Fluggesellschaften

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IT-Panne: American Airlines macht Seniorin um 100 Jahre jünger

Ein bemerkenswerter Vorfall, der von der British Broadcasting Corporation gemeldet wurde, sorgte für Aufsehen, als eine 101-jährige Frau wiederholt für ein Baby gehalten wurde, aufgrund eines Fehlers im Buchungssystem einer Fluggesellschaft. Die Passagierin, Patricia, erklärte, dass dieses Problem bereits zuvor aufgetreten sei und dringend behoben werden müsse. Die Ursache des Problems liegt laut dem britischen Nachrichtenunternehmen darin, dass die Systeme von American Airlines Schwierigkeiten haben zu verstehen, warum die Frau im Jahr 1922 und nicht im Jahr 2022 geboren wurde. Patricia fand es amüsant, dass sie für ein kleines Kind gehalten wurde, obwohl sie eine alte Dame ist. Dennoch betonte sie, dass der Fehler schnellstmöglich behoben werden müsse, da er ihr bereits in der Vergangenheit Probleme bereitet habe. Bei einem früheren Vorfall hatten Flughafenmitarbeiter kein Transportmittel für sie bereitgestellt, da sie ein Baby erwarteten, das getragen werden konnte. Ein ähnliches Problem trat letztes Jahr auf, als Patricia und ihre Tochter Kris flogen. Der Sitzplatz von Patricia war als Erwachsenenticket gebucht, aber das Computersystem am Flughafen konnte ihr Geburtsdatum, das so weit in der Vergangenheit lag, nicht verarbeiten. Als Ergebnis wurde automatisch angenommen, dass sie erst 100 Jahre später geboren wurde. Fehler kommen immer wieder vor Ein weiteres Beispiel für IT-Probleme bei Fluggesellschaften ist der Fall von Ieuan Davies, der 2023 mit Lufthansa flog und angeblich aufgrund eines Computerfehlers fast 1.500 US-Dollar verlor. Davies hatte einen Rückflug gebucht, um am Euro 2024 Qualifikationsspiel gegen Kroatien teilzunehmen, wurde jedoch beim Einchecken für seinen Rückflug informiert, dass er seinen Flug verpasst hatte. Die

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Sundair-Basis Lübeck nimmt den Betrieb auf

Am Dienstag, den 30. April 2024, hebt der Airbus-Jet mit der Kennung 9A-BER von Lübeck aus ab und steuert mit 150 Sitzplätzen Heraklion auf der griechischen Insel Kreta an. Dies markiert den Beginn einer neuen Ära für den Flughafen Lübeck, da Sundair erstmalig ein Flugzeug vor Ort stationiert. Damit erweitert die Charterfluggesellschaft ihr Angebot am Lübecker Flughafen deutlich, indem sie wöchentlich 10 Flüge in südliche Urlaubsregionen anbietet. Sundair, im dritten Jahr am Flughafen Lübeck, reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Flugverbindungen in den Süden. Holger Conrad, Head of Sales Management & Capacity Control bei der deutschen Airline, betont die Attraktivität des erweiterten Flugprogramms und freut sich darauf, viele Reisende in ihren wohlverdienten Urlaub zu befördern. Die operative Durchführung der Flüge erfolgt aber nicht durch die deutsche Ferienfluggesellschaft selbst, sondern durch die kroatische Konzernschwester FlyAir41. Die Entscheidung, ein Flugzeug in Lübeck zu stationieren, erfordert entsprechende Infrastruktur und personelle Unterstützung vor Ort, wie Jürgen Friedel, Geschäftsführer des Flughafens, erklärt. Neben dem Catering und der Flugzeugwartung sei die Anwesenheit einer Wartungsfirma ein wichtiger Faktor, um die Betreuung der Flugzeuge sicherzustellen. Die Stationierung von Flugzeugen in Lübeck kommt nicht nur den Fluggästen zugute, sondern auch den vielen anderen Nutzern des Flughafens. Geschäftsflieger, Flugschulen und Vereine profitieren von den längeren Öffnungszeiten und der verbesserten Infrastruktur. Allerdings gibt es auch eine schlechte Nachricht: Lübeck Air hat den Flugbetrieb eingestellt, was bedeutet, dass sich das Angebot am Flughafen verändert hat. Das Sommerangebot ist daher von den Sundair-Flügen dominiert, denn klassische innerdeutsche Ziele wie München und Stuttgart,

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Warum Direktbuchungen gegenüber OTAs im Vorteil sind

Unter dem Schein von Ersparnissen und Bequemlichkeit lauern bei der Buchung von Flugreisen über Online Travel Agents (OTAs) oft unerwartete Hürden und Ärgernisse. Während diese Plattformen zweifellos eine einfache Möglichkeit bieten, Reisen zu planen und zu buchen, sind die vermeintlichen Vorteile nicht selten von erheblichen Nachteilen begleitet. Was sind Online Travel Agents (OTAs)? Online Travel Agents (OTAs) sind Plattformen, die Reisenden die Möglichkeit bieten, Flugtickets, Hotelzimmer, Mietwagen und andere Reisedienstleistungen online zu buchen. Sie agieren als Vermittler zwischen Kunden und den Anbietern dieser Dienstleistungen. Bekannte OTAs sind Unternehmen wie Expedia, Booking.com, Travelocity, und Orbitz. Kundenfang und vermeintliche Ersparnisse OTAs locken Kunden mit scheinbar günstigen Angeboten und Rabatten, die oft niedriger aussehen als die Preise, die direkt von Fluggesellschaften angeboten werden. Diese vermeintlichen Ersparnisse können auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein. Zum einen nutzen OTAs ihre Verhandlungsmacht, um Sonderkonditionen von Fluggesellschaften zu erhalten. Zum anderen nutzen sie aggressive Marketingstrategien, um Kunden anzulocken. Warum sind Flugtickets über OTAs manchmal billiger? OTAs können Flugtickets zu niedrigeren Preisen anbieten, da sie auf verschiedene Strategien setzen, um Rabatte zu erhalten. Sie kaufen Tickets in großen Mengen ein und nutzen dynamische Preisgestaltung, um Preisschwankungen auf dem Markt auszunutzen. Zusätzlich können sie auch auf Zwischenhändlergebühren und Provisionen der Fluggesellschaften verzichten. Häufig läuft es aber auch ganz anders: Vom Preis, den die Airline für den reinen Flug verlangt und der OTA mittels Screen-Scraping davon erfährt, wird ein bisschen etwas abgezogen. Über Aufschläge für Zusatzleistungen wie die Aufgabe von Gepäck oder Sitzplatzreservieren versuchen Online-Travel-Agents dies wieder einzuholen. Manchmal werden auch

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Hunde und Katzen auf Flugreisen: So muss man „Tickets“ für Vierbeiner buchen

Das Reisen mit Haustieren wie Hunden und Katzen erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da viele Tierbesitzer ihre pelzigen Freunde nicht zurücklassen möchten. Europäische Fluggesellschaften bieten in der Regel die Möglichkeit, Haustiere mit an Bord zu nehmen, allerdings gelten bestimmte Richtlinien und Buchungsverfahren. In diesem Artikel werden wird erläutert, wie man vorgehen muss und wie der Zusatzservice bei den Airlines gebucht wird. Die Mitnahme von Haustieren bei europäischen Fluggesellschaften erfordert eine sorgfältige Planung und Einhaltung der spezifischen Richtlinien. Indem Sie sich im Voraus über die Fluggesellschaft informieren, den Zusatzservice rechtzeitig buchen und die erforderlichen Vorbereitungen treffen, können Sie sicherstellen, dass Ihr Haustier sicher und komfortabel reist. Beachten Sie jedoch, dass bestimmte Fluggesellschaften, wie Ryanair, EasyJet und Wizz Air, grundsätzlich keine Haustiere an Bord erlauben. Wenn Sie mit Ihrem Haustier reisen möchten, sollten Sie eine Fluggesellschaft wählen, die diese Option anbietet. Bitte beachten Sie, dass die genannten Informationen dem aktuellen Kenntnisstand entsprechen, es jedoch immer ratsam ist, die aktuellen Richtlinien der Fluggesellschaften zu überprüfen und gegebenenfalls direkte Rücksprache zu halten. Vorgehensweise bei der Mitnahme von Haustieren: Informieren Sie sich über die Fluggesellschaft: Bevor Sie Ihre Reise planen, ist es wichtig zu überprüfen, ob die von Ihnen gewählte Fluggesellschaft die Mitnahme von Haustieren erlaubt. Die meisten europäischen Fluggesellschaften haben spezifische Richtlinien und Vorschriften in Bezug auf Haustiere, die auf ihrer Website veröffentlicht sind. Wichtig: Man sollte sich vor dem Kauf der Flugtickets für die menschlichen Begleiter darüber informieren, ob die Mitnahme von Haustieren (gegen Gebühr) überhaupt erlaubt ist. Andernfalls läuft man Gefahr, dass

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Das gilt es zu beachten, wenn die Airline den Koffer verliert

Es gibt wenig Frustrierenderes, als nach einer langen Flugreise am Gepäckband zu stehen und festzustellen, dass der eigene Koffer nicht auftaucht. Der Verlust des Gepäcks kann zu erheblichen Unannehmlichkeiten führen, aber es gibt bestimmte Schritte, die Passagiere unternehmen können, um das Problem zu lösen und angemessene Entschädigung von der Fluggesellschaft zu erhalten. In diesem Artikel wird nähere darauf eingegangen, was zu tun ist, wenn der Koffer verloren geht, welche Haftungsgrenzen gelten und wie man Ersatzeinkäufe tätigen kann. Der Verlust eines Koffers am Gepäckband kann eine frustrierende Erfahrung sein, aber durch das Verständnis der Haftungsgrenzen der Fluggesellschaften und das Beherzigen dieser Schritte können Passagiere die Situation besser bewältigen. Wichtig ist, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, Ersatzeinkäufe angemessen zu dokumentieren und den Dialog mit der Fluggesellschaft aufrechtzuerhalten, um eine angemessene Entschädigung zu erhalten. Denken Sie daran, dass jede Fluggesellschaft unterschiedliche Richtlinien haben kann, daher ist es ratsam, sich vor der Reise über die spezifischen Verfahren zu informieren. Schritt 1: Sofortige Maßnahmen am Gepäckband Sobald Sie feststellen, dass Ihr Koffer nicht am Gepäckband erscheint, sollten Sie unverzüglich zum Lost-and-Found-Schalter oder dem zuständigen Schalter für verlorenes Gepäck gehen. Dort melden Sie den Verlust Ihres Koffers und füllen das entsprechende Formular aus. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Informationen zu Ihrem Gepäck bereithalten, einschließlich der Flugdetails und der Kofferbeschreibung. Achtung! Die Meldung am Lost-and-Found-Schalter allein ist nicht ausreichend. Um Ersatz- und/oder Haftungsansprüche stellen zu können, ist es zusätzlich notwendig, dass eine Reklamation an die Fluggesellschaft erstattet wird. Diese sollte textlich, also zumindest per E-Mail, Fax

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Das sind die größten Ärgernisse von Fluggästen

Das Fliegen ist eine der schnellsten und bequemsten Möglichkeiten, um große Entfernungen zurückzulegen. Millionen von Menschen nutzen jedes Jahr Flugreisen, sei es aus geschäftlichen Gründen oder für den wohlverdienten Urlaub. Leider sind Flüge nicht immer stressfrei und angenehm. Grund genug ein wenig näher auf dieses Thema einzugehen. Gerade beim Thema „unfreundliches Personal“ sollte auch daran gedacht werden, dass dieses wegen ganz spezieller Fluggäste mit den Nerven am Ende sein kann. Die Rede ist von Reisenden, die meinen ihre über Wochen oder gar Monate aufgestaute Wut an Handling- bzw. Airline-Personal ablassen zu müssen oder gleich den „unruly PAX“ machen und allerlei Unfug treiben. Es gibt eigentlich nichts, das so verrückt wäre, das nicht schon irgendein Fluggast mal probiert hätte. Damit ist in erster Linie massiv störendes oder aggressives Verhalten gemeint. Dies kann in weiterer Folge auch zum Sicherheitsproblem werden und soweit gehen, dass der Kapitän beschließt eine Zwischenlandung zu machen, um den Störenfried von der Polizei abführen zu lassen. Verspätungen und Flugausfälle Eines der häufigsten Ärgernisse für Fluggäste sind Verspätungen und Flugausfälle. Fluggesellschaften sind manchmal mit unvorhergesehenen Umständen konfrontiert, wie technischen Problemen, schlechtem Wetter oder Fluglotsenstreiks. Diese unvermeidlichen Ereignisse können zu erheblichen Verzögerungen oder sogar zur Annullierung von Flügen führen. Die daraus resultierenden Unannehmlichkeiten, wie verpasste Anschlussflüge, verlorene Hotelbuchungen und wertvolle Zeitverschwendung, können die Stimmung der Fluggäste erheblich beeinträchtigen. Überbuchungen Überbuchungen sind ein weiteres großes Ärgernis für Fluggäste. Fluggesellschaften praktizieren oft das Überbuchen von Flügen, um leere Plätze zu vermeiden und ihre Gewinne zu maximieren. Dies kann jedoch zu Problemen führen,

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Flugverspätungen im ersten Quartal 2023

Europaweit mussten circa 30 Prozent aller Passagiere Verspätungen in Kauf nehmen, im letzten Jahr sind im Vergleich 17 Prozent der Passagiere verspätet gestartet. Die meisten Problemfelder der Flugannullierungen und Verspätung boten Großbritannien, die Türkei und Deutschland. Das Jahr 2023 war in Europa zahlreichen Verspätungen ausgesetzt wie am Beispiel der Briten erkenntlich gemacht werden kann. Großbritannien belegte im konkreten Fall im Jahr 2023 die meisten Flugverspätungen hinsichtlich der involvierten Passagieranzahl. Das Vereinigte Königreich belegt den ersten Platz mit sechs Millionen verspäteten Passagieren, dicht gefolgt von der Türkei, die 5,5 Millionen verspätete Passagier hervorbringen kann. In Deutschland, dem dritten Platz, starteten 4,7 Millionen Passagiere verspätet. Im Europavergleich sind die Passagierverspätungen noch signifikanter: im ersten Quartal 2023 waren knapp 32 Millionen Passagiere verspätet.

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EU führt Umweltlabel für Flugreisen ein

Die Europäische Union will ein spezielles Umweltlabel einführen, das bei Flugreisen den Kohlenstoffdioxid-Abdruck pro Passagier aufzeigen soll. Damit will man die Vergleichbarkeit verschiedener Fluggesellschaften vereinfachen. Die Umsetzung soll ab dem Jahr 2025 starten. Seit einiger Zeit heben einige Carrier ihre angebliche Umweltfreundlichkeit im Marketing besonders stark hervor. Manche bezeichnen sich als „Europas grünste Airline“, andere sticheln gegen Konkurrenten, die angeblich veraltetes Fluggerät betreiben sollen und wieder andere führen „Öko-Tarife“ ein, wobei völlig unklar ist, ob das SAF, für das extra bezahlt werden soll, auch tatsächlich auf dem gebuchten Flug getankt wird. Manche Fluggesellschaften haben bereits juristische „Watschn“ aufgrund von irreführender Werbung, umgangssprachlich auch Greenwashing genannt, kassiert. Die EU hofft nun, dass man mit dem geplanten Umweltlabel den Wildwuchs an „Öko-Behauptungen“ eindämmen und eine Vergleichbarkeit unter den Airlines schaffen kann. Das EU-Parlament hat den entsprechenden Beschluss in der Nacht zu Mittwoch gefasst. Unter anderem sollen der erwartete Kohlenstoffdioxidausstoß pro Passagier sowie die -effizienz pro Kilometer in die Bewertung einfließen. Künftig soll auch die Beimischung von SAF, soweit technisch möglich, verpflichtend werden. Ab dem Jahr 2025 sollen zwei Prozent beigemischt sein. Per 20230 wird die Quote auf sechs Prozent erhöht, 2035 auf 20 Prozent, 2040 auf 34 Prozent, 2045 auf 42 Prozent und bis 2050 sollen es dann 70 Prozent sein. Diese Regelung muss noch formell von EU-Parlament und den EU-Staaten abgesegnet werden.

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Flughafen Sydney mit so vielen Airlines wie noch nie

Vor wenigen Tagen führte die Fluggesellschaft Vietjet den Erstflug von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Sydney durch. Für den australischen Airport ist das Ereignis von besonderer Bedeutung, denn nun sind 50 Airlines auf diesem Flughafen aktiv – ein neuer Rekord in der 103-jährigen Geschichte. Der Flughafen Sydney hat nun vier Fluggesellschaften, die Vietnam anfliegen, einen schnell wachsenden Tourismusmarkt, der 2019 mehr als 317.000 australische Reisende anzog. Flug VJ85 landete heute kurz nach 07:30 Uhr mit fast 400 Passagieren an Bord in Sydney. Vietjet wird wöchentlich drei Hin- und Rückflüge von Ho-Chi-Minh-Stadt mit ihrer A330-300-Flotte anbieten. Insgesamt hat der Flughafen Sydney in den letzten 12 Monaten sechs neue Fluggesellschaften an Bord genommen, und die bestehenden Fluggesellschaften sind zurückgekehrt und erhöhen weiterhin ihre Kapazitäten, was den Reisenden eine große Auswahl bietet. Im Jahr 2019 gab es 48 Fluggesellschaften, die Sydney regelmäßig anflogen, und diese Zahl wird im April 2020 auf etwa 20 Fluggesellschaften sinken. Geoff Culbert, CEO des Flughafens Sydney, sagte: „Zum ersten Mal in unserer stolzen 103-jährigen Geschichte haben wir 50 Fluggesellschaften, die den Flughafen Sydney anfliegen. Das ist eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, dass es während Covid so gut wie keinen Flugverkehr gab“.

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Weil Airlines ungerne zahlen: Deutsche Gerichte mit Klagen „überschwemmt“

Allein im Jahr 2022 wurden nach Angaben des Deutschen Richterbunds rund 70.000 Klagen gegen Fluggesellschaften bei deutschen Gerichten eingebracht. Die Gründe sind zumeist ident: Entschädigungsleistungen laut Fluggastrechteverordnung werden abgelehnt oder die Forderung des Passagiers wird einfach ignoriert. Bereits vor der Corona-Pandemie glänzte die Branche nicht gerade mit zügiger Bearbeitung, wenn es darum ging, dass Entschädigungs- und/oder Schadenersatzansprüche an Passagiere ausbezahlt werden müssen. Je nach Anbieter wurde die Bearbeitung in die Länge gezogen oder aber pauschal und zumeist gar nicht begründet einfach abgelehnt. Mittlerweile bürgert sich schleichend ein, dass E-Mails, Briefe und Telefaxe der „Anspruchsteller“ einfach über Monate hinweg gar nicht beantwortet werden. Selbst ein rechtskräftiges Gerichtsurteil ist keine Garantie dafür, dass das zugesprochene Geld dann auch tatsächlich fließt. Erst kürzlich sorgte ein Fall, der sich im Vereinigten Königreich zugetragen hat, für Aufsehen. Wizz Air zahlte erst nachdem ein Gerichtsvollzieher am Flughafen London-Luton die Pfändung von Vermögenswerten angedroht hatte. Passagiere sind besser informiert als früher Wiederholt äußerten einzelne Richter gegenüber verschiedene Medien, dass besonders die deutschen Amtsgerichte, an denen die meisten Klagen von Fluggästen zunächst verhandelt werden, regelrecht überschwemmt werden. Besonders hart trifft es dabei jene, deren Sprengel auch den Sitz von Airlines und/oder großer Flughäfen umfasst. Laut Deutschem Richterbund wurden allein im vergangenen Jahr aufgrund der Fluggastrechte etwa 70.000 Klagen gegen Fluggesellschaften eingebracht. Dies wäre vermeidbar, wenn die Anbieter es nicht regelrecht darauf anlegen würden vor Gericht zu landen. In zahlreichen Fällen erscheint auch niemand, so dass dann ein Versäumnisurteil zu Gunsten der Kläger ergeht. Je nach Airline geht man

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