turboprop-Modell, das ungefähr im Jahr 2027 abheben soll, arbeitet, ist kein Geheimnis mehr. Nun veröffentlichte der Hersteller einen neuen Design-Entwurf, der Hecktriebwerke vorsieht. Turboprop-Flugzeuge mit Motoren, die am Heck angebracht sind, sind ausgesprochen selten. Embraer hat sich dabei aber etwas gedacht, denn man hat aufgrund der ERJ-Reihe viel Erfahrung mit dieser Anordnung. Die Vorteile für die Passagiere liegen auf der Hand: Je weiter vorne man sitzt, desto ruhiger ist es. Viele Fluggäste empfinden „Propellerflugzeuge“ völlig zu Unrecht als veraltet, laut und manchmal sogar als unsicher. Embraer will mit den Heck-Propellern die Kabine möglichst ruhig und vibrationsarm halten. Gleichzeitig verbessert sich die Aerodynamik. Embraer will eine Alternative zu den kleinsten E2-Jets anbieten. Der künftige Turboprop soll zwischen 80 und 100 Passagiere befördern können, jedoch im direkten Vergleich mit den „großen Geschwistern“ nochmals weniger Treibstoff verbrauchen. Das letzte Tubroprop-Muster, das Embraer im zivilen Bereich im Programm hatte, war die Emb-120 Brasilia. Diese wurde von 1987 bis 2007 gebaut. Auch die ERJ-Regionaljets basieren auf diesem Muster, denn viele Komponenten des Rumpfs wurden eins zu eins übernommen. Der E120 war mit 358 gebauten Exemplaren nicht sonderlich erfolgreich, wenn man die E-Jet-Reihe als Maßstab heranzieht. Zwischen dem Jahr 2000 und Ende 2020 konnte Embraer 1.623 Jets herstellen. Auch die ERJ-145-Reihe ist mit 1.222 Exemplaren erfolgreicher.

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Brasilien: Gol organisiert sich 28 weitere B737-Max-8

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol will die Flotte mit weiteren Boeing 737 Max 8 verstärken. Der Carrier wird dazu 28 weitere Exemplare beziehen. 15 Einheiten übernimmt man von Leasinggesellschaften. Mit den Neuzugängen sollen insgesamt 23 Boeing 737-800 ersetzt werden. Die weiteren Maschinen sollen das geplante Wachstum abdecken. Die Auslieferungen dieser Order sollen Ende 2022 starten. Derzeit übernimmt Gol am laufenden Band Maschinen der Max-Reihe, denn bis Ende dieses Jahres soll die Teilflotte von 12 auf 28 Einheiten erweitert werden. Der brasilianische Carrier rechnet damit, dass nach dem Ende der Corona-Pandemie ein sehr starkes Ansteigen der Nachfrage einsetzen wird. Gleichzeitig will man die Betriebskosten mit treibstoffsparendem Fluggerät senken. Neun Boeing 737 Max 8, die in der neuen Order enthalten sind, verkauft man übrigens gleich ab Werk, denn für diese hat man Sale-and-Leaseback-Deals mit Leasinggesellschaften unterschrieben. Die verbleibenden vier Exemplare sind über Kredite finanziert.

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Embraer will neuen Turboprop schon nächstes Jahr starten

Es ist schon länger her, dass der brasilianische Flugzeugbauer Embraer ein neues Turbopropflugzeug in die Luft gebracht hat. Um genau zu sein: Am 27. Juli 1983 hob der Embraer 120, der einst das Rückgrat vieler Regioflotten war, erstmals ab. Im Jahr 2007 wurde die Produktion eingestellt. Läuft alles nach Plan soll schon im nächsten Jahr der Launch für ein neuentwickeltes Turboprop-Muster erfolgen. Am Rande der Übergabe-Zeremonie des ersten Embraer 195-E2 an Helvetic Airways sagte der Commmercial-Aviation-Chef des brasilianischen Flugzeugbauers, Arjan Meijer, dass mit dem Launch des neuen Turbopropflugzeugs im Laufe des Jahres 2022 zu rechnen ist. Die Auslieferung an den ersten Kunden wird für das Jahr 2027 angestrebt. Das Design der Maschine wird an den Embraer 120 erinnern, jedoch handelt es sich um ein komplett neu entwickeltes Flugzeug, das mit der ATR72 und der Dash 8-400 in den Wettbewerb treten soll. Geplant ist, dass zwei Varianten angeboten werden sollen: Etwa 70 Sitzplätze und rund 90 Sitze. Der Treibstoffverbrauch soll deutlich unter den E2-Regionaljets liegen. Embraer rechnet mit etwa 20 Prozent weniger Fuel Burn. Der Markt der Turbopropflugzeuge ist momentan sehr schwierig. Bei ATR stockt der Absatz für die Muster ATR42/72 und DHC musste gar die vorläufige Einstellung der Produktion der Dash 8-400 verkünden. Somit begibt sich Embraer in ein schwieriges Umfeld, jedoch könnte für eine komplette Neuentwicklung durchaus Potential geben, denn die Konkurrenzmodelle sind hinsichtlich der Konstruktion durchaus in die Jahre gekommen.

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HB-AZI: Helvetic hat ersten Embraer 195-E2 übernommen

Die Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways wird am Freitag, den 25. Juni 2021, den ersten Embraer 195-E2 in Zürich begrüßen. Drei weitere Einheiten sollen bis Ende Juli 2021 an den Carrier ausgeliefert werden. Das Eintreffen der neuen Regionaljets bildet den termingerechten Abschluss des Programms zur Flottenmodernisierung, das die Schweizer Regionalfluggesellschaft seit Oktober 2019 durchführt. Helvetic Airways wird insgesamt vier Embraer 195-E2 betreiben. Die Eigentumsübertragung der ersten Maschine fand in Eigentumsübertragung fand am Hauptsitz des brasilianischen Flugzeugherstellers in São José dos Campos statt. „Mit der Lieferung der ersten unserer vier neuen Embraer E195-E2-Maschinen verläuft unsere Flottenerneuerung, die bis Ende Juli abgeschlossen sein soll, wie geplant“, so Tobias Pogorevc, der CEO von Helvetic Airways. „Der strukturelle Wandel, der sich in den letzten Monaten in der Nachfrage nach Flugreisen abgezeichnet hat, bestätigt unsere strategischen Entscheidungen von 2018.  Mit Embraer haben wir sowohl die richtigen Flugzeugtypen als auch den richtigen Partner. Helvetic Airways betreibt nun einen im Hinblick auf Kapazität und Nachhaltigkeit optimalen Flottenmix. Als eine der weltweit führenden E-Jet E2-Betreiberinnen ist Helvetic Airways jetzt in der Lage, ihre Rolle als Schweizer Fluggesellschaft am europäischen Himmel weiter zu stärken“. Die HB-AZI verlässt den Hauptsitz von Embraer in São José dos Campos gemäß Plan am Donnerstag und trifft nach Zwischenstopps in Natal und Las Palmas am Freitag in der Schweiz ein. Für die Lieferung legt das Flugzeug etwa 9900 Kilometer zurück; die erwartete Flugzeit beträgt ungefähr 11,5 Stunden. Erster kommerzieller Flug am 10. Juli 2021 ab Basel „Dank der neuen E195-E2 baut Helvetic Airways ihren Ruf als

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